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cranberries18

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Friday, August 27th 2010, 4:47pm


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retep (27.08.2010)

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Thursday, August 26th 2010, 6:01pm

Quoted

Ohne Deutschland wäre der Euro erledigt
http://www.nzz.ch/finanzen/derivative_pr…_1.7321884.html

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Krümel (27.08.2010)

goso

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Tuesday, July 6th 2010, 7:47pm

Ich bin ja bei Vielem sehr kritisch, aber "freie Fahrt für freie Bürger" will ich auch. Ich fahre mit 50 noch stets mit Bleifuß - und finde das gut so. Selbsternannte "Verkehrs-Erzieher", Sonntags-Fahrer mit Hut und sonstige Bremsklötze würde ich von den Autobahnen verbannen. Für Brummis gehört ein striktes Überholverbot erlassen, was mehr bringen würde als jede Beschränkung für PKW.


Ich muss sagen, dass ich die Fahrten nach DE immer geniesse, auch mit Mitte 40 ist der "Push the pedal to the metal" Modus einfach nur geil und in DE darf ich meinen Speedwahn ja ungestraft ausleben, in AT ist das nicht soooo empfehlenswert. Wenn ich aber betrachte, dass der Treibstoffverbrauch und damit der Schadstoffausstoss im Verhältnis zu AT förmlich "explodiert", dann plagt mich ein bisschen das schlechte Gewissen, allerdings so lange der DE Gesetzgeher nichts dagegen hat werde ich es sicher weiterhin machen.

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MB/8 (09.07.2010)

retep

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Tuesday, July 6th 2010, 7:06pm

Wir hatten schon Rohölpreise von USD 150 und kein Schwein hat's gejuckt, das Thema Auto ist derart irrational besetzt, dass das höhere Treibstoffkosten nicht automatisch zu weniger und/oder langsamerem Fahren führen.

Stimme dir voll zu.
Hab noch mal den Artikel von der FTD hervorgekramt den ich vor ein paar Wochen schon mal gepostet habe.

Deutsche Autobauer fahren mit Vollgas gegen die Wand

Quoted

Wie sehr die Zahlen doch täuschen können. 3 Mrd. Euro haben die Autokonzerne 2008 insgesamt verdient. Geteilt durch die Zahl der verkauften Wagen heißt das allerdings: Magere 46 Euro bleiben pro Auto in der Kasse. Im Durchschnitt. Im Jahr darauf gab es gar keinen Gewinn mehr. Das Bauen von Autos ist zum Zuschussgeschäft geworden. Irgendwas läuft da falsch.
Wenn den Autobauern fast nichts mehr (46 Euro) oder gar nichts mehr übrigbleibt, dann sehen wir wie eng es am Markt schon zugeht. Den natürlich ist den Autobauern lieber ihr Business ohne Gewinn zu betreiben, als gar nichts mehr zu verkaufen. Im Notfall hilft ja dan Väterchen Staat mit Stütze (oder wie man das nennen will - man kennt das ja). Und da bezahlen sogar die mit die mit Benzin nichts am Hut haben.

BTW: Der Unternehmer Nicolas G. Hayek ist letzte Woche verstorben. Er konnte seinen Traum vom Zukunftsauto nicht mehr erleben.
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Tuesday, July 6th 2010, 7:02pm

Ich bin ja bei Vielem sehr kritisch, aber "freie Fahrt für freie Bürger" will ich auch. Ich fahre mit 50 noch stets mit Bleifuß - und finde das gut so. Selbsternannte "Verkehrs-Erzieher", Sonntags-Fahrer mit Hut und sonstige Bremsklötze würde ich von den Autobahnen verbannen. Für Brummis gehört ein striktes Überholverbot erlassen, was mehr bringen würde als jede Beschränkung für PKW.

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Shakesbeer

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Tuesday, July 6th 2010, 6:44pm

Ich stimme dir voll zu. Nach den Erfahrungen mit dem Rauchverbot, bei dem sich die CSU zwei mal eine triefend blutige Nase geholt hat, werden Politiker bei solchen Themen Zurückhaltung üben, weil sie nur verlieren können.
Gruss Shakesbier
Zwei Bier oder nicht zwei Bier (Shakesbier) :D

goso

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Tuesday, July 6th 2010, 6:19pm

@ shakesdeer: Wer das in DE auch nur laut zu denken wagt wird vermutlich ausgebürgert, die "Freie Fahrt für freie Bürger" ist umweltmässig natürlich ein Horror, aber ich gehe davon aus, dass in DE kein Politiker Suizid begeht und ein Speedlimit fordert, ich behaupte sogar, dass ein EU weites Speedlimit in DE zu einer abartigen Diskussion führen würde.

