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Sunday, December 26th 2010, 12:10pm

Wenn jemand völlig irrsinnigen und unwahren Dreck verbreitet, wird es auch nicht durch eine möglicherweise gut gemeinte Absicht legitimiert. Ob es da eine gute Absicht gab, außer seinen Geldgebern die richtige ideologisch einsetzbare plumpe Hetze zu liefern, sei mal dahin gestellt.

Ich habe vor der politischen Wende in der DDR das Stasi-Zuchthaus selber erlebt und das war ganz bestimmt nicht angenehm. Trotzdem waren die dort handelnden Personen nicht mal im Bruchteil so voller krimineller Energie und Menschen-Verachtung wie die heutigen Wirtschafts- und Polit-Kriminellen und ihre Handlanger. Vielleicht waren sie sogar mit einer sinnvollen Vision ausgestattet, die ich den Bestien, die in Guantanamo und Abu Ghraib foltern, genauso abspreche, wie der ganzen heute herrschenden Politiker-Kaste in der westlichen Welt.

Die methodische Lüge des Filmes (wie Tausender anderer Machwerke im ideologischen Auftrag der Herrschenden auch) besteht darin, daß historische Zusammenhänge auf die Ebene persönlicher Mismacherei herunter gezogen werden. Das ist ähnlich, wie wenn eine berechtigte und dringend notwendige Diskussion gesellschaftlicher Gerechtigkeit zu einer Neid-Diskussion diskreditiert wird. Solange das von den Begünstigten als Propaganda verbreitet wird, ist es auch völlig verständlich, daß sie ihre Interessen verfolgen. Schlimm wird es dann, wenn die Leute, die eigentlich in das System brutal einzahlen, die gegen sie gerichteten Phrasen mit vermeintlicher Überzeugung so rüberbingen, als wenn es ihre eigenen Ideale wären. Dabei ist nicht jedes Lautsprechen auch schon eine Überzeugung, denn eine echte Überzeugung ist nicht blinder Glaube sondern erfordert auch ein ausreichendes Maß an inhaltlichem Verständnis und Reflektion.

Aber die ganz klar den herrschenden Interessen untergeordnete Geschichts-Schreibung und Medien-Gestaltung verdrehen die gesellschaftlichen Zusammenhänge grundsätzlich in immer der gleichen Weise, daß sie die einzelnen handelnden Personen aus ihrem gesamt-gesellschaftlichen Zusammenhang weitgehend isolieren und gesellschaftliche Zusammenhänge auf der Ebene der Betrachtung von Einzel-Indidividuen erklären wollen.

Eine solche Herangehensweise ist aber nur von extrem begrenztem Nutzen. Das ist genauso wie in der Physik oder beim Trading, wo es für jedes einzlene Atom sicherlich Bewegungs-Gleichungen und für jeden einzelnen Trade individuelle Motive gibt, die aber eigentlich zu erklärenden Phänomene der Gesamtheit sind so nicht wirklich möglich und das Gesamt-System zeigt Verhaltensweisen, die völlig ohne die indidividuelle Betrachtung einzelner Mikro-Komponenten erklärt werden können und müssen. Die Einzel-Komponenten dienen allenfalls für einige Teil-Aspekte als Erklärungs-Muster in Gedanken-Experimenten.

Wenn nun schon unter Verkennung großer gesellschaftlcher Zusammenhänge ein Individuum in das Zentrum eines Film gestellt wird, dann sollte es wenigstens in Ansätzen die typischen Verhaltensweisen der beschriebenen gesellschaftlichen Gruppe zeigen. Und da ist eben ganz klar zu bemerken, daß persönlichkeits-gestörte Einzelgänger in der DDR im Allgemeinen und bei der Stasi im Besonderen gar nicht gerne gesehen waren. Völlig aus der Luft gegriffen ist die Nummer mit dem Sex-Kontakt, die vollkommen der Gedankenwelt des Sudel-Filmchen-Ausspinners entsprungen ist. In der realen DDR-Gesellschaft hätte der Stasi-Mitarbeiter bei so einem Verhalten eine Menge Ärger bekommen.

Aber selbst, wenn man die Gegebenheiten des Ministeriums für Staatsicherheit als später Geborener gar nicht kennt, so entspringen die Sex-Phantasien dem kleinbürgerlichen Mief der erstarrten West-Gesellschaft, die sich völlig unzutreffend für besonders freizügig hält. Im Gegensatz zum Westen, wo bis heute mittelalterliche Gestalten völlig irrelevanten und aus der Welt liegenden abgestandenem Mief trotz einer schon vor über 2.000 Jahren mal lockerer gewesenen Sexual-Moral daher quatschen und sich "sexueller Revolution" und Studenten-Protesten ("unter den Talaren der Muff von 1.000 Jahren") nur wenig geändert hat, war in der DDR Sex eine völlig normale Sache und brauchte nicht tausend Vorbehalte, weil 1) die Frauen auf eigenen Beinen standen und nicht nur als Anhängsel des Mannes betrachtet wurden, 2) es kaum Tabus gab und man schnell zur Sache kam und 3) für die kleinen Kinder bestens gesorgt war, wo in der BRD eher nur heuchlerisch versprochen wird. Da gibt es Geld für Banken-Zocker und deren Boni, aber nicht für Kinder- und Jugend-Betreuung.

