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Purri

Alphaholic

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Monday, April 20th 2009, 8:47pm

PerfectTrader: Wenn du mir sagen willst, ich bin naiv, ich würde faseln und wäre nicht reif für diese Welt und ein Tagträumer dann mach das bitte direkt. Deine ständigen impertinenten Unterstellungen in die grobe Richtung der Vorposter (anderes Beispiel von heute: 'Herumgezeter von Kleinsttradern'), ohne die Leute direkt anzusprechen, ist extrem schlechter Stil. Ich vermute mal, dass ich jetzt seitenweise "aufgearbeitet" werden muss (sorry im Vorhinein für die viele Tipp-Arbeit).


Zum Thema:

Was daran unwahrscheinlich sein soll? Unwahrscheinlich ist, dass die FED/Tsy überhaupt so ein Papier erstellt, selbst wenn die Zahlen stimmen sollten. Alleiniger Zweck dieser Stress-Tests ist zu demonstrieren, das das Bankensystem stabil ist. Wir in A haben diese Tests schon hiner uns, und, oh Wunder, das Ergebniss ist: es ist alles in Butter(jetzt voll in echt).

Weiters ist unwahrscheinlich, dass irgendein Keller-Nazi mit einem aus dem Privat-Haus betriebenem WebCast an vertrauliche Papiere des Ministeriums/Zentralbank gelangt, während die etablierte Finanzpresse (die wahscheinlich die halbe FED-Belegschaft auf Speed-Dail hat) nicht mal das kleinste Gerücht vernimmt. Der Typ behauptet übrigens auch, als erster die CIA Folter-Memos veröffentlicht zu haben (die NYTimes war allerdings um Tage schneller).

Was kommt als nächstes, besorgst du dir eine Finanz-Analysen beim KuKluxKlan?

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Monday, April 20th 2009, 7:29pm

Wenn diese Tagträumer nun durch Inflation oder Währungsumstellung alles verlieren werden, geschieht es ihnen eigentlich recht, schließlich hätten sie ja von Zeit zu Zeit über die Strukturen des Finanz- und Wirtschaftssystems nachdenken können und diese wichtige Aufgabe nicht an inkompetente oder eigenützige Politiker abtreten müssen.


Mal angenommen ich wäre einer dieser Tagträumer von denen Du redest... und hätte, so wie Millionen andere Leute, keine Ahnung und erst Recht keinen Einfluss - was hätte ich denn Deiner Meinung nach tun sollen?

Ich habe mich vor einiger Zeit mal mit dem hier in einigen Beiträgen angedeuteten Freiwirtschaftssystem beschäftigt, und finde die Idee gut. Aber versuche das mal jemandem zu erklären, der sich nicht die Bohne für solche Themen interessiert - da stößt Du nur auf Ablehnung und Unverständnis (nach dem Motto "was, ich soll auf meine Spareinlagen keine Zinsen mehr kriegen? Das geht gar nicht... blah ... Vorsorge ... blubb"). Gegen kleingeistiges Schildbürgertum helfen oft die schlüssigsten Argumente nichts. Selbst wenn sie fachlich als richtig eingestanden werden müssen, werden sie es nicht. Mit informieren und nachdenken ist es da leider nicht getan, manchmal müssen die Leute zu ihrem Glück gezwungen werden.
Letztendlich sitzt man im selben Boot wie alle anderen auch - und das dreht seinen Kurs nicht aufgrund ein paar weniger, die die Sache anders (klarer?) sehen als andere.
Glück ist nur ein anderes Wort für Zufall

Mihcat

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Monday, April 20th 2009, 7:07pm

Die Quelle mag politisch nicht korrekt sein - die Aussage ist jedoch nicht unwahrscheinlich.

Ich empfehle jedem das Buch "Crashkurs" :thumbup: von Dirk Müller, Broker vom Frankfurter Parkett, der einen sehr kritischen Blick auf die gängigen bzw. offiziellen Statements zur Wirtschaftslage wirft.
Mihcat :)
"Der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist." (Louis Pasteur)

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Monday, April 20th 2009, 6:39pm

Das "Verschwörungs-Theoretiker-Milieu" ist wahrscheinlich die seriöseste Informations-Quelle, die es gibt. Die Welt besteht zu großen Teilen aus erheblichen Ungreimtheiten, die die Naiven als "Verschwörung" deuten, weil ihr kleiner Geist sich doch lieber an offiziöse Ammen-Märchen halten will.