Shakesbeer

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Tuesday, July 6th 2010, 5:42pm

Hoffentlich kommt da jetzt niemand auf die Idee eine Volksabstimmung zum Thema Speedlimit auf dt. Autobahnen zu machen. ;)
Jetzt wo du es sagst ;)
Gruss Shakesbier
Zwei Bier oder nicht zwei Bier (Shakesbier) :D

goso

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Tuesday, July 6th 2010, 3:20pm

Wir hatten schon Rohölpreise von USD 150 und kein Schwein hat's gejuckt, das Thema Auto ist derart irrational besetzt, dass das höhere Treibstoffkosten nicht automatisch zu weniger und/oder langsamerem Fahren führen.

Treibstoff ist in AT inflationsbereinigt -trotz MÖST Erhöhung- BILLIGER als vor 27 Jahren, ausserdem ist der Verbrauch bei vergleichbaren Fahrzeugen massiv gesunken.

Als ich 1983 den Führerschein erhalten habe kostete ein Liter Super rund ATS 12,-- (~ EUR 0,872), mein erstes Auto -Opel Kadett C, 50 PS, sehr gebraucht- war kaum unter 10l/100km bewegbar, sicher hat da auch jugendlicher Vorwärtsdrang und die grundsätzlich kaum vorhandene Leistung eine Rolle gespielt, da gabs nur Vollgas oder Bremsen, trotzdem war es kaum möglich den "rollende Strassensperre Modus" ernsthaft zu übertrumpfen. Somit betrugen die Treibstoffkosten rund EUR 8,7/100km, für 0,5l Bier in einer Kneipe waren damals in Graz zwischen ATS 17 und ATS 20 zu zahlen, ergo war die Rechnung 1 Bier oder 1,5 Liter Sprit.

Heute kosten die erwähnten 0,5 Liter Bier EUR 3, 1,5 Liter Super bekomme ich in AT aber für EUR 1,8, auch bei anderen Vergleichswerten als Bier ist Treibstoff billiger als von 27 Jahren (VPI in diesem Zeitraum circa +100%). Ausserdem sind die Fahrzeuge wesentlich verbrauchsgünstiger geworden, bei uns in der Familie gibt es u.a. einen Golf VI mit 160 PS, der lässt sich in AT mit durchschnittlich 7,5 Liter/100km bewegen.

Um bei meinem Bierbeispiel zu bleiben, 1983 entsprachen die Treibstoffkosten für 100km mehr als 6 Bier in der Kneipe, heute sind es nur mehr 3 Bier, und das mit einem Fahrzeug, das wesentlich komfortabler -zB Klimaanlage, eFH-, sichererer -ABS, ESP- und schneller -160PS gegen 50PS- ist.

Ein weiterer Punkt warum Treibsttoffpreise wenig steuernde Wirkung haben sind die Gesamtkosten, die aus der Wertminderung, diversen Festkosten -Steuer, Versicherung, etc.- und den Betriebskosten des Fahrzeugs entstehen.

Als Basis für ein Rechenbeispiel nehme ich den o.a. Golf, für das Beispiel 4 Jahre Haltedauer, Laufleistung über diese Zeit 60k km.

Anschaffungspreis inklusive optionaler Ausstattung und diversen Abgaben und Steuern abzüglich Rabatt:#

EUR 30.000

Kosten auf 4 Jahre und 15k km p.a.

