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Thursday, March 4th 2010, 6:24pm

@ DickT

Ohne überhaupt etwas nachzurechnen, wobei man im einen oder anderen Fall durchaus auch eine Masse übersehen kann, darunter neben sich immer mal schnell einschleichenden Rechenfehlern insbesondere auch Feinheiten in den Options-Bedingungen, sind gravierende Aufschläge im Bereich zweistelliger Prozente gerade bei Scheinen im Cent-Bereich keinesfalls seltene Ausreißer.

Die ganze Scheinchen-"Industrie" wendet sich auch nur sehr begrenzt an scharfe Rechner (da klagen die Häuser dann nämlich ganz schnell über die "bösen Arbitrageure") sondern viel mehr an die rasende, ungezügelte Spekulationswut völlig Unbedarfter, die sowieso nicht rechnen können und wollen.

Völlig unbeeindruckt angesichts der mittelfristigen Chancenlosigkeit bei den gigantischen relativen Transaktions-Kosten bei vom absoluten Preis her billigsten Derivaten, kommen damit zuweilen riesige Umsätze zustande, da die Hebel so exorbitant sind, daß bei den selten doch mal eintretenden Glückstreffern die Gewinne kaum faßbar hoch sein können.

Das funktioniert aus Sicht der Anbieter glänzend, da die Masse der Anleger ja nicht mal eine ehrliche rechnerische Bilanz ihrer Aktivitäten zieht, sondern sich an solchen seltenen Glücks-Treffern bis zur Ekstase aufgeilt und von da an ohne jede Entsprechung in der Realität virtuell reich rechnet. Bloß will kaum einer die Wahrheit dazu hören, daß bei seriöser Rechnung in dem Markt nur schwierig Geld verdient werden kann gegen die in vielerlei Hinsicht überlegenen Emittenten. Kommen dann noch diverse Wechsel der Märkte und Ein- und Auszahlungen dazu, wissen die meisten nicht mal, was sie überhaupt zusammen rechnen müßten, um eine ordentliche Performance-Kennzahl zu erhalten.

Ähnlichen Dummenfang auf der Unterstufe machen die Institute ja schon bei simplen Krediten, indem z. B. optisch ein einmaliger Bonus mit der jährlichen Rendite zusammen gemauschelt wird. Letztlich ist sogar das Finanz-System als ganzes ein großer Betrug, da das System des Zinses-Zinses und erst recht zusammen mit in der Hand weniger unverantwortlicher Monopolisten kreiertem Fiat-Money nicht funktionieren kann - und trotzdem machen alle mit, die meisten unbedarft, aber viele auch in völliger Kenntnis aller Zusammenhänge bis zum Knall, egal ob sie dabei selber unter die Räder kommen. Daß der mal so beiläufig erwähnte "Reset" des Systems meist mit schrecklichen Tragödien einhergeht, mindestens aber mit der Enteignung großer Teile der Lebensleistung von Millionen Menschen, wird da gerne übersehen.

Warum sollte eine höhere Ableitungs-Stufe des Mauschelns verwundern, wenn schon die Basics krank sind? In dem Sinne ist doch massives Abzocken der gierigen Unbedarften fast schon harmlos, da diese Markt-Teilnehmern ja alleine auf Grund ihrer Unterschrift unter die Termingeschäfts-Fähigkeits-Erklärung von sich behaupten, alle wichtigen Zusammenhänge verstanden zu haben (wovon sie im Schnitt wohl eher träumen).
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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DickT

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104

Monday, March 1st 2010, 10:00pm

Bevor ich über die Emittenten von Optionsscheinen her ziehe: Kann ein MM seinen Preis für ein Finanzprodukt so herb überteuern?