Die Eingeweihten wußten schon immer "That's it" und sind eher genervt, wenn jemand mit Uralt-Tatsachen Aufmerksamkeit erheischen will, aber eigentlich nur zeigt, daß er ganz langsam beginnt, die wahren Zusammenhänge zu begreifen. Gleichzeitig sieht der Eingeweihte aber auch, wie viel dem Anfänger im Begreifen noch fehlt bis zum vollen Bild. In einem Zirkel auch nur halbwegs kompetenter Macher muß man nicht mit allgemeinen Anmerkungen zu prinzipiellen Abläufen aufwarten, sondern mit durch die Beteiligten sofort gewinn- und machtbringend ausnutzbaren echten Erkenntnissen aufwarten.

Ein Trader, der nicht in der Lage ist, marktneutral long in Richtung der starken Werte und short in Richtung der angezählten Werte zu gehen und bei Drehen des politischen Windes sofort die Position zu drehen, ist nicht reif für diese Welt und wird von "Verschwörungen" faseln. Der andere Trader macht stattdessen durch Ausnutzen der Information Gewinn, bevor sie alle Welt als altbekannt einstuft.

Welche der Aussagen soll denn bitte unwahrscheinlich sein? Offenbar haben immer noch einige nicht begriffen, daß das Ausmaß der finanziellen Blase um mehr als eine dezimale Größenordnung über der gesamten Leistungskraft der Realwirtschaft liegt und das Problem genau so lange fern und abstrakt ist, bis dieses Blasengeld in der Realwirtschaft gar nicht vorhandene Gegenwerte erwerben will. Wenn diese Tagträumer nun durch Inflation oder Währungsumstellung alles verlieren werden, geschieht es ihnen eigentlich recht, schließlich hätten sie ja von Zeit zu Zeit über die Strukturen des Finanz- und Wirtschaftssystems nachdenken können und diese wichtige Aufgabe nicht an inkompetente oder eigenützige Politiker abtreten müssen.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

Hintman

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Monday, April 20th 2009, 4:45pm

War eh kurz davor, es in den Unterhaltungsthread zu verschieben ;)
Parameter für Trading "Frei Schnauze": Stopp-Loss 0,6-fache ATR, Profit Target 1,8-fache ATR. Zeitstopp greift am 5. Tag des Trades.
Meine Postings stellen keine Aufforderung zum Wertpapierkauf dar, dafür ist jeder selbst verantwortlich.

Purri

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Monday, April 20th 2009, 4:44pm

Believe it or don't.
Die Quelle dürfte alles andere als seriös sein. Kommt aus dem Rasissten/Verschwörungstheoretiker Millieu.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hal_Turner

Dr.Forex

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Monday, April 20th 2009, 4:17pm

Believe it or don't.

The stress tests were conducted to determine how well, if at all, the top 19 banks in the USA could withstand further or future economic hardship.

When the tests were completed, regulators within the Treasury and inside the Federal Reserve began bickering with each other as to whether or not the test results should be made public. That bickering continues to this very day as evidenced by this "main stream media" report.

The Turner Radio Network has obtained the stress test results. They are very bad. The most salient points from the stress tests appear below.

1) Of the top nineteen (19) banks in the nation, sixteen (16) are already technically insolvent.

2) Of the 16 banks that are already technically insolvent, not even one can withstand any disruption of cash flow at all or any further deterioration in non-paying loans.

3) If any two of the 16 insolvent banks go under, they will totally wipe out all remaining FDIC insurance funding.

4) Of the top 19 banks in the nation, the top five (5) largest banks are under capitalized so dangerously, there is serious doubt about their ability to continue as ongoing businesses.

5) Five large U.S. banks have credit exposure related to their derivatives trading that exceeds their capital, with four in particular - JPMorgan Chase, Goldman Sachs, HSBC Bank America and Citibank - taking especially large risks.

6) Bank of America`s total credit exposure to derivatives was 179 percent of its risk-based capital; Citibank`s was 278 percent; JPMorgan Chase`s, 382 percent; and HSBC America`s, 550 percent. It gets even worse: Goldman Sachs began reporting as a commercial bank, revealing an alarming total credit exposure of 1,056 percent, or more than ten times its capital!

7) Not only are there serious questions about whether or not JPMorgan Chase, Goldman Sachs,Citibank, Wells Fargo, Sun Trust Bank, HSBC Bank USA, can continue in business, more than 1,800 regional and smaller institutions are at risk of failure despite government bailouts!