Kapitaldienst (Wenn ich die 30k zur Bank bringe und für 48 Monate binde sollte ich netto mehr als 2% p.a. bekommen) EUR 2.500,--

Wertminderung: Nach 4 Jahren muss ich froh sein wenn ich für den Golf 40% des Neuwerts bekomme, denn die optionale Ausstattung zahlt im Endeffekt kein Mensch), also Wertverlust EUR 18.000,--

4 Winterräder (Felgen + Reifen) min. EUR 800,--

4* Jahresinspektion a EUR 400, macht EUR 1.600,--

4* Jahresautobahnvignette = EUR 300,--

48 Autowäschen a EUR 6 = EUR 288,--

4* KFZ Steuer = EUR 620,4 (bei jährlicher Zahlung, sonst mehr) = EUR 2.481,60

Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung für 4 Jahre Billigstangebot, Versicherungsnehmer nicht sehr junge Lenker EUR 120,-- * 48 = EUR 4.800,--

Treibstoffkosten: 60000/100*7,5*1,2 = EUR 5.400,--

Gesamtkosten:EUR 36.169,60, d.h. die Treibstoffkosten betragen weniger als 15% der Gesamtkosten. Bei teureren Autos und somit wesentlich höhrem Wertverlust, Kapitaldienst, Steuer und Versicherung etc. sind die Treibstoffkosten im einstelligen Prozentbereich, da bewirkt eine Preissteigerung beim Treibstoff nur eine geringe Steigerung der Gesamtkosten, daher sind Treibstoffpreise nur bedingt zur Steuerung beim Verkehrsaufkommen geeignet.

Beispiel: Porsche Cayenne Turbo II kostet in AT mit diversen Goodies fast 200k, den potenziellen Käufer werden ein paar Hunderter mehr oder weniger Treibstoffkosten im Jahr nicht wirklich beeinflussen.

This post has been edited 2 times, last edit by "goso" (Jul 7th 2010, 7:09am)


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retep

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Tuesday, July 6th 2010, 2:09pm

Hätten sie's (Speedlimit) dann würden sich die DE Autohersteller längst ein Rennen in Sachen Hybrid- und Elektroauto gegen die Japaner und Koreaner in den Verkaufsräumen liefern (und das in Stückzahl). Aber das Lobby hegen und pflegen, das tunen der veralteten Technik scheint (schien) lukrativer.

Vl ist auch bald das zwischenhoch beim Verkauf wieder vorbei, insofern die Preisszenarien nach dem Tiefseeölbohrgrounding eintreffen (Barrel > 100$).
Da wird ihnen das lachen schnell wieder vergehen. Guckst du hier
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goso

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Tuesday, July 6th 2010, 1:54pm

Hoffentlich kommt da jetzt niemand auf die Idee eine Volksabstimmung zum Thema Speedlimit auf dt. Autobahnen zu machen. ;)

retep

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626

Tuesday, July 6th 2010, 1:24pm

RE: Neues zur Klima-Lüge






Wende in der «Climategate»-Affäre

Quoted

Eine Untersuchungskommission im Aufsehen erregenden Streit um angeblich gefälschte Klimadaten kommt zum Schluss: Der US-Wissenschaftler Michael E. Mann habe seine Forschungsdaten nicht manipuliert.

Michael E. Mann hat ein paar happige Monate hinter sich. Der Klimaforscher geriet ins Visier von Untersuchungsbehörden und Klimaskeptikern, weil er in der sogenannten «Climategate»-Affäre angeblich Forschungsdaten manipuliert habe. Von diesem Vorwurf hat ihn eine Untersuchungskommission der Pennsylvania State University jetzt entlastet.
...
«Der US-Kongress berät zurzeit neue Klimaschutzgesetze. Leugner der globalen Erwärmung versuchen deshalb, die Klimaforschung und ihre Ergebnisse zu diskreditieren», wehrte sich Mann in US-Medien. «Es wirkt wie eine konzertierte Aktion. Der Diebstahl der E-Mails war der Auftakt dazu.»

Klar ist, dass Mann weder Daten manipuliert noch zurückgehalten oder gelöscht hat. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchungskommission in ihrem Bericht, nachdem sie unter anderem über 350 Files mit gestohlenen E-Mails untersucht hat. Der einzige Vorwurf, den die Kommission dem Klimaforscher macht, ist, wissenschaftliche Aufsätze verbreitet zu haben, bevor der Prozess der Begutachtung beendet war.
...
Quelle: BZ
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625

Saturday, June 26th 2010, 11:57pm

Als ich vor drei Jahren von einer kommenden Währungsreform sprach wurde ich angeguckt, als würde ich nicht ganz richtig ticken.
In den Medien wird das in letzter Zeit mehr und mehr als Möglichkeit erwähnt. Dies geschieht inzwischen immer ausführlicher.

