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goso

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Wednesday, October 27th 2010, 10:43am

Die Broker/Banken haben schon kundgetan, dass sie das in 2 Monaten nicht realisieren können, lt. Wirtschaftsblatt wollen die wegen der Kosten dieser Aktion eventuell sogar den Bund klagen!

ad bei Gewinnen sofort KEST, bei Verlusten erst bei der Veranlagung: Tja, wenn das tatsächlich so kommt, dann kann Brokerjet sofort dicht machen, wobei es ohnehin keinen vernünftigen Grund gibt einen AT Broker/Bank zum Handel zu nutzen, seit es bei Intaeractivebrokers auch AT Aktien gibt (inklusive üblicher Leverage und Shortable Stocks) und das zu üblichen IAB Kommissionen (0,1%, Minimum EUR 4,--) brauche ich kein Brokerjet Konto mehr.

ad FX Spot: Hmmm, spannende Frage, wird wohl wer vorm VfGH klären müssen, Stichwort Gleichbehandlung, denn wo der Unterschied zwischen dem Handel mit dem E6 und Spot liegt, muss mir erst wer erklären, Kapitalzuwachs entsteht hier wie dort bei Gewinnen.

Sollte diese Capital Gain Tax aber tatsächlich für Futures auch gelten, dann wären Auswanderungsgeschichten für mich gestorben, 25% Flat Tax sind in Ordnung. (Im Endeffekt ist das ja zum Totlachen, Grinsmann und der Neffe schimpfen die ganze Zeit über die bösen Spekulaten und dann halbieren sie die Steuer auf Spekulationsgewinne. :D )

Purri

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Wednesday, October 27th 2010, 7:23am

Vielleicht werde ich noch zum überzeugten Faymann/Pröll Fan. (Zumindest dann, wenn zumindest Futures aúch davon betroffen wären) :D

Lt. Standard sind sind "alle Arten von Wertpapieren, neben Aktien also auch Anleihen oder Derivate" erfasset. Hört sich so an, als wäre spot fx(sofern nicht anders benamst, wie 'swap' oder cfd) nicht dabei, aber futures schon.

Die planen das anscheinend so, dass die Steuer sofort beim realisieren eines Gewinns von der Bank/Broker abgeführt wird, und man die Überzahlung durch eventuelle Verluste dann später rückfordert - was Kurzfrist-Trading mit einer inländischen Firma im Prinzip ausschliesst, wenn das echt so kommt. Ausserdem frag ich mich, wie die Finanzdienstleister das innerhalb von 2 Monaten IT-mässig umsetzen sollen.

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goso (27.10.2010)

retep

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Tuesday, October 26th 2010, 4:44pm

From the Center of darkness

Quoted

«Wir werden Aufstände, Willkür und Totalitarismus erleben»

Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Die Schweiz steht hier gar an der Spitze. Lange geht das nicht mehr gut – meinen nun selbst die Reichen und Mächtigen. Einsichten, die apokalyptisch anmuten.


«Die Weltwirtschaft schlittert in die schwerste Krise aller Zeiten. Wir werden Volksaufstände, Verelendung, Ungerechtigkeiten, Willkür, Totalitarismus, Mangelerscheinungen erleben, die heute in unserer Spass- und Blödelgesellschaft unvorstellbar sind, die mit Brot und Spielen bei Laune gehalten wird. Die Krise wird mindestens zwei Jahrzehnte dauern.
...
«Wir haben eine grausam komplizierte Welt geschaffen und die wird es irgendwann sprengen. Aber dafür braucht es ein Gewitter»
...
«Die heutige Situation weltweit mit diesem Gefälle wird früher oder später zu einer Eskalation führen, die ein globales Ausmass haben wird.»
...
«Ich glaube nicht, dass wir diese Probleme bewältigen können, bevor uns grosse Katastrophen dazu zwingen. Aber Umbrüche gab es immer wieder in der Geschichte»,
Quelle: BZ
Würde und Sein - sind allen gemein

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bo1 (26.10.2010), Mr. Moon (26.10.2010)

hapack

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Tuesday, October 26th 2010, 2:16am


So wird der Gasverbraucher durch die Kopplung an den Ölpreis beschissen :!:

Öl fiel noch nichtmal auf die Hälfte, Gas aber auf 1/5 des Preises von November 2008.
Bin dann mal weg.

