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bo1

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Tuesday, October 4th 2011, 6:29pm

RE: Quali



Für mich persönlich ist es eine der wichtigsten Erfahrungen, dass Lebensqualität nicht verbessert wird durch höhere Einnahmen oder Ausgaben, und bei mir liegt der Sockel-Betrag , ab welchem das erreichbare Max. erzielt wird, eindeutig unter 1300€/M.


Im Artikel im Spiegel über die wissenschaftliche Glücksforschung stand, dass die Lebensqualität sich ab 5000 Euro netto nicht mehr weiter verbessert. Das entspricht auch meinem Gefühl. Dass es einige Menschen gibt, die ihr Maximum an finanziellem Glück bereits unter 1300 Euro erleben kann gut sein:
Wer Spaß hat an Pfennigfuchserei, ungerne verreist, eine Wohnung bzw. ein Haus besitzt, kein Interesse an Kultur hat, einen eigenen Garten, an dem er Obst und Gemüse selber erntet, und nie krank ist, da kann ich mir das bei einigen Wenigen schon vorstellen. ;)
Mit Mietswohnung ohne Balkon und Garten aber schon nicht mehr so recht. Alleine für Versicherungen muß ja ein kräftiger Batzen bezahlt werden, ebenso für Essen. Aber es soll ja auch Menschen geben, die Aldi-Nahrung toll finden. :)

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goso (04.10.2011), Krümel (05.10.2011), MB/8 (05.10.2011), Perfect Trader (04.10.2011)

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Tuesday, October 4th 2011, 5:08pm

1€ = 1€

Es gibt sie also noch, die "Pfennig-Ehrer", auch jenseits der Armutsgrenze,
oder vielleicht besser: diesseits!

Völlig richtig, Merkles Verluste kann man auch in absoluten Zahlen betrachten, und wenn ein Normalverbraucher sich vorstellt,
so viel verloren zu haben, könnte er sehr wohl Magenschmerzen bekommen,
Merkle natürlich auch.
Ihm jedoch hätte ich geraten, sich doch lieber auf die verbliebenen Werte zu beziehen.
Aber auf die Idee ist er vielleicht auch selbst gekommen.
Und die Vorstellung, bis ans unforcierte Ende seiner Tage eine unvorstellbar große Menge Geldes ausgeben zu können,
schien ihm keinen hinreichenden Qualitätsaspekt zu beinhalten.

...was sicher Millionen dazu bringt, auch und gerade solche mit ca. 1300€/M., zu sagen: mit dem wollte ich nicht tauschen.

Was den Umgang mit konkret genannten Zahlen betrifft, pflichte ich PT absolut bei, es ärgert mich allerdings nicht sonderlich,
nicht mit dem Finger auf die erwähnte Untersuchung zeigen zu können,
war das GAnze (der kleineL-Q.-Exkurs) doch von mir ausdrücklich als in diesem thread off topic gekennzeichnet und auch nicht beabsichtigt,
einer Bwewertung mit der Messlatte wissenschaftlichen Arbeitens standzuhalten.

Vielmehr sollte es nur ein kleiner Hinweis sein darauf, dass unsereins seine eigenen Maßstäbe jederzeit selbst wählen kann ebenso wie den Blickwinkel.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern genauso wie Autoren ein Leben mit mindestens der Qualität, die ein jeder verdient.

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Tuesday, October 4th 2011, 3:37pm

Obwohl es dem kollegialen Umgang entspricht, sich nicht an Minimalitäten zu verbeißen, ist eine konkret genannte Zahl natürlich erstmal ein Fakt, den man auch beachten sollte. Mir hat man frühzeitig beigebracht, daß beim Einbringen konkreter Werte, wenn sie nicht stichhaltig belegbar sind, höchste Vorsicht geboten ist und dann lieber umschreibende Formulierungen zu nutzen sind, die die Rezipienten schon selber sinnvoll ausdeuten können sollten.

Ansonsten ist die Relativität von Geld-Werten als Gesetz vom fallenden Grenz-Nutzen (in diesem Falle dem des Geldes) in der Ökonomie bestens bekannt.

Die Frage, wieviel die verlorenen Milliarden Merkles bedeuten, kann man aber trotzdem durchaus auch anders sehen, wenn man sie in absoluten Werten mißt. Davon ausgehend, daß ein ein einfacher Arbeiter im ganzen Erwerbsleben brutto nicht deutlich mehr als 1 Mio EUR verdient und die Arbeitszeit zzgl. der auf sie entfallenden notwendigen persönlichen Ruhezeiten eines ganzen Lebens, ja wirklich nur dazu verbraucht wurde, dieses Geld heran zu schaffen, hätte Merkle also den Wert tausender Leben verloren.