Quelle: www.manager-magazin.de

http://www.manager-magazin.de/politik/ar…,702727,00.html


Das Volk wird offensichtlich auf Radikal-Enteigung mental allmählich vorbereitet.

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624

Friday, June 18th 2010, 10:33am

Quoted

Die außergewöhnliche Entwicklung an den Finanzmärkten am 6. und 7. Mai hatte auch Auswirkungen
auf CLS, das weltweit größte mehrwährungsfähige Abwicklungssystem für Devisenhandelsgeschäfte.
Das CLS-System wurde 2002 eingeführt, um das Erfüllungsrisiko bei Devisentransaktionen
mit verschiedenen Währungen auszuschalten. Aufgrund der Marktturbulenzen
wurden deutlich mehr Anweisungen zur Abwicklung von Devisengeschäften an CLS gerichtet.
Am 7. Mai wurden mehr als 1,5 Millionen Transaktionen 3 abgewickelt, und das Abwicklungsvolumen
lag noch bis zum 12. Mai über 1 Mio € (siehe Abbildung H), war also mehrere Tage lang
doppelt so hoch wie im gewöhnlichen Tagesdurchschnitt. Die Situation wies gewisse Ähnlichkeiten
mit der Situation am 17. September 2008 auf, als die Zahl der Transaktionen in die Höhe
schnellte und auf über 1,5 Mio stieg (siehe Abbildung H). CLS konnte die Anforderungen erfolgreich
bewältigen, die unerwartet hohen Abwicklungsvolumina wirkten sich aber sowohl auf die
Eingabe als auch auf den Empfang von Benachrichtigungen durch die Teilnehmer aus.
siehe auch Grafik:
http://www.bundesbank.de/download/ezb/mo…1006.mb_ezb.pdf
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Monday, June 14th 2010, 6:05pm

Re: Vollgeld statt Giralgeld?

Der Artikel ist erst einmal wohltuend sachlich. Trotzdem sind die Annahmen nicht die einzig möglichen und zu manchen wird von anderen Autoren das genaue Gegenteil vertreten.

Das Problem mit den meisten volkswirtschaftlichen Aussagen ist, daß sie sehr oft bereits unter minimal modifizierten Grundannahmen auch eine gegenteilige Ansicht zulassen. Manche Setzungen sind sogar völlig wahlfrei von Bewertungs-Spielräumen abhängig, die einer Quantifizierung nur innerhalb der VWL gar nicht zugänglich sind, sondern notwendig auf politischem Weg aus einem ausreichend tragfähigen gesellschaftlichen Konsens-Versuch abgeleitet werden müssen.

Das ist kein Mangel an Wissenschaftlichkeit in der VWL sondern eine Folge dessen, daß sie sich mit Interaktionen von Menschen/Menschengruppen beschäftigt, die in einem sozialen Kontext stattfindet. Dabei ist es typisch, daß einige Größen sehr leicht und genau quantifiziert werden können, wie z. B. häufig eine nackte Effizienz-Kennzahl, die Auswirkungen, diese zu erreichen, aber nur sehr vage oder gar nicht, wie z. B. Gerechtigkeit, für bestimmte Abläufe notwendige gesellschaftliche Strukturen, Technik-Folgen- und Risiko-Abschätzung, Tradition, allgemeine Verkehrsauffassung, Spill-over-Externalitäten etc.

Ein Grundproblem beim Geld ist seine zwiespältige Funktion als Thesaurierungs-Mittel zur werterhaltenden Schatzbildung und seiner Liquiditäts-Funktion, die sich teils bedingen, teils im Widerspruch stehen. Für die Bildung eines Preises in einer Ökonomie, wo aus Sachgründen nicht alle Prozesse synchron ablaufen können, spielt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes eine wichtige Rolle.

Die Annahmen von einer hohen Werthaltigkeit bestimmter Formen von Warengeld stimmen leider nicht, da durch Zurückhaltung von Geld und einer Verlagsamung der Umlaufgeschwindigkeit jederzeit eine Zahlungsmittel-Knappheit eintreten kann, die tendenziell sinkende Warenpreise und steigende Kredit-Preise erzeugt und damit eine Instabilität. Bei Auflösung der Zurückhaltung sinkt dementsprechend die Kaufkraft des Geldes ebenso.