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Klon (26.10.2010), Perfect Trader (26.10.2010)

goso

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Monday, October 25th 2010, 6:19pm

Vielleicht werde ich noch zum überzeugten Faymann/Pröll Fan. (Zumindest dann, wenn zumindest Futures aúch davon betroffen wären) :D

Quoted



Verwirrung um die V-Steuer: Nicht nur Aktien - alle Wertpapiere sind betroffen


weiterlesen




Quelle: WirtschaftsBlatt

goso

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Monday, October 25th 2010, 6:06pm

Das wäre für private Trader sehr günstig, denn wie du richtig schreibst, bei einer Ges.m.b.H. beträgt für entnommene Gewinne der Steuersatz 43,75% (25% KÖST, von der Entnahme 25% KEST), vom ganzen administrativen Aufwand ganz abgesehen (Bilanzierungspflicht, Eingaben ans Firmenbuch, Notariatsakt etc.)

Nach meinem Kenntnisstand wird es bei Aktien definitiv so sein, wie es mit Derivaten und FX aussieht ist schwer abschätzbar, denn diese Instrumente werden von unserer "Umverteilungsfanatikern" vermutlich als höchstspekulativ angesehen, ob es da den ermässigten Steuersatz geben wird bezweilfe ich. Ich muss mir das ggf. in Ruhe ansehen, wenn es kommt wie ich vermute -KEST nur für Aktien- dann muss ich mir überlegen ob ich zukünftig in AT bleibe und Aktien handle oder eben SK und weiterhin FX und Futures, 50 % EKST zu zahlen behagt mir nämlich alleine aus Gründen des Thesaurierungseffekts gar nicht. (Wenn diese Deppen mit meinem Steuergeld wenigstens etwas ansatzweise Sinnvolles machen würden könnte ich mit dieser Belastung noch ganz gut leben, wenn ich aber betrachte, wie Steuergelder vollkommen sinnbefreit vernichtet werden ist meine Motivation mich an der Aufbringung der Mittel zu beteiligen enden wollend)

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NPHBTH (26.10.2010)

Purri

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Monday, October 25th 2010, 5:09pm

Gegen 25% auf Trading-Gewinne hätte ich auch nichts einzuwenden. Das wäre ja dann günstiger als eine Gmbh (bei der Entnahmen nochmals versteuert werden müssen + keine Bilanz und den Notar muss man auch nicht behelligen) ?

goso

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Monday, October 25th 2010, 1:59pm

Dürfte so sein, wirklich wissen kann man das allerdings erst dann, wenn das Budgetbegleitgesetz zumindest zur Begutachtung vorliegt, das soll angeblich in den nächsten Tagen passieren, viel Zeit hat die Regierung ja nicht mehr, denn es gibt die Begutachtungsphase, dann muss der Bundesrat dem Gesetz zustimmen (reiner Formalakt, denn wenn der BR dagegen wäre, dann braucht der NR nur einen Beharrungsbeschluss fassen, dann wird es trotzdem zum Gesetz), es gibt noch Veröffentlichungsfristen, also muss das demnächst passieren.

cranberries18

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Monday, October 25th 2010, 1:35pm

@ goso

danke erstmals.

Frage: Angenommen ich mache Gewinne aus Wertpapiergeschäften. Zahle ich da (jetzt) 25 % und dann ist das echt endbesteuert?

meine nur, weil wenn ich den Einkommenssteuerstatz bezahle, komme ich auf einiges mehr! (da würde ich ja jetzt besser wegkommen??!!)

