Bei Optionen sind die bis zum Fälligkeitstag erwarteten Dividenden eingepreist. Sonst könnte ein Free Lunch arbitriert werden.
Hallo,
ja stimmt soweit wobei in der Praxis es nicht immer durchsichtig ist, schreibe gerne nach der HV einen Coverd-Call gedeckt um den Dividendenabschlag raus zu haben auch wenn das Laufzeitende bei Optionen relevant ist.
Kollege Cicolia hat es mal schön zusammengefasst und ich könnte es nicht besser schreiben:
"Es genügt ja, dass man die Aktien erst am Tage der HV erwirbt, um noch am folgenden Tag die Dividende zu erhalten"
Ja, aber nur wenn man die Aktie über die Aktienbörse erwirbt. Bei der Eurex dauert die Lieferung bei der Ausübung zwei Tage und daher wäre die Ausübung am Tag der HV zu spät. Dies betätigen auch die Optionspreise (sonts würde man ja am Tag der HV billig Calls kaufen, sie ausüben, Dividende kassieren -> und das gibt es leider nicht!)
So weit die Theorie, man beobachte aber die Entwicklung am Beispiel von DCX. Ex Dividende 1,5 Eur am 7.4.:
5.4. 34,50 Call 32 Settllement 2,50 OI: 4729
6.4. HV 34,59 Call 32 Settllement 1,15 OI: 5
7.4. 32,83 Call 32 Settllement 0,91 OI: 638
Quelle: TMW-Forum 2005
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Aber es gibt (bzw. gab) ja auch den Sonderfall von Altana:
Quelle:
http://agbs.fazjob.net/s/Rub3D6040857A734996B355094EA04C76A0/Doc~E7BD6D5C797344D15AC5FDD66ECC5043A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(C) 2007
FAZ.NET
Basiswert, Ausschüttung und R-Faktor
01. Juni 2007 An der Eurex, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Börse, werden Rechte gehandelt. Optionen erlauben den Käufern, von den Verkäufern die Lieferung zum Beispiel von Aktien zu festgelegten Basiswerten an einem festgelegten, in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu verlangen.
Die Käufer werden von diesem Recht nur Gebrauch machen, wenn der Bezugswert „zum Termin“ niedriger ist als der Aktienkurs; denn dann lohnt sich für sie der Bezug. Die Verkäufer von Optionen haben, als der Kontrakt abgeschlossen wurde, eine Prämie dafür kassiert, dass sie sich einer Gefahr aussetzen. Das Risiko des Optionsverkäufers, des sogenannten Stillhalters, besteht darin, dass er Aktien liefern muss und dafür einen Preis erhält, der tiefer ist als der aktuell am Markt eigentlich mögliche Preis.
R-Faktor immer sachgerecht?
Daher ist es offensichtlich, dass der Wert einer Option entscheidend vom Basispreis und dem aktuellen Aktienkurs abhängt. Wenn nun ein Unternehmen seine jährliche Dividende ausschüttet und die Aktie am Tag nach der Hauptversammlung mit dem üblichen Dividendenabschlag in ähnlicher Größenordnung den Handel aufnimmt, passiert mit den Basiswerten der Aktienoptionen nach den Regeln der Eurex nichts. Wenn jedoch eine Sonderausschüttung erfolgt, werden die Basispreise mit Hilfe des sogenannten R-Faktors gesenkt.
Zum Thema
Möglicherweise aber ist es nicht immer sachgerecht, den R-Faktor anzuwenden. Ein Blick auf die Formel zur Berechnung des R-Faktors zeigt zweierlei. Erstens ist der Effekt, der bei Anwendung des R-Faktors erreicht wird, vergleichsweise groß. So ist der um den R-Faktor korrigierte Basiswert kleiner als der Wert, der sich zum Beispiel durch eine simple Verringerung des Basiswertes um die Ausschüttung ergäbe. Zweitens ist der letzte festgestellte Kurs vor der Ausschüttung für die Eurex der einzige Ausgangspunkt, um den Abschlag auf den Basiswert vorzunehmen.
Altana hat eine Sonderausschüttung vorgenommen, die zu einer außergewöhnlichen Kursbewegung im Ausmaß von rund 8 Euro geführt hat. Im Fall Altana hat der R-Faktor zudem stark gewirkt, weil der Anteil der Sonderdividende am Kurswert mit rund 70 Prozent riesig war.
Text: ham., F.A.Z.
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Immer schön aufpassen mit den Sonderausschüttungen!
@DickT
Verhalten sich Optionen in diesem Punkt anders als Optionsscheine?
Optionsscheine werden von Emittenten begeben und unterliegen alleine dessen Preisstellung und Handelbarkeit und haben mit Optionen die direkt an einer handelsüberwachten Terminbörse gehnaldet werden nichts zu tun, Terminbörsen gibt es weltweit und Futures und Optionen sind standardisiert, Optionsscheine gibt es "nur" soweit ich überhaupt weiss in D, CH. In USA und GB sind Optionsscheine verboten, warum
Aber auch Optionen haben ein Market-Making und eine gepreiste Vola (impl. Vola), dies sollte unbedingt verstanden werden! Futures hingegen sind sehr einfach zu verstehen, genau wie Aktien.