Das hängt mit der Vermengung von nur im Kreislauf-Prozeßß relevanten Stromgrößen und statischen Bestandsgrößen zusammen. Wenn Geldbesitzer ihr Geld nicht in den Kreislauf einbringen, hilft keine noch so große Menge "wirklich werthaltigen" Geldes das Problem zu lösen, wobei es für unterschiedliche Besitzer-Typen ganz unterschiedliche Motivationen für ihr Thesaurierungs-Verhalten geben kann.

In dem Artikel ist schon der erste Satz vor dem eigentlichen Interview zu hinterfragen, wenn nämlich ein bestimmtes Regularium existiert, welches die Geldschöpfung der Geschäftsbanken an die der Zentralbank koppelt, wie z. B. eine Mindest-Reserve-Quote, ist schon mal über den Geldschöpfungs-Multiplikator ein überschaubarer, aber trotzdem ausreichend flexibler Zusammenhang zwischen beiden gegeben, daß die Geschäftsbanken nicht völlig frei agieren läßt, gleichzeitig aber ihre unternehmerische Vor-Ort-Kompetenz nutzen kann.

Da die Geschäftsbanken das ausgeliehene Geld von den Kreditnehmern zurückbekommen wollen, müssen sie natürlich auf die Geschäfts-Aussichten der Kreditnehmer achten und können in Krisenzeiten nicht von sich aus mit Geld schütten. Dazu wären Kredit-Fazilitäten, die vorab mit einem höheren Ausfallrisiko umgehen sollen, wie z. B. von Förder-Banken, notwendig.

Unter der Annahme bestimmter Regularien ist die Geldschöpfung der Geschäftsbanken auch nicht ein so gravierendes Problem, weil eine Bank das aus dem Nichts geschaffene Geld bei Rückzahlung auch wieder vernichtet und nur noch der gezahlte Zins, der aus der neuen Wertschöpfung in der Produktion entsteht, übrig bleibt. Da wäre allenfalls zu fragen, ob die Steuerungs-Funktion des Zinses für die richtige Allokation der gesellschaftlichen Ressourcen mit der vollständigen Aneignungs-Funktion durch die Banken verbunden werden sollte.

Aus rein kapitalistischer Sicht werden im Idealfall übrigens so lange Banken gegründet, bis die auf ihr Eigen-Kapital bezogene Rendite mit der in anderen Wirtschafts-Sektoren vergleichbar ist, nicht etwa, weil ihre Leistung so bedeutsam ist, sondern weil das der Wettbewerb um ähnliche Verwertungs-Bedingungen des Kapitals erzwingt, dem die konkrete Anlage-Form eher egal ist, solange die Rendite stimmt.

Dieses Gesetz gilt bei jeder Form der Regulierung mit ausreichenden unternehmerischer Freiheit der Institute. Die organisatorische Bündelung von Kompetenz und Verantwortung vor Ort bei der Geschäftsbank ist dabei genauso wie die Trennung in Kreditvergabe vor Ort und Backing bei einer Zentralbank eine Organisationsform, die am Wesen des Bank-Sektors als solchem nichts ändert.

Ein weiterer sehr strittiger Punkt ist, ob eine zunehmende Monopolisierung der Geldschöpfung Probleme löst oder sie vielmehr schafft. Viele Volkswirte gehen da von einem systematischen Versagen der Notenbanken aus und plädieren für Geldschöpfung im freien Wettbewerb durch verschiedene Unternehmen.

Diese findet übrigens auch heutzutage schon oft außerhalb des Bankwesens statt, welches nur irgendwo in einer Kette endgültig die nötige Liquidität bereitstellt, sei es über simple Kunden- oder Lieferanten-Kredite oder irgendwelche geschlossenen Kredit-Ketten, wie sie z. B. mit Wechseln völlig ohne Banken schon vor dem Bankwesen funktionierten.

Vielen Leuten fällt die Abgrenzung schwer, was Geld ist und was nicht, und sie fallen dann in Extrem-Positionen, wie z. B. nur Gold oder nur Zentralbank-Bargeld in Form von irgendeiner physischen Ausprägung. In Wahrheit sind alle Dinge Geld, die im allgemeinen Zahlungsverkehr dazu geeignet sind und davon ausgehend Dinge, die noch sehr geldnah sind, aber bestimmte Einschränkungen haben, wie nicht perfekte Liquidität oder nur bestimmte Zahlungsmöglichkeiten für ausgewählte Produkt-Gruppen.