=> Nur mehr 25 % anstatt des jeweiligen Einkommensteuersatzes.

goso

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Monday, October 25th 2010, 12:09pm

Update: Nach Rücksprache mit meinem Steuerberater schaut die Sache so aus: Gewinne aus Aktiengeschäften unterliegen der 25%igen KEST, aktuell schaut es so aus, dass damit die Gewinne unabhängig von der Haltedauer endbesteuert sind,ob das definitiv so ist und ob auch Derivate, FX etc. in diese Regelung fallen weiss im Endeffekt kein Mensch, der entsprechende Gesetzestext liegt noch nicht vor.

In manche Publiktionen wird der Begriff "Wertpapier" verwendet, darunter könnten auch Derivate fallen.

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goso

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Monday, October 25th 2010, 11:15am

Mein Wissensstand: Die 25% KEST gelten nur für Gewinne, die nach Ablauf der alten Spekulationsfrist angefallen sind, d.h. nach mehr als einem Jahr Haltedauer.

@cran: Nein, der Gewinn ist mit der KEST endbesteuert, aber s.o.

Da das Traden über eine Kapitalgesellschaft nach höchstrichterlichem Spruch verboten ist (lässt sich zwar vermutlich mit dem Argument der Gleichstellung von natürlichen und juristischen Personen bekämpfen, nur das kostet Zeit und Geld) und die kurzfristig erzielten Tradinggewinne ergo mit der EKST besteuert werden, das aber den Thesaurierungseffekt ziemlich zerstört, werde ich im Falle der Wiederaufnahme des Tradings den Mittelpunkt meiner Lebensinteressen wohl oder übel nach Bratsilava verlegen, 19% Flattax, egal ob als Privatperson oder als Kapitalgesellschaft, s.r.o. (Ges.m.b.H.) ist eventuell wegen leichterer Absetzbarkeit diverser Ausgaben empfehlenswert. (z.B. KFZ, Anschafffungeskosten werden in 4 Jahren auf 0 abgeschrieben, keine Luxustangente, keine NoVA, KFZ Steuer p.a. max. EUR 300, etc)

Achtung: 19% Flattax nur bei Steuerresidenz in der SK, sonst nur über den Umweg einer Ges.m.b.H. & CO KG (Ges.m.b.H ist haftender Komplementär, Kommandidisten haften nur mit Einlage) für Kommandidisten möglich, dann allerdings Progressionsvorbehalt für AT Einkommen. Oder slowakische AS (AG), 10% EU Quellensteuer, lässt sich aber mit Bestätigung von AT verhindern, dann 25% KEST auf Dividenden in AT.

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Monday, October 25th 2010, 8:29am

Kann mir da wer erklären, wie das jetzt läuft:

Ich weiß, Aktien Gewinne werden sofort mit 25 % besteuert und von der Bank wird der Gewinn gleich einbehalten.

sagen wir 1000 Euro Bruttogewinn, dann habe ich 750 Euro Netto.

was ist jetzt mit den 750 Euro?

muss ich die noch der Einkommensteuer zuweisen?
oder KeSt?

Purri

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Saturday, October 23rd 2010, 5:43pm

Wir kriegen jetzt in Ö anscheinend eine "Wertpapier-Kapitalertragssteuer", also eine 25-prozentige Besteuerung von Einnahmen aus Aktiengeschäften (Einnahmen ab 2011 ansteigend von 30 auf 250 Mio. Euro 2014).

Bin schon auf die Details gespannt. Vor allem ob wirklich nur Aktien betroffen sind.