Ich vergleiche eine Option am CBOT auf Weizen (Dezember 2010 Kontrakt) mit einem Optionsschein von einer deutschen Bank:
(Der Handel ist während ich das hier schreibe bereits seit über einer Stunde geschlossen, es sollte also keine zeitlichen Verzögerungen geben)

Heute wird eine Option mit 700er Strike für den Dezemberkontrakt 2010 mit 0,246 USD bewertet:
http://www.cmegroup.com/trading/commodit…expMonth=201012

Der Optionsschein, der die gleichen Grundspezifikationen hat (Underlying, Strike, Laufzeit) steht bei 0,26 EUR.
http://optionsscheine.onvista.de/snapsho…CH_VALUE=DZ0PP9

Die Option in Chicago kostet umgerechnet 0,182 EUR - der Optionsschein ist also 0,078 EUR teurer als die Option oder ein Aufschlag von 42%.

Ähnlich beim 600 Strike: CBOT: 0,474 USD - Optionsschein: 0,46 EUR (ein anderer Emittent verlangt sogar 0,5 EUR)

Ist das einfach nur frech oder habe ich mich verrechnet und etwas übersehen?

Roti

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103

Friday, February 12th 2010, 3:05pm

Optionen ja; Optionsscheine nein

Wer mit Optionen sehr professionell arbeitet, kann die Prämien-Kosten noch verringern, indem er mit weiteren selber geschriebenen Optionen (Call Short, Put Short) Prämien vereinnahmt und das Ganze so zu komplexen Kombinationen erweitert, was dann aber schon die Oberstufe ist und leider auch sehr abstrakt wird und man sich voll auf seine Berechnungen verlassen muß, da sich das leider nicht mehr selbst erklärt oder leicht anschaulich ist, obwohl diverse Options-Softwares einige Entscheidungs-Hilfen optisch brauchbar darstellen können.

Emittenten-Produkte schneiden zwar hinsichtlich Stückelung für kleines Kapital besser ab, aber hinsichtlich Transparenz und Mindest-Kommissionen kann man sie eher vergessen, es sei denn man findet einen Dienstleister, der kommissionsfreie Ausführungen bietet, die auch wirklich stabil funktionieren (z. B. nicht wie bei Flatex, wo die Abwicklung mit den Transaktions-Kosten sparenden Premium-Partenern entgegen der Werbung nicht gerade immer problemlos klappt). Dabei sollte aber bedacht werden, daß sich solche Angebote aus Kickbacks aus der intransparenten Preisgestaltung des Produktes selber finanzieren.


Hallo Perfect Trader,

danke für diese hervorragenden Einsichten, möchte jedoch nur soviel dazu sagen das ich von Optionsscheinen nix, aber garnix halte. Habe selber schon Optionen gehandelt, auch Stillhalter und fühlte mich gut dabei und nicht so "hilflos" ausgeliefert wie bei Optionsscheinen - auch über Scoach und Euwax - den OS handele ich seit Sommer 2001 nicht mehr. Nur im Falle des Falles ein Hebelzerti als CFD-Ersatz bei Aktien (als reine Notlösung für mich erträglich).

Auszug aus einem Optionsbrief zum Thema Zertifikate was analog auf die Optionsscheine zutrifft (keine Werbung):

Von: Optionen-Investor

Betreff: Zertifikate News: Zertifikate weiter problematisch

Heißmanns Börsenkommentar, 09.02.2010

Zertifikate News: Zertifikate weiter problematisch

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Woche hat die unabhängige Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ihr aktuelles "Schwarzbuch Börse" vorgestellt. Gute Zertifikate News gab es nicht. Im Gegenteil, die bei der Vorstellung genannten Zertifikate News zeigen, die Branche hat nichts gelernt. In der Fachpresse finden sich diese Aussagen aus der Pressekonferenz:


Zertifikate News: SdK beurteilt Zertifikate skeptisch

Vieles, was Banken Anlegern anbieten, beurteilt die SdK skeptisch. Als problematisch wird dabei vor allem der Zertifikate-Markt angesehen.

Zertifikate News: Branche hat aus der Krise nichts gelernt

Die Zertifikate-Branche hat aus der Krise nichts gelernt. Dabei kritisiert die SdK vor allem die intransparente Kostenstruktur bei Zertifikaten.

