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Purri

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Thursday, June 18th 2009, 11:24pm

Keine Ahnung, ich vermute mal Bankenbilanzierung ist nicht ganz trivial. Schon allein die Einteilung was alles Eigenkapital oder Fremdkapital ist, bzw. Mezzanine-Kapital (eine Mischform). Wenn man nicht vom Fach ist wird man sich schwer tun, das nachzuvollziehen. Soweit ich das verstehe, ist das einfach eine Kennzahl, die angibt, wieviel an negativen Entwicklungen eine Bank aushält.

Bei den A Banken ist eine Eigenkapitalquote von 8% - 10% angepeilt, aber wies aussieht, brauchen die demnächst schon wieder Nachschub an Staatshaftungen.

kimba

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Thursday, June 18th 2009, 8:45pm

Was bedeutet dann: Eigenkapital 3 Prozent der Bilanzsumme in der Praxis? Oder muß ich da jetzt BWL studieren? ;(
In wikiP steht: Anhand der Bilanzsumme allein lässt sich ein Unternehmen höchstens einer Größenklasse zuordnen,
Wie Samen, die unter der Schneedecke träumen, träumen eure Herzen vom Frühling. Vertraut diesen Träumen, denn in ihnen verbirgt sich das Tor zur Unendlichkeit. Khalil Gibran

Purri

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Thursday, June 18th 2009, 8:36pm

Nein, weil du wahrscheinlich nicht einen riesen Berg von Cash Einlagen mit einigermassen kalkulierbaren Zu- und Abflüssen verwaltest. Der Vergleich hinkt nicht mehr, der braucht schon einen Rollstuhl:)

kimba

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Thursday, June 18th 2009, 8:13pm

Wie «too big to fail» in Zukunft ausgeschlossen werden soll - oder - das Ende der Gratisversicherung "Steuerzahler"l

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) fordert, dass das Eigenkapital 3 Prozent der Bilanzsumme einer Bank ausmacht


Was bedeutet das? Oh Schreck ich hab ja sogar Probleme mit der Bilanzsumme. 8o
Aber in meinen Ohren klingt das so, als ob ich mir ein Häuschen kaufen kann und nur 3% Eigenmittel brauche für die Hypothek... kommt der Vergleich in etwa hin?
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retep

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Thursday, June 18th 2009, 3:37pm

Kapitalisten als Sozialsiten - geht nicht! Oder doch?

Wie der Kapitalismus schleichend den Sozialismus einführt. Ausgerechnet in einer der ureigensten kapitalistischen Disziplinen.

Quoted

Gebührengelder für Privatsender

In Großbritannien steht ein Umbruch in der TV-Branche an. Erstmals sollen öffentlich-rechtliche Fernsehgebühren verwendet werden, um dem Privatfunk finanziell unter die Arme zu greifen. Ab 2013 sollen 3,5 Prozent der Gebühreneinnahmen von jährlich rund 3,6 Mrd. Pfund anderen TV-Kanälen zufließen. Dies hat die britische Regierung angekündigt. Bislang erhält allein der Sender BBC diese Mittel.
...
Diesem Problem will die Regierung nun mit Gebührengeldern beikommen. Sie argumentiert, dass Sender wie ITV zahlreiche hoheitliche Auflagen in ihren Lizenzen stehen haben - etwa die Pflicht, regionale Programmfenster oder Kindersendungen anzubieten. Dies zwinge den börsennotierten Privatsender, teilweise öffentlich-rechtlich agieren zu müssen.

Nach dem Ost-Soli gleich der TV-Soli? Als DE Steuerzahler würde ich das Abgabenbudget schon mal auf "provisorisch" stellen.
Und dann will ja Bayern München auch noch Zwangsabgaben für die Bundesliga........