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Friday, October 22nd 2010, 7:37pm

Es gibt eine Wohlfahrts-Zunahme, bloß ist das Maß an Verteilungs-Gerechtigkeit zu dessen Erreichung nicht zwangsläufig mit dessen Höhe in einer festen Beziehung verknüpft. Die VWL gibt nur her, daß unter kapitalistischen Bedingungen ein gewisses Maß an Ungerechtigkeit zu einem insgesamt höheren Output führen wird. Die Höhe dieser im Sinne der Output-Maximierung ggf. wünschenswerten Gerechtigkeits-Lücke wird nicht vorgeschrieben. Das ist in der VWL aber bestens bekannt, da der Output ein mit härteren Zahlen bewertbarer Faktor ist als Gerechtigkeit. Man sollte sich hüten volkwirtschaftliche Tatsachen über ihren gesicherten Bestand hinaus politisch apologetisch zur Verteidigung von untragbaren System-Widersprüchen zu nutzen.

Darüber hinaus ist auch bekannt, daß man materiellen Erfolg und Zufriedenheit weniger an der absoluten Höhe mißt sondern vielmehr an der Differenz zum sozialen Umfeld. Daraus ergibt sich z. B. das Phänomen, daß man sich in einer neuen, vorher lange gewünschten Nachbarschaft in einem reicheren Wohnviertel meist schlechter fühlt als vorher im ärmeren Viertel, weil man mit dem, was im ärmeren Viertel zum "King" reichte, im reicheren Viertel noch ein "Underdog" ist.
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xxx

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Friday, October 22nd 2010, 7:01pm

Quoted

Grundsätzlich steckt dahinter ein Verabscheungs-würdiges Menschenbild von Menschen, die faul und gefräßig sind und nur unter der Knute überhaupt arbeiten. Wenn genug Druck ausgeübt wird, trifft das auch früher oder später für jeden Menschen zu, da er dann, egal wie viel er arbeitet, keine Chance auf echte ökonomische Teilhabe hat.
Wieso Grundsätzlich?
Mir stösst die grösser werdende Schere zwischen Arm und Reich auch sauer auf, aber auf welchem Niveau wird hier gejammert? Offenbar werden die Erfolge die unsere westliche Gesellschaft erreicht hat unter links Ideologischen Gesichtpunkten schlecht geschrieben. Vielleicht würde es sich lohnen den Lebensstandart von vor 50 Jahren sich vor Augen zu führen, dann könnte man erkennen, dass durchaus ökonomische Teilhabe besteht!

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Friday, October 22nd 2010, 4:48pm

Das mit ganzen Gruppen, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen stimmt schon. Aber offenbar werden die gesamt-gesellschaftlichen Kosten dafür fälschlicherweise für geringer gehalten als für Vollbeschäftigung. Das trifft dann zu, wenn durch die Drohung mit dem ökonomischen und sozialem Absturz die noch Arbeitenden so sehr unter Druck gesetzt werden, daß sie mehr arbeiten, als die Kosten der Sozial-Ausgaben für die nicht arbeitenden Arbeitsfähigen sind.

Grundsätzlich steckt dahinter ein Verabscheungs-würdiges Menschenbild von Menschen, die faul und gefräßig sind und nur unter der Knute überhaupt arbeiten. Wenn genug Druck ausgeübt wird, trifft das auch früher oder später für jeden Menschen zu, da er dann, egal wie viel er arbeitet, keine Chance auf echte ökonomische Teilhabe hat. Dieses Phänomen ist auch als Entfremdung des Menschen von der Arbeit bekannt und durchaus verständlich, denn warum sollte jemand arbeiten, wenn er davon nichts mehr hat?

Die heutige kranke Welt, in der Arbeit gegenüber Besitz verachtet wird, obwohl Alles, was die Menschheit besitzt, erst durch Arbeit zustande gekommen ist, und sinnvolle Arbeit auch durchaus viel Spaß machen kann, unterstützt diese Fehl-Entwicklung noch.