Bei der Bewertung der finanziellen Bedeutung von Entscheidungen, z. B. von Politikern oder Top-Managern, setze ich persönlich übrigens auch diesen Maßstab an und bewerte bei den Verfehlungen der Politiker den Lebenswert der Menschen sogar symmetrisch mit dem Hartz-IV-Satz, denn mehr stehen die Politiker einem Menschen ohne weitere Vorrausetzungen ja nicht zu.

Je nach Grad der persönlichen Sparsamkeit (oder meinetwegen auch dem Geiz) gibt es übrigens ziemlich viele Leute (mich eingeschlossen), die recht sachlich feststellen, daß ein Euro zuviel von 0 auf 1 Euro oder von 1.000.000 auf 1.000.001 Euro genau 1 Euro ist und das eben nicht allzu locker relativieren. Wenn man nämlich einmal mit dem Relativieren anfängt, kann man gleich noch das Weber-Fechner-Gesetz hinzu ziehen und ist dann schon beim Relativieren über ganze Größen-Ordnungen angelangt.

Und wenn man schon mal damit begonnen hat, könnte man diese Werte ja nochmal logarithmieren.

Man darf sich bei großen Zahlen nicht täuschen lassen, wenn man subjektiv frei über sie verfügen kann, trifft der abnehmende Grenz-Nutzen eher zu, wenn sie als Summe vieler kleiner Kosten-Blöcke entstehen, gilt dieser Zusammenhang überhaupt nicht.
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Krümel (05.10.2011)

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Tuesday, October 4th 2011, 2:52pm

Quali

SCH!
Schon 2x browser nebst Antwort durch Fehl-Tasten-Kombi weg!
Welche ist das wohl?

Also,liebe Kollegen (im Mensch-sein)
es soll niemand denken, ich will mich hier in 1300€ verbeißen, die selbstverständlich nur pro Kopf sein können!

Ich wollte nur angemerkt haben, dass oberhalb einer gewissen verfügbaren Summe die Lebensqualität eben nicht mehr steigt,
wie eine Untersuchung, über die in einem Medium vor vielleicht 2 Jahren berichtet wurde, zeigte.Und da wurde dieser Betrag genannt.
Mag mancher eine 3-Z.-Whg. in München mit Lebensqualität verbinden.
Mag mancher einen gutbezahlten Job für essenziell halten.

Merkle - so hieß er doch? - schien nach dem Verlust einer schlappen Milliarde die verbliebene Lebensqualität als zu gering zu empfinden, um einfach nur weiter zu leben.
Und scheute den Aufwand nicht, einem Lokführer ein traumatisches Erlebnis zu verschaffen.
Welche Entgleisung der Werte!

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Tuesday, October 4th 2011, 1:24pm

Ich habe einen ähnlichen Artikel über Glücklichsein und Geld auch mal in der Zeitung gelesen. Soweit ich mich erinnere war die Quintessenz, dass ein großes Vermögen grundsätzlich nicht glücklicher macht sofern ein gewisses Maß an finanzieller Freiheit vorhanden ist. Der Multi-Milliardär ist demnach nicht glücklicher als der Mulit-Millionär.

Aber, wenig Geld dagegen führt zu finanziellen Sorgen und macht demnach unglücklich. Ob jetzt gerade 1300€/Monat die Schwelle darstellt, wo man keine finanziellen Sorgen mehr hat, ist je nach Wohnort und Individuum nicht möglich zu definieren.
Democracy is two wolves and a lamb voting on what to have for lunch.

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Tuesday, October 4th 2011, 1:16pm

Da kaum jemand aus dem existierenden System kaum ausbrechen kann, muß die Miete für eine Wohnung schon bezahlt werden (bei Eigentum wären hier die gleich hohen Alternativ-Kosten im Fremd-Vergleich anzusetzen), um nicht obdachlos zu sein. Und Obdach ist eines der ureigensten Grund-Bedürfnisse eines jeden Menschen schon seit Urzeiten - und kein überbordender Luxus.

Dazu kommen die diversen Zwangs-Beiträge und auf all das die allfälligen Steuern obendrauf.