Zertifikate News: Anleger sind überfordert

Die SdK sieht den "durchschnittlichen" Anleger vollkommen überfordert.

Zertifikate News: Neue Tricks der Emittentinnen

Die SdK sagte in der Pressekonferenz, dass viele Emittentinnen jetzt zusätzlich eine neue Strategie haben: "Sie verschlechtern den Rückzahlungsanspruch während der Restlaufzeit in unvorhersehbarer Weise zum Nachteil der Zertifikate Trader mit Hilfe von nach ihrem Ermessen festzulegenden Gebühren."

Zertifikate News: Trotz vorliegender Kritiken, keine Änderungen

Skeptisch beurteilt die SdK auch, dass sich trotz der vielen Kritikpunkte der vergangenen Jahre nicht geändert hat. Intransparente Kosten- und Gebührenstrukturen werden im Schwarzbuch Börse seit Jahren kritisiert. Offensichtlich ohne einen Eindruck in der Zertifikate-Branche zu hinterlassen.

Zertifikate News: Kurzer Rückblick

Da die SdK kritisiert, es ändere sich trotz vorliegender Kritikpunkte nichts, ein kurzer Rückblick auf die Kritikpunkte des Schwarzbuch Börse der Vorjahre:

Zertifikate News: Handel einstellen
Zertifikatehandel, Börse im Nachteil - Das Problem mit ... unfairen Preisen ... lässt sich nicht lösen, es sei denn, man stellt den gesamten Zertifikatehandel ein.

Zertifikate News: Kunden sind Emittentinnen ausgeliefert
Zertifikate-Käufer sind auf Gedeih und Verderb vom Wohlwollen der Emittenten abhängig. Der Zertifikate-Markt ist vom Ziel der Transparenz weiter entfernt denn je. Eine Regulierung des Marktes fehlt weitgehend.

Zertifikate News: Emittentinnen schaffen sich ideales Umfeld
Die Emittenten haben ideale Rahmenbedingungen, um überdurchschnittliche Gewinnmargen zu erwirtschaften.

Zertifikate News: Zertifikate setzen Wettbewerb außer Kraft
Zertifikate haben vielfach erdrückend hohe und für Anleger nicht erkennbare Kosten. Diese sind geschickt in der Konstruktion des jeweiligen Zertifikats versteckt. - Preisvergleiche der unterschiedlichen Zertifikate sind praktisch unmöglich. - Durch die Emittenten wird der Wettbewerb außer Kraft gesetzt. - Der schlecht geregelte Markt ist für Emittenten eine Spielwiese, wo sie Millionen abzocken können. - Selbst Profis können die Konstruktion mancher Zertifikate häufig nicht durchschauen. - Bei Zertifikaten können die Emittenten dem Anleger gegenüber alles machen.

Die SdK hat ein Positivbeispiel: Optionen

In einer der früheren Ausgaben schrieb die SdK: An der Terminbörse Eurex werden die Preise von Optionen durch die Börse mithilfe konkurrierender Marketmaker ermittelt. Angebot und Nachfrage bestimmen den fairen Preis. Dieses wurde dem intransparenten Handel mit Zertifikaten als Positivbeispiel gegenübergestellt.

Zertifikate weiterhin meiden

Aus jahrelang vorgetragener Kritik lernt die Zertifikate-Branche nichts. Besser gesagt, sie will nichts lernen. Zu hoch sind die Renditen, die die Emittentinnen einsacken können. Daraus lässt sich nur eine Schlussfolgerung ziehen: Hände weg von Zertifikaten und Emittentinnenprodukten.

Option Advisor handelt die von der SdK als vorbildlich genannten Optionen

Meine Empfehlung: Nehmen Sie die Informationen der unabhängigen SdK zum Anlass und investieren Sie keinen Cent in Zertifikate. Im Option Advisor handeln wir nur Optionen an Terminbörsen. Für Europa ist das die von der SdK als vorbildlich genannten Eurex. Wenn Sie genug von der Zertifikate-Branche haben, können Sie jetzt und hier 30 Tage lang kostenlos die von der SdK gelobte Alternative, Optionen, testen.