Das Aufspreizen der Schere zwischen arm und reich geht geht immer solange gut, bis die Masse in einer politischen Umwälzung mal genauer hinschaut, wie denn die Reichen reich geworden sind und dem dann zu großen Teilen die Legitimität abspricht. Reichtum ist alleine noch nicht schlecht, aber sein unbeschränktes Vermehren um seiner selbst willen auf Kosten der Menschenwürde Anderer schon. Das Zinseszins-System gestaltet das ganze dann auch noch so, daß Einzelne, selbst wenn sie guten Willens wären, da nur schwer ausweichen können.
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Friday, October 22nd 2010, 1:52pm

Quoted

Jedes mal, wenn vom Sparen gesprochen wird, heißt das, daß die "kleinen Leute" noch mehr rackern sollen, damit die immer weniger Super-Reichen ihre Renditen einstreichen können. Das könnte ja durchaus in Ordnung sein, wenn es denn funktionieren könnte und man den "kleinen Leuten" sowieso nichts zugestehen möchte.
Ja, dem kann ich so grundsätzlich schon zustimmen. Andererseits zeigt sich zunehmend, dass sich ganze Gruppen aus dem Erwerbsleben zurückziehen, oder gar nie in dieses reingekommen sind. Habe mir aufgrund von 2 Artikeln Gedanken dazu gemacht:

Quoted

Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen.
.
Damit stiegen die Ausgaben gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent. Pro Kopf wurden danach im Jahr 2009 für die Sozialhilfe rechnerisch 255 Euro (Vorjahr: 241 Euro) netto aufgewendet - 14 Euro mehr als im Vorjahr.
.
Knapp ein Fünftel der Sozialausgaben entfielen auf die Grundsicherung. Mit rund 3,9 Mrd. Euro lag dieser Ausgabenblock um 6,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Leistung soll den grundlegenden Lebensunterhalt für Rentner und für Erwachsene sicherstellen, die dauerhaft nicht voll arbeiten können.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:t…t/50185537.html

Quoted

In der jährlichen Statistik der Ausgaben und Einnahmen der Sozialhilfe nach dem SGB</acronym> XII</acronym> werden jeweils separat erfasst
die Ausgaben und Einnahmen für die



  • Hilfe zum Lebensunterhalt (3. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>)

  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (4. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>)

  • Hilfen zur Gesundheit (5. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>)

  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen (6. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>)

  • Hilfe zur Pflege (7. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>)

  • Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten und Hilfe in anderen

  • Lebenslagen (8. und 9. Kapitel SGB</acronym> XII</acronym>).

Ferner werden die Ausgaben der Sozialhilfeträger für Erstattungen an die Krankenkassen für die Übernahme der Krankenbehandlung gemäß § 264 Abs.</acronym> 7 SGB V</acronym> erfasst.
http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.…ur%20Gesundheit

In der CH fiel diese Meldung auf:

Quoted

Weiter stellt die Studie fest, dass die Arbeitslosigkeit insgesamt gering sei, aber der Anteil der Langzeitarbeitslosen überraschend hoch. Ein weiteres Problem seien die sogenannt Ausgesteuerten - also die Personen, die den Anspruch auf Arbeitslosengeld verlieren. «Dieser Personenkreis wird von den Kantonen mit ungleicher Intensität betreut», schreibt die OECD. Bundesstandards könnten zu einer landesweit besseren Betreuung führen, heisst es weiter.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft…_1.8085927.html

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Friday, October 22nd 2010, 11:52am

Es ist immer wieder lussss...ssstig, wie sehr verspießertes Gerede gedankenlos abgesondert wird, besonders von der unteren Mittelschicht, die ihren eigenen Verfall durch desto markigere Sprüche kompensieren will, weil sie gar nicht begreift, was passiert.

Das ganze Palavern vom Sparen ist ultra-dubios, schließlich gleicht (abgesehen von den Bereichen, wo wirklich hirnlos verschwendet wird) der Staat an vielen Stellen nur aus, was nach der Ausplünderung der "kleinen Leute" durch das Kapital von diesen gar nicht mehr bezahlt werden kann.