So ist z. B. selbst ein gegen Vorkasse bei einem bestimmten Lieferanten erworbenes Guthaben für dessen Leistungen, welches nur noch bei diesem einzulösen ist, wie z. B. eine Prepaid-Kundenkarte noch relativ geldnah. Ebenso können viele leicht liquidierbare Assets noch eine gewisse Geldnähe haben.

Andererseits können eindeutig als Geld zu bezeichnende Dinge, wie z. B. das Geld irgendwelcher exotischen (oder sogar weniger exotischer) Staaten außerhalb dieser Staaten keinerlei Geld-Funktion haben, oder bei der versuchten Ausfuhr sogar der Ausgangspunkt einer Verhaftung sein, also kein Gut im VWL-Sinn, sondern sogar ein Übel (zumindest in Kombination mit der unerlaubten Ausfuhr, die gerade wieder zeigt, wie sehr Geld in einem sozialen und juristischen Kontext existiert).

Der im Artikel erwähnte Verfassungrang der Geldschöpfungs-Befugnis ist eine Menschen-gemachte Regel, die genauso gut auch völlig aufgehoben werden kann. Ob die Rückkehr zu früheren Verhältnissen ein ordnungspolitischer Fortschritt entgleister Verhältnisse ist oder eine verknöcherte Rückwärts-Gerichtetheit, kann ergebnisoffen diskutiert werden, ist aber keineswegs so klar, wie im Artikel gemeint.

Die als besondere Leistung gesehen Verschuldungs-Reduktion der öffentlichen Haushalte durch Zentralisation der Geldschöpfung bei den Zentralbanken stellt keine neue Qualität dar, sondern nur eine Umverteilung der Gewinne innerhalb des Bank-Systems, die evtl. sogar mit Mehrkosten für andere Bankleistungen verbunden ist, da ja entsprechend den Verwertungs-Interessen des im Bank-Sektor investierten Kapitals dann ohne die entsprechenden Gewinne die heutgen Renditen ohne diesen Kernbereich der Gewinn-Erzielung anderweitig erwirtschaftet werden müßten.

Betrachtet man den Bank-Sektor als Ganzes, also ohne Trennung von Zentralbanken und Geschäftsbanken, sieht man, daß sich am System gar nichts ändert, außer vielleicht einer Enteignung der Gewin-Möglichkeiten der Geschäftsbanken zugunsten der Zentralbank.

Die Bemerkungen zur systematischen Zerrüttung der Staats-Finanzen durch beliebige Regierungs-Formen treffen leider zu - und sie hängen wenig von der konkreten Geld-Ordnung ab, weil die Geld-Ordnung eben nur ein (wenn auch wichtiger) Teil der sozialen Ordnung ist.

Ebenso richtig ist die Feststellung, daß die heutige Überschuldungs-Orgie eine moralisch unberechtigte Bedeutungs-Reduktion der Einkommen aus realer wertschöpfender Arbeit zu Kapital-Einkünften schafft, die für eine Gesellschaft extrem schädlich sind.

Insgesamt krankt der Artikel daran, daß Geld zu sehr als Geldware angesehen wird, dessen Wert durch vermeintlich ausufernde Neuschöpfung verwässert wird. Im Wesen ist Geld aber ein juristisches Schuldverhältnis, welches auch ohne Bindung an eine materialisierte Geldware genauso eingegangen werden kann.

Man kann zwar die Erzeugung einer bestimmten Geld-Verkörperungs-Form anders regulieren, aber nicht die Freiheit sonstige Schuldverhältnisse einzugehen, es sein denn man will eine vollkommen zentral gelenkte Wirtschaft mit detailliertesten Vorgaben für jede ökonomische Wechselwirkung.

Daher geht der Artikel trotz vieler vernünftiger Betrachtungen an den tieferen Problemen doch zu größeren Teilen vorbei, so daß er zwar lesenswert ist, aber dennoch keine wirklich im Sinne einer Best-Practice zu verstehende Handlungs-Empfehlung für politische Änderungen ist.

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Monday, June 14th 2010, 2:54pm

Liberal oder kriminell?

