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cranberries18

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Sunday, January 16th 2011, 11:41am

Die Zentralbänker haben massivst viel Geld gedruckt (QE1, QE2 und QE3 wird kommen). Sowohl die Amis, als auch Trichet, der übrigens gesagt hat, dass die EZB KEINE Anleihen aufkauft. 2 Monate später wars dann soweit.

Es ist haufenweise Liquidität im Markt. Solange diese noch größtenteils geparkt ist, noch!! kein Problem, aber sobald der einzige Weg, die Schulden abzubauen nicht über Rückführung der Schulden, sondern Inflation, bekannt wird, beginnt der Wettlauf.

Warum nur Inflation? Weil das überschüssige Geld, dass aufgrund der hoher Verschuldungen, gedruckt wurde, nur so vom Markt wieder abgepumpt werden kann, denn mit Zinsen erhöhen (wie in den vorigen Jahren), geht das nicht mehr, da sich die Industrieländern maßlos verschuldet haben. Ist also genauso unmöglich, die Zahnpaste wieder die Tube zu bringen.

Die erste Phase davon hat ja eh schon begonnen. Jetzt spricht Bernanke/Trichet davon, die Inflation im Auge zu haben. Schon fallen die Rohstoffe/Gold als Inflationsmesser. Sobald aber die Bevölkerung und die Mehrheit sieht, dass unsere Supergenies der Zentralbanken die Inflation gar nicht bekämpfen können (da die Zinsen nicht erhöht werden können, sonnst fallen die Staaten einer nach dem anderen um!), beginnt die Zeit, in dem lieber in reale Sachwerte investiert wird.

Wer jetzt schon Verständnis für das ganze hat, weiß jetzt schon, dass die Inflation nicht bekämpft werden kann, aber heißt auch, dass sich noch annähernd gute Einstiegschancen ergeben, aber das Zeitfenster ist begrenzt.

QE3 ist ja schon in den Startlöchern...!

http://www.wellenreiter-invest.de/Wellen…eiter110115.htm

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DickT

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Saturday, January 15th 2011, 1:41pm

Der Teuerungsschub entsteht imho aus zwei Gründen: 1. Nachdem die Krise ab 2008 etliche Investitionen und Ausgaben auf Eis gelegt hat, werden nun etliche der damals gecancelten Projekte mehr oder weniger auf einmal nachgeholt. Da stürzt mehr auf den Markt, als dies im "normalen Fluss" der Wirtschaft der Fall gewesen wäre. 2. Beflügelt die laxe Geldpolitik wieder die Investitionen in Rohstoffe, die die Preise in dem Sektor höher treibt, als durch die Verbrauchsnachfrage gerechtfertigt wäre. Wenn sich die Bedingungen nicht ändern, erleben wir das gleiche Spiel wie nach 2007-2008: Irgendwann sind die Rohstoffe so teuer geworden, dass sich damit das realwirtschaftliche Erzeugen von immer mehr Produkten nicht mehr lohnt. Das bremst das Wirtschaftswachstum derart aus, dass die Rohstoffpreise erneut crashen, weil die Rohstoff-Investoren die Rohstoffe ja gar nicht im eigenen Garten lagern wollen. "Echte" Inflation bekommen wir nur dann, wenn die breite Masse der Bevölkerung mehr Geld in die Hand bekommt, also die Löhne steigen. Solange sich das Geld nur in den oberen Schichten anhäuft, erleben wir ein crash-and-go in der Wirtschaft. Erst wenn die breite Masse das Spiel durch kontinuierliche Steigerung der Nachfrage in Folge immer größerer Geldresourcen in der Breite der Gesellschaft befeuert, erleben wir "nachhaltige Inflation".

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cranberries18

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Saturday, January 15th 2011, 11:55am

Lebenserhaltungskosten steigen kaum?!

Das mit der öffentlichen Inflation ist so ne Sache. Hier findet ihr den offiziellen Warenkorb von Österreich zur Inflationsberechnung.

http://www.statistik.at/web_de/statistik…tung/index.html

Warenkorb und Gewichtung des H/VPI

Lohnt sich anzusehen. Von Pflaster bis Eheringe bis zu Stofftier und Blockflöte. Wenn das Representativ ist, fress ich nenn Besen.