Anmerkung: In der DDR wurde eine Geburt bei einer Frau ab 25 schon als Risiko-Schwagerschaft wegen ihres schon fortgeschrittenen Alters angesehen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war eine Selbstversändlichkeit.

Bevor sich die gezeichneten Gestalten des Kapitalismus, die zu größten Teilen ein ganzes Erwerbs-Leben lang schwer am Abzahlen ihres auf Pump gekauften kleinbürgerlichem Pseudo-Idylls tragen (der Kapitalismus hat keinen ökonomischen Grund, die Preis für ein Immobilie als einem der größten Wünsche vieler Menschen unter eine fast lebenslange Abzahlung herunter zu drücken), sollten sie sich wenigstens mal minimal mit den wirklichen Verhältnissen in der DDR beschäftigen.

Aber das könnte ja zuviel geistige Anstrengung kosten, insbesondere, weil man dazu erstmal mit den eigenen Vorurteilen aufräumen müßte. Aber der immer weiter Druck des Kapitalismus wird auch noch die letzten Zweifler irgendwann soweit bringen, dieses total abartige System nicht völlig ohne jede Überlegung zum besten aller Welten zu verklären.

Wie blöde dabei diese Gestalten teils sind, zeigte mir neulig eine Begegnung mit einem (mir bis dahin unbekannten) Ex-Kollegen einer großen Beratungs-Firma, der es doch allen Ernstes verwerflich von mir fand, daß ich mich in die Beratung sozusagen als systemfremder Fremd-Körper eingeschlichen hätte, weil ich das Business-Präsentations- und Sonntags-Reden-Geheuchel nicht als mein eigenes Gedankengut verinnerlicht hätte. Der merkte es ja gleich 2-fach nicht mehr, weil er, wenn er nicht klar zwischen den Realitäten und den schönen Reden für die Masse darüber trennen konnte und außerdem zwischen seiner Rolle in einer bestimmten beruflichen Position und seiner Privat-Sphäre nicht trennen konnte. ("Wer in alle Richtungen offen ist, ist nicht ganz dicht.")

Übrigens waren auch diese beiden Aspekte in der DDR nicht in so eklatant verlogenem Widerspruch wie heute, bloß die Leute sind mit unsinnigen Rand-Aktivitäten fernab vom tieferen Lebens-Sinn und dem Konsum irgendwelchen Drecks so sehr beschäftigt, daß sie sich mit gesellschaftlichen Problemen gar nicht mehr auseinandersetzen wollen und können. In dem Sinn war die Wende in der DDR nicht etwa ein Zeichen der Unterlegenheit der sozialistischen Ordnung sondern ein Zeichen wirklicher politischer Mündigkeit ihrer Bürger.

Die heutigen "ach so freien" Bürger sind so verdummt, daß sie gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen, wie in nur 20 Jahren fast alle ursprünglich noch vorhandenen demokratischen Freiheiten abgeschafft wurden, die BRD entgegen der Verfassung an Agressionskriegen teilnimmt, das Sozialsystem systematisch zerstört wird, obwohl die Leute ja mit ihren bereits geleisteten Beiträgen da nicht um Wohlfahrt betteln, sondern einen verbindlichen Leistungs-Anspruch erworben haben, das Geld-System bereits zerstört ist u. v. a. m. Spätestens, wenn die vom Groß-Kapital angezettelten Kriege und Bürgerkriege nicht mehr nur irgendwo im Fernsehen stattfinden, wird pures Gegeifer über die bösen ... (wer auch immer zum aktuell poliitsch gewünschten Buhmann gemacht wird) nicht mehr reichen, da muß man dann an die wahren Ursachen des Übels ran.

Wer das verstanden hat, wird sich auch nicht mehr wundern, warum das Groß-Kapital einen so immensen Aufwand treibt, die Erfolge des Sozialismus nicht nur einfach zu verunglimpfen, sondern am besten völlig vergessen zu machen. Bloß hat dieser Aufwand keinen Sinn, wenn die Geschwindigkeit des Vergessens langsamer ist als das Neuerlernen der gnadenlosen Härte der Auspowerung der Beschäftigten.