Zum guten Schluss: Am 10.02.1898, also heute vor 112 Jahren, kam der deutsche Schriftsteller Bertold Brecht zur Welt. In seiner Dreigroschenoper ließ er Mackie Messer fragen: "Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" Selten hatten die Worte mehr Wahrheit als heute. Aus dem aktuell scheinbar von keiner Erderwärmung betroffenen Sauerland sende ich Ihnen beste Grüße

Rainer Heißmann
Chefredakteur
Optionen-Profi - "Option Advisor Deutschland" - Optionen-Investor

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Perfect Trader (12.02.2010)

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Friday, February 12th 2010, 1:45pm

Trend-Ausbeute mit geringem Risiko

Bezugnehmend auf Posts zur Trendfolge im Cable-Thread merke ich hier folgende Vorzüge von Optionen/Optionsscheinen an:

Wenn vom Trader ein längerer dynamischer Trend angenommen wird, der in so klarer Ausprägung eher sehr selten in den Options-Prämien schon eingepreist ist (da die dort meist genutzten Modelle nur geringfügig bis gar nicht die Markt-Richtung prognostizieren wollen), ist er mit nicht-linearen Instrumenten (Plain-Vanilla- und ggf. auch exotischen Optionen geeigneter Laufzeit) gegenüber linearen (Futures, CFD, Knock-Outs, fremd-finanzierte Anlagen im Underlying etc.) als Trendfolger erst recht besser dran gegenüber den vergleichbaren Trades mit linearen Instrumenten.

Selbst wenn beim Eingehen einer Position in einer trendlosen Zeit nicht mal die Richtung des späteren Ausbruches aus der Range richtig vorausgesehen wurde, kann bei ausreichender Dynamik mit einem Straddle oder Strangle (Long Put + Long Call gleicher bzw. auseinander liegender Basis-Preise) immer noch Geld verdient werden, da in einer dynamischen Bewegung der Wert der Seite auf der man richtig liegt, schneller an Wert zunimmt als die falsch liegende Seite verliert. Nur wenn gar keine Bewegung eintritt, kommen beide Seiten zugleich in den Verlust, was aber der akzeptable Preis für das ansonsten entspanntere Traden mit Optionen ist.

Bei deutlich über Intraday hinausgehenden Halte-Zeiträumen kann mit dem Einstieg in einer trendlosen Phase auch gleich noch eine günstigere Optionsprämie für eine Option-Long-Position verbunden sein.

Eine mögliche (teilweise direktionale) Strategie ist es, beide Seiten einzeln ganz normal nach den üblichen Techniken für seine Setups im Underlying zu handeln (wenigstens bzgl. des Exits), wobei man zuerst aus der richtig liegenden Seite aussteigt und später nach einer Korrektur auch die schlecht gelaufene Seite verkauft. Ebenso ist eine Staffelung zu verschiedenen Basispreisen empfehlenswert, da es bei den günstigen Kommissions-Strukturen nicht-deutscher Broker keinen Grund gibt, unerwünscht große Positionen mit einem Schlag in nur einer Options-Serie (Underlying, Typ, Laufzeit, Basiswert gleich) einzugehen, wenn man börsengehandelte Optionen nutzt.

Bei einem kurzzeitigen satten Rücksetzer können die Options-Prämien sogar wegen der gestiegenen Volatilität durch die negative Kurs-Entwicklung alleine gerade bei Options-Kombinationen deutlich weniger (bis gar nicht) reduziert werden als das bei einem linearen Instrument der Fall ist. Darum kann man Options-Kombinationen in vielen Fällen behalten oder durch Modifikation mit Hinzunahme weiterer Laufzeiten und Basispreise anpassen, wo bei einem linearen Instrument bei fast allen Trading-Stilen schon lange ein Stop Loss greifen mußte.