Nun, ich für meinen Teil sehe:

1. Benzin wird teurer
2. Bier wird teurer werden (Hopfen letztes Jahr um 70 % gestiegen) => das trifft mich am meisten ;-)
3. Wohnungen/Mieten werden teurer
4. Lebensmittelpreise werden natürlich auch teurer (erhöht doch glatt unsere Bankkantive die Preise aufgrund von Lebensmittelpreiserhöhungen)

Das ist wohl in etwa mein Index zum Großteil und sicher auch der vom Otto-Normalverbraucher. Kauf mir leider nicht jede Woche beim Bäcker, wo ich die Semmeln abhole einen neuen Fernsehen und weniger von steigenden Preise betroffen zu sein.

Interessant am Inflationsindex ist zb. auch, dass Elektrogeräte vom Preis her schon immer stetig fallen. Grund: technische Weiterentwicklungen zum selben Preis, senken den "wahren" Preis.

Weiß nicht wie es euch geht, 2,1 % Inflation aktuell in Österreich, ist eine Frechheit - zumindest wie ich lebe.

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Friday, January 14th 2011, 8:14pm

Das mit der nicht mehr haltbaren Technik ist in der Tat ein Problem, auf das ich auch täglich im betrieblichen Alltag durchlebe. Man kann sich nicht mehr darauf verlassen und muss jederzeit mit einem Ausfall von Geräten rechnen. Unser zuverlässigster Laserdrucker ist mind. 12 Jahre alt. Wenn der ausfällt, dann würde ich alles geben, noch mal denselben Drucker, wenn auch gebraucht zu kaufen :D . Der letzte Neue hat nach zufällig 26 Monaten seinen Geist aufgegeben. Ein Schelm wer böses dabei denkt.

Mögliche Alternativen gibt es ansonsten meist nur noch im High-End-Bereich, die sich allerdings nicht zwingend jeder Leisten kann. Hab mir erst letztens einen High-End-Receiver gegönnt. Allerdings auch gebraucht. Neu hätte ich mir so etwas nie gekauft. Aber die Qualität ist halt schon geil. Und nicht Made in China :thumbsup:

Gruß
Firebold
Mag der Pessimist auch Recht behalten - der Optimist hat bis dahin besser gelebt.

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Shakesbeer

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Friday, January 14th 2011, 6:01pm


Meine alten Technik-Geräte (Fernseher, sämtliche Teile meiner Stereo-Anlage) halten seit 13 bis 28 Jahren ohne eine einzige Reperatur bei fast täglicher Nutzung.
Die in den letzten fünf Jahren angeschafften DVD-Player, Drucker etc. waren nichts weiter als Schrott. Als Beispiel: Hielt der erste Drucker einwandfrei 17 Jahre, waren es bei dem zweiten nur etwas über zwei Jahre und beim dritten drei Tage. Letzteren habe ich vor Wut zerkloppt, was ich noch nie in meinem Leben fertig brachte. :cursing: :D

Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Die Chinaware hat ihr Verfallsdatum scheinbar schon mit eingebaut. Meine Onkyo Stereoanlage ist 20 Jahre alt und läuft tadellos. Die Fernbedienung funktioniert zuverlässig. Bei neueren Geräten gibt es da ständig irgend welche Macken.
Gruss Shakesbeer
Two beer or not two beer (Shakesbeer) :D

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bo1

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Friday, January 14th 2011, 5:50pm

Was stimmt jetzt. ?(


Veränderungen bei den Großhandelspreisen können/müssen nicht immer an die Verbraucher weitergegeben werden. Bei langen Lieferverträgen passiert das erst später, bei "ruinöser Konkurrenz" vlt. auch gar nicht (Discounter). Da wird dann woanders gespart. Hoffentlich nicht bei der Qualität :D
Außerdem dürfte zur Berechnung der Lebenshaltungskosten ein repräsentativer Warenkorb verwendet werden, der gewichtete Produktgruppen enthält und nicht nur aus Obst, Gemüse, Kartoffeln oder Metallerzen besteht ;) So ein Flachbildfernseher wird ja jedes Jahr günstiger...


