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Friday, March 6th 2009, 8:43pm

Wenn die Politiker immer etwas langsam in ihrer Auffassungsgabe sind, heißt es ja nicht, daß es keine kompetenten Vordenker gibt. Ich habe schon vor langer Zeit was geschrieben von ordnungspolitischen Sündenfällen durch wenig hilfreiche Staatshilfen und geordneten Insolvenzverfahren und ebenso von erforderlicher Aufarbeitung auch mit dem Strafrecht.

Ich finde es immer lustig, meine Ansichten etliche Wochen später auch aus dem Munde von Landesfürsten zu hören. Wenn sie früher oder später zu den gleichen Schlüssen kommen, wäre es ja nicht schlecht, wenn sie sich von Anfang an kompetenten Rat holen würden, statt immer zu warten, bis es die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Friday, March 6th 2009, 7:28pm

@ PT
Ist ja lustig, habe sinngemäß etwas ähnliches gerade in einem andern Thread geschrieben. :)

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Friday, March 6th 2009, 7:05pm

Zombies

In der nächsten Zeit wird GM incl. seines deutschen Ablegers Opel sicher nicht die einzige Aktie bleiben, die nur noch von der aktuellen Nachrichtenlage über Insolvenz oder doch noch erfolgende Staatshilfe mit sehr, sehr viel Geld getrieben wird. Die Banken quer über den Globus haben es ja schon vorgemacht.

Fundamental und ordnungspolitisch ist es ein Sündenfall sondergleichen, diese maroden Buden nicht sofort ohne jeden Aufhebens in das Insolvenzverfahren zu schicken, welches die ja ohnehin schon vorhandene Insolvenz nur verwaltungstechnisch abwickelt. Wenn man schon eingreifen will, dann bitte überall, bei den Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Kommunen - aber nicht denen die weiteren Geschicke überlassen, die schon bisher ihr totales Versagen zur Genüge bewiesen haben. Wie krank die Ansprüche dieser Buden sind, zeigt neben den 100 Mrd. EUR, die in das Faß ohne Boden HRX geworfen wurden, wo nur noch besonders Einfältige glauben können, daß es ja "nur Bürgschaften" waren, die nie fällig werden, auch GM/Opel. Ganz GM ist an der Börse weniger als 1 Mrd. $ wert, aber alleine die deutsche Dependance Opel soll mit mehreren Milliarden EUR, etwa dem vierfachen der Kapitalisierung des Gesamtkonzerns gepäppelt werden.

Für Trader sind diese Titel mit Tages-Bewegungen im hohen zweistelligen Prozent-Bereich vielleicht interessant. Alle, die jetzt wieder was von "Zocken" und wenig fundamental erzählen, sei gesagt, daß nicht über mehrere Jahre gehende Trades immer einen hohen Teil von kaum absehbaren marktpsychologischen Einflüssen haben. Mit einer rein technischen Strategie, die Ein- und Ausstiege festlegt und dem RM/MM genug Aufmerksamkeit gibt, sind solche hochvolatilen Werte ein Geschenk für Trader, da die Entwicklungen, die sonst Jahre brauchen, hier inerhalb eines Tages geschehen. Es gibt also größenordnungsmäßig mehr Opportunities. Wegen der fraktalen Selbstähnlichkeit von Kurskurven ist es aus technischer Sicht weitgehend egal, welchen Zeitraum man tradet. Entweder man hat vor den Trades eine Strategie mit den Setup-Parametern oder man hat sie nicht. Entweder trifft ein Setup zu oder nicht. Das macht keinen Unterschied zwischen den Zeitrahmen.

In dem Sinne soll hier jeder seine Zombies erwähnen, nicht so sehr mit einer Richtungs-Prognose, sondern mehr als Hinweis auf einen hochvolatilen Wert. Einen eigenen Thread für jeden Wert wäre zu viel der Ehre, haben sie doch alle nach einem ähnlichen Schema abgewirtschaftet.
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