Solange kaum jemand (mit Ausnahme von trash, Krümel und wenigen weiteren Usern, deren qualifizierte Beiträge weit mehr Wissen vermuten lassen, als sie abgeben) überhaupt je auf Auswertungen, zugrunde liegende Modelle oder Tools eingeht, sehe ich nicht, daß es sich geradezu aufdrängt, einfach nur fertige Resultate bereitzustellen, die in ihrer Erarbeitung nicht nur wenige Minuten kosten, sondern wo alleine die Einarbeitung in die Tools, Methoden und Modelle eher eine Frage von Monaten bis Jahren ist.
Wenn genügend Teilnehmer echtes Interesse an der Erarbeitung und nicht nur an den fertigen Resultaten in Erwartung eines aalglatten Leeches hätten, könnte jede beliebige Strategie methodisch ausgewertet werden. Ich hatte mit dem Thread
Elemente von Georg's FDAX-Trading-Strategie in Python angeregt durch systemtrader gehofft, sowas anzustoßen. goso hatte mit seinem Thread
Trade Statistik Sheet auch mal was anstoßen wollen. Und letztlich hat Hintman mit
Cerberus auch eine Einbeziehung der Community versucht.
Solange die Mehrzahl der User auf Leechen aus ist, funktionieren solche Projekte nicht. Diese negativen Erfahrungen werden auch in mehreren anderen deutschen Foren, die ich kenne, aber wo ich nicht soviel schreibe wie hier, bestätigt.
Wenn Python nicht gefällt, obwohl es eine sehr einfach zu lernende Sprache ist, können viele andere Tools genutzt werden, wie ATS- und Backtest-Software (z. B. MetaTrader oder AmiBroker), R, Matlab & Clones, notfalls sogar Excel-Tabellen, aber ohne Tools kommen nun mal keine Untersuchungen zustande und ohne Modelle haben sie keinen Sinn. Solange das Adrenalin-geile Spielen mit den Tasten wie auf einem Klavier interessanter ist als seriöse Erarbeitungen, wie sie jedermann aus seinem Berufs-Leben kennt, egal ob im kaufmännischem, juristischem, technischen, wissenschaftlichen oder künstlerischem Bereich, wird es keine Resultate geben, egal wie stark insistiert wird.
Nur um mal die Relevanz verschiedener Tätigkeits-Felder und deren subjektiven Nutzen für Leute mit entsprechender Kompetenz richtig einzuordnen, merke ich mal an, daß die Preise für freie
Murex-Programmierer (einem momentan stark gehypten Programm-System für das Trading-Front-Office) in London bis zu 7.000 £/Woche !! betragen. Die sichern sich ihre Exclusivität und den Know-How-Vorsprung der Anwender, indem sogar die Help-Files verschlüsselt gespeichert werden und eine extra Rechner-gebundene Client-Software gebraucht wird, um nur die Hilfe anzuzeigen.