Es geht überhaupt nicht um ein gesamt-wirtschaftliches Ressourcen-Problem sondern um ein soziales Verteilungs-Problem, auch wenn alle Medien-Hetze aufgeboten wird, diese sehr einfache Tatsache zu verschleiern. Aber offenbar ist die Masse so dumm, daß sie selbst nach Billionen-schweren Umverteilungen auf ihre Kosten in höchstem Masochismus nach noch mehr von ihrer eigenen Ausplünderung ruft. Das ist für das Kapital sehr schön und die Masse wird davon soviel kriegen, bis sie nicht nur durch wirkungsloses Stammtisch-Lamentieren zu erkennen gibt, daß es endlich genug ist.

Ebenso steht es beim Thema Globalisierung. Zuerst wurden die dortigen Industrien mit Geld errichtet, was aus den Werktätigen im Westen herausgepreßt wurde und jetzt werden sie dazu benutzt, den Druck noch weiter zu erhöhen.

Jedes mal, wenn vom Sparen gesprochen wird, heißt das, daß die "kleinen Leute" noch mehr rackern sollen, damit die immer weniger Super-Reichen ihre Renditen einstreichen können. Das könnte ja durchaus in Ordnung sein, wenn es denn funktionieren könnte und man den "kleinen Leuten" sowieso nichts zugestehen möchte.

Die Bedienung der exponentiell wachsenden Zinslast ist aber bei jedem Zins über 0 grundsätzlich unmöglich. Wegen der bereits irreparablen schweren Verwerfungen muß der Zins heute nahe 0 gehalten werden und verliert damit auch noch seine kurzfristige Steuerungs-Wirkung zur Ressourcen-Allokation normaler, in der Regel real rückzahlbarer Kredite in der Wirtschaft. Der System-Reset ist prinzipiell unvermeidbar.

Auf lange Sicht funktioniert eine Gesellschaft nicht, in der Reichtum auf Kosten der Anderen das einzige Pseudo-Lebensziel sein soll, auch wenn die Konditionierung auf unerreichbare Ziele schon mit den Märchen von Königen und Prinzessinnen in frühester Kindheit beginnt. Eine gerechte Verteilung nach der Leistung der Menschen und nicht ihrem schon zusammengerafften Besitz erzeugt eine stabilere Gesellschaft mit weniger Konflikten und am Ende auch höherer wirtschaftlicher Leistung.

Die ganzen "Sicherheits"-Probleme sind nur ein Ausdruck der als unerträglich empfundenen Ungerechtigkeit, egal ob im Großen oder im Kleinen. Die Kosten der sozialen und politischen Unterdrückung sind am Ende stets höher als die produktive Einbeziehung der Betroffenen.

Auch wenn man nicht Alles gut finden muß, was die Gewerkschaften und ihre Funktionäre machen, stellen sie doch ein notwendiges Equivalent zur Macht des Kapitals dar, die auf dem exklusiven Besitz der Produktions-Mittel beruht. Bei unbeschränkter Ausnutzung dieses Monopols auf die Produktions-Mittel tendieren die Löhne in Richtung des unbedingt notwendigen, kaum noch zu unterbietenden Existenz-Minimums zu fallen (wobei auch dieser Prozeß durch verschiedene system-interne Widersprüche nicht schlagartig passiert, da es immer einige temporäre Ungleichgewichte gibt, in denen Vergütungen ausgewählter Beschäftigten-Gruppen wieder hochgepowert werden können).

Natürlich ist es klar, daß die system-konforme Sozialisierung alles nur Denkbare unternimmt, die Solidarität der Massen zu zerstören und durch Pseudo-Individualität zu ersetzen. Die Individualität ist nämlich in Wahrheit gar nicht so groß, da sie durch Erziehung, Werbung und verfügbare Budgets keine beliebigen Freiräume hat. Vorrangig zielt das Gerede von Individualität und Pluralismus darauf ab, die Individuen in eine beherrschbare Form abzurichten.
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goso

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Friday, October 22nd 2010, 11:52am


Aber natürlich: in erster Linie ist es ein Systemproblem, aber man kann innerhalb dieses Problems auch besser da stehen als Land wie ein anderes. Wir in Ö standen und stehen gut da, aber der Bonus könnte wegbrechen, durch einen Verwaltungs/Pensions...apparat, der sich eben durch das Systemproblem - Möglichkeit ewig Schulden machen war gegeben - gebildet hat.