Quelle: FTD
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retep

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Thursday, June 18th 2009, 2:00pm

Wie «too big to fail» in Zukunft ausgeschlossen werden soll - oder - das Ende der Gratisversicherung "Steuerzahler"

Am Beispiel UBS, CS will sich die CH rüsten um systemrelevante Player in Zukunft abzuwickeln.
So würde die Nationalbank die UBS liquidieren Quelle: BZ

Und wie sieht das Joe Ackermann?
Die provokative Frage von Joe Ackermann Quelle: BZ
Folgen der Finanzkrisen - Ackermann warnt vor Banken-Giganten Quelle: Spiegel
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Purri

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Wednesday, June 10th 2009, 4:05pm

Nach dem Genuss dieser abgespacten Präsentation könnte man fast glauben, irgendwer hat das MS Marketing Dept. unter Drogen gesetzt:

http://www.morganstanley.com/matrixinfo/

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retep

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Wednesday, May 20th 2009, 8:47am

Na sowas:

Quoted

Verband der Automobilindustrie - Autoindustrie trickst bei Jobzahlen

Die Autobranche hat für den deutschen Arbeitsmarkt eine weit geringere Bedeutung als bislang angenommen. Die Behauptung, jeder siebte Arbeitsplatz hänge von der Autobranche ab, beruht auf einem simplen Rechentrick des Verbands der Automobilindustrie.

Die Behauptung, jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland sei an die Automobilindustrie geknüpft, beruht nach Recherchen des Magazins Capital auf einem simplen Rechentrick des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Der VDA geht davon aus, dass ohne Autoindustrie in Deutschland niemand mehr Auto fahren würde - weder deutsche Wagen noch ausländische. Damit würden alle Jobs wegfallen, die irgendwie durch das Auto bedingt sind - vom Straßenbauarbeiter bis zum Parkhauspförtner. Nach Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) hängt dagegen nur rund jeder 20. Arbeitsplatz von der Autonachfrage ab.
Ganzer Artikel: FTD

Ein weiterer Beweis wie sehr die Auto- und Ölmafia sich aufplustert.
Ein Trick der ja auch in der Natur funktioniert. Sich grösser und wichtiger machen als die Realität hergibt. Hilft zu überleben. Solange die anderen auf den Trick hereinfallen.
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retep

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Monday, May 18th 2009, 11:34am

Quoted

"Wie im Sozialismus" - Koch-Mehrin kritisiert EU

FDP-Spitzenkandidaten Silvana Koch-Mehrin vergleicht die EU-Bürokratie in Brüssel mit Sozialismus.

Die Spitzenkandidatin der FDP für die Europawahl, Silvana Koch-Mehrin, hat die sich ausbreitende Bürokratisierung durch die EU-Kommission scharf kritisiert. "Ich bin Gegnerin des bürokratischen Unsinns, der viel zu oft aus Brüssel zu uns rüberkommt", sagte Koch-Mehrin am Sonntag beim Bundesparteitag der Liberalen in Hannover.

Die EU sei mittlerweile eine "gewaltige Gesetzgebungsmaschine". Die Kommission sollte nicht überall mitreden wollen, wo es gerade darum gehe, die Vielfalt in der Europäischen Union zu erhalten.

Die Europa-Politikerin kritisierte unter anderem den jüngsten Beschluss der Kommission, die klassische Glühbirne abzuschaffen und nur noch Energiesparlampen zuzulassen. Selbstverständlich müsse das Klima geschützt werden, sagte Koch-Mehrin.

Aber es könne nicht angehen, dass "wie im Sozialismus eine Behörde festsetzt, was wir haben dürfen". Produktverbote seien entmündigend. Der Bürger müsse selbst entscheiden können, was er verbrauchen wollen.
Quelle: bz-berlin

Da könnten Frau Koch-Mehrin von der deutschen FDP und Herr Lutz von Pleite-GM (siehe Beitrag unten) ja ein interessantes Streitgespräch führen.
Ich wette Herr Lutz wird mit seiner neuen Meinung mittelfristig die Oberhand gewinnen.............
Ok, man könnte ja auch eine Strafsteuer zum 100x der Energielampen bei den Glühbirnen draufschlagen. Fragt sich dann einfach was sinnvoller wäre.

Das Thema Licht könnte in den kommenden Jahren mit den neuen LED-Lampen sowieso eine ganz neue Richtung erfahren.
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Monday, May 18th 2009, 10:44am

Quoted

Welt-Autoindustrie am Abgrund
Vor einem weltweiten Kollaps der Autoindustrie hat Bob Lutz, Vizepräsident des von der Insolvenz bedrohten US-Autobauers General Motors, gewarnt: «Wenn wir beim heutigen Nachfragestand bleiben, sehe ich für das Fortbestehen der weltweiten Automobilbranche sehr schwarz», erklärte der aus der Schweiz stammende Lutz der Zeitung «Sonntag».