Mir ist das ganze ideologisch ziemlich egal. Ich war in der DDR nicht bis zur Selbst-Aufgabe angepaßt und habe dort trotzdem eine exzellente Bildung erworben, die im auch im von mir abgelehnten West-System für ein sehr gutes Einkommen und sogar für das Ausführen verschiedenartigster Geschäft nach den Regeln dieses Systems reichte. Ich weiß, daß ich das System nicht ändern kann und habe mich darin ausreichend etabliert. Gleichzeitig habe ich aber nicht vergessen, daß die Regeln eines jeden Systems Menschen-gemacht sind und darum auch von Menschen geändert werden können.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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remon

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Sunday, December 26th 2010, 10:56am



Eines der perversesten und miesesten Machwerke war der - prompt mit einem Oscar belohnte - Sudel-Film "Das Leben der Anderen" eines Jung-Autors, der die Zustände sich selber zusammen gesponnen hat, da er sie mit seiner Jugend gar nicht mehr selber kannte. Darin wird ein total krankes Bild der sozialistischen Persönlichkeiten gezeichnet, die in Wahrheit nicht nur mit dem Munde zuallererst der Gesellschaft dienen wollten. Die Stasi-Leute waren nämlich keine miesen Persönlichkeits-gestörten Perverslinge, sondern ganz normale Leute, die nach durchaus sehr anspruchsvollen Kriterien ausgesucht wurden.


Sudel Film? Ich nehme mal an du hast auf der anderen Seite gestanden? Hast du selbst irgendwelche Stasi-Erfahrungen oder warum glaubst du so für die Stasi eintreten zu müssen?

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Wednesday, December 22nd 2010, 5:22pm

China möchte diverse Brücken-Köpfe in Europa haben. Würde mich nicht wundern, wenn die noch VIEL mehr kaufen. Die $-Entsorgung paßt als angenehmer Nebeneffekt mit dazu.
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Harley

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Wednesday, December 22nd 2010, 2:35pm

Will China die $ loswerden und warum steigen die da ein ?

http://de.reuters.com/article/topNews/id…=topNews&rpc=69
Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
http://www.candletrading.de/blog/categor…gs/harley-fgbl/

cranberries18

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Wednesday, December 22nd 2010, 10:07am

Ungarn am richtigen Weg zum (eisernen) Vorhang:

Erst wurden die privaten Pensionsversicherungen praktisch verstaatlicht. Das eingezahlte und zukünftig eingezahlte Geld wird für die Stopfung des Staatshaushaltes verwendet => klassische Enteignung!

Jetzt dann der Maulkorb für die Medien und sogar Internet! Nordkorea und China sind da wohl das Vorbild.

http://www.orf.at/stories/2032374/2032369/

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Gordon Gekko (22.12.2010), Perfect Trader (22.12.2010), Shakesbeer (22.12.2010), Vikke (22.12.2010)

retep

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Monday, December 20th 2010, 9:46am

Das Ende von Billigchina.

In China ist ein fundamentaler Wechsel im Gang. Das Land verliert seinen Billigstatus. Habe im TV einen Bericht gesehen wie sich Einkäufer von Saisontextilien bitterlich über zu spät eingetroffene Winterware beschwert haben. Zum Teil Verzögerungen von bis zu 2 Monaten. Ware muss teilweise gar per Flugzeug eingeflogen werden um noch zur Hauptsaison in die Geschäfte zu kommen.

Konsequenz:
Viele Produzenten ziehen einen Rückzug aus China in betracht.
Ausweichdestination: Osteuropa
Folgen: Steigende Preise im Konsumerbereich

Gründe:
China fördert seit Jahren den Bau von Fabriken im Hinterland. Diese produzieren mehrheitlich immer mehr für den Binnenmarkt. Im Süden arbeiten immer weniger Wanderarbeiter. Es herrscht Personalnot. Auch weil sich die Demografie in China analog anderen Ländern ungünstig entwickelt hat. Es fehlen zunehmend die jungen Leute für die Industrieprduktion da - auch analog zu anderen Ländern - immer mehr Menschen einen höheren Schulabschluss haben.

Es scheint den Produzenten gehen allmählich die Billigländer aus.

China: Billig war gestern Quelle: SF (Vid)
Würde und Sein - sind allen gemein

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goso (20.12.2010), MB/8 (26.12.2010), Perfect Trader (20.12.2010)

Harley

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Monday, December 20th 2010, 9:44am

Anleiheninvestor Pimco warnt vor Euro-Zusammenbruch

http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE6BJ00F20101220
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http://www.candletrading.de/blog/categor…gs/harley-fgbl/

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MB/8 (26.12.2010), Perfect Trader (20.12.2010)

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Saturday, December 18th 2010, 6:39pm

Kern- und Rand-Problematiken von Gesellschafts-Ordnungen

Die Antwort auf die beiden vorigen Posts habe ich im BWL/VWL-Thread gegeben
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DickT

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Saturday, December 18th 2010, 3:11pm

sondern einer der die schon seit langem gesamt-gesellschaftliche Qualität der Produktion auch gesamt-gesellschaftlich verantwortlich organisiert.


