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Perfect Trader

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Thursday, June 21st 2012, 8:39pm

Völlig übergeschnappt?

Was die neue Regierung in GR abzieht, läßt sich nur noch mit einem völligen Verlust klaren Denkens erklären. Nachdem die gleichen Leute schon jahrelang absolut frech den Geber-Ländern auf der Nase herum getanzt haben, indem sie nahezu keine der Reformen umsetzten, manchmal nicht mal begannen, wollen sie nun noch einige Jahre so weiter machen - was so ziemlich der Inhalt der ersten Erklärung der neuen griechischen Regierung war.

Insbesondere fehlen nahezu jedwede ernsthaften Aktivitäten beim Verkauf von Staats-Eigentum oder bei der Aufweichung der verhärteten bürokratischen Strukturen und ein echter Änderungs-Wille ist nicht zu sehen sondern nur pures Geschwätz.

GR gehört der Geldhahn völlig zugedreht, damit die Leute dort wieder normal zu denken beginnen. Statt Unverschämtheiten an die Adresse der Gläubiger abzusondern, die ihren Schlendrian finanzieren sollen, müssen sie endlich mal beginnen, bei sich selber mit Reformen anzufangen.

Offenbar brauchen sie den heilsamen Schock als minimal erforderliches Level der Anregung. Ohne den werden sie noch in Jahrzehnten so weiter machen, auf Kosten Anderer zu leben. Wer sich so uneinsichtig und bösartig verhärtet zeigt, braucht keinerlei Mitleid sondern hartes Durchgreifen.

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Thursday, June 21st 2012, 4:22pm


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Purri

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Thursday, June 21st 2012, 12:06am

Cheat-Sheet für die verschiedenen Euro-Krisen Lösungsmöglichkeiten ((c) SocGen):


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Tuesday, June 19th 2012, 8:21pm

Lügen, Lügen und nochmals Lügen

Eben kam ein "Beitrag" im Radio, wo was von steigenden Energie-Preisen wegen [... Bullshit ...] gelabert wurde und von irgendwelchen Wichtigtuern, die beim "Energie-Sparen" helfen sollen, wovon heute irgendein "Minister" gefaselt haben soll.

Es paß ja schon mal gut, daß die dauer-faselnden Medien als die eine Komponente der Lügen-Einpeitscher zur anderen dauer-faselnden Komponente, den Politik-Spielern, gefunden haben.

Geld kann man allerdings grundsätzlich nur als Einzelner sparen, solange es noch nicht alle Anderen auch machen. Ansonsten ist das System so gebaut, daß alle Konsumenten-Vorteile systematisch abgeschöpft wrden, man spart also bis zum Geht-nicht-mehr, aber Geld bleibt trotzdem kaum über, denn das landet bei immer weniger Profiteuren ganz, ganz weit "oben" (nicht etwa nach menschlichen, geistigen oder sonstigen wirklichen Werten, sondern nur nach ihrer verwerflichen Rolle in der Auspressungs-Hierarchie - ansonsten sind das alleine auf Grund ihrer Rolle im System eher die Feinde der Menschheit, ganz unabhängig von möglicherweise auch vorhandenen subjektiv positiven Elementen bei konkreten Personen).

Schuld daran sind nicht irgendwelche immer neuen oder alten, fast immer aber ersponnenen Schein-Gründe, sondern einzig der zunehmende Würge-Griff der Hoch-Finanz, die in der End-Phase des Zyklus des Geld-Systems auch noch die letzte Substanz heraus pressen muß.

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Tuesday, June 19th 2012, 6:30pm

Pseudo-kapitalistische Willkür

Man kann das System der heutigen pseudo-kapitalistischen Willkür unabhängig von irgendwelchen technischen Feinheiten sehr einfach auf den Punkt bringen:

Mit nahezu beliebigen Tricks, wobei die "Spiel-Regeln" wöchentlich neu von den Profiteuren aus dem Hut gezaubert werden, bereichert sich eine extrem kleine Oberschicht und richtet dabei ganz Europa zu Grunde. Die ehemaligen Grundlagen des kapitalistischen Eigentums sind durch totale Willkür in der Geld-Fälschung ersetzt worden.

Jeder, der eine Lobby in dem Spiel hat, wird mit ein paar Bestechungs-ähnlichen Sonder-Zahlungen ruhig gestellt, selbst wenn am Wahnsinn des Gesamt-Vorgehens stärkstens gezweifelt wird.