The debt crisis is much greater than the government has reported. The FDIC`s "Problem List" of troubled banks includes 252 institutions with assets of $159 billion. 1,816 banks and thrifts are at risk of failure, with total assets of $4.67 trillion, compared to 1,568 institutions, with $2.32 trillion in total assets in prior quarter.

Put bluntly, the entire US Banking System is in complete and total collapse.
Wer das Ziel nicht kennt wird den Weg nicht finden...

oldschuren

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Wednesday, April 15th 2009, 2:25pm

Ich will mein Script MT4-Auswertung erweiter. Auf so eine einfache Lösung bin ich aber auf Anhieb nicht gekommen... Man kann sich das Leben auch schwerer machen als es ist... :)
ich raube, also bin ich....

oldschuren

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Wednesday, April 15th 2009, 2:15pm

Dank Dir... Man, ist ja noch gar nicht so lange her... :)
ich raube, also bin ich....

Gordon Gekko

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Wednesday, April 15th 2009, 1:11pm

@ oldschuren

Dare hat unter der Rubrik "Excel" mal en Tool unter dem link hochgeladen, das behandelt genau dein Problem.
Ein Trade ist wie ein Linienbus: Man sollte Ihnen niemals hinterherlaufen, der nächste kommt bestimmt!

Trading End of Day

oldschuren

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Wednesday, April 15th 2009, 12:27pm

Hi,
mal ne Frage am Rande: Wenn ich eine Folge von Trades habe, mit welcher Formel (z.B. in Excel) bekomme ich den max. DrawDown berechnet? Man könnte jetzt per Script von jedem Trade aus den maximalen Abstand berechnen und diese dann miteinander vergleichen. Ist aber bei hunderten von Trades doch ziemlich zeitaufwändig.
OS
ich raube, also bin ich....

DanielR

Nightwalker

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Sunday, April 12th 2009, 7:38pm

Simbabwe schafft eigene Währung ab

"Die Inflation in Simbabwe liegt bei astronomischen 230 Millionen Prozent - jetzt beschließt die Regierung eine Notaktion: Laut einem Pressebericht wird der Simbabwe-Dollar für mindestens ein Jahr aus dem Verkehr gezogen, als Ersatz sind ausländische Währungen zugelassen. [...]"

Quelle: spiegel
I go for it!

retep

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Wednesday, April 1st 2009, 1:35pm

Quoted

THE EVENT:

Shielded by strong police presence, world leaders including U.S. President Barack Obama gather in London Wednesday on the eve of the April 2 G20 summit dogged by divisions over how to tackle the economic crisis and the extent of planned global regulatory reforms.

THE AGENDA:

The U.S., U.K. and Japan have pressed for more emergency fiscal stimulus to get economies going again, but appear willing to push back the demand to a later summit. European leaders caution against piling up too much national debt, deciding to wait for previous stimulus moves take hold.
European leaders seek tighter global regulation of banks, financial markets and non-bank institutions such as hedge funds. They also seek curbs on executive pay packages, tighter regulation of ratings agencies and a crack down on tax havens, including possible sanctions in cases of noncompliance.

WHAT THEY'RE SAYING:

--IMF Managing Director Dominique Strauss-Kahn highlighted differences within the group. "For sure, it is difficult; the Americans are putting more of an emphasis on fiscal stimulus and the Europeans more on regulation," Strauss-Kahn said in a statement.
--President Obama told a news conference Wednesday the group will "act with a sense of urgency." He said participants might not to agree on every issue, but will focus not on differences but on areas where there is common ground.
--U.K. Prime Minister Gordon Brown, at the same briefing, acknowledged there are tough negotiations ahead, but the group can't agree on "the lowest common denominator." He pledged tough supervision of hedge funds, a solution to tax havens and action to spur growth.
--French President Nicolas Sarkozy said on French radio early Wednesday he wouldn't want to "associate" himself with a G20 that would be concluded by "false compromises." He said the current draft of the final G20 statement doesn't suit France nor Germany.
--Chancellor Angela Merkel told reporters Wednesday Germany would like to wait and see the effects of existing economic stimulus packages, rather than rushing out a third stimulus program. "May I remind you that we passed a...EUR50 billion stimulus in February," she said."
--German Finance Minster Peer Steinbrueck said late Tuesday "the most important principle is no blind spot, which means all market participants, all financial products, all financial markets should be supervised and should be regulated."
--German Chancellor Merkel and President Sarkozy have scheduled a joint press conference for 1530 GMT.