1.300 EUR dürfte noch unter dem Hartz-IV-Satz liegen, wenn man alle Komponenten (also Wohnungs-Finanzierung, Sozial-Beiträge, Steuern) einberechnet.
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Tuesday, October 4th 2011, 12:13pm

Es steht ausser Frage, dass nicht jeder Faktor, der Lebensqualität positiv beeinflußt, mit Geld käuflich ist, aber mit 1,3k p.m. kann ich die Grundbedürfnisse meiner Familie nicht decken, das würde bestenfalls mit 1,3k p.m. pro Kopf funktionieren.

Fakt ist, manche Dinge, die mir persönlich wichtig sind, kosten Geld, und da meine ich keine Luxusgeschichten a la Markenuhren, -kleidung etc.

Ein Beispiel: Anruf bei einem renommierten Augenarzt, ich habe es bewusst getestet, mit normaler KV -in Österreich ist de facto jeder Einwohner pflichtversichert- wurde mir ein Termin in 12 Wochen als ehestmöglich genannt, als ich dann erklärte, dass ich als Privatpatient kommen würde ( teilweiser Kostenersatz anschliessend durch meine private Zusatz KV) war der nächstemögliche Termin 2 Tage später.

Man kann jetzt natürlich diskutieren ob das gerecht ist -meines Erachtens nicht- oder ich vielleicht zu einem weniger renommierten Augenarzt gehen hätte können -warum sollte ich das, meine Gesundheit ist mir wichtig- aber das sind eben die realen Umstände, und um im aktuellen System angenehm und einigermassen sorgenfrei leben zu können braucht man meines Erachtens ausreichend finanzielle Mittel, und diese betragen bei mir wesentlich mehr als 1,3k/Monat.

Bei 1,3 k p.m. pro Kopf würde ich dir zustimmen,wobei das als Alleinstehender ohne schuldenfreies Wohneigentum auch eher knappp bemessen ist.

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Tuesday, October 4th 2011, 11:44am

Lebensqualität Einkommen

Tut mir leid, leider hab ich nicht mehr die geringste Ahnung, wo ich das las.
Bei Gurgelung obiger Begriffe erscheinen fast ausschließlich Ergebnisse (zumindest auf den ersten Seiten),
die eine nahezu 100%ige positive Korrelation beider vorgaukeln.
Dieser Fakt allein macht mich persönlich schon extrem stutzig.

Dass von mir , wenn auch ohne persönliches Kennen, äußerst wertgeschätzte Autoren anscheinend reflexartig
Wohnort München oder mehrere Fahrzeuge (sicher für Familie) und Fixkosten beim Thema Lebensqualität in die Waagschale werfen,
deckt sich natürlich mit der Standard-Vermutung in der westlichen Welt, was für Lebensqualität unverzichtbar ist.
Genau da jedoch vermute ich den blinden Fleck - der, wie PT unlängst ausführte, so viele mitmachen lässt beim Perpetuieren eines als absurd erkannten Systems.

Vor über 20 Jahren hatte ich nebst Auto auch noch zwei (große) Motorräder.
Was das mit höherer Lebensqualität zu tun hatte?
Wenn überhaupt etwas, dann war es dem Umstand zu verdanken, dass ich eins davon Standard-mäßig an einen Freund verliehen hatte
und wir sehr gelegentlich zusammen eine Tour machen konnten.

Die Erkenntnis, dass zu Lebensqualität jede Menge Dinge gehören, die sich nicht in Geld ausdrücken / umrechnen lassen, ist in der von uns unter widerwillig erduldeter Führung der Super-Profiteure und ihrer willigeren Handlanger so gestalteten (westlichen/Kommerz-orientierten) Welt erst noch aufs Neue zu erlernen.

Das Video http://www.storyofstuff.com/
besser gesagt, die dort getroffene (m.E.) Kernaussage,
es gehe in diesem System nur um die Produktion von immer mehr Gütern, mag dabei hilfreich sein.

Prinzipiell hat halt dieses System und alles, was die großen Spieler den Konsumenten offerieren, von Panzer bis Plastikpuppe, nix zu tun mit Lebensqualität.
Das findet ein Einzelner am einfachsten im Selbstversuch heraus: "Verzicht", z.B. Reis statt Rinderfilet oder selbstgezogene Sojakeime statt Erdbeeren im Winter, zu Fuß einkaufen statt Sportstudio.
Edit: Go spielen statt Autorennen (gucken) :)

goso

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Tuesday, October 4th 2011, 10:27am

Die gefühlte Lebensqualität nimmt -leider oder zum Glück - über einem Einkommen von ca 1300 ?/Monat nicht mehr zu.
Die Quelle der entsprechenden Untersuchung ist mir allerdings nicht (mehr) bekannt.



