Mit der Nachricht einer erstmal nötigen Finanzspritze von
225 Mrd. $ kam wieder eine "lustige" Meldung. Das Tolle ist, daß in ihrer Folge solche Spritzen wie von einem schwarzen Loch angezogen werden. Vielleicht verkaufen sie auch alles an die Chinesen?
Möchte mich trotz der begrenzten Nützlichkeit für eine praktische Trading-Entscheidung nochmal öffentlich am Beinahe-Untergang des Finanzsystems delektieren. Die Charts sehen für "ach so grundsolide Betongold"-Finanzierer

in mehreren Zeitrahmen einfach nur grauselig aus.
Trotz allem sah Japan in der Blase eigentlich noch schlimmer aus, da mußten im Höhepunkt vier Generationen an einem Häusle abzahlen, was volkswirtschaftlicher Humbug ist, da ein Haus 1) ohne exzessive und nochmals teure Unterhaltung nicht so lange hält und 2) selbst bei der maximalen Auspressung der Schuldner eine Abzahlung in einer Generation erfolgen muß, da formal drittverpflichtete Generationen alles nur Denkbare anstellen werden, die vermeintlichen Ansprüche zu annulieren und das früher oder später auch durchsetzen. Der Wahnsinn kannte dort kaum noch Grenzen, als alleine die Fläche des Kaiserplastes so teuer sein sollte wie ganz Kalifornien. Davon ist Amerika bei aller Bedenklichkeit der Schieflage noch deutlich entfernt.
Vielleicht läuft die Aufarbeitung ohnehin nicht in einer langjährigen Stagnation wie in Japan ab, da es die damals nicht vorhandene Option gibt, an potente neue Mitspieler zu verkaufen. Selbst, wenn das ökonomisch ein schlechter Schachzug ist, könnten die in Wartestellung befindlichen Staatsfonds so etwas zur strategischen Einflußnahme angehen.
Sun-Tzu's "Strategie des Siegens ohne zu kämpfen" würde das voll und ganz entsprechen.