PROTESTS:

This week's G20 meeting is attracting protesters of all stripes, with London police massed to prevent or contain the kind of violent chaos that marred a 2001 summit in Genoa, Italy, and the 1999 World Trade Organization meeting in Seattle. U.K. police have been most concerned about Wednesday's demonstrations, organized by a coalition of groups calling itself G20 Meltdown. Four groups plan to converge on the Bank of England at around 1100 GMT, led by huge puppet representations of the four horsemen of the apocalypse.
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retep

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Wednesday, April 1st 2009, 12:13pm

Die Geschichte wiederholt sich. Was soll man auch anderes erwarten, wenn alle Länder seit einem halben Jahr, als die Finanzkrise niemandem mehr verheimlicht werden konnte, im wesentlichen Däumchen drehen.


Also ich habe schon überlegt, dass doch noch etwas niedliche Wort "Finanzkrise" durch das zutreffendere Wort "Kapitalismuskrise" (oh my god - jetzt ist es draussen - Schreck lass nach) zu ersetzen.


G20.: USA und GB wollen ihren alten Status retten, BRIC ihren unabdingbaren neuen zementieren. Happy talking.....
Ach ja: Und der Zappelphilipp auf Ritalin aus der "Grande Nation" kämpft darum überhaupt noch wahr genommen zu werden.
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bo1

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Wednesday, April 1st 2009, 12:00pm

Die Geschichte wiederholt sich. Was soll man auch anderes erwarten, wenn alle Länder seit einem halben Jahr, als die Finanzkrise niemandem mehr verheimlicht werden konnte, im wesentlichen Däumchen drehen.

retep

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Wednesday, April 1st 2009, 8:32am

G20 schon durchgefallen?

Quoted

PARIS (Dow Jones)--French president Nicolas Sarkozy Wednesday said he can't believe that the summit of G20 leading industrialized and emerging countries in London over the economic and financial crisis will fail.
Speaking in an interview with French radio Europe 1, Sarkozy said he wouldn't want to "associate" himself with a G20 that would be concluded by "false compromises."
He said the current draft of the final G20 statement doesn't suit France nor Germany. Sarkozy said he spoke to German chancelor Angela Merkel late Tuesday.


Quoted

Warnung für die G-20: 1933 scheiterte ein ähnlicher Gipfel spektakulär

Fast 76 Jahre ist es her, da versammelten sich schon einmal tausende Politiker und Wirtschaftsführer in London, um die Welt vor einer grossen Wirtschaftskrise zu bewahren. Damals ging es schief.
...
Eines der grossen Probleme war damals, dass die politischen Führer trotz aller verbalen Bekenntnisse nicht bereit waren, auf eine Wirtschaftspolitik zu verzichten, von der sie dachten, dass sie ihrem Land nützt. Das war vor allem auch eine Währungspolitik, die auf die Abwertung der eigenen Währung setzte, um den Export zu fördern. Auf eine gemeinsame Politik in dieser Hinsicht konnte man sich damals nicht einigen.
...
Die Konferenz von 1933 kann aber ein Beispiel dafür sein, was alles schief gehen kann, wenn die Diplomatie in aller Öffentlichkeit stattfindet, wie die Historikerin Patricia Clavin vom Jesus College der Universität Oxford erklärt. Noch Jahre später machten sich die USA, Grossbritannien und Frankreich gegenseitig Vorwürfe, wer für das Scheitern der Konferenz verantwortlich war.

Auch Nazi-Deutschland hätte gewusst, dass Grossbritannien und die USA praktisch nicht kooperierten, erklärt Clavin, Autorin des Buchs «The Great Depression in Europe, 1929-1939». Dies sei eine möglicherweise gefährliche Kombination angesichts der deutschen Ambitionen gewesen.

