Original von xyxyber
Optionen und Optionsscheine sind aber bei vernünftiger Anwendung Instrumente, die ein erfolgreiches Trading mit größerer mentaler Ausgeglichenheit ermöglichen.
Ganz meine Meinung. Dazu ein verkürztes Beispiel:
Hierbei wird ein Kaufwert von 3900 € berechnet auf den Eurostoxx50 und zwei vergleichende Käufe aufgestellt, einer mit OS einer mit CFDs. Spekulation ist ein steigender Kurs, wir befinden uns bei 3900 und wollen auf 4000.
Kaufe 3250 Eurostoxx Call/Strike 4200 zu 1.2 € aus dem Geld.
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, Call steigt um 0.4 € auf 1.6 €.
---> 1300 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, Call fällt auf 0.6 € oder gar tiefer.
---> Verlust ~ 1950 €
Kosten für diese Tansaktion: 4 Euro Broker und 1 Cent Spread = 36.5 €
OS bei onvista.de:
http://optionsscheine.onvista.de/snapsho…6&CHART=1#chart
Gegenüberstellt der CFD Trade mit dem gleichen Kapitalgewicht:
Kaufe 1 Eurostoxx CFD zu 3900 €
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, CFD steigt um 100 € auf 4000 €
---> 100 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, CFD fällt auf 3700 €
---> 200 € Verlust
Kosten für diese Tansaktion: 3 € Spread pro Kontrakt = 3 €
Dies zum sonst so hoch gehaltenen Hebel der CDFs. Wenn ich jetzt die gleichen Gewinnaussichten haben will, dann muss ich 13 CFDs kaufen und dann sieht die Rechnung so aus:
Gegenüberstellt:
Kaufe 13 Eurostoxx CFD zu 3900 € (Kapitalgewicht 50700 €)
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, CFD steigt um 100 € auf 4000 €
---> 1300 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, CFD fällt auf 3700 €
---> 2600 € Verlust
Kosten für diese Tansaktion: 3 € Spread pro Kontrakt = 39 €
Mag sein, dass die Transaktionskosten bei CFDs um einiges günstiger sind. Aber bei wirklich relevanten Größen verschiebt sich der Vorteil zu einem Nachteil aufgrund der größeren Spreads. Und die Verlustrisiken sind mir zu gewagt, als dass ich wirklich große Glocken verschieben würde.
Die absolute Verlustbergrenzung bei einem OS ist das eingesetzte Kapital, in dem Falle 3900 €. Wenn ich mehr als einen CDF kaufe, habe ich immer auch das Risiko von unkalkulierbaren Verlusten. Da hilft auch kein Stopkurs. Denn wenn die Märkte fallen, dann fallen sie durch alle Stopkurse durch. Dagegen kann mein OS nicht mehr verlieren, als ich bezahlt habe, also in diesem Falle genau 3900 €. Wenn ich mit 13 CFDs 50700 € verschieben kann, dann kann ich (natürlich nur hypothetisch) auch diese Summe verlieren. Aber 50% sollte man schon kalkulieren nach den Erfahrungen von 1929

und in 25300 €, passt noch sauber ein mittelklasse Benz rein.
Natürlich sind 50 % Verlust in Relation zur Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, viel weniger als 50%. Doch das Beispiel soll nur verdeutlichen, dass hier Haus und Hof auf dem Spiel stehen können, wenn man mit CFDs die gleichen Gewinnchancen haben möchte, wie mit OSs. Dagegen kann ich bei einer OS-Spekulation eben nur mein eingesetztes Kapital verlieren und auch dort sind mehr als 50% eher selten der Fall.