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Roti

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Saturday, June 7th 2008, 1:02pm

Optionen- Verhalten Dividendenzahlung

Bei Optionen sind die bis zum Fälligkeitstag erwarteten Dividenden eingepreist. Sonst könnte ein Free Lunch arbitriert werden.

Hallo,

ja stimmt soweit wobei in der Praxis es nicht immer durchsichtig ist, schreibe gerne nach der HV einen Coverd-Call gedeckt um den Dividendenabschlag raus zu haben auch wenn das Laufzeitende bei Optionen relevant ist.

Kollege Cicolia hat es mal schön zusammengefasst und ich könnte es nicht besser schreiben:

"Es genügt ja, dass man die Aktien erst am Tage der HV erwirbt, um noch am folgenden Tag die Dividende zu erhalten"
Ja, aber nur wenn man die Aktie über die Aktienbörse erwirbt. Bei der Eurex dauert die Lieferung bei der Ausübung zwei Tage und daher wäre die Ausübung am Tag der HV zu spät. Dies betätigen auch die Optionspreise (sonts würde man ja am Tag der HV billig Calls kaufen, sie ausüben, Dividende kassieren -> und das gibt es leider nicht!)

So weit die Theorie, man beobachte aber die Entwicklung am Beispiel von DCX. Ex Dividende 1,5 Eur am 7.4.:

5.4. 34,50 Call 32 Settllement 2,50 OI: 4729
6.4. HV 34,59 Call 32 Settllement 1,15 OI: 5
7.4. 32,83 Call 32 Settllement 0,91 OI: 638

Quelle: TMW-Forum 2005

*************

Aber es gibt (bzw. gab) ja auch den Sonderfall von Altana:

Quelle: http://agbs.fazjob.net/s/Rub3D6040857A734996B355094EA04C76A0/Doc~E7BD6D5C797344D15AC5FDD66ECC5043A~ATpl~Ecommon~Scontent.html

(C) 2007 FAZ.NET

Basiswert, Ausschüttung und R-Faktor

01. Juni 2007 An der Eurex, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Börse, werden Rechte gehandelt. Optionen erlauben den Käufern, von den Verkäufern die Lieferung zum Beispiel von Aktien zu festgelegten Basiswerten an einem festgelegten, in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu verlangen.
Die Käufer werden von diesem Recht nur Gebrauch machen, wenn der Bezugswert „zum Termin“ niedriger ist als der Aktienkurs; denn dann lohnt sich für sie der Bezug. Die Verkäufer von Optionen haben, als der Kontrakt abgeschlossen wurde, eine Prämie dafür kassiert, dass sie sich einer Gefahr aussetzen. Das Risiko des Optionsverkäufers, des sogenannten Stillhalters, besteht darin, dass er Aktien liefern muss und dafür einen Preis erhält, der tiefer ist als der aktuell am Markt eigentlich mögliche Preis.

R-Faktor immer sachgerecht?
Daher ist es offensichtlich, dass der Wert einer Option entscheidend vom Basispreis und dem aktuellen Aktienkurs abhängt. Wenn nun ein Unternehmen seine jährliche Dividende ausschüttet und die Aktie am Tag nach der Hauptversammlung mit dem üblichen Dividendenabschlag in ähnlicher Größenordnung den Handel aufnimmt, passiert mit den Basiswerten der Aktienoptionen nach den Regeln der Eurex nichts. Wenn jedoch eine Sonderausschüttung erfolgt, werden die Basispreise mit Hilfe des sogenannten R-Faktors gesenkt.

Zum Thema
Möglicherweise aber ist es nicht immer sachgerecht, den R-Faktor anzuwenden. Ein Blick auf die Formel zur Berechnung des R-Faktors zeigt zweierlei. Erstens ist der Effekt, der bei Anwendung des R-Faktors erreicht wird, vergleichsweise groß. So ist der um den R-Faktor korrigierte Basiswert kleiner als der Wert, der sich zum Beispiel durch eine simple Verringerung des Basiswertes um die Ausschüttung ergäbe. Zweitens ist der letzte festgestellte Kurs vor der Ausschüttung für die Eurex der einzige Ausgangspunkt, um den Abschlag auf den Basiswert vorzunehmen.
Altana hat eine Sonderausschüttung vorgenommen, die zu einer außergewöhnlichen Kursbewegung im Ausmaß von rund 8 Euro geführt hat. Im Fall Altana hat der R-Faktor zudem stark gewirkt, weil der Anteil der Sonderdividende am Kurswert mit rund 70 Prozent riesig war.


