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eddie 2

Unregistered

5

Saturday, October 14th 2006, 4:29pm

Sehr interessanter und vom Inhalt her absolut richtiger Link!

Auch wenn es darin um Zertifikate und nicht um Optionen und Optionsscheine geht.

Und bei CFD's sieht die Sache nicht viel besser aus:
Man hat zwar keine direkten Transaktionskosten, aber die holt sich das Unternehmen durch seine "Tricks" an anderer Stelle.

Die fairste Sache ist der Future.
Und wem der FDAX zu teuer ist, der kann auf BUND oder ESTX50 umsteigen.

Roti

Professional

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4

Saturday, October 14th 2006, 2:30pm

Options- und Optionsschein-Trading - geht das?

Hallo ichitaka,

eigentlich will ich zum Thema Optionsscheine nichts mehr Beitragen da ich diese bedingt durch die einseitige Preisstellung des Emittenten eher suboptimal finde. Auch die Gebühren die fällig werden für einen Halfturn finde ich recht teuer, vgl. http://www.elliott-waves.com/free/future-vs-zerti.html

4,- Euro Broker

Die Kosten sind hier zu niedrig angesetzt, ein Standard Discount-Broker od. Direktbank ist mit ca. 9,90-10,- EUR im Direkthandel und mit ca. 13,- EUR im Parketthandel (Euwax, FFM) anzusetzen pro Halfturn.

Die 4,- EUR funktionieren ja nur bei IB, jedoch bietet meie´es Wissens IB nicht alle, bei weitem nicht alle "verbrieften Derivate" überhaupt an, so kann es passieren das Du einen Schein aussuchst der über IB nicht gehandelt werden kann X(

Ich habe mal gehört das eher Scheine bevorzugt werden sollen die "Tief im Geld" sind, also eher "träge Säcke" bzw. KO-Scheine wo bie Barrier/Strike weit weg ist um überhaupt längerfristig dort erfolgreich zu traden :P

Aber wie gesagt, das Thema Optionsscheine/Optionen interessiert mich schon seit ca. 2000/2001 nicht mehr. Optionen finde ich nur als Stillhalter interessant (coverd/uncoverd), mehr nicht.

Beste Grüße

Roti :)

p.s. bin kein EW´ler bezüglich des Links, dient nur der Veranschaulichung!
Beste Grüße

Roti :)

This post has been edited 2 times, last edit by "Roti" (Oct 14th 2006, 2:33pm)


ichitaka

Trainee

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3

Saturday, October 14th 2006, 11:56am

RE: Options- und Optionsschein-Trading

Quoted

Original von xyxyber
Optionen und Optionsscheine sind aber bei vernünftiger Anwendung Instrumente, die ein erfolgreiches Trading mit größerer mentaler Ausgeglichenheit ermöglichen.


Ganz meine Meinung. Dazu ein verkürztes Beispiel:
Hierbei wird ein Kaufwert von 3900 € berechnet auf den Eurostoxx50 und zwei vergleichende Käufe aufgestellt, einer mit OS einer mit CFDs. Spekulation ist ein steigender Kurs, wir befinden uns bei 3900 und wollen auf 4000.

Kaufe 3250 Eurostoxx Call/Strike 4200 zu 1.2 € aus dem Geld.
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, Call steigt um 0.4 € auf 1.6 €.
---> 1300 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, Call fällt auf 0.6 € oder gar tiefer.
---> Verlust ~ 1950 €
Kosten für diese Tansaktion: 4 Euro Broker und 1 Cent Spread = 36.5 €

OS bei onvista.de: http://optionsscheine.onvista.de/snapsho…6&CHART=1#chart

Gegenüberstellt der CFD Trade mit dem gleichen Kapitalgewicht:
Kaufe 1 Eurostoxx CFD zu 3900 €
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, CFD steigt um 100 € auf 4000 €
---> 100 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, CFD fällt auf 3700 €
---> 200 € Verlust
Kosten für diese Tansaktion: 3 € Spread pro Kontrakt = 3 €

Dies zum sonst so hoch gehaltenen Hebel der CDFs. Wenn ich jetzt die gleichen Gewinnaussichten haben will, dann muss ich 13 CFDs kaufen und dann sieht die Rechnung so aus:

Gegenüberstellt:
Kaufe 13 Eurostoxx CFD zu 3900 € (Kapitalgewicht 50700 €)
Eurostoxx steigt um ~ 100 Punkte, CFD steigt um 100 € auf 4000 €
---> 1300 € Gewinn
Eurostoxx fällt um ~ 200 Punkte, CFD fällt auf 3700 €
---> 2600 € Verlust
Kosten für diese Tansaktion: 3 € Spread pro Kontrakt = 39 €

Mag sein, dass die Transaktionskosten bei CFDs um einiges günstiger sind. Aber bei wirklich relevanten Größen verschiebt sich der Vorteil zu einem Nachteil aufgrund der größeren Spreads. Und die Verlustrisiken sind mir zu gewagt, als dass ich wirklich große Glocken verschieben würde.