Meine alten Technik-Geräte (Fernseher, sämtliche Teile meiner Stereo-Anlage) halten seit 13 bis 28 Jahren ohne eine einzige Reperatur bei fast täglicher Nutzung.
Die in den letzten fünf Jahren angeschafften DVD-Player, Drucker etc. waren nichts weiter als Schrott. Als Beispiel: Hielt der erste Drucker einwandfrei 17 Jahre, waren es bei dem zweiten nur etwas über zwei Jahre und beim dritten drei Tage. Letzteren habe ich vor Wut zerkloppt, was ich noch nie in meinem Leben fertig brachte. :cursing: :D

Also von daher steigen unter dem Strich auch im Elektrobereich massiv die Preise. Der Warenkorb ist in jeder Hinsicht manipuliert.

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Friday, January 14th 2011, 1:59pm

Was stimmt jetzt. ?(


Veränderungen bei den Großhandelspreisen können/müssen nicht immer an die Verbraucher weitergegeben werden. Bei langen Lieferverträgen passiert das erst später, bei "ruinöser Konkurrenz" vlt. auch gar nicht (Discounter). Da wird dann woanders gespart. Hoffentlich nicht bei der Qualität :D
Außerdem dürfte zur Berechnung der Lebenshaltungskosten ein repräsentativer Warenkorb verwendet werden, der gewichtete Produktgruppen enthält und nicht nur aus Obst, Gemüse, Kartoffeln oder Metallerzen besteht ;) So ein Flachbildfernseher wird ja jedes Jahr günstiger...
If you don't bet, you can't win.
If you lose all your chips, you can't bet.


- Larry Hite -

--------------------

The Trend is your only Friend :D

- einer, der Bescheid weiß -

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Friday, January 14th 2011, 1:21pm

Lebenshaltungskosten steigen 2010 kaum

Was stimmt jetzt. ?(

- Waren und Dienstleistungen verteuerten sich um durchschnittlich 1,1 Prozent im Vergleich zu 2009, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit und bestätigte damit eine erste Schätzung. -

Ist ja die gleiche Behörde.

http://de.reuters.com/article/topNews/id…=topNews&rpc=69
Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
http://www.candletrading.de/blog/categor…gs/harley-fgbl/

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Friday, January 14th 2011, 10:37am

So, und jetzt kommt der Clou:

Trichet sagte diese Woche, er hat die Inflation im Auge. Bernanke ähnlich, ABER:

Was sollen sie tun? der normale Weg ist, man erhöht die Zinsen. Tja, aber genau das ist in Zeiten von hohen Staatsverschuldungen nicht mehr möglich...

Wie vor paar Monaten gesagt, die Spirale hat begonnen. Da kommen die Trichets und Bernankes der Welt nicht mehr raus!

Game Over.


Ergänzend noch, falls manche glauben wir haben eh "nur" 1,5 % - 2 % Inflation. haha. Habe den Warenkorb vor mir liegen. Was da drinnen ist? Blockflöten, Pflaster, Eheringe...

Großhandelspreise 2010: + 5,9% gegenüber 2009

WIESBADEN – Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag im Jahresdurchschnitt 2010 um 5,9% über dem Stand des Jahres 2009. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es einen höheren Preisanstieg letztmalig im Jahr 1981 (+ 7,7% gegenüber 1980). Dennoch lag der Index im Jahr 2010 noch um 1,5% unter dem Stand des Jahres 2008, als er sein bisher höchstes Niveau erreicht hatte.

Den höchsten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate 2010 hatten die Preissteigerungen im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug sowie mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen (jeweils + 14,0% gegenüber 2009).

Im Dezember 2010 lag der Index für Erze, Metalle und Metallhalbzeug um 20,4% über dem Stand von Dezember 2009 und um 1,0% über dem Stand von November 2010. Nachdem der Index im Krisenjahr 2009 deutlich gesunken war, wurde im Dezember 2010 das Indexniveau von Dezember 2008 nahezu erreicht. Feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse waren im Großhandel gegenüber Dezember 2009 um 15,3% und im Vergleich zu November 2010 um 5,1% teurer.