Dieses System ist End-kaputt.

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Tuesday, June 19th 2012, 12:44pm

Es sind ja nicht nur die bilateralen Hilfen der Eurostaaten, es ist mittlerweile auch die ECB stark engagiert - über die sog. ELA (Emergency Liquidity Assistence). Normalerweise können sich Banken bei der ECB gegen Sicherheiten (deren Kriterien eh schon witzhaft aufgeweicht worden sind) relativ günstig Geld holen. Da die griechischen Institute de-facto insolvent sind und nicht einmal mehr irgendeine Art von akzeptablen Sicherheiten bieten können, gibt ihnen die ECB nichts mehr. In diesem Fall sieht das Eurosystem vor, dass sich die gr. Banken über den ELA-Mechanismus von der griechischen Notenbank Geld borgen können, um einen Bank-Run zu verhindern. Die Qualitätskriterien für die Besicherung legt die gr. Notenbank fest - aber da nicht einmal mehr die ECB das Zeug haben will, dürfte es sich um ziemlichen Ramsch handeln.

Da alle nationalen Notenbanken von der ECB garantiert werden, landet das Risiko trotzdem bei der ECB. Die ELA ist im Prinzip in unbegrenztem Umfang verfügbar, sie kann nur von einer 2/3-Mehrheit im ECB-Rat begrenzt werden. Frankreich und die Pheripherie-Staaten würden da wohl eh nicht mitspielen. Und Draghi macht vorerst sowieso nichts, er ist der Meinung, dass das eine politische Lösung benötigt, und kein monetäres Problem ist.

Die ECB hat aufgehört, ihre ELA-Claims zu veröffentlichen, und subsummiert das unter dem Punkt "Other", der natürlich explodiert ist. Schätzungen geben den Umfang der griechischen ELA mit ca. 180 bis 190 Mrd. an - also fast das Doppelte des spanischen BailOuts.

Und das Ganze verbessert nicht einmal wirklich die Situation, da das Geld wohl 1:1 ins Ausland wandert und nicht in die gr. Wirtschaft investiert wird. Es verhindert nur eine Insolvenz der Banken.

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goso

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Tuesday, June 19th 2012, 10:37am

Quoted



Wenn jemand wie Wolfgang Schäuble, ein Bollwerk schwäbischer Rationalität, einmal dem Wunschdenken verfällt, muss man wirklich alarmiert sein. Die deutsche Bundesregierung werte den Sieg der Konservativen in Griechenland als „Votum der Bevölkerung, auf dem Weg tief greifender wirtschafts- und finanzpolitischer Reformen weiter voranzugehen“, verkündete der Finanzminister noch in der Wahlnacht. Das Einzige, was an diesem Satz richtig ist, ist der Beistrich.



Quelle: http://diepresse.com/home/meinung/kommen…from=newsletter

Der ganze verlinkte Artikel ist meines Erachtens lesenswert.

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pips

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Monday, June 18th 2012, 11:16pm

Nach der Wahl: Wir müssen für die Euro-Rettung zahlen

...bemerkt auch der für Gevestor tätige Rolf Morrien:
Es ist Ironie des Schicksals, dass mit der ND ausgerechnet die Partei der
große Hoffnungsträger der EU-Partner ist, die in ihrer Regierungszeit
die griechischen Staatsfinanzen maßgeblich ruiniert hat und die
Probleme verursacht hat, die jetzt gelöst werden müssen. (Aus seinem heutigen "Schlussgong")

Wenn diese Typen Hoffnungsträger sind....dann fehlen mir die Worte.

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Monday, June 18th 2012, 8:34pm

Ökonomische Voll-Trottel am Regieren?

Wie ja schon zuvor geschrieben, konnten sich die ganzen Inkompetenten nicht schnell genug "befriedigt" über den Wahl-Ausgang in GR zeigen. Es sollte einem schon sehr stark zu denken geben, wenn einzig Die Linke die richtige Frage stellt: "Wieso sollte der jetzige Wahl-Ausgang etwas mit der Lösung der Probleme der Euro-Zone zu tun haben? Welches Problem wird damit jetzt besser gelöst?"

Die Wahrheit ist, daß es jetzt noch teurer für D wird und die ökonomischen und politischen Gegner, besonders die verkappten, die häufig sogar in D selber sitzen, werden nichts unversucht lassen, in ihrem verwerflichen Tun aufzuhören, bevor nicht auch D total kaputt ist.