Es ist durchaus richtig, dass ein auf wirtschaftlichen Erfolg eines Großprojektes hin optimiertes sozialistisches Wirtschaftssystem dem aktuellen kapitalistischen überlegen sein kann/ist (q.e.d.). Der Preis ist die Aufgabe eines erheblichen Teils individueller Freiheit und kann daher auf lange Sicht nur scheitern, weil es den dem Menschen von Natur gegebenen Selbstentfaltungstrieb negiert. Die Berufswahl wäre in jedem sozialistischen System ebenso eingeschränkt wie das schöpferische Potential bei der Produktentwicklung, das aus der Mischung aus Konkurrenzdruck und individuellem Ideenreichtum gespeist wird. Eine von einer wie auch immer legitimierten oberen Gesellschafts-Intelligenz gesteuerte Volkswirtschaft schaltet die Intelligenz des Schwarms aus und konzentriert die Vision der Gesellschaft auf wenige Ideen aus Köpfen, die andere Menschen nach ihren Vorstellungen formen, mögen deren Absichten noch so menschenfreundlich gedacht sein.
Es ist sicher auch richtig, dass das aktuelle Wirtschaftssystem aufgrund seiner von ihm ausgehenden Zwänge zu ähnlichen Resultaten führt, die dem Sozialismus zum Vorwurf gemacht werden und die im individuellen Einzelfall noch viel dramatischere Züge annehmen. Genauso richtig ist es, dass im aktuellen Wirtschaftsmodell nur ein kleiner Teil der Bevölkerung seine eigenen Ziele in Gänze realisieren kann und wohl mehr Menschen in der einen oder anderen Weise auf der Strecke bleiben. Da mag es rational richtig sein, dass einjeder auf einen Teil Freiheit verzichtet, damit es allen besser geht, "menschlich" ist dieses Verhalten aber nicht!
Die (wenn auch nur scheinbar vorhandene) Chance, dass sich jeder selbstverwirklichen kann, wiegt ungleich schwerer als die Perspektive auf eine homogene Verteilung von Reichtum. Es zählt das Vorhandensein der Chance, es nach "oben" zu schaffen, egal wie wahrscheinlich das Erreichen des Ziels ist. Besteht diese Chance nicht, wird jede noch so anspruchsvolle Tätigkeit auf Dauer zum Hamsterrad. Der Sozialismus schaltet diese Chance zu Gunsten einer homogenen (ich sage bewusst nicht "gerechten") Verteilung von vornherein aus.
Ich vergleiche das mal mit dem Lottospielen: Rational betrachtet, dürfte da niemand in die Versuchung kommen, mitzuspielen. Menschlich gesehen, ist die Chance wirtschaftlichen Zwängen zu entkommen, aber stärker. Daher wage ich die These, dass das Maß an gesellschaftlichem Glücksempfinden in der Tendenz eher abnimmt, wenn es ein generelles Glücksspielverbot gäbe.

Oder noch spitzer: den Menschen ist die Taube auf dem Dach lieber und wichtiger als der Spatz in der Hand.

... möchte ibelieve zustimmen, wenn auch eher in dieser Form: Sozialismus ist mit der [...] Menschheit nicht [...] umsetzbar.

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ibelieve (19.12.2010), MB/8 (26.12.2010), Perfect Trader (18.12.2010)

ibelieve

nichts Wissender, der aber gerne sein nicht Wissen mit anderen teilt

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Saturday, December 18th 2010, 7:35am

Seine ihm gehörende Arbeit gibt nämlich der "Arbeitnehmer", währenddessen ihm der "Arbeitgeber" das Mehrprodukt (alles was über den Kosten der erweiterten Reproduktion der Arbeitkraft liegt) wegnimmt.


Was ist Mehrproduktion und wie bestimme ich Sie?

Ich habe 3 Leute,

1 Arbeitnehmer der X pro Stunde verdient,
1 Unternehmer der 5 * X pro Stunde Verdient,
1 Rentner der ungerechnet 1/2 X pro Stunde verdient.

Alle drei nehmen sich eine Haushaltshife,

der erste weil er zu faul ist das noch zu machen,
der 2te weil im am Tag die Stunden für diese Arbeit fehlen,
der 3te weil er es einfach nicht mehr selber kann.

Wenn jetzt die Haushaltshilfe den Betrag X pro Stunde bekommt,
ist 1 ein guter Arbeitgeber weil er die Stunde Arbeit gleich verrechnet?
ist 2 ein schlechter Arbeitgeber weil er Ihr im verhältnis zu seinem Lohn nur 1/5 bezahlt?
ist 3 ein armes Schwein weil er auf die Haushalthife angewiesen ist und Ihr das doppelte von seinem Stundensatz bezahlen muss obwohl er liebend gerne drauf verzichten würde?

Was also wäre hier ein angemesserner Lohn und wie bestimme ich das Mehrprodukt was der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer weg nimmt?

Und auch in einem großen Unternehmen müsste ja dann eigentlich jeder gleich viel pro Stunde bekommen.
Damit das Unternehmen läuft ist das Kehrmännchen der für den ungestörten Arbeitsablauf sorgt genauso wichtig wie der Kopf der die Aufträge rein holt, oder nicht?
Nur ein zusammen arbeiten der unterschiedlichen Gruppen schafft es das ein Unternehmen überhaupt in der Lage ist ein Mehrprodukt zu erwirtschaften.