Text: ham., F.A.Z.




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Immer schön aufpassen mit den Sonderausschüttungen!

@DickT

Verhalten sich Optionen in diesem Punkt anders als Optionsscheine?

Optionsscheine werden von Emittenten begeben und unterliegen alleine dessen Preisstellung und Handelbarkeit und haben mit Optionen die direkt an einer handelsüberwachten Terminbörse gehnaldet werden nichts zu tun, Terminbörsen gibt es weltweit und Futures und Optionen sind standardisiert, Optionsscheine gibt es "nur" soweit ich überhaupt weiss in D, CH. In USA und GB sind Optionsscheine verboten, warum 8)

Aber auch Optionen haben ein Market-Making und eine gepreiste Vola (impl. Vola), dies sollte unbedingt verstanden werden! Futures hingegen sind sehr einfach zu verstehen, genau wie Aktien.
Beste Grüße

Roti :)

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10

Friday, June 6th 2008, 11:03pm

Optionen und Dividenden

Bei Optionen sind die bis zum Fälligkeitstag erwarteten Dividenden eingepreist. Sonst könnte ein Free Lunch arbitriert werden. Auswirkungen haben also nur Abweichungen von den Erwartungen.

Eine andere Rolle spielen Sonder-Dividenden und Kapitalmaßnahmen. Da finden Strike-Anpassungen statt. Eine ebenso denkbare Vorgehensweise bei normalen Dividenden-Ausschüttungen würde Unmengen krummer Strikes entstehen lassen und einige Modell-Annahmen verletzen. Eine nachträgliche Anpassung des Preises kommt nicht in Frage, da dieser bei Aktien-Optionen ja schon vollständig bezahlt wurde und im Gegensatz zum Future-Style-Margining keine Einflußmöglichkeit auf Positionen besteht, die am Laufzeit-Ende ausgeübt werden.

Zuweilen unerwartet ausgehende Börsen-Entscheidungen zur Bewertung von Sonder-Dividenden sind sehr ärgerlich, weil sie eine(n) Enteignung/Windfall-Profit bedeuten.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

DickT

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Friday, June 6th 2008, 10:10pm

Schönes Thema, gleich noch 'ne Schippe drauf: Optionen. :D

Inhaber von Optionen sind nicht dividendenberechtigt (sagt Igor Uszczapowski S. 134ff) - daher spielt die Dividendenrendite auch eine Rolle in der Black Scholes Formel zur Preisfeststellung einer Option.
Demnach sollte am Tag der Dividendenauszahlung der Preis des Calls fallen, der Preis des Puts steigen - tut er aber nicht! (jedenfalls nicht bei Optionsscheinen).

Nun die Fragen:
Verhalten sich Optionen in diesem Punkt anders als Optionsscheine?
Warum reagieren dann OS nicht auf Dividendenzahlungen, bzw. warum spielt die Dividendenrendite bei der Berechnung des Optionpreises dann eine Rolle?
Bei kleinen Dividendenrenditen von +-1% kann ich noch verstehen, dass der Kursrückgang/anstieg mittels "Bewertungsfreiheit" des Marketmakers aufgefangen, bzw. versteckt werden kann. Aber selbst bei Dividendenrenditen von >5% passiert mit einem OS am Auszahlungstag nichts - warum eigentlich?

janson

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8

Friday, June 6th 2008, 10:02pm

@PF

Danke dir. Das vereinfacht die Sache ungemein. Ich kam durcheinander, weil bei Yahoo immer ein Ex-Date mitangegeben wird und meist 2-4 Wochen vor dem Auschüttungstermin liegt.
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Friday, June 6th 2008, 9:40pm

@ janson

Dein letzter Satz gilt. exD-Tag ist in der Regel der erste Handelstag nach dem Ausschüttungs-Tag (also meist dem HV-Tag). Maßgeblich ist der Besitz zur Settlement-Zeit des Ausschüttungs-Tages.
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janson

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6

Friday, June 6th 2008, 9:23pm

ad 1: Ja, kann passieren,denn die Dividende bekommst du gesondert gutgeschrieben.

ad 2: Keine Ahnung

ad 3: Wie willst du da profitieren, wenn du am Dividendentag short bist bezahlst du die Dividende!