Naturkatastrophen wie die Waldbrände in Russland und Überschwemmungen in Pakistan, Indien und China sowie Missernten führten im Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln zu einer Verknappung des Angebots und trugen zu der Preissteigerung um 20,2% im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber 2009 bei. Im Dezember 2010 war eine Veränderungsrate von + 67,0% gegenüber Dezember 2009 zu verzeichnen. Gegenüber dem Vormonat November 2010 stiegen die Preise um 7,6%.

Auch Obst, Gemüse und Kartoffeln waren im Jahresdurchschnitt 2010 deutlich teurer als 2009 (+ 8,6%). Die Preise lagen im Dezember 2010 um 19,9% über denen von Dezember 2009, gegenüber November 2010 stiegen sie im Dezember 2010 um 3,1%.

Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten waren die Produkte im Jahr 2010 durchschnittlich um 5,2% teurer als im Vorjahr. Im Dezember 2010 lag die Veränderung bei + 2,3% verglichen mit Dezember 2009. Gegenüber November 2010 veränderten sich die Preise kaum (+ 0,1%).

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Friday, January 14th 2011, 10:32am

„Die chinesischen Löhne werden laut einer neuen Studie in naher Zukunft deutlich ansteigen. Es wird ein Anstieg der chinesischen Löhne bis 2015 um 139 Prozent erwartet, wie die "Law Evening News" unter Berufung auf das Finanzinstitut Credit Suisse berichtete. Der chinesische Lohnanstieg soll in den kommenden fünf Jahren mindestens 19 Prozent pro Jahr betragen, hieß es. Im Detail soll dabei gerade die Gruppe der chinesischen Wanderarbeiter von starken Lohnsteigerungen profitieren. Sind die Einkommen hier im Jahr 2010 bereits um 30 bis 40 Prozent angestiegen, erwartet die Credit Suisse einen weiteren Anstieg von mindestens 30 Prozent pro Jahr in den nächsten drei Jahren.“

=> gut, dass China nix exportiert, sonst würde das ja teurer werden und für Inflation sorgen :-) Bang! (70 % der Waren von Wal-Mart kommen von China) China ist nicht nur mehr die Werkbank der Welt, aber doch noch zum größten Teil.

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Thursday, January 13th 2011, 5:46pm

Die "Verschwörung" ist eher grundsätzlich der Normalfall in allen Lebensbereichen, denn wenn man vom bombastischen Wort absieht, bedeutet das nicht viel mehr, als daß die wenigen sehr starken Profiteure in einer Angelegenheit große Mühe und erhebliche Mittel investieren, um ihre Partikular-Interessen gegen eine große Mehrheit durchzusetzen, die für jeden Einzelnen bei einem ernsthaften Verfolgen seiner gegenteiligen Interessen kein sinnvolles Maß an Aufwand und Nutzen erwarten läßt, weswegen kaum Widerstände auftreten.

Die wichtigsten Mittel zur Bestimmung der Lebens-Umstände breiter Massen sind zu allererst die Budgetierung der persönlichen Einkommen und die Festlegung der Konditionen zu deren Erlangung, danach folgen die politischen und medialen Strukturen, die dem Einzelnen meist viel chaotischer zustande gekommen erscheinen, als sie in ihrer Gesamtheit und langfristigen Verzahnung wirklich sind. Da sitzen immerhin ganze Think Tanks mit Abertausenden von Experten zusammen, diese Strukturen im Interesse ihrer Auftraggeber zu festigen bzw. zu umgehen, wenn sie nicht ihren Interessen entsprechen.

Die suggerierte Freiheit des Einzelnen bezieht sich fast nur auf Mikro-Wahlmöglichkeiten, die aus System-Sicht in ihrer statistischen Summe bedeutungslos sind. Ganz pauschal gesehen, ist es völlig egal, wofür genau das Budget ausgegeben wird, da am Ende die Dinge ganz einfach sind: Es gibt nahezu mittellose Arbeitnehmer (bis auf ein wenig Sperrmüll-Mobiliar und einen klapprigen Blechkarren), die genau soviel kriegen, daß sie auch morgen noch an der Werkbank funktionieren und diejenigen, denen die Fabriken gehören. Damit der Konflikt nicht ganz so offenkundig wird, werden noch diverse Zwischenschichten eingezogen, obwohl das Groß-Kapital da in den letzten Jahren einen ernsthaft Stabilitäts-gefährdenden Abbau der Mittelschicht zugelassen hat, der langfristig nicht klug ist.