Quoted

Sozialismus ist durchaus eine nicht gleich per se vollkommen unrichtige Alternati

@PT
Hier will ich Dir noch nicht mal widersprechen,
halte es aber mit der heutigen Menschheit nicht für gerecht umsetzbar.
Die Wissenden reden nicht viel,die Redenden wissen nicht viel.

http://klaus-m.blogspot.com/

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DickT (18.12.2010), MB/8 (26.12.2010), Perfect Trader (18.12.2010)

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Friday, December 17th 2010, 10:33pm

Das mit dem "Risiko" ist ein schönes, weil nicht genau quantifizierbares, Entschuldigungs-Argument für die Ausbeutung. Selbst wenn bestimmte Anteile des Unternehmer-Lohns auch eine Vergütung für ein Risiko beinhalten können, erklärt das nicht automatisch die Berechtigung exzessiver Ausbeutung. Übrigens könnte bei einer besseren gesamt-gesellschatlichen Abstimmung das Risiko deutlich minimiert werden, bei gleichzeitig höherem betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Output.

Sozialismus ist durchaus eine nicht gleich per se vollkommen unrichtige Alternative, aber dann bitte keiner mit dem orientierungslosen Gequatsche vermeintlicher Linker, sondern einer der die schon seit langem gesamt-gesellschaftliche Qualität der Produktion auch gesamt-gesellschaftlich verantwortlich organisiert. Daß eine Herrschaft einiger weniger Mega-Eigentümer über ganze Volkswirtschaften nur auf Grund ihres Eigentums richtig oder gar die optimale Organisations-Form sein soll, kann ja wohl niemand ernsthaft glauben, der nicht nur völlig unreflektiert seine ihm eingebläute Sozialisierung wiederkäut.

Die Abqualifizíerung des Sozialismus ist gleich mehrfach falsch. Zum einen ist eine einzige konkrete Implementierung einer richtigen Idee, die in der praktischen Umsetzung noch mängelbehaftet war, überhaupt kein Zeichen dafür, daß die Idee im Prinzip nicht funktionieren kann. Wieso sollten 5.000 Jahre Klassen-Gesellschaft da überlegen sein, die in Kriegen, Bürger-Kriegen, Umstürzen und diversen anderen Katastrophen ja wohl auch nie so richtig funktioniert hat?

Zum zweiten stellt sich die Frage, wer denn schlechter abschneidet, der Ost-Block, der die eigenen Menschen so sehr geachtet hat, daß er das Feld doch schon ziemlich harmonisch räumte oder der US-Imperialismus, der einfach mal der ganzen Welt erklärt, daß es für seine wertlosen Papier-Schnipselchen nichts mehr gibt und den Goldschalter schließt, um einige Jahrzehnte später sogar ganze Regionen in (noch dazu eher verlorerene) Kriege zu stürzen, nur weil sie ihre Wirtschaft nicht für diese wertlosen Schnipselchen auslieferten.

Zum Dritten stellt sich die Frage, wie weit die heutigen Wirtschafts-Ordnungen mit erheblichem Staats-Einfluß und um die 50 % Staats-Quote überhaupt von vielen sozialistischen Elementen weit entfernt sind. Für die vielen kleinen Eigentümer spießerter Kleinst-Bürger-Lädchen wird die Fiktion einer kapitalistischen Wettbewerbs-Ordnung aufrecht erhalten und mit den vielen absichtlich eingebauten bürokratischen und anderen Hemmnissen wird ihnen das Gefühl gegeben, daß ihr noch so kleines und gesamt-wirtschaftlich eher unbedeutendes Eigentum Ausdruck einer großen persönlichen Leistung sein könnte. Für die wirklich bestimmenden großen Kapitale gelten aber völlig andere Regeln, wo fast alles in diversen dubiosen Gremien ausgekungelt wird und wirklich freier kapitalistischer Wettbewerb doch eher meilenweit entfernt ist.

Wer voreilig meint, da wieder eine tief rote Gesinnung heraus zu hören, lese bitte vorher in einem VWL-Buch über die unterschiedlichen Formen des Agierens von Oligopolen nach. (Ein geeigneter Wikipedia-Einstieg könnte da z. B., als beliebig heraus gegriffen, weil er mir gerade namentlich einfiel und ich mir mal nicht die Mühe gemacht habe, bis zu einer systematischen Ober-Kategorie weiter zu klicken, der Stackelberg-Typ sein, wo man einfach nur den Links folgen muß.) Das steht nun gerade nicht in roten Büchern, sondern in jedem Standard-VWL-Buch.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie verblendet und verlogen man sein muß, die doch eher moderat und meist sogar konstruktiv-kollegial geführten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen im Ostblock im Vergleich mit den permanenten Attacken der bürgerlichen Prügel- und Folter-Polizeien, der Militär-Kamarillas und anderer Dunkel-Männer einfach mal per se als besonders verwerflich darzustellen.