Thx, auf Gosopedia ist eben Verlass. :)

Also Punkt 3 bzw. was es mit dem Ex-Date auf sich hat ist mir nicht ganz klar. Am Beispiel vom vorherigen Screenshot:
- Angenommen ich gehe am 22.Juni long. Da Kauf nach dem Ex-Div-Date, bekomme ich am 27.Juni keine Dividende. Für einen Dividendenabschlag im Kurs bekomme ich also keinen Ausgleich.
- Gehe ich Short, muss ich aber die Dividende bezahlen.
?(

...Oder ist dieses Ex-Date nicht relevant und man bekommt/zahlt eben die Dividende wenn man am Ausschüttungstag Aktien hält.
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Friday, June 6th 2008, 9:19pm

Gutschrift erfolgt für Besitzer am Tag der HV am Tag darauf. Der rein rechnerische Wert aus Aktienkurs + Dividende ändert sich nicht. Gutschriften/Abzüge erfolgen bei CFD genauso (bei CMC z. B. in der Statement-Sektion zu Kapitalmaßnahmen). Einen Free Lunch gibt es selbstverständlich nicht. Nur bei der Erteilung von Stop- und Limit-Orders muß man diese selber anpassen.

Nachtrag: Da habe ich aber gebummelt beim Schreiben, als ich anfing hatte goso noch nicht geantwortet.
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goso

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4

Friday, June 6th 2008, 9:03pm

ad 1: Ja, kann passieren,denn die Dividende bekommst du gesondert gutgeschrieben.

ad 2: Keine Ahnung

ad 3: Wie willst du da profitieren, wenn du am Dividendentag short bist bezahlst du die Dividende!

janson

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3

Friday, June 6th 2008, 8:43pm

Wegen Dividendenzahlung:

1) Angenommen ich bin Long in einer Aktie (mittels CFD) und habe übersehen dass eine Dividendenzahlung ansteht. Der Abschlag kann dann dazu führen dass ich unabsichtlich ausgestoppt werde, oder wird die Dividende in irgendeiner Form mit meinen Orders verrechnet (wohl kaum)?

2) Wenn ja, welche Seite zeigt mir die Dividendentermine für deutsche Aktien an wie es z.B. finance.yahoo.de für US-Aktien macht? Auch wenn es meistens mit der HV zusammenfällt wäre es mir lieber diese würden explizit angeführt werden. Bei Onvista oder finanzen.net gibt es das jedenfalls nicht.

3) Bei finance.yahoo wird auch Ex-Dividend-Date angegeben. Heißt das, wenn ich zu diesem Zeitpunkt die Aktien noch nicht hatte, bekomme ich keine Dividende? Fällt mir irgendwie schwer das zu verstehen, denn dann könnte ich ja von jeder Div-Zahlung mit Shortpositionen profitieren? :huh:
janson has attached the following image:
  • dividende.jpg
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goso

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Tuesday, March 6th 2007, 10:24am

RE: HV-Termine, Dividendenzahlungen, Links & Co

This post has been edited 2 times, last edit by "goso" (Mar 6th 2007, 10:27am)


Hintman

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Tuesday, March 6th 2007, 10:17am

HV-Termine, Dividendenzahlungen, Links & Co

Also wenn ich wissen will welche Termine die nächsten Tage anstehen oder wer wann Dividende ausschüttet, schau ich unter anderem nach auf

http://www.finanzen.net/termine/termine_…sp?RubrikNr=116

Postet hier eure Lieblingslinks Aktien betreffend, dann haben wir diese nützlichen Links in einem Thread beisammen.
Parameter für Trading "Frei Schnauze": Stopp-Loss 0,6-fache ATR, Profit Target 1,8-fache ATR. Zeitstopp greift am 5. Tag des Trades.
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