In D/A/CH? Das halte ich für vollkommen realitätsfremd, mit 1,3k p.m. könnte ich die Fixkosten nicht decken (und da wohne ich schon in einem schuldenfreien Haus und die diversen Fahrzeuge sind auch bar bezahlt).

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Tuesday, October 4th 2011, 10:23am

Das kann so nicht sein, denn in München kostet alleine schon eine 3-Zimmer-Wohnung mehr als 1.300 € im Monat.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Tuesday, October 4th 2011, 10:11am

ein (kleiner) Einwand ?

Da es sich hier um den thread B-u. V-w. Betrachtungen handelt, ist der Einwand eigentlich off topic.

Die gefühlte Lebensqualität nimmt -leider oder zum Glück - über einem Einkommen von ca 1300 €/Monat nicht mehr zu.
Die Quelle der entsprechenden Untersuchung ist mir allerdings nicht (mehr) bekannt.

Auch mit deutlich unter 1M € lässt es sich wunderbar leben.

Aus dieser Sichtweise ist es einerseits zwar interessant zu wissen, welch obszönem Treiben die Super-Profiteure frönen.
andererseits kann man sich - besser: könnte, wenn es nicht so traurig wäre -
darüber kaputt lachen, wie weit diese Leute am Wesentlichen vorbei.......denken /handeln .

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Tuesday, October 4th 2011, 9:42am

Der super-breite Transfer-Kanal

Kauft eine Bank Anleihen eines absehbaren Pleite-Staates zu einem Kurs von z. B. 30 %, sollte ja damit alles Risiko abgegolten sein. Wird nun über die Lobbies und mit öffentlichem Gefasel richtig Druck gemacht, werden die Papiere mit öffentlichen Mitteln zu 100 % abgelöst, also mehr als dem Doppelten des Einstands-Preises. Wird mit - "ach so schrecklichen Verlusten" unter "Beteiligung der Banken" - zu 50 % abgelöst wird immer noch ein GEWINN eingestrichen.

Wenn man das noch richtig hebelt, lassen sich die Gewinne (= Verluste der öffentlichen Hand!!!) beliebig potenzieren. Hier passiert ähnlicher Schwachsinn wie mit CDO, CDO ^ 2 und CDO ^ 3 in der Immobilien-Finanz-Krise, wo wohl wissend die letzlichen Geld-Geber vorsätzlich betrogen wurden.

Der entscheidende Unterschied ist, daß damals wenigstens pro forma theoretisch noch irgendwo eine "Sicherheit" im Schulden-Turm drin gewesen sein sollte, jetzt ist schon von Anfang an und auf keiner Stufe gar nichts mehr drin außer warmer Luft. Vielleicht sind darum die Politiker sogar doch die besten Experten dafür :cursing: , denn warme Luft ist ja ihr wirkliches Auskenner-Thema.

Es geht keineswegs um die Rettung von irgendwem, sondern nur um absolut abenteuerliche Profit-Maximierung.

Die meisten Menschen verbinden mit dem Begriff "Ausbeutung" nur ihre extremsten Formen, wie das angekettete Kind am Webstuhl unter der Fuchtel des Aufsehers mit der Peitsche. In Wahrheit ist aber Ausbeutung jede, zwar mit der ökonomischen Unterlegenheit eines Partners (Angestellte besitzen die Fabriken eben nicht) diktierbare trotzdem aber ungerechte Entlohnung.

Doch sind dieser direkten Ausbeutung in einem Unternehmen durch moralische, bonitäre, wettbewerbliche und weitere Schranken Grenzen gesetzt.

Ein höherer, fast alle Bürger treffender und vor allem völlig anonym möglicher Ausbeutungs-Grad kann nur mit Hilfe des Staates zustande kommen, der einfach unter beliebigen, immer neuen ersponnenen Pseudo-Gründen die Bürger beliebig belastet und dabei Dinge machen kann, für die kein Wirtschafts-Unternehmen wegen der ökonomischen Widersinnigkeit jemals Fremd-Kapital bekommen würde, bzw. für das die Handelnden am Ende im Zuchthaus landen würden.