US-Regierung hat versagt

Lutz weist den Vorwurf von US-Präsident Barack Obama zurück, die Autoindustrie habe versagt und falsche Produkte entwickelt. «Wer versagt hat, ist die amerikanische Regierung, die seit 30 Jahren keine Energiepolitik verfolgt, keine Verbrauchsnormen erlässt und mithin den billigsten Treibstoff der Welt hat.»

Denn wenn der Preis in den USA «statt bei 2 Dollar pro Gallone - etwa 60 Rappen pro Liter - bei 5 bis 6 Dollar liegen würde», dann würde der «US-Kunde auch kleine Autos verlangen und kaufen», erläutert Lutz.
Quelle: SF

Huchhhhhhhhhhhhhhh........... (hat der Mann den "American way of life" überhaupt begriffen?????)

Musste heute morgen zuerst eine Ehrenrunde beim Optiker und dann noch eine beim Psychiater drehen. War mir nicht sicher ob Herr Lutz eine Ecke weg hat oder ob ich unbemerkt zu einer leseschwäche oder gar einer geistigen Umnachtung gekommen bin.

Mir ahnt schon böses wenn den Daimler, BMW oder Porsche den Schirm zu tun. Autokanzler(in) hahahahahah.......
Ok, bei Porsche scheinen die Magensäfte ihre Aufgabe ja bereits eingestellt zu haben.
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Thursday, April 30th 2009, 2:16pm

http://www.tradesoeasynow.com

Mein Freund hat für 250,00 ? einmalige Aufnahmegebühr plus 40,00 ? monatl Gebühr
gezahlt um an gute Tipps zu kommen.

Ihr seid also wirklich auf diesen Unsinn reingefallen :huh:? Schon bei der Aufmachung dieser Website sollten doch alle Alarmglocken läuten :!:
Glück ist nur ein anderes Wort für Zufall

DanielR

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Thursday, April 30th 2009, 8:48am

Morgen!

Es lässt sich gut beobachten, die Märkte reagieren bei schlechten News nicht mehr wirklich. Jetzt die alles entscheidende Frage. Was bedeutet das?

:)

Gruß,
Dan
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Jesseline

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Wednesday, April 29th 2009, 11:30pm

Kennt jemand ...?

Hallo,

kennt Jemand diese Seite

http://www.tradesoeasynow.com

Mein Freund hat für 250,00 € einmalige Aufnahmegebühr plus 40,00 € monatl Gebühr
gezahlt um an gute Tipps zu kommen.

Es kommt aber nur Schrott.

Ich kann nur vor dieser Seite warnen!

Grüsse

Jesseline

DanielR

Nightwalker

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Wednesday, April 22nd 2009, 8:45am

@RS8, PT

Ich stimme zu, dass es keinen Sinn macht, den Ansatz von Livermore im Ganzen übernehmen zu wollen und damit nachtraden zu wollen. Auch macht es keinen Sinn, auf die heutigen Märkte all seine Sichtweisen anzuwenden. Darum geht es auch garnicht. Viel mehr geht es darum, einzelne Gedanken aus den Büchern aufzugreifen und versuchen auf die heutigen Märkte nachzuvollziehen. Hier explizit erwähnt die Gedanken, die sich Livermore über die Gegenparteien macht. Diese Gedankengänge empfinde ich für sehr wichtig, und dies erfährt man sehr selten (nie) in anderen Büchern. Auch andere Gedankengänge halte ich für überaus wichtig, auch in der heutigen Zeit.

Denkt auch bitte daran, dass es mehrere Bücher ÜBER und "VON" Jesse Livermore gibt. "Reminiscences of a Stock Operator" ist ein Buch über Livermore, es kommt also nicht direkt von ihm. In Büchern, wo er selbst schreibt (zumindest auch größere Teile), erfährt man mehr Details zu seinem Handel. Was davon jeder dann braucht, muss selbst entschieden werden. Ich kann nur sagen, das mich Kapitel/Abschnitte aus den J.L. Büchern wieder ein Stück weitergebracht haben. Insgesamt habe ich 3 Bücher gelesen (ÜBER/VON J.L.). Livermore ist in meinen Augen eine klare Kaufempfehlung (auch wenn ein Großteil Bio ist).