Innerhalb Europas wird insbesondere F nichts unternehmen, welches seine ursprünglichen Konstruktions-Idee des Euros, D für jeden Schlendrian zahlen zu lassen, gefährden könnte.

Außerhalb von Europa sind es insbesondere die USA, für die das ganze ein gefundenes Fressen ist. Erstens können sie damit vorzüglich von ihrer eigenen total Struktur-gestörten Wirtschaft und der abenteuerlichen Staats-Verschuldung ablenken, zweitens können die US-Finanz-Institute mit ihren dubiosen Machenschaften richtig gut an der Krise in Europa profitieren.

Den Chinesen ist das einerseits sehr suspekt, weil ihnen der wichtigste Absatz-Markt zusammenbricht, in einigen Branchen schon bis zu knapp 50 %, aber andererseits beschleunigt die Schwäche der Anderen ihren eigenen Aufstieg zur Supermacht Nr. 1.

So werden nun die Probleme insbesondere auch in den anderen Krisen-Staaten weiter unter der Decke brodeln, weil SCHEINBAR doch Alles wie von "Zauberhand" gut geht - bis es wie ein Super-Vulkan in mehreren Ländern der Euro-Zone zugleich explodiert.

Das Wahl-Ergebnis von gestern ist darum auf längere Sicht ein Fiasko und weit teurer als ein lokal begrenztes Ende mit Schrecken. Jetzt wird es ein die ganze Idee eines einheitlichen Europas zerstörendes Schrecken ohne Ende geben.

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Sunday, June 17th 2012, 10:51am

Du hast die Schwarze-Peter-Weiterschieb-Runde von Privater und Gesetzlicher Krankenkasse, Ärzten/Kassenärztlichen Vereinigung und Pharmaindustrie vergessen. Irgendwann stehen wir vermutlich gänzlich ohne Krankenkasse da und bezahlen den Arzt cash vor Ort. Ich hab das mal in der Ukraine gesehen, das System funktioniert auch. Wer Geld hat, kann sich das Überleben leisten, wer's nicht hat, muss auf die Selbstheilungskräfte des Körpers hoffen. Bei manchem stirbt dann auch die Hoffnung zuletzt. :wacko:

Und wen das ganze Politik-Zeugs partout nicht interessieren will, für den bietet die Presse noch das "GEZ"-Thema, um sich auch noch innerhalb der kleinsten Zelle der Gesellschaft - der Familie - zu verzanken. Warum soll ich den Musikantenstadl von Omma und den überteuerten Fussball von Onkel Fritz mitbezahlen, wo ich doch nur gemütlich meine Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen und die nachmittäglichen Soaps sehen will ?

Wenn ich mich zurzeit einmal quer durchs Handelsblatt gelesen habe, hasse ich irgendwie jeden um mich rum. Da ich eigentlich eher einer von PT's verhassten Gutmenschen bin, hege ich den leisen Verdacht, dass ich manipuliert worden bin. :evil:

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pips (17.06.2012)

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Saturday, June 16th 2012, 5:56pm

Ist das nur Schwarz-Sehen pur?

Wer das glaubt, der schaue sich mal an, daß selbst in D, einer der wenigen Teil-Oasen in den tosenden Kastastrophen-Strudeln, kaum was wirklich perfekt funktioniert.

Neben den allgemein bekannten leeren öffentlichen Kassen und dem Verfall öffentlicher Infrastrukturen sei z. B. nur mal an Opel erinnert, was aus aktuellem Anlaß des gestrigen Eklats bei der Betriebs-Versammlung (die die Mitarbeiter demonstrativ verlassen haben) gut paßt. Daneben ist es als eines der größeren Unternehmen auch nicht mit einem die Dinge vielleicht durch Versagen nur Einzelner erklärbaren Klitschen-Faktor behaftet.

Aber es ist nicht das einzige Unternehmen, bei dem die deutschen Arbeitnehmer von der Profitgier irgendwelcher Aasgeier und deren Launen in einem endlosen Tauziehen kirre gemacht werden sollen (und sich das unverständlicherweise auch noch bieten lassen).

Denken wir nur an weitere Groß-Pleiten, Werks-Schließungen, Massen-Entlassungen der letzten Zeit oder deren unmittelbarer Planung, Schlecker, Q-Cells, Solarwatt, Sovello, First Solar und Hunderte andere mehr.