Genau aus diesem Vorteil, nicht wie bei linearen Instrumenten am Stop immer sofort mit der einzigen Möglichkeit die Position ganz oder teilweise aufgeben zu müssen, bezieht der Options-Trader einen nicht zu unterschätzenden mentalen Vorteil in der Stabilität seiner Strategien.

Es sollte bei aller Notwendigkeit von Stops nämlich nicht vergessen werden, daß die übersimplifizierte Idee, den Erwartungswert zu verbessern, indem man die Verlustteile der Verteilungs-Kurve der Kurs-Bewegungen abschneidet, so alleine nicht funktioniert, da der abgeschnittene Teil noch höherer möglicher Verluste mit einem jeweils am Stop wirklich bereits unwiederbringbar realisierten Verlust erkauft wurde, während die noch offenen Positionen auf der Gewinnerseite nur die Chancen auf noch höhere Gewinne darstellen, die noch keineswegs sicher sind.

Wer mit Optionen sehr professionell arbeitet, kann die Prämien-Kosten noch verringern, indem er mit weiteren selber geschriebenen Optionen (Call Short, Put Short) Prämien vereinnahmt und das Ganze so zu komplexen Kombinationen erweitert, was dann aber schon die Oberstufe ist und leider auch sehr abstrakt wird und man sich voll auf seine Berechnungen verlassen muß, da sich das leider nicht mehr selbst erklärt oder leicht anschaulich ist, obwohl diverse Options-Softwares einige Entscheidungs-Hilfen optisch brauchbar darstellen können.

Emittenten-Produkte schneiden zwar hinsichtlich Stückelung für kleines Kapital besser ab, aber hinsichtlich Transparenz und Mindest-Kommissionen kann man sie eher vergessen, es sei denn man findet einen Dienstleister, der kommissionsfreie Ausführungen bietet, die auch wirklich stabil funktionieren (z. B. nicht wie bei Flatex, wo die Abwicklung mit den Transaktions-Kosten sparenden Premium-Partenern entgegen der Werbung nicht gerade immer problemlos klappt). Dabei sollte aber bedacht werden, daß sich solche Angebote aus Kickbacks aus der intransparenten Preisgestaltung des Produktes selber finanzieren.

Eine Straddle-/Strangle-Strategie vereint die Eigenarten von Sammeln und Jagen, bei von Zeit zu Zeit mal auftretenden sehr fixen und langen Bewegungen, die der Markt noch nicht eingepreist hat, kommt die Gewinnerseite richtig fett in den Gewinn, in den anderen Fällen versucht man die Differenz zwischen Gewinn der einen Seite und geringerem Verlust der anderen Seite zu sammeln. Wenn die Laufzeiten nicht ultrakurz (kürzer als einige Wochen) sind, kann man das Ganze insgesamt hinsichtlich des Aufmerksamkeits-Bedarfes sehr entspannt und hinsichtlich des Zeitwert-Verlustes tragbar durchziehen.

Wenn man vorher! richtig gerechnet hat, bezüglich seiner Ziele und Umschichtungs-Punkte, vermeidet man bei deren Einhaltung auch viele Trading-Fehler, die bei linearen Instrumenten aus der stets gleich teuren Ungewißheit des nächsten Pips/Ticks/Punktes kommen.

Ich denke schon, daß die exorbitanten Hebel und die recht ordentlich anzuschauenden Oberflächen der CFD-/FX-Plattformen die einstmals sehr beliebten Options-Produkte eher aus Marketing-Gründen, Bequemlichkeit der Nutzer und deren blanker Gier und Over-Confidence für das Retail-Publikum über Gebühr auf die Plätze verwiesen zu haben scheinen, als sachlich wirklich gerechtfertigt wäre, wobei es da auch in den verschiedenen Boards große Unterschiede gibt und es auch heute durchaus noch welche gibt, wo Strategien mit Emittenten-Produkten und über Intraday-Handel Hinausgehendes deutlich mehr Raum einnehmen.
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Mr. Moon (12.02.2010), Roti (12.02.2010)