Tja, wir standen gut da, allerdings nur bei oberflächlicher Betrachtung, denn die relativ geringe Arbeitslosigkeit, den starke Inlandsnachfrage etc. finanzieren wir seit vielen Jahren auf Pump, wir haben in AT rund 350k öffentlich Bedienstete, das sind grob geschätzt für einen schlanken, effektiven und damit kostengünstigen Staatsbetrieb um 50k zu viel, schon würde die Arbeitslosenquote durchschnittlicher EU Niveau haben, wenn die Renten nicht permanent weit über die zukünftige Finanzierbarkeit erhöht werden würden, würde es mit der Inlandsnachfrage schlechter ausschauen etc.

1980 betrug die Staatsverschuldung rund 35,4% des BIP, schon 10 Jahre später waren wir bei 56,1%, 2009 waren es 66,5%, Ende 2010 werden es wieder mehr sein.

Die Staatsschulden sind bei 190 Mrd. angekommen, d.h. jeder Bürger hat rund 25k, jeder Erwerbstätige rund 46k Schulden! Wir zahlen dafür in der Zwischenzeit rund 7,7 Mrd. Zinsen p.a., das sind circa 11% der Staatseinnahmen!!!!!!

Nicht berücksichtigt bei dieser Aufstellung sind die ausgelagerten Schulden (ASFINAG, ÖBB; BIG), da stehen aktuell um die 30 Mrd. in den Büchern, Tendenz rasant steigend, 2015 werden dort wohl 40 Mrd. zu finden sein, und da sind Aktionen a la Brenner-, Semmering- udn Koralmtunnel der ÖBB noch gar nicht berücksichtigt. Wenn die Schulden dieser Gesellschaften nicht budgetschonend ausgelagert worden wären, dann hätten wir die Maastricht Kriterien nie erüllt.

Leider ist eine Staats- und Verwaltungsreform in diesem Land ebenso wahrscheinlich wie ein Lotto 6er, denn die Landesfürsten (Pröll, Pühringer, Voves, Häupl etc.) werden sicher nichts von ihrer Macht abgeben und weiters wird GÖD Boss Neugebauer schon zu verhindern wissen, dass die öffentlich Bediensteten auch nur ein Jota ihrer "wohlerworbenen Rechte" abtreten müssen.

Wenn ich mir das Affentheater rund um das Budget für 2011 ansehe, dann kommen mir immer mehr Zweifel an der Demokratie -wobei unsere Staatsform wenig mit Demokratie zu tun hat, Parteiendiktatur wäre passender-, denn selbstverständlich versuchen die beiden Regierungsparteien wieder das jeweilige Klientel zu schützen, zahlen sollen -wie immer- die Anderen.

Ich bin schon gespannt wie lange AT Gov. Bonds noch AAA geratet sind, sollte sich daran was ändern ist der Staatsbankrott nicht mehr weit weg, irgendwie wäre ich sogar froh darüber, denn dann gibt der IWF diesem Haufen unfähiger Idioten aka Regierung und Sozialpartner die Parameter der Sanierung vor.

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cranberries18

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Friday, October 22nd 2010, 11:01am

Ergänzung:

in Griechenland zb. sind 4 von 10 Berufstätige irgendwie mit dem Staat verbunden;
Frankreich hat den größten Beamtenapparat in Euro - zumindest war das vor 1,5 Jahren noch so;

Wer soll denn dann noch für ein Land wirtschaften, wenn der Staat alle bezahlt?!

Hat sich über die Jahre - eben durch das zur Verfügung stehende Geld, die Möglichkeit Schulden zu machen - einfach irrsinnig aufgebläht.