Gruß,
Dan
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Wednesday, April 22nd 2009, 2:18am

@ DanielR

Ich sehe das ähnlich wie RS8 und halte das Buch für wesentlich schlechter als die Standard-Kritik, die es zu den Klassikern zählt. Ich habe es aber schon vor etwa 10 Jahren gelesen und würde es eventuell heute minimal anders bewerten. Trotzdem gehe ich sogar so weit, das Buch explizit nicht zu empfehlen.

Warum ein Hardcore-Zocker ohne auch nur ansatzweise seriöses Risk-Management, der sich am Ende auch noch erschossen hat, ein Vorbild sein soll, weiß ich nicht. Die ihm zugeschriebene Arbeitsweise "Gewinner aufstocken, Verluste realisieren" ist bestimmt nicht seine Erfindung und dran gehalten hat er sich auch nicht.

Die Geschichte mit den damaligen und in den USA dann auch verbotenen Bucket-Shops sollte man aber als Abschreckung gegen die heutigen Bucket-Shops verstehen.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

RS8

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Tuesday, April 21st 2009, 9:52pm

Ich hab Reminiscences of a Stock Operator gelesen und dabei gelernt, wie mans eigentlich nicht machen sollte :D
Sein Tradingansatz wurde im Buch nicht wirklich beschrieben. Aber als Bio ganz interessant.
If you don't bet, you can't win.
If you lose all your chips, you can't bet.


- Larry Hite -

--------------------

The Trend is your only Friend :D

- einer, der Bescheid weiß -

DanielR

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Tuesday, April 21st 2009, 8:59pm

Jesse Livermore

Hi !

Beschäftigt sich hier jemand mit Livermore bzw. dessen Techniken beim Handel? Ich mache das zur Zeit ... aber nur auf Basis von Aktien (Daily). Ich finde seine Vorgehensweise genial. Logisch und einfach, nach meinem Geschmack. Natürlich ist nicht alles so, wie es schein zu sein. :)

Gruß,
Dan
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Dobi

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Tuesday, April 21st 2009, 7:12am

Durch die Medien bekommt man alles gut verdaulich aufbereitet serviert, damit kein flexibles Denken mehr zustande kommt.


@1%/Tag
Sehr schön und treffend geschrieben.
mfg dobi
Es gibt Berge, über die man hinüber muß ,sonst geht der Weg nicht weiter

1 % / Tag

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Tuesday, April 21st 2009, 1:24am

Stimmt alles!

Das Volk ist aber nicht nur zu dumm zum Nachdenken, sondern hat dazu noch überhaupt keine Zeit mehr zum Nachdenken, weil es mit Existenzkampf sehr beschäftigt ist.
In den Pausen beschäftigt man sich dann eher mit Formel 1 und Fußball. Durch die Medien bekommt man alles gut verdaulich aufbereitet serviert, damit kein flexibles Denken mehr zustande kommt.
Wie hieß es noch. Viel schlimmer als die globale Erwärmung ist die globale Verblödung!

Als Trader ist man auch nicht besser als die bösen Banken, denn man beschäftigt sich mit dem gleichen Unsinn, der keinen Wert schafft.
Und es ist auch nicht verkehrt, dass viele scheitern. Man sollte wirklich wieder zurück zur Realwirtschaft.

Die Zeit bis dahin ist kürzer, als die meisten glauben! :!: :!: :!:

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Monday, April 20th 2009, 11:59pm

@ plasmapelz

Erstens ist es ganz schlecht, daß die Masse sich nicht mit wirklich wichtigen Dingen beschäftigt und sich stattdessen die Zeit mit allerlei Dreck totschlägt. Zweitens ist es sehr schlimm, daß die Menschen soweit entmündigt wurden, sich nur noch als Betroffene von Entscheidungen Dritter zu fühlen. Darüber sollte man mal nachdenken.

Daß die Masse dumm ist, ist auch nicht von ganz alleine gekommen, sondern ein Produkt der verdummenden Erziehung und des Mißtrauens in Pseudo-Autoritäten, die erfahrungsgemäß viel zu sehr ihr eigenens Süppchen kochen. Wird die Krise riesig genug, beginnen vielleicht einige Leute nachzudenken.

@ Purri

Ich wollte gar niemanden direkt ansprechen, die meisten Meinungsäußerungen berühren im tiefsten Inneren aber generell verbreitete Ängste, Ahnungen, Unsicherheiten etc., egal, wer welchen Teil davon äußert.