Ganz unabhängig davon, was man vom Neoliberalismus hält, stellt die Überwälzung von Risiken auf die Allgemeinheit ohne adäquate Gegenleistung eine massive Abweichung von normalen ökonomischen Prinzipien dar. Üblicherweise hat man für einen Kredit oder eine Bürgschaft eine werthaltige Sicherheit zu stellen oder muß sein Eigentum mittels Verkauf aufgeben.

Die Küngelei unfähiger und korrupter Politiker, die Volksvermögen und Steuern gleich Hunderte-Milliarden-weise Pleitiers für ein Weiter-so zuscheffeln, statt die Buden zu übernehmen, hat jedenfalls mit Liberalität weit weniger zu tun als eher mit Kriminalität.

Dabei stelle ich nicht in Abrede, daß man dazu den Begriff 'Korruption' nicht nur für die im Gesetzes-Sinne strafbaren Handlungen annehmen muß, sondern auch für das ganze Umfeld gerade noch nicht nach dem Buchstaben des Gesetzes strafbarer Tatbestände, wie z. B. der spätere glatte Wechsel in Führungs-Posten der Wirtschaft, bloß daß deren ökonomischen Vorteile für beide Seiten noch viel größer sind.

Das gleiche gilt für die den Terminus 'Kriminalität', die auch nur von gerecht denkenden Menschen erkannt wird, nicht aber in den formalen Verfahren durch die damit betrauten - interessengeleiteten - Bearbeiter, die alles juristische und Verfahrens-technische Know-How der Welt besitzen, die Dinge zu den von ihnen gewünschten Resultaten hin zu biegen und dabei ganz und gar nicht so unabhängig und frei sind, wie es nach außen hin darzustellen versucht wird.

Neben direkten und schriftlichen Dienst-Anweisungen, die es in vielen Fällen nicht geben wird, gibt es noch weit subtilere und langfristiger wirkende Mechanismen zur Interessen-Abstimmung. Sich diesen zu entziehen ist zwar zweifellos in vielen Fällen möglich, die Frage ist nur, wie günstig sich das auf das Rennen um die höchsten Führungs-Posten auswirkt, wo schon weit weniger kleinere Verfehlungen als die Versagung von Rettung in höchster Not nicht gerne gesehen werden.

Einer Justiz, die sehr wohl unterscheidet, über wen zu urteilen ist (Kampfbegriff: Klassenjustiz, der übrigens recht treffend ist), statt ihrer Verpflichtung gemäß alle Bürger gleich zu behandeln, fällt die Zerstörung der Lebensgrundlagen "kleiner Leute" (z. B. mit Bagatell-Kündigungen, Phanstasie-Summen-Abmahnungen oder dem ganzen Paket der Terror-Ermittlungen gegen einfache Demonstranten) eben sowohl technisch wie auch ideologisch viel leichter als die Bekämpfung der Schwerst-Kriminalität im Milliarden-Bereich von Führungs-Personal, wo aus Angst vor komplexen Verfahren oder gleich mit ideologischen Scheuklappen alles mit juristischen Winkelzügen zu Bagatellen verdreht wird.

Vom Schadens-Ausmaß und der Ausprägung als gewerbs- und bandenmäßig im besonders schweren Fall müßte die White-Collar-Kriminalität noch lange vor irgendwelchen Mafia-Strukturen auf traditionellen Kriminalitäts-Feldern genauso bekämpft werden. Aber in einer Gesellschaft, wo sowieso schon alles bis zum Irrsinn verdreht ist und Alle tief im Herzen schon auf den befreienden Zusammenbruch warten, wo es auch kaum noch schlechter danach werden kann, spielt die konkrete Nuance des Wahnsinns kaum noch eine Rolle.

Wer bitte schön sollte das denn auch untersuchen, wenn die Führung in Politik und Wirtschaft in einem gut organisierten Spiel mit verteilten Rollen letztlich ihre gemeinsamen Interessen - sich auf Kosten des ganzen Volkes Macht und Gewinn zu sichern - durchsetzen?

Manchmal ist es geradezu lustig, wie naiv manche Leute an dieses klare, abgekartete und extrem harte Machtspiel rangehen. So schreiben z. B. irgendwelche Informatiker in einer größeren Fach-Publikation gleich in zwei Ausgaben ganze Serien von Haupt-Artikeln, die hinter der "Finanz-Krise" irgendwelche fein-raffinierten Nuancen in den "Bewertungs-Modellen" sehen, die doch "ach wie schrecklich" niemand vorher ahnen konnte, statt von einem von langer Hand gut geplanten plumpen Betrug.