Das Scheitern der Konferenz beeindruckte aber einige Diplomaten niedrigeren Ranges so sehr, dass sie daran gingen, die internationale Zusammenarbeit in der Finanzpolitik zu institutionalisieren, was dann 1944 mit der Konferenz von Bretton Woods in New Hampshire geschah. Dort wurden der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ins Leben gerufen, heute zwei der wichtigsten Finanzinstitutionen auf der Welt.
Quelle: TA

Quoted

Einst vollmundig, nun bescheiden
...
Man werde «Steueroasen eliminieren» und «internationale Regeln für die Bezahlung von Bankern verabschieden», stellt der G-20-Gastgeber in Aussicht. Ist dies der gleiche Brown, der als Finanzminister schützend seine Hand über Off-Shore-Zentren wie Jersey, Guernsey und die Cayman-Inseln hielt? Der den wichtigsten britischen Firmen tatenlos dabei zusah, wie sie Steuermilliarden hinterzogen?
...
Und die Reform der Weltwirtschaft? Ganz bescheiden spricht der einst so vollmundige Premierminister in der Kathedrale davon, dass die Gipfelteilnehmer «den Sauerstoff der Zuversicht» bereitstellen müssen und «den Menschen in allen unseren Ländern Hoffnung für die Zukunft geben». Es klingt, als habe kaum jemand den Sauerstoff der Zuversicht so nötig wie er.
Quelle: BZ

Quoted

Die übelste Steueroase sind die USA

Wie schwierig ist es, Strohfirmen und geheime Bankkonten zu eröffnen? Ein australischer Professor hat es getestet.
...
Sharman kontaktierte 54 Corporate Service Provider (CSP) in 22 Ländern online. 45 CSP signalisierten die Bereitschaft, eine Strohfirma zu gründen. 28 CSP wollten dafür aber eine klare Identifizierung, etwa eine notariell beglaubigte Passkopie. 17 dieser Anlaufstellen verlangten nichts anderes als eine Kreditkarte und eine Postadresse; sie waren noch nicht mal besonders teuer und veranschlagten zwischen 800 und 3000 Dollar für ihre Dienste.

Nur 4 dieser 17 Büros befinden sich in klassischen Steueroasen, die restlichen 13 liegen in OECD-Ländern, jenen Staaten also, die an einer schwarzen Liste arbeiten. England beherbergt sieben dieser Anlaufstellen, die USA vier, Spanien und Kanada je eine, wie der «Economist» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet.
...
In einem weiteren Schritt versuchte Sharman anonyme Bankkonten über diese 17 Anbieter zu eröffnen. Dies erwies sich als schwieriger und funktionierte nur in fünf Fällen: Je einmal in den US-Bundesstaaten Wyoming und Nevada, zweimal in England und einmal bei einem Joint Venture in Liechtenstein und in Somalia.
...
Laut «Economist» sind die USA für Ausländer besonders attraktiv, um Geld zu parkieren, weil der Staat die Zinsen nicht besteuert. Dieser Umstand, gekoppelt mit der gebotenen Anonymität, offeriere «alle Vorteile einer Steueroase».
...
Quelle: BZ
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Friday, March 27th 2009, 2:58pm

CME Messaging Policy

@ Purri

Den in Artikel 5610 befürchteten Ärger muß es nicht geben, da Dein Broker mit der CME abweichende Verträge geschlossen haben kann, dort selber Market Maker sein kann, die Strafen in die eigenen Kommissionen einrechnen kann oder sich die Vorgänge über seiner Kundenmasse ausreichend verteilen.

Insbesondere gibt es bei Interactive Brokers derzeit keine Beschränkung nach dem von Dir angeführten Dokument bei den Futures, bei Optionen wird das über die ausgewiesenen Fees abgefangen.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Friday, March 27th 2009, 9:52am

Ich denke schon, daß sich bei der erforderlichen Einsicht, einige Fehl-Entwicklungen der letzten Jahre, insbesondere die rasende Hybris virtuellen Geldes und seiner Verwalter bei der Aussaugung der realen Wirtschaft, korrigieren lassen.

Andererseits ist gerade in den großen Konzernen noch soviel Wasserkopf und Schlendrian, daß massiver Druck gar nicht so verkehrt ist. Leider wird er völlig undifferenziert und unkonstruktiv auf die ohnehin schon demotivierten Mitarbeiter übertragen. Wenn man sich aber oft ansieht, mit wieviel rotzig-frecher Arbeitsscheu und Kundenfeindlichkeit viele Mitarbeiter operieren, haben diese nicht immer nur Mitleid gegen die "ach so bösen" Chefs verdient, sondern ziemlich oft auch einen harten Tritt in den Allerwertesten. Leider fällt aber offenbar niemand so tief, daß es ihm danach zu den nötigen Denkanstößen gereicht. Was davon von oben hinein gebrachter Frust durch falsches Management ist und was der ganz eigene wachsen gelassene innere Schweinehund, sollte jeder mal ganz für sich höchst selbstkritisch untersuchen. Möglicherweise braucht das versammelte Arbeit-Spielen die harten Auswirkungen dieser Krise, um zur Besinnung zu kommen.