Da ich selber in der DDR Opfer war, kann ich durchaus sagen, daß die Stasi-Büttel nach meinem Dafürhalten durchaus an die Sache des Sozialismus und die zentrale Bedeutung der Interessen des Menschen im Mittelpunkt geglaubt haben, und bei ihren Ausführungs-Handlungen (Gewalt-Anwendungen hießen in den Gauck-Akten übrigens "einfache polizeiliche Maßnahmen") ganz bestimmt nicht sadistisch sondern eher in einem großen inneren Zwiespalt waren. Dem gegenüber denkt der bundesdeutsche Beamte nur an seine persönlichen Motive, wie Job-Sicherheit und Pension, da es ja gar keine gemeinsamen gesamt-gesellschaftlichen Visionen gibt.

Eines der perversesten und miesesten Machwerke war der - prompt mit einem Oscar belohnte - Sudel-Film "Das Leben der Anderen" eines Jung-Autors, der die Zustände sich selber zusammen gesponnen hat, da er sie mit seiner Jugend gar nicht mehr selber kannte. Darin wird ein total krankes Bild der sozialistischen Persönlichkeiten gezeichnet, die in Wahrheit nicht nur mit dem Munde zuallererst der Gesellschaft dienen wollten. Die Stasi-Leute waren nämlich keine miesen Persönlichkeits-gestörten Perverslinge, sondern ganz normale Leute, die nach durchaus sehr anspruchsvollen Kriterien ausgesucht wurden.

In Wahrheit waren die Dinge im DDR-Sozialismus völlig anders. Bei den diversen Problemen des Alltags, die für jede Gesellschaft ganz normal sind, konnte man sich vielmehr ohne Hintergedanken als heute an seine Vorgesetzten wenden. Wenn da einer einen schlechten Charakter hatte, gab es in Form von Partei-Funktionären schon massive Korrektive. Dem gegenüber kann man sich heute nur auf das Abenteuer eines Rechtsstreits einlassen mit völlig unvorhersehbarem Ausgang und sehr langem Zeit-Horizont (manchmal sogar Jahrzehnte). In der ganzen DDR gab es weniger Anwälte als heute in jedem Stadtbezirk, weil der Rechtsstreit als konfrontative Lösung eben gerade nicht das Ziel war.

Bevor Leute, die überhaupt nicht wissen, wie es war, meinen, sie lebten in der besten aller Welten, merke ich mal an, daß der durchschnittliche Bürger heute gar keine Chance hat, bei Kleinigkeiten zu seinem Recht zu kommen, da die großen Institutionen ihn einfach eiskalt abblitzen lassen (was auch nicht etwa Einzelfälle sind, sondern das Geschäfts-Modell ganzer Branchen) und der Rechtsweg viel zu große Kosten-Risiken hat.

Die Leute sind also lange nicht so frei, wie sie sich einbilden, wenn bei ihnen gerade Alles glatt läuft. Sie werden aber staunen, wie schnell sich bisher ihnen völlig unbekannte Feinheiten zu existentiellen Bedrohungen auswachsen können - und sie dann völlig alleine dastehen. Um das mitzubekommen, braucht man nur die diversen Fernseh-Sendungen a'la Akte oder Frontal 21 zu sehen, obwohl man da nur die aller-oberste und wohl-dosierte Spitze des Eisberges sieht, die nicht etwa von revolutionären Kämpfern für die Sache der Bürger vorgetragen wird, sondern als Teil des Systems, welches vorgaukelt, daß es selbst für schwierigste Probleme gute Lösungen gibt, was aber selbst dort nicht immer zutrifft und wenn überhaupt, dann nur für die zufällig zum Aufbau des Glorien-Scheins dieser Sendungen Auserwählten, obwohl oft Hundert-Tausende betroffen sind, für die aber Alles beim Alten bleibt.

Auch ohne in Ostalgie verfallen zu wollen, sage ich mal voraus, daß das Frohlocken über den vermeintlichen "Sieg auf ganzer Linie", den das Groß-Kapital für sich beansprucht, auf ganz dünnen und zerbrechlichen Füßen steht und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit viel schneller vorbei sein wird, als sich die Meisten zu träumen wagen.

Normalerweise sollte die Zeit bis zu einem nächsten Versuch einer erneuten Implementierung einer sozialistischen Ordnung min. zwei Generationen dauern, damit die Defizite und Härten, die damit verbunden waren, ganz aus dem historischen Gedächtnis getilgt sind. Das Groß-Kapital treibt es aber in seiner abenteuerlichen Verquickung von gleichzeitiger Raffgier bei kopfloser Konzept-Losigkeit soweit, daß möglicherweise nicht mal eine Generation vergehen muß. Die aktuelle Krise des Euro bzw. die allgemeine Schulden-Krise fast aller westlichen Staaten sind ein Ausdruck dafür und aus jedem der schon Bürgerkriegs-ähnlichen Prügel-Orgien der losgelassenen Büttel könnte sich ungeahntes Eskalations-Potential ergeben. Manchmal erscheint es schon so, als ob es geradezu darauf angelegt wird, zu schauen, wie weit man es noch treiben kann, aber das Sprichwort vom "Krug, der solange zu Wasser geht, bis er bricht" wird auch dieses Mal seine tiefe Wahrheit beweisen.
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Friday, December 17th 2010, 9:34pm

ist der Lohn für das Risiko, das der Unternehmer eingeht, wenn er wirtschaftlich aktiv wird
Das ist natürlich völlig richtig. Der Arbeitnehmer hat dieses Existenzrisiko übrigens auch, z. B. Krankheit, Arbeitslosigkeit.