xyxyber

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101

Thursday, June 14th 2007, 7:44pm

Zeitwert einer Option

Der Zeitwert einer Option ist näherungsweise proportional zur Quadratwurzel der Restlaufzeit.
Eine Option hat folgendes Zeitwert-Verhalten:
Restlaufzeit / %   100   50     44,4   25   11,1    6,25    1   0,25   0,1
Zeitwert     / %   100   70,7   66,6   50   33,3   25      10   5      3,2
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xyxyber

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100

Thursday, June 7th 2007, 5:49pm

Synthetische Positionen

Aus gegebenem Anlaß (dubiose Sicherung mit Optionen nach Vetter von brabus vom 07.06.2007 01:26) erinnere ich nochmal an die Umwandlungen realer Positionen aus Future und Option long in die gegenteilige synthetische Option-Long-Position.

Sicher gehen bestimmte Absicherungen mit Optionen, aber 1) nicht gegen alle denkbaren Risiken, sondern das Risiko kann nur verschoben werden und 2) nicht so simpel, wie sich das völlig Unkundige vorstellen. Etwas Sachkunde sollte vorher schon erworben werden, wobei ein umfassendes Buch über Optionen einem Forum wegen der Komplexität der Materie vorgezogen werden sollte.

Eine Sicherung durch Optionen für Katastrophenfälle ist bestimmt sinnvoll und wurde weiter unten in diesem Thread schon beschrieben, eine Sicherung gegen Bewegungen nahe am aktuellen Kurs ist dem Ziel des Futures-Trading, bereits kleine Bewegungen gehebelt mitzunehmen, diametral entgegengesetzt und unsinnig.
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xyxyber

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99

Sunday, June 3rd 2007, 3:20pm

RE: Einbindbare Options-Module

In Ergänzung zum Posting vom 26.11.2006 20:20 kann ich noch folgende Module zur Einbindung in andere Umgebungen erwähnen:

Wer mal fix einen theoretischen Preis für exotische Optionen bestimmen will, kann in der Excel-Sammlung bei global-derivatives.com fündig werden.

Wer sehr stark in der Programmierung ist - oder eher noch professionelle Programmierer bei der Hand hat, kann sich auch an Quantlib versuchen, was aber eher kaum zu empfehlen ist.

Diese Bibliothek wird über das Paket RQuantLib auch für die Statistik-Umgebung R auf deutlich einfachere Weise verfügbar gemacht. Ein einfacher zu handhabendes Paket für R ist Rmetrics / fOptions. Für R spricht - nach einem leider nicht-trivialem Einarbeitungsaufwand - die extrem leistungsfähige Statistik, die fast alle gängigen Methoden bereits fertig implementiert hat, die leistungsfähige Grafik, die Echtzeit-Kopplungs-Möglichkeit, die sehr bündigen Programme auf hoher Abstraktionsebene und die freie Verfügbarkeit als Open Source. Zum Aufspüren diverser diffiziler Zusammenhänge ist eine allgemeine Statistik-Software besser geeignet als eine spezielle Backtest-Software, die schon die fertige Implementierung der Folgerungen voraussetzt und daher erst in einem zweiten Schritt zur Anwendung kommen kann.

Wer es noch komfortabler mag - allerdings für den seltenen Gebrauch zu exzessiv hohen Preisen (was nicht alle abschrecken muß, denn es gibt auch Trader, die nicht nur einmalig über 10.000 EUR am Tag verdienen), kann auch Mathematica und seinen aktuell wohl zusammengefaßten Finanz-Modul nehmen (Produkt war vorher in andere Komponenten gegliedert).