Wie schlecht es dem immer mehr vom Abstieg bedrohten Mittelstand geht oder dem unteren Drittel der Gesellschaft, welches auch bei Vollzeit-Arbeit nur knapp über die Runden kommt, will ich mal gar nicht erwähnen, obwohl es bei aller Vergötzung einer Pseudo-Leistungs-Gesellschaft (genauer gesagt, wird da wohl eher jeder gegen jeden ausgespielt, bis auch das letzte Quentchen an Sozial-Zusammenhalt zerstört ist) dringendsd an der Zeit wäre, sich mal mit der scheinbar schon als normal akzeptierten Konditionen-Verschlechterung zu beschäftigen, gleich was die erlogenen Schein-Begründungen zur Abtarnung immer brutalerer Raffgier der Hochfinanz sein mögen, wie z. B.:
  • die chinesische Billig-Konkurrenz (Wurde die nicht erst mit fremdem Geld [aus u. a. auch hier den Werktätigen abgezockten Profiten] aufgebaut, um sie danach gegen diejenigen, die sie bezahlt haben, in Stellung zu bringen?),
  • der demographische Wandel (Was spielen schon ein paar Mehrkosten für die persönliche Lebenshaltung eine Rolle im Verhältnis zu den geradezu phantastischen Zahlungen an den kaputt spekulierten Finanz-Sektor?),
  • dem mangelnden Arbeits-Willen von Millionen Transfer-Empfängern (Sind die Transfer-Zahlungen nicht zu großen Teilen Stillhalte-Prämien für die Leute, deren Arbeits-Plätze nach China & Co. verlagert wurden? Werden da nicht Niedrigst-Lohn-Empfänger gegen Transfer-Bezieher ausgespielt, damit sie beide aufeinander losgehen statt vereint gegen die Hoch-Finanz?),
  • den gestiegenen öffentlichen Aufgaben (Wurden die nicht erst darum so hoch, weil immer weniger Leute von ihrer eigenen Arbeit nicht mal ihre Daseins-Notwendigkeiten bezahlen können?),
  • höherem internationalen Engagement (Wer zwingt uns denn, unser Geld in hirnrissige Projekte, Unordnung und Korruption zu versenken und uns sogar in völlig wildfremde militärische Konflikte hinein ziehen zu lassen?
  • und wie der Propaganda-Quark sonst noch heißen mag.

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Saturday, June 16th 2012, 5:05pm

Auch Profis können Finanz-Gesetzmäßigkeiten nicht austricksen

Anknüpfend an ein heute im Futures-Broker-Thread geschriebenes Post merke ich zusätzlich an, daß aber auch alle Profis nicht den Gesetzmäßigkeiten des näher rückenden Untergangs des heutigen Finanz-Systems entkommen können.

Jedem auch nur minimalem Insider sind die gravierenden Verwerfungen zwischen den verschiedenen Blöcken der Finanz-Welt bekannt. Versicherungen sind zwingend an der Absicherung von Mindest-Renditen interessiert, um ihren künftigen Zahlungs-Verpflichtungen nachzukommen.

Die auf der anderen Seite erforderlichen Kontrakt-Partner sind aber immer weniger bereit, diese Positionen zu für die Versicherungen erforderlichen Konditionen auch einzugehen. Die notwendigen Renditen zu erzielen, wäre schon bei maximaler Auspressung der Assets, in die investiert wurde (und damit letzlich der in ihnen arbeitenden Menschen), nur schwer möglich. In einer Zeit zunehmender Geld-Verwässerung durch die Zentral-Banken, ist es aber noch schwieriger, denn dadurch kann mit Renten-Werten bestenfalls noch ein nomineller Kapital-Erhalt geschafft werden.

In einem inflationären Szenario treten also reale Verluste ein und in einem deflationärem Szenario ohnehin ein Beinahe-Zusammenbruch der Real-Wirtschaft, wobei beides übrigens zu großen Teilen durch das mutwillig Manipulieren der Notenbanken noch verstärkt wird. Grundsätzlich könnte man das Manipulieren der Notenbanken noch für gut heißen, wenn ihre plakativ-verlogenen Ziele denn 1) ihre wirklichen wären und 2) es denn so überhaupt funktionieren könnte.