Hier geht es nur noch um Turbo-Umverteilung von unten nach oben mit Traum-Renditen, die die reale vokswirtschatliche Leistungs-Kraft schon lange nicht mehr hergibt. Daher sind alle diese Versuche inhaltlich zum Scheitern verurteilt, denn mehr als überhaupt erwirtschaftet wird, kann nur so lange umverteilt werden, wie die unten noch etwas haben, um es in den Raubzügen (aus der Substanz!, nicht nur aus dem Neu-Erwirtschafteten) abliefern zu können - es ist aber fast alles relevante Eigentum (also insbesondere die großen Industrien und die Infra-Strukturen dazu) schon in sehr wenigen Händen konzentriert.

Statt daß sich diese wenigen Top-Eigentümer nun mit dem für sie außergewöhnlich positiven status-quo begnügen, treiben sie mit ihren immer neuen aberwitzigen und in der Sache unerfüllbaren Forderungen das System, von dem sie super auf Kosten Anderer leben, ins Aus und können sich am Ende freuen, wenn sie nicht noch persönlich zur Rechenschaft gezogen werden - unverständlich und dümmlich.

Bezüglich der Zahlungen von unten nach oben, sind übrigend die allermeisten Menschen, selbst wenn sie sich der "Mittelschicht" zurechnen mögen, ganz klar unten. Das Zinsenszins-System schädigt die Menschen so sehr, daß man heute etwa um 1 Mio. EUR (je nach Ertrag der Anlage und realer Inflation) reines Finanz-Anlage-Vermögen haben muß, um wenigstens pari gestellt zu sein. Dabei muß beachtet werden, daß die über Material- oder Ausrüstungs-Einkauf aus der vorigen Wirtschafts-Stufe erscheinenden Kosten sukzessive über alle vorigen Wirtschaftstufen ebenfalls zu sehr großen Teilen Zins-Kosten sind. Darum bezahlt JEDER Mensch eine riesige Zins-Last, selbst wenn er selber gar keine Kredite bedienen muß.

Zur alleine schon untragbaren Schädigung durch den Zinses-Zins kommen dann aber noch weitere Eskapaden durch Gesetzgeber und Staat hinzu.
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Monday, October 3rd 2011, 11:40am

default vs. Goldenes Kalb

Am letzen Montag erhaschte ich am Strand noch einen Blick auf eine englische-Boulevard-Zeitungs-Schlagzeile :
greek default inevitable

Vorgestern wurde in WDR-Nachrichten Sarkozy zitiert :" Scheitern Grichenlands ist Scheitern Europas" (Keine Gewähr für Richtigkeit).

Sein Notenbank-Chef will also auch noch mehr (gehebelte) Putztücher ausgeben, um fleißig das goldene Kalb zu polieren.

Ps.:
Mit wesentlich einfacheren, nämlich ganz normalen Putzlappen wurden noch vor ca. 3 Jahren "Neger" (ja, tatsächlich haben Schwarzafrikaner den Job ausgeübt) in meiner Wahlheimat gesehen, die dort die modernen Mülleimer putzten. (oben gucken nur verchromte kleine Einfüllschächte `raus, die große Mülltonne ist unterirdisch.)

Inzwischen scheint das Geld "weiter oben" gebraucht zu werden, denn die Umverteilung muss ja weitergehn!

cranberries18

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Monday, October 3rd 2011, 11:22am

2008 noch verpönnt, jetzt die Lösung. Wahnsinn

Leveraging Fund
Bank of France Governor Christian Noyer today said he’s “open” to the idea of using borrowed money to enhance the capabilities of the European Financial Stability Facility, the region’s temporary rescue mechanism that is due to finance the second Greek bailout.

“It would be unrealistic to expect an increase in the EFSF itself,” Noyer said in a speech in Tokyo. “But I am personally open to any scheme that would allow existing commitments to be leveraged to provide greater intervention capacity.”

http://www.bloomberg.com/news/2011-10-02…-austerity.html

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Monday, October 3rd 2011, 8:35am

Das System wehrt sich gegen den Untergang

Quoted

Zehntausende Briten protestierten in Manchester gegen die britische Sparpolitik.
...
Hague betonte noch einmal, Grossbritannien habe am Ende der Regierungszeit der Labour-Partei unter Gordon Brown «am Rande des Staatsbankrotts» gestanden.