Der real existierende Sozialismus ist auch gescheitert, in der Tat. Und der Kapitalismus, scheitert der nicht auch gerade und wir stehen in der ersten Reihe und sind LIVE dabei?

Ein abgewandeltes Chinesisches Modell könnte eine Alternative sein, allerdings mit Menschenrechten, Meinungsfreiheit, usw. das ganze Programm eben?!

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Friday, December 17th 2010, 9:13pm

Seine ihm gehörende Arbeit gibt nämlich der "Arbeitnehmer", währenddessen ihm der "Arbeitgeber" das Mehrprodukt (alles was über den Kosten der erweiterten Reproduktion der Arbeitkraft liegt) wegnimmt


Na ja, was da "weggenommen" wird, ist der Lohn für das Risiko, das der Unternehmer eingeht, wenn er wirtschaftlich aktiv wird. Ohne diesen "Unternehmer-Lohn" wäre das Unternehmen gar nicht erst entstanden und die Arbeitskräfte hätten gar nicht die Möglichkeit gehabt, ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Die Alternative ist Sozialismus, in dem der Staat Art und Masse der Produktion bestimmt und den ggf. entstehenden "Unternehmer-Lohn" abschöpft. Dass dieses System nicht funktioniert, ist erwiesen.
Ab wann der Unternehmer-Lohn nicht mehr im Verhältnis zum Arbeitskräfte-Lohn steht, ist die eigentliche Frage. Stichwort: unendliches Gewinnpotential bei begrenztem Risiko. Aber genau diese Problematik spiegelt sich im Trading wider. ;)

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Friday, December 17th 2010, 1:14am

Dieser alternativlose Euro wird uns früher oder später um die Ohren fliegen. Wie das genau passieren wird ist nicht vorhersehbar, es entwickelt sich jedoch eine Eigendynamik, die unumkehrbar ist. In dieser Phase sind wir bereits mittendrin.

Um so länger es dauert, um so teurer und schrecklicher werden die Folgen sein. Daher bin ich für ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Leider hat man sich für ein Schrecken ohne Ende entschieden.

Auch politisch entzweit der Euro die Völker mehr, als das er sie eint.

Für den "Kanzler der Einheit" ist das letzte Kapitel in den Geschichtsbüchern noch nicht geschrieben, auch mit "gut gemeint" kann man ein Volk ruinieren.

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bo1 (17.12.2010), Perfect Trader (17.12.2010)

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Friday, December 17th 2010, 12:44am

Alle reale Wertschöpfung in einem Unternehmen findet letztendlich durch die Arbeitnehmer statt und nicht durch das Unternehmen als solches. Das Unternehmen belohnt die Arbeitnehmer nicht etwa auf wunderlich-dankenswerte Weise, sondern gibt ihnen nur einen Teil der durch sie erreichten Wertschöpfung ab, der Rest ist die profit-trächtige Ausbeutung der Arbeitskraft als eigentlicher Sinn der kapitalisischen Unternehmens-Existenz überhaupt.

Übrigens sind die Begriffe "Arbeitnehmer" und "Arbeitgeber" bereits Lüge und Element der ideologischen Verblendung und Massen-Verdummung. Seine ihm gehörende Arbeit gibt nämlich der "Arbeitnehmer", währenddessen ihm der "Arbeitgeber" das Mehrprodukt (alles was über den Kosten der erweiterten Reproduktion der Arbeitkraft liegt) wegnimmt. Es ist immer wieder intereessant zu sehen, wie sich die Masse trotz allen Klagens ausplündern läßt und das Ganze dann noch mit eupemistischen Wortschöpfungen als vermeintlich normal erklärt.

Die Anmerkung der Lohndifferenz bei Wegfall der Steuer zielt teils in die richtige Richtung, genau genommen würde sich ein neues Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei anderem Budget einstellen, welches tiefer liegt, aber in der Regel höher als die gesamte Differenz. Der genaue Punkt ist nicht leicht a-priori vorhersagbar. Auf jeden Fall würde aber dieser Teil ohne Euro-Subventionen nicht ins Ausland abfließen.
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Friday, December 17th 2010, 12:43am

Aber verdienen muss Sie das Unternehmen.
Irrtum, ohne die arbeitenden Hände macht das Unternehmen keinen Gewinn. Vom Gewinn wird ein Teil als Gehalt ausbezahlt. Somit ist der Verdienst kein Almosen, sondern ein Anteil an der Wertschöpfung die durch Arbeit erst entstanden ist. Hiervon geht dann noch die Lohnsteuer an den Staat.