Zu 1) ist zu sagen, daß zumindestens bei der FED ihre offiziellen Ziele nichts mit der Realität zu tun haben. Da spielen sie ein recht plumpes Spiel, erst fluten sie den Markt mit wertlosem Geld und kassieren damit die in Geld vorhandenen Ersparnisse der Menschen, danach verknappen sie das Geld vorsätzlich, wodurch die Bewertungen für die Assets (z. B. Immobilien) fallen und für die nötigen Kredit-Sicherheiten nicht mehr ausreichen. So enteignen sie auch die nicht in Geld bestehenden Rücklagen der Menschen.

Zu 2) ist zu sagen, daß die Annahme der übersteigerten Rolle der Notenbank-Kredit-Konditionen geradezu absurd ist. Niemand in der Real-Wirtschaft nimmt Kredite nur um ihrer selbst willen auf, nur weil sie gerade billig sind, sondern
  • er muß die Bereitschaft haben, ohnehin einen Kredit aufzunehmen, weil es aus Betriebs-wirtschaftlichen und technischen Gründen Sinn macht,
  • er muß genug Sicherheiten haben, um ihn auch zu bekommen,
  • er muß genügend positive Geschäfts-Aussichten sowohl in seiner Branche als auch gesamt-wirtschaftlich sehen, daß das Unterfangen auch emotional getragen werden kann.
Da das alles in der Regel nicht gegeben ist, landet das ganze billige Notenbank-Geld fast ausschließlich in der Spekulations-Sphäre, die
  • dadurch immer weiter aufbläht und
  • damit immer volatiler wird,
  • damit eine immer interessantere Möglichkeit für Geld-Einkommen wird gegenüber der nutzbringenden Produktion echter Güter, die dadurch immer mehr verkommt, und
  • eine immer größere Gefahr für die Gesamt-Witschaft darstellt.
Daß aber ganz abgesehen von den Gefahren für die Real-Wirtschaft, eine weitere Quelle des Zusammenbruchs sich schrittweise direkt im Kern der Finanz-Welt nämlich bei den Versicherern aufbaut, übersehen viele.

Am Ende ist es auch ziemlich egal, wodurch das ingesamt marode System zusammenkracht:
  • Staats-Bankrotte,
  • implodierende Spekulations-Blase,
  • deflationäre Krise,
  • Allokations-Störungen in der Real-Wirtschaft,
  • Zusammenbruch von Versicherungen und Vorsorge-Systemen,
  • Krieg, Bürger-Krieg oder Terror
es wurden an fast allen Stellen einstmals noch existierende Sicherungen zugrunde dümmlicher Kurzfrist-Ziele aufgebraucht und nun reicht die kleinste Erschütterung in einem Teil-System für unabsehbare Kastastrophen.

Einige besonders Einfältige werden morgen geradezu in Freuden-Taumel verfallen, falls Griechenland dieses Mal noch nicht den Auslöser für das endgültige Fiasko gab. Wielange aber wird diese Freude vorhalten bei immer unordentlicher werdenden Baustellen, egal wohin das Auge sieht?

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Saturday, June 16th 2012, 12:37pm


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Wednesday, June 13th 2012, 8:41pm

Video "Thrive"

Da ich auch für Dinge, denen ich extrem kritisch gegenüber stehe, weit offener gegenüber trete, als die Meisten glauben mögen, habe ich mir trotz aller berechtigten Vorbehalte das von pips im Post # 1710 empfohlene Video aus dem The Intelligence-Artikel angesehen. Es war nicht zu 100,0 % so schlimm, wie mein Verriß im Post # 1712 andeutete und riß sogar eine ganze Reihe sinnvoller Elemente an.

Seine esoterisch-konfuse Grund-Ausrichtung und die die gewünschte inhaltliche Aussage nicht unbedingt vertiefende Aufnahme wenig überzeugender Elemente (wie z. B. Außerirdischer, "Torus", Korn-Kreisen u. a.) entsprachen eher dem Ausdruck der Enttäuschung eines fortgesetzt Sinn-suchenden Reichen mit Appellen an den Geist als einem wirksamen Aufruf an die unterdrückten Massen, sich mit den Machenschaften der Drahtzieher wirksam auseinander zu setzen.