Wenn man aber davon ausgeht, daß Informatiker eigentlich Leute sein sollten, die denken können, war es vielleicht auch gar keine Naivität, sondern nur eine weitere gut plazierte Nebel-Kerze. Und selbst wenn sie in Wahrheit naiv waren, ist die Wirkung die gleiche, als wenn es eine absichtlich plazierte Nebel-Kerze wäre.

Das eigentlich Schlimme an all diesen Diskussionen ist, daß sie die schweren gesellschaftlichen Verwerfungen aus allerlei Blickwinkeln zum 1.001-sten Mal reflektieren, aber am Ende stets alles in - schon von vornherein geplantem bzw. wenigstens absehbarem - Zerlabern endet. Wichtig für dieses Land wäre aber eine Lösung der Probleme, wozu ein Minimum an Ehrlichkeit notwendig ist.

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Monday, June 14th 2010, 12:30pm

Vollgeld statt Giralgeld?

Das klingt vernünftig, allerdings habe ich von Volkswirtschaft zu wenig Ahnung, um das beurteilen zu können.

http://www.n-tv.de/politik/dossier/Das-E…icle917399.html
Gruss Shakesbier
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Thursday, June 10th 2010, 7:47pm

http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/999638

Das war leider zu erwarten, selbst das unfehlbare Bundesverfassungsgericht stoppt den Eurorettungsschirm nicht. :thumbdown:

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Friday, June 4th 2010, 11:01pm

http://www.selbstversorgerforum.de/

Und hier bekommt man die Tips, die man für den Ernstfall braucht. Ein wenig Übung im Vorfeld kann sicher auch nicht schaden. :)

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Friday, June 4th 2010, 7:34pm

Bei den ganzen Geschichten mit "über unsere Verhältnisse gelebt" etc. sollte man beachten, daß die materielle Produktion der Weltgesellschaft als Ganzes vom technologisch-organisatorischen Produktions-Niveau abhängt und von Sonstigem nur mäßig bis wenig.

Wer sich da einen letztlichen Eigentums-Anspruch als End-Gläubiger der letzten Instanz mit welcher Begründung in welcher Politik-, Wirtschafts- und Geld-Ordnung auch immer auf welche Weise herleitet und wie er die Ressourcen alloziiert, wird nicht ausschließlich innerhalb eines Finanz-Systems entschieden, da jedes Finanz-System nur Teil eines übergeordneten Gesamt-Systems der Gesellschaft ist.

Selbst bei Ressourcen über die ein Eigentümer nominell die volle Verfügungs-Hoheit hat, existieren trotzdem noch Sachzwänge und soziale Konventionen, die zum weiteren Erhalt seines Eigentums nur selten abbedungen werden können. Darüber hinaus können diverse Instrumentarien eingeführt werden, die innerhalb kurzer Zeit selbst große Vermögen auflösen, wie es die Geschichte immer wieder gezeigt hat.

So gehörte z. B. sogar der Mord/die Verbannung von Gläubigern im alten Rom oder im zaristischen Rußland selbst innerhalb einer fortdauernden Gesellschafts-Ordnung zu den (in gewisser Sichtweise beinahe schon regulären) Methoden - und das sollte bei der verengenden Extrapolation aller aktuellen Regeln bis ins letzte Detail schon sehr zu denken geben.

Wenn die Rückführung akkumulierten Eigentums an die Allgemeinheit relativ langsam (z. B. innerhalb einer ganzen Generation über Steuern) erfolgt, geht sowas sogar einigermaßen leise vonstatten. Aber es hat auch innerhalb des kapitalistischen Systems genug abrupte staatliche Enteignungen mit geringer oder keiner Kompensation gegeben.

Viele Dinge können und werden ganz anders gelöst werden, als durch mechanische Fortschreibung des status quo. Die Frage ist nur, wie vernünftig das abgewickelt wird und unter welchem Maß an sozialem Konsens. Je eher an der Krankheit selber statt an deren Vertuschung laboriert wird, desto eher kann der Patient genesen.

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