Ganz bestimmt sind Leute, die an offiziöse Verlautbarungen oder gar an "Vater Staat" glauben, sehr naiv. In den Postings vom 25.03.09 und ausführlicher vom 18.11.08 habe ich dazu genug geschrieben. Natürlich hat das System diverse Mechanismen, die extreme Authoritätsgläubigkeit in die Menschen hineinpflanzen und viele Bewertungen auf dem Lebensweg dienen nur vordergründig der Abfrage fachlicher Kompetenz, checken zu großen Teilen aber die "Stromlinienförmigkeit", selbst wenn es bei vielen Prüfungen gar nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Trotzdem muß ein Erwachsener irgendwann die gewaltigen Widersprüche zwischen schönen Reden und gesellschaftlicher Realität erkennen - und ein Trader allemal.

Eine vernünftige Kritik muß auch nicht "aufgearbeitet" werden, sondern kann hingenommen werden. Aufgearbeitet wird nur der extremste Unsinn. Ich hoffe mal, daß trotz meiner nicht als freundlich aufgefaßten Intention das Posting wenigstens inhaltlich nicht für eine "Aufarbeitung" reif ist.

Da eine Zentralbank sehr viele Mitarbeiter hat, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als Studien zu produzieren, wird es wahrscheinlich zu allem Möglichen Studien geben.

Vor inkompetenter Dreistigkeit der Zentralbanker hat mir übrigens mal ein Zentralbanker zum Thema "Die Zentralbank hat nicht die Aufgabe Inflation zu verhindern, sondern im von ihr gewünschten Maß zu erzeugen." mal soviel Mist erzählt, daß ich mich von dem Gespräch zurückziehen mußte. Die Herren haben nicht mal abgestimmte differenzierte Kommunikationsmuster für verschiedene Auditorien und wissen teils nicht, was sie tun.

Die Demonstration der Funktionsweise des Bankensystems ist eine gezielte Lüge, es funktioniert nämlich prinzipiell spätestens ab dem Moment nicht mehr, wo durch Geldmengen-Störungen eine von der Realwirtschaft völlig losgelöste Spekulationssphäre aufgebläht wird, die realwirtschaftliches Agieren gegenüber volkswirtschaftlich unsinnigen Spekulations-Exzessen ökonomisch völlig unattraktiv werden läßt.

Wer behauptet, daß irgendwo auf der Welt in diesem Moment "alles in Butter ist", hat wohl ganz erhebliche Wahrnehmungsstörungen. Wenn diese Krise überwunden wird, dann nur mit einer weiteren ganz massiven Umverteilung vom Real-Sektor in die Finanzsphäre mittels Inflation. Realwirtschaftlich wäre ein finanzielles Reset viel besser, auch wenn es kein gutes Aushängeschild für den katastrophalen Systemzustand wäre.

So vertraulich sind die meisten Papiere übrigens gar nicht, sehr viele Veröffentlichungen kann man zumindest in ihren Kernpunkten zur Kenntnis nehmen. Weiterhin ist es ein ziemlich schlechter Stil, sofort jede Kritik in eine ideologische Ecke zu stellen. Sofern direkt in dem Material keine unsachliche Propaganda gemacht wurde, sollte man einfach bei den dargestellten Inhalten bleiben und nichts frei Erfundenes hinzufügen.

Ministerien, Zentralbanken, etablierte Finanzpresse, Beratungs- und Wirtschaftsprüfer etc. sind gerade besonders exponierte Teile der nichtvertrauenswürdigen Teile des Systems, die knallharte Interessen-Politik für ihre Klientel verfolgen und dem Gemeinwohl gerade soweit dienen, daß das System nicht an seiner eigenen Gier erstickt, wobei in der letzten Zeit nicht mal klar ist, ob ihnen dieser Job gelingt.

Daß die hohe Kunst darin besteht, die Masse bis zum Letzten auszuplündern, ohne daß sie aufmuckt, ist nun nicht gerade eine Entdeckung der heutigen Zeit und war schon immer eine Gratwanderung. Preßt man zuwenig, und geht auf Nummer sicher, macht man ökonomisch nicht das Beste in diesem Job, preßt man zuviel, wird man seinen Job los, schlimmstenfalls mit Schadenersatz, Strafvollzug, Revolution oder Krieg.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.