Deutlich mehr inhaltliche Möglichkeiten werden aber für den Finanzbereich darin nicht geboten als in R. Wer beruflich, z. B. im wissenschaftlich-technischen Umfeld, ohnehin an eine solche Umgebung gebunden ist, fährt meist gut damit, sie auch für sein Trading zu nutzen, so daß selbstverständlich auch alle anderen Systeme (MathCAD, SciLab, SPSS, KeyPlot ...) genutzt werden können, wo ich aber die Verfügbarkeit spezieller Finanz-Module nicht kenne.

Als gängige Referenz für die Prüfung eigener Formeln und als preiswerte brauchbare Werkzeuge werden oft die Options-Tools von Peter Hoadley herangezogen.

xyxyber

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98

Monday, May 28th 2007, 10:48pm

RE: Broker-Suche

Ich suche einen Broker, der europäische, amerikanische und möglichst auch asiatische Index-, Aktien und Anleihe-Optionen und einige gängige Rohstoff-Optionen unterstützt.

Es sollte alles aus einer Hand (Aktien, Optionen, Futures, Währungen, am besten auch CFD) angeboten werden, technisch stabil mit ausreichender zügiger Anbieterhaftung abgewickelt werden, geringe Kommissionen und geringe Margin-Aufschläge verlangt werden und einer bewährten Jurisdiktion eines anerkannten größeren Rechtsstaates unterliegen. Unabdingbar ist die richtige Verrechnung der Margins einer Klasse zwischen gegenläufigen Positionen. Optimal wäre der Handel auf einem einzigen Konto für alle Instrumente, wie bei IB.

Bei IB fehlen mir z. B.: kaum Unterstützung für Rohstoff-Optionen, seriöse Anbieterhaftung für eigene Fehler, keine CFD, zu hohe Margin-Aufschläge. Bei einigen Options-Spezialisten fehlt mir der Universal-Account für alle Instrumente. Bei einigen prinzipiell geeigneten Anbietern sind die Kommissionen größenordnungsmäßig deutlich höher als bei den preiswertesten.

goso

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97

Monday, May 28th 2007, 10:07pm

RE: Broker-Suche

@ xyxyber: Von welchen Optionsmärkten reden wir?

xyxyber

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Monday, May 28th 2007, 9:57pm

Broker-Suche

@ Xenia

Aus Deinen Postings glaube ich erkennen zu können, daß die Beschäftigung mit den Eigenarten von allerlei Anbietern einer Deiner Interessenschwerpunkte ist. Wer sollte also zur Beantwortung der Frage nach einem halbwegs vernünftigen Broker besser geeignet sein als Du? Natürlich will niemand total schräge Gerüchte, andererseits kann man nicht selber alles durchprobieren. Du wirst schon genug Verantwortungsbewußtsein haben (wie bisher auch), eine Antwort sinnvoll darzustellen und ich würde sie auch gerne lesen, ohne danach daran laut rumzumäkeln.

Xenia

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Sunday, May 27th 2007, 11:08am

Quoted

Original von Cerberus24

Eine Antwort ist mir allerdings bis heute nicht bekannt.

Wenn ich Vorschläge aus Quelle "Hören/Sagen" weitergebe, dann gibt´s ja auch wieder Beschwerden.

Muss jeder selbst beurteilen, welcher Broker am Besten passt zu "XYZ Trading" und für "XYZ Markt".

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Saturday, May 26th 2007, 4:45pm

RE: OGBL Trade Cancelled

Quoted

Original von xyxyber
@ Xenia

...
Hast Du einen guten alternativen Broker-Vorschlag?


Das ist allerdings eine Frage, die ich Xenia schon mehrfach (in anderen Foren und unter anderen Nicks) gestellt hatte.

Eine Antwort ist mir allerdings bis heute nicht bekannt.

MFG

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Saturday, May 26th 2007, 4:02pm

Hm ...

Die IB Software hat eben manchmal einen schlechten Tag. In diesem Fall
liess sich das Problem ja wenigstens umgehen durch Ausweich-Strategie.

xyxyber

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Saturday, May 26th 2007, 3:23pm

"Nonmarketable Order"

So dachte ich mir das schon, aber warum sollte man die nicht als Limit Order einstellen können? Auch machen irgendwelche Regeln zum Ausschluß aktuell extrem marktferner Preise bei Optionen wenig Sinn, da sich sich ja auch extrem bewegen können.