Auch Premierminister und Parteichef David Cameron hatte unmittelbar vor Beginn des Parteitags die Wirtschaftspolitik der Tories gegen Angriffe aus den eigenen Reihen verteidigt. Nach Medienberichten will Cameron auch ein neues Konzept zur staatlichen Eigenheimförderung vorstellen, um die Bauwirtschaft zu befeuern.

Die Regierung hatte im vergangenen Jahr ein milliardenschweres Sparprogramm zur Haushaltskonsolidierung und Vermeidung eines Staatsbankrotts aufgelegt, das Zehntausende Jobs kostete. Die Situation Grossbritanniens sei «enorm ernst» gewesen, hatte Osborne den Sparkurs begründet.
Quelle: Newsnetz

Darf man lachen?: "Nach Medienberichten will Cameron auch ein neues Konzept zur staatlichen Eigenheimförderung vorstellen, um die Bauwirtschaft zu befeuern."
Würde und Sein - sind allen gemein

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DanielR

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Thursday, September 29th 2011, 8:15pm

billige Atomenergie wie sie leibt und lebt

Trading ist zwar ein Nullsummenspiel, aber vermeintlich andere "billige Spiele" scheinen ein viel krasseres Missverhältnis auszuweisen:

Nächster Akt die (billige) Atomenergie:

"Japan steht vor einem gigantischen Atommüll-Berg als Folge der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima. Allein in der Provinz Fukushima müssten Lagerstätten für rund 90 Millionen Kubikmeter radioaktiv verseuchte Erde, Laub, Trümmerteile und andere Abfälle geschaffen werden. Das berichtete die Lokalzeitung "Fukushima Mimpo" unter Berufung auf Vize-Umweltminister Hideki Minamikawa.

Die Menge entspreche dem Volumen von bis zu 72 großen Baseball-Stadien, hieß es...

Laut der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press plant die Regierung, nicht nur in Fukushima, sondern auch in sieben anderen Provinzen, darunter im Raum der Hauptstadt Tokio, vorübergehende Anlagen zur Lagerung verstrahlten Abfalls zu bauen..."

quelle: ntv
I go for it!

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Purri

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Thursday, September 29th 2011, 6:46pm

"Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kapitalvermögen und bei Einkünfte aus Derivaten"

FX sollte doch unter 'Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen von Kapitalvermögen' fallen? Keine Ahnung..

Das Wort Fremdwährung bzw Devisen kommt im ganzen Text nicht vor. Es folgt noch eine Durchführungs-Verordnung zu den Budgetbegleitgesetzen, vielleicht bringt ja das Erhellung.

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goso (29.09.2011)

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Thursday, September 29th 2011, 6:26pm


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goso (29.09.2011)

goso

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Thursday, September 29th 2011, 4:20pm

Tja, wenn die Wertpapier KEST in AT nicht für FX Gewinne gültig ist werde ich entweder auf Futures umsteigen oder meinen Wohnsitz nach DE verlegen, nachdem ich mich schon als böser Spekulant, der keine oder zu wenig Steuern zahlt, ächten lassen muß, will ich wenigstens wirklich weniger Steuern zahlen.

Allerdings habe ich in einigen Foren gelesen, dass die DE Abgeltungssteuer bei FX Gewinnen nicht in jedem Bundesland zur Anwendung kommt, weiß da jemand mehr dazu?

BTW: Wenn das mit der Anrechnung von Verlusten so funktioniert wie von dir beschrieben, dann können Brokerjet und Konsorten gleich die Pforten dicht machen.

Purri

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Thursday, September 29th 2011, 3:57pm

Wertpapier-Kest in Ö:

Quoted

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat am 28.09.2011 den Entwurf zum Budgebegleitgesetz 2012 veröffentlicht. Dieser Entwurf sieht die Möglichkeit eines laufenden Verlustausgleiches durch die Banken vor. Hier wird eine laufende unterjährige Gegenrechnung von Gewinnen und Verlusten vorgesehen. Es ist die Gesetzwerdung abzuwarten.

Quoted

Die Forex-Geschäfte unterliegen nicht der KESt auf Kursgewinne. Diese Geschäfte unterliegen weiterhin der Spekulationsbesteuerung gem. § 30 EStG und müssen vom Anleger im Rahmen der Einkommensteuererklärung versteuert werden.
Laut Direktanlage.at. Der Verlustausgleich ist angeblich nur eine halbe Sache, da die Steuer auf Gewinne trotzdem sofort abgeführt werden soll, und nur laufende Verluse gutgeschrieben werden. Also Verluste bitte zuerst machen, und dann die Gewinne.

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