Der große Irrsinn liegt in der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Verhältnisse durch die Mittelschicht, die sich fast immer zu den sozial weitgehend gehobenen Personen zählt, obwohl sie von den wirklich bedeutsamen Leuten um viele Größenordnungen mehr entfernt ist als von den untersten Stufen der Gesellschaft und deren Stellung außerdem mit wenigen Federstrichen gravierend geändert werden kann, was sie aber immer erst sehen, wenn sie im Einzelnen konkret davon betroffen sind. Oder noch drastischer ausgedrückt: Das Spieß-Bürgertum ist viel eher abgehobenes deklassiertes Proletariat als Bürgertum.
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Thursday, January 13th 2011, 3:14pm

Quoted

Die Frage, ob die etwas über 100 deutschen Milliardäre nun mehr Macht haben als 100 beliebig ausgewählte Bürger oder nicht doch alle gleichgestellte Bürger sind, bedarf ganz bestimmt keiner tiefschürfenden Erörterungen.
Nein, da wirst Du recht haben
Deine Behauptung geht aber soweit, dass diese über die Lebensumstände dieser kleinen Leute bestimmen.
Deshalb fragte ich nach Namen.
So wie Du diese Abhängigkeiten beschreibst, müsste es sich ja dann um eine Weltverschwörung handeln...?

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716

Thursday, January 13th 2011, 3:08pm

@ xxx

Bedarf es wirklich irgendeiner konkreten Unterlegung, daß Geld (bzw. seine Besitzer) die Welt regiert? Eigentlich lernt das bereits jedes Kind, wenn es beim Kaufen von Dingen die ersten Male merkt, daß es sich mit Geld andere Menschen, insbesondere auch Erwachsene, gefügig machen kann. Die Frage der prinzipiellen Herrschaft mit Geld kann also nicht ernsthaft gemeint sein.

Bleibt allenfalls noch die Frage nach dem Ungleichgewicht, die dazu führt, über wieviele Menschen man in seinem Einzugs-Bereich herrscht und da ist ein sehr einfaches Maß die Anzahl der Untergebnen, wobei man nur noch differenzieren muß zwischen temporär verliehener Macht angestellter Manager oder gewählter Politiker und originärer Macht auf Grund (im Rahmen eines stabilen kapitalistischen Systems) nicht von Dritten äbhängiger Eigentums-Rechte.

Des Weiteren sollten die nachgeordneten ökonomisch abhängigen Unternehmen im Umfeld der Schlüssel-Industrien beachtet werden, die zwar nominell juristisch unabhängig sein können, aber objektiv voll ökonomisch abhängig von den Großen sind.

Die Frage, ob die etwas über 100 deutschen Milliardäre nun mehr Macht haben als 100 beliebig ausgewählte Bürger oder nicht doch alle (nicht nur formal-juristisch und in Sonntags-Reden) gleichgestellte Bürger sind, bedarf ganz bestimmt keiner tiefschürfenden Erörterungen.
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Thursday, January 13th 2011, 2:16pm

@Perfect Trader

Quoted

... die Herrschaft einiger weniger, vielfach gar nicht dazu geeigneter Leute, die nur auf Grund ihres Eigentums über Millionen von Menschen und ihre Lebensumstände bestimmen...
Du erwähnst diesen Punkt immer wieder. Könntest Du nicht einmal Namen benennen wer diese dubiosen Herrscher über Millionen sind?

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Thursday, January 13th 2011, 1:32pm

Gleiches System-Versagen in allen Bereichen

@ bo1

Man sollte all die vielen Irrsinnigkeiten als Ausdruck des gleichen System-Versagens erkennen. Das Polit-Schauspiel in seiner absichtlichen Zerstückelung in scheinbar hoch-komplexe, aber einzeln jeweils nur maginal bedeutende Mikro-Akte dient nur dazu, das Publikum rund um die Uhr von der Frage nach der wirklichen Haupt-Ursache für all diese Zustände abzulenken und mit dem Nachvollziehen des produzierten Mistes zu beschäftigen.