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nichts Wissender, der aber gerne sein nicht Wissen mit anderen teilt

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Thursday, December 16th 2010, 7:27pm

nötigen Zahlungen aus dem Steuer-Aufkommen geleistet werden, welches wiederum mit der Lohn-Steuer der Arbeitnehmer und der Umsatz-Steuer, die nur zu Lasten der Konsumenten geht, im Wesentlichen von den Arbeitnehmern und gerade nicht von den Unternehmen erbracht werden, stimmt meine ursprüngliche Ausage scho


Wie so zahlt der Arbeitnehmer die Lohn-Steuer?
Erst mal muss das Unternehmen dem Arbeitnehmer die Lohn-Steuer bezahlen damit er Sie dann abführen kann.
Aber verdienen muss Sie das Unternehmen.

Würde die Lohnsteuer wegfallen würden sich auch die Ausbezahlten Löhne um die Differenz verringern.
Die Wissenden reden nicht viel,die Redenden wissen nicht viel.

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Thursday, December 16th 2010, 6:40pm

Der Euro ist gegen die Interessen der breiten Masse der Bundes-Bürger gerichtet

@ Purri

Der Euro könnte bei richtiger Ausgestaltung und Einhaltung der Bedingungen (wie es ursprünglich propagiert wurde) wenigstens in etwa Bilanz-neutral sein, ist es aber ganz bestimmt nicht. Zum einen haben sich damit die Wettbewerbs-Bedingungen völlig verändert, davon profitiert Deutschland durchaus in hohem Maße. Die gleichzeitig daraus folgenden erheblichen Transfer-Ströme heben diesen Vorteil allerdings auf und überkompensieren ihn wahrscheinlich sogar drastisch.

Dieser Effekt wird aber in der betriebswirtschaftlichen Rechnung der Unternehmen nicht als Nachteil erkannt, da er darin gar nicht eingeht. Eine volksiwrtschaftliche Bilanz sieht da wesentlich anders aus. Dazu kommen noch die neuartigen gesamt-systemischen Instabilitäten, die nicht so einfach quantifiziert werden können, aber insgesamt wahrscheinlich auch wesentlich nachteiliger sind, als die früheren "normalen" Wechselkurs-Risiken.

Da die volkswirtschaftlich zur Euro-Stabilisierung nötigen Zahlungen aus dem Steuer-Aufkommen geleistet werden, welches wiederum mit der Lohn-Steuer der Arbeitnehmer und der Umsatz-Steuer, die nur zu Lasten der Konsumenten geht, im Wesentlichen von den Arbeitnehmern und gerade nicht von den Unternehmen erbracht werden, stimmt meine ursprüngliche Ausage schon: Der Euro geht zu Lasten der Arbeitnehmer und begünstigt die Unternehmen. Gerade weil die Zusammenhänge schwierig zu durchschauen sind und oft noch mit ganz sachfremden Aspekten vermengt werden (Euro vs. Europa), ist der Euro ein ganz besonders infames Mittel der Ausplünderung zu Lasten der breiten Masse des deutschen Volkes.

@ ibelieve

Sicher kann ein Unternehmen mit guten Gewinnen auch mehr für die Arbeitnehmer ausschütten. Dem Wesen der kapitalistischen Ordnung widerspricht jedoch, daß dieses in breitem Maße proportional stattfindet. Es gibt nämlich für ein Unternehmen keinen ökonomisch zwingenden Grund, mehr als nur kleine Teile des Gewinnes, die bei der Belegschaft das subjektive Gefühl, daß ihre Leistung gut vergütet wird, zusätzlich auszuschütten.

Betriebsziel ist nicht maximale Zufriedenheit der Belegschaft sondern optimale Zufriedenheit, was heißt, daß ihr Preis-Leistungs-Verhältnis am Günstigsten ist - und das alles unter dem Oberziel langfristiger Gewinn-Maximierung für die Eigentümer des Unternehmens und nicht für die Belegschaft.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Purri

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Thursday, December 16th 2010, 4:14pm

Der Euro ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach nur ein Zahlungsmittel mit einer gewissen Werthaltigkeit. Ob die Löhne fair sind oder nicht, hat damit relativ wenig zu tun. Die Reallöhne wären wohl auch mit der DMark gesunken, bzw. hätten bei gleichbleibender Wettbewerbsfähigkeit noch mehr sinken müssen. DEM/USD wäre heute wohl deutlich über GBP/USD...

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ibelieve

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Thursday, December 16th 2010, 4:10pm

@Perfect Trader

Das will ich ja nicht bestreiten, auch wenn ich die Meinung nicht Ganz teile.
Aber nur weil etwas für ein Unternehmen gut ist muss es nicht gleich schlecht für die Arbeitnehmer sein.
Es kann ja auch für beide gut sein, oder nicht?

Man ist nicht automatisch Schwarz wenn man nicht Weiss ist.
Man kann auch Gelb, Braun oder Rot sein.
Die Wissenden reden nicht viel,die Redenden wissen nicht viel.

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