GM-Verlust steigt um 4600 Prozent
General Motors-Chef Richard Wagoner hat verheerende Ergebnisse vorgelegt. Der Verlust je Aktie stieg im vierten Quartal auf 8,45 Dollar nach 0,18 Dollar im Vorjahr. Das ist eine Steigerung um rund 4600 Prozent. Der Jahresverlust 2005 summiert sich auf 8,6 Milliarden Dollar.
8,6 Milliarden Dollar Verlust im Gesamtjahr
Im Gesamtjahr 2005 erlitt GM damit einen Verlust von 8,6 Milliarden Dollar. Im Jahr 2004 hatte GM noch 2,8 Milliarden Dollar verdient. Der Verlust kommt weiterhin vor allem aus dem Nordamerika-Geschäft, wo es 2005 ein Minus von 5,6 Milliarden Dollar gab. Der Umsatz sank 2005 um 0,4 Prozent auf 192,6 Milliarden Euro.
Im Europa-Geschäft vor allem mit der deutschen Marke Opel greift dagegen das Sanierungsprogramm mit dem Abbau von 9500 Stellen. Der operative Verlust vor Sondereffekten halbierte sich hier auf 375 Millionen Dollar (306 Millionen Euro). Opel soll nach Medienberichten fast schwarze Zahlen erreicht haben, das Unternehmen gibt keine Ergebnisse bekannt.
US-Präsident George W. Bush dämpfte Aussichten auf eine Rettungsaktion der amerikanischen Regierung für GM und den ebenfalls mit Milliardenverlusten kämpfenden Konkurrenten Ford. Er rate den Unternehmen, "ein Produkt zu entwickeln, das für den Markt relevant sei", statt mit ihren hohen Pensionsverpflichtungen Hilfe suchend nach Washington zu blicken, sagte Bush dem "Wall Street Journal".
reuters/dpa