Die Haupt-Ursasche der überall erkennbaren und sich mit dem Zinsen-Zins-Mechanismus verstärkenden Verteilungs-Ungerechtigkeit ist die Herrschaft einiger weniger, vielfach gar nicht dazu geeigneter Leute, die nur auf Grund ihres Eigentums über Millionen von Menschen und ihre Lebensumstände bestimmen - und das auch nachdem sie vielfach gezeigt haben, daß sie mit den Problemen nicht klar kommen und für ihre Unfähigkeit auch noch fortwährend von den Bürgern mit immer neuen Steuer-Geschenken alimentiert werden, damit ihre parasitäre Herrschaft immer so weitergeht.

Schon andere Gesellschafts-Ordnungen sind daran untergegangen, daß die wirklich produzierenden Menschen die Verteilungs-Verhältnissse berechtigt in Frage gestellt haben. Auch die Frage nach der Eignung zur Führung nur auf der Grundlage der Geburt in die richtigen Familien-Verhältnisse, wurde spätestens seit der Entsorgung feudaler Monarchien schon einmal klar beantwortet - übrigens nicht etwa durch "Kommunisten", sondern durch das Bürgertum, welches nämlich im Gegensatz zu seinem heutigen reaktionären Kampf um die Bewahrung der gestrigen Verhältnisse mal eine große Fortschrittskraft war.
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Thursday, January 13th 2011, 12:37pm

Der Tenor "„Magier“ Alan Greenspan" für einen der problematischsten Notenbanker aller Zeiten, für den eher "Herr der Blasen" zutrifft


Noch lächerlicher ist es, wenn ein völliger Versager wie Rössler mit seiner extremen Gesundheitsstümperei immer noch von den Medien als "FDP-Jungstar" bezeichnet wird.
So einen Quatsch hat noch nicht mal die DDR-Propaganda fertig gebracht. :rolleyes:

Die größte Polit-Kaspar-Krone gehört m.E. übrigens nicht Westerwelle aufgesetzt, sondern Gabriel und Steinmeier. :D

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712

Thursday, January 13th 2011, 12:11pm

@ PT

Du hast es auf dem Punkt gebracht! exakt!

Keiner sagt etwas über China, schließlich kaufen die ja alles auf. USD-Glaubiger, Rohstofflieferant, Europa (Portugal unter die arme gegriffen, genauso Griechenland)

Soweit ich von der Uni noch weiß, war Japan auch am selben weg, die neue "Supermacht" zu werden, bis sie paar kleiner Fehler gemacht haben ;-)

Man kann es ihnen zutrauen, definitiv ja, aber für selbstverständlich kann ich es nicht halten, da gibt es noch erhebliche Hürden zu meistern.

Bin gespannt wie die mit den Problemchen wie Blasen, Inflation, soziale Aufstände, ... umgehen.

@ retep

ob die Zinserhöhungen taktisch schlau waren? warum wurden sie soweit gedrängt? hätte man vorher reagieren können? => das wird sich zeigen!

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Thursday, January 13th 2011, 12:10pm

China hat in den letzten 4 Monaten 2x den Leitzins angehoben. Heute auch Südkorea.
Würde und Sein - sind allen gemein

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Thursday, January 13th 2011, 12:03pm

Ich bin da auch gespannt, insbesondere wie sie sich verhalten, wenn die rein ökonomischen Steuerungs-Mechanismen nicht mehr klappen. Im Moment traut sich ja kaum jemand von politischer Bedeutung auch nur minimale ernsthafte Kritik zu üben, weil China unbezwingbar erscheint. Sollte es größere soziale Verwerfungen geben, könnte da auch Vieles wieder entzaubert werden, wobei ich den Chinesen aber noch Einiges an innen- und außen-politischer Raffinesse zutraue.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Thursday, January 13th 2011, 10:42am

Dass mit Greenspan habe ich sowieso überlesen.

Um was geht es mir: Ich bin gespannt, ob die Chinesen das besser können, als der "dumme" Westen.

Edit: ...der Westen, mit deren Kapitalismus;

This post has been edited 1 times, last edit by "cranberries18" (Jan 13th 2011, 10:59am)