Xenia

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Saturday, May 26th 2007, 10:13am

Xyber

Eine "Non-Marketable Buy Limit Order" bietet weniger als den ASK PRICE des Market Makers. IB CS habe ich mir erspart zwecks Schonung meiner Nerven. Ist ja meist nur ein monatelanger Kampf gegen so eine Art "IB CS Betonwand" mit maximaler Zeitverschwendung und ohne einen Cent zu sehen von IB. Ich will niemanden abhalten von IB, aber technische Aussetzer gibt es natürlich und dann eben gleich in Kombination mit dem oftmals (d.h.: nicht immer) grauenvollen IB CS.

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Xenia

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Saturday, May 26th 2007, 10:03am

Re: OGBL Trade Cancelled

Anm.:

- Genau genommen war die Order am 23.03.07 um 18:13 MEZ für die Produktion eines "übersichtlichen" Audit Trails und das eigentliche Problem war etliche Minuten früher.

- Mit einer BUY MARKET Order habe ich es nicht versucht. Da gibt es vermutlich eine Ausführung, weil der IB Server keine bereits ausgeführte Order löschen kann, denke ich mal.

- Zu dem Zeitpunkt waren alle OGBL Quotes (ca. 20 verschiedene Optionen auf meiner TWS Seite) weg und FGBL Quotes waren noch ganz normal vorhanden.

This post has been edited 2 times, last edit by "Xenia" (May 26th 2007, 10:05am)


xyxyber

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Saturday, May 26th 2007, 10:01am

RE: OGBL Trade Cancelled

@ Xenia

Was ist "non-marketable" bei einer Limit-Order?
Welche Beschränkungen für das Einstellen in Relation zum aktuellen Mark-Preis gibt's da?
Wie waren denn deren Ausreden im Ticket-System?
Hast Du einen guten alternativen Broker-Vorschlag?

This post has been edited 2 times, last edit by "xyxyber" (May 26th 2007, 10:02am)


Xenia

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88

Saturday, May 26th 2007, 9:32am

Re: OGBL Trade Cancelled

Audit Trail vom März 2007, da wollte ich 18:13 MEZ zwei "Short OGBL Puts" zurückkaufen wegen Margin Defizit und drohender Liquidation um 18:45 MEZ. IB Server schickt den BUY LIMIT Auftrag (vermutlich "non-marketable", Quotes hatte ich keine in TWS zu der Zeit) zur EUREX (DTB) und löscht ihn sofort wieder. Der Überraschungseffekt ist schon ganz enorm. Am 24.05.07 das Gleiche um ~ 17:XX MEZ, aber da kannte ich diese Spässchen ja schon und war nicht mehr soooo überrascht.

Zeitangaben bei Audit Trail sind GMT; der Text kam als TWS Pop Up Fenster.
Xenia has attached the following images:
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87

Saturday, May 26th 2007, 7:40am

RE: Cerberus

Quoted

Original von Xenia
Normalerweise: OGBL bis 19 Uhr und FGBL bis 22 Uhr. Wenn um 17:XX oder 18:XX Uhr bei IB das OGBL aus unbekannten Gründen blockiert ist, kannst als Notlösung noch FGBL Long/Short in´s OGBL Portfolio einbauen. Kommt natürlich extrem selten vor, aber davon kann ich mir nix kaufen, wenn es mein Konto trifft.

Geld ist keines verschwunden: Gestern (-1) FGBL 113.52 und heute (+1) FGBL 113.36


Xenia, ich bitte förmlich um Entschuldigung, tut mir Leid.

MFG

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Saturday, May 26th 2007, 7:38am

RE: Warnung ...

Quoted




Sorry, ich war blöd, da ich "Verfallstagszentriert" in.

MIt Bedauern

Cerberus24