Die absolute Verlustbergrenzung bei einem OS ist das eingesetzte Kapital, in dem Falle 3900 €. Wenn ich mehr als einen CDF kaufe, habe ich immer auch das Risiko von unkalkulierbaren Verlusten. Da hilft auch kein Stopkurs. Denn wenn die Märkte fallen, dann fallen sie durch alle Stopkurse durch. Dagegen kann mein OS nicht mehr verlieren, als ich bezahlt habe, also in diesem Falle genau 3900 €. Wenn ich mit 13 CFDs 50700 € verschieben kann, dann kann ich (natürlich nur hypothetisch) auch diese Summe verlieren. Aber 50% sollte man schon kalkulieren nach den Erfahrungen von 1929 ;) und in 25300 €, passt noch sauber ein mittelklasse Benz rein.

Natürlich sind 50 % Verlust in Relation zur Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, viel weniger als 50%. Doch das Beispiel soll nur verdeutlichen, dass hier Haus und Hof auf dem Spiel stehen können, wenn man mit CFDs die gleichen Gewinnchancen haben möchte, wie mit OSs. Dagegen kann ich bei einer OS-Spekulation eben nur mein eingesetztes Kapital verlieren und auch dort sind mehr als 50% eher selten der Fall.

xyxyber

Unregistered

2

Friday, October 13th 2006, 8:28pm

Short und delta-neutral

Im Off-Topic-TV-Thread kamen wir mit dem Posting vom 13.10.2006 18:49 zur Frage einer Shortposition mit einem in der Nähe eines aktuellen Kursniveaus annähernd delta-neutralen Optionsportfolios, wozu Xenia anmerkte:

Quoted

Original von Xenia

Short und Delta-Neutral sind laut Lehrbuch aber 2 verschiedene Dinge.


... die sich aber kombinieren lassen.

Short (im allgemeinen Sinn) ist eine Postion, die bei fallenden Kursen des zugrundeliegenden Underlyings gewinnt. Delta-neutral ist ein Portfolio, daß sich in der Nähe des aktuellen Kurses bei Kursänderungen in einer bestimmten Spanne nur wenig in seinem Wert verändert. Da es sich mathematisch gesehen beim Delta um die erste Ableitung des Portfoliopreises nach dem Preis des Underlyings handelt, ist die Aussage nur in einer begrenzten Umgebung des aktuellen Kurses relevant.

Das Risiko der Märkte kann aber nie ausgeschlossen werden, sondern nur in seiner konkreten Ausprägungsform weitgehend gestaltet werden. So wurde das Risiko der Beispielposition in den Bereich größerer Kursänderungen verlagert, daß sich bei größeren Kurszunahmen des Underlyings ein sehr großer Kursverlust und bei größeren Kursverlusten des Underlyings sehr starke Kurssteigerungen ergeben, die noch deutlich größer sein können als die maximal möglichen Verluste.

xyxyber

Unregistered

1

Friday, October 13th 2006, 7:56pm

Options- und Optionsschein-Trading

In candletalk.de werden Optionen und Optionsscheine in vielen Threads eher am Rande thematisiert, obwohl sie sehr interessante Instrumente für einfache und komplexe Strategien darstellen, die nicht mit Futures oder CFD abgebildet werden können. Für Fragestellungen, die mit dem Einsatz von Optionen und Optionsscheinen zusammenhängen und für Strategien mit diesen Instrumenten kann dieser Thread dienen.

Gerade Optionsscheine werden wegen der Asymmetrie der Möglichkeiten des Käufers und des Emittenten und einer geringen Transparenz für den Käufer eher negativ gesehen ("Emiopfer"). Auch ist der sachgerechte Einsatz von Optionen/Optionsscheinen wegen der nichtlinear verlaufenden Abhängigkeiten zwischen den quantifizierenden Größen in der Regel mit aufwendigeren Modellen verbunden als der Einsatz linear wirkender Instrumente.

Für die geringen Gewinnmöglichkeiten wird häufig unzutreffenderweise die große Anzahl wertlos verfallender Optionen/Optionsscheine angeführt. Optionen und Optionsscheine sind aber bei vernünftiger Anwendung Instrumente, die ein erfolgreiches Trading mit größerer mentaler Ausgeglichenheit ermöglichen. Natürlich heißt das auch bei Optionen/Optionsscheinen keinesfalls, daß man Verluste ohne Gegenmaßnahmen mit der Hoffnung auf deren Aussitzen zu beliebiger Höhe auflaufen lassen kann.

Die Vielfalt der zusätzlichen Möglichkeiten ist aber so groß, daß man nicht wegen der Einfachheit von Futures und CFD auf Optionen und Optionsscheinen im Trading verzichten sollte.