Da wollte wohl jemand, der mit seiner ihm per Geburt zugewiesenen Rolle als besonders aggressiver Ausbeuter subjektiv nicht klar kam, zum Ende seines Lebens hin nochmal einen technisch aufwendig gestalteten Achtungs-Punkt setzen. Der Verzicht auf eine Führungs-Rolle im von seinem Urgroßvater mitgegründeten Konzern Procter & Gamble hat ihn ja nur von der direkten operativen Teilnahme an den schmutzigen Machenschaften im Konzern-Geschäft ausgenommen, aber kaum seine Profite geschmälert, gleich ob sie nun aus seinem Erbteil aus P & G entstanden oder aus daraus ertauschten anderen Assets.

Obwohl ich einige Aussagen sogar teilen kann und hoch-intellektuellen philosophierenden Darstellungen ziemlich aufgeschlossen gegenüber stehen, halte ich das Video zusammenfassend doch eher für im Großen und Ganzen mißlungen, noch stärker und damit auch unpräzise bis zur Brutalität zusammengefaßt für wenig praktische Impulse setzendes Gespinne.

Die breite Masse wird sich kaum die Zeit nehmen, ein 2:12 Stunden langes Video einzuziehen, und die eher kleine Anzahl von Leuten, die es dennoch macht, wird daraus kaum praktische Verhaltens-Änderungen ableiten. So wird es in einer Welt voller "pluralisisch"-irrelevanter Meinungs-Äußerungen irgendwo zwischen Fußball, Porno und Dorf-Klatsch untergehen, aber keinesfalls den von den Autoren wohl eher gewünschten Anstoß zu wirklicher Änderung der Welt geben.

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Wednesday, June 13th 2012, 4:11pm


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Sunday, June 10th 2012, 2:54pm

Anscheinend reichts nicht mal mehr für einen ordentlichen Briefkopf.

http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cm…ofin/130778.pdf

pips

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Saturday, June 9th 2012, 11:30pm

Re: Spanien beantragt Hilfen zu 100 Milliarden aus dem EFSF

Dazu vorhin Schäuble in der ARD, er gehe davon aus, dass keine weiteren Zahlungen nötig seien, "alle internationalen Institutionen" bestätigen, dass Spanien auf dem richtigen Weg sei;
dazu hat er was von "nachhaltigem Wachstum" erzählt. Ob er damit ein perpetuum mobile meint, welches eventuell alle paar Jahre ein Kind bekommt? Es fehlten auch nicht ein paar Standard-Floskeln, die sich anhörten wie: "Euro forever" und: "Alles wird gut".

DanielR

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Saturday, June 9th 2012, 10:49pm

Spanien beantragt Hilfen zu 100 Milliarden aus dem EFSF

"...
Spanien wird als viertes Euroland unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen. Das kündigte Wirtschaftsminister Luis de Guindos an. Anders als in den Fällen Griechenland, Portugal und Irland wird es dabei erstmals um spezielle Notkredite zur Stabilisierung des wankenden Bankensystems in Spanien gehen. Damit entgeht die viertgrößte Volkswirtschaft strengen Auflagen und Kontrollen seines Staatsbudgets...

Nach Angaben von des spanischen Wirtschaftsministers steht indes noch nicht fest, ob die Hilfen aus dem aktuellen Rettungsfonds EFSF oder dessen Nachfolger, dem ab Juli geplanten permanten Fonds ESM fließen sollen. Die Hilfen sollen an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob gezahlt werden, der die Gelder dann an notleidende Banken weitergeben soll. Bislang hat Spanien den Finanzbedarf zur Stabilisierung der Banken nicht beziffert...

Spanien kämpft gegen eine massive Bankenkrise und steckt in der Rezession. Allein die Krisenbank Bankia will vom Staat für seine Sanierung insgesamt mehr als 23 Milliarden Euro. Vor allem eine Vielzahl "fauler" Immobilienkredite hat die Bankenbranche in die Krise gestürzt..."

quelle: ntv
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Friday, June 8th 2012, 6:45pm

Mal wieder was von Volker Pispers . Schönes Szenario *würg* (bei 1h:45 ungefähr): In Detroit können die Menschen, die ihre Toten nicht mehr beerdigen können, diese nachts auf die Straße legen. Ein spezieller Service der Stadt holt diese dann ab und verscharrt sie irgendwo. Na prima. Ich freu mich. 8|

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Shakesbeer

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Thursday, June 7th 2012, 5:05pm

Um nach England zu ziehen, bin ich leider noch nicht profitabel genug. Allerdings bleibt ja Zeit bis 2014, wenn ich das richtig gelesen habe.
Gruss Shakesbier
Zwei Bier oder nicht zwei Bier (Shakesbier) :D