Egal, wer nun welchen Schuld-Anteil an der heutigen Misere trägt, wird es bei einem "Weiter so" leichtestens absehbar zu sozialen Verwerfungen kommen. Da unsere heutige Zeit aber wirklich recht moderat mit Verfehlungen umgehen kann, sollten die Zeiten nie besser gewesen sein, sich einfach für seine Fehler zu entschuldigen und es von nunab besser zu machen oder Leuten den Platz zu überlassen, die neue Paradigmata auch glaubwürdig verkörpern können.

Die bisher gemachte Kohle wird den Leuten ja aller Voraussicht im Großen und Ganzen erhalten bleiben, womit sie schon mehr als zufrieden sein sollten. Wenn allerdings mehr oder weniger der Versuch gemacht wird, die völlig überrissenen Exzesse der Vergangenheit auch in die Zukunft als vermeintliche Normalität weiterschreiben zu wollen, ist die Chance, alles zu verlieren, durchaus real. Einsicht und Vorsicht wären also schon dringendst geboten.

In dem Zusammenhang möchte ich übrigens darauf hinweisen, daß ich bei den volkswirtschatlichen Betrachtungen auch vor der Krise öfter mal darauf hingewiesen haben, daß manche Dinge auf Dauer volkswirtschaftlich unmöglich sind und daher ins Reich der Utopie gehören, aber dafür auch hier im Forum die versammelte Schelte der raffgierigen Träumer auf mich zog. Der wichtigste Gegensatz zu den angesprochenen Leuten ist nicht so sehr die moralische Gesinnung, sondern der Fakt, daß es die Einen packen und die Anderen nicht.

Übrigens haben bei aller krankhaften Gewinnsucht der finanzierenden Banker auch einige U-Bahn-Schacht-Bewohner (die für ihre Liar-Loans auch flunkerten, daß sich die Balken bogen), ein Haus bekommen, was schon mal ziemlich sozial ist. Es ist also nicht ganz so einfach schwarz-weiß.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

retep

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Friday, March 27th 2009, 9:11am

Quoted

Diesmal sind es die Verantwortungslosigkeit und Anspruchshaltung des Geldadels sowie die Realitätsblindheit der politisch Verantwortlichen, die den Tod der neoliberalen Ideologie verursachen. Das Denken über die Konsequenzen steht erst am Anfang - da jetzt der Orkan tobt und es darum geht, das Kentern des Schiffes zu verhindern. Doch der Sturm wird sich legen, und die Passagiere werden sich an die Offiziere wenden und verlangen, dass man die alten Navigationsinstrumente im Meer versenkt. Die Offiziere sollten das tun und dankbar sein, dass unser Zeitalter ein relativ mildes ist. Das Versagen einer Oberschicht wurde vor gar nicht langer Zeit noch mit der Guillotine gesühnt.


Die Menschen wurden zu Sklaven der Investoren- und Managerkaste.
Zuerst haben sie die Unternhemen ausgesaugt, und jetzt bedienen sie sich noch am Staat.

Ich bin mir sicher das wir auf "le rasoir national" (Guillotinen-) Zeiten zugehen.
Irgendwo auf dieser Welt wird an einem Tag der Frust der Menschen explodieren.

Und dieser Tag wird in 100 Jahren die gleiche Bedeutung haben wie ein 30 jahriger Krieg oder die französische Revolution.
Als jeweils das Ende einer Herrschaftskaste eingeläutet wurde.


Was sind Grundzüge von grossen Umwälzungen?
Als die Geistlichkeit, der Klerus den Absolutismus über die Köpfe der Menschen verlangte - es kam zu Kriegen
Als die Aristokratie, der Feudalismus den Absolutismus über die Köpfe der Menschen verlangte - es kam zu Kriegen
Als die Neokratie, der Geldadel den Absolutismus über die Köpfe der Menschen verlangte - ????

Und im Grunde stand dahinter immer nur die Raffgier einer eher kleinen Kaste die den anderen Menschen einbläute - soll es euch gut gehen, muss es uns gut gehen.
Und, wie die Geschichte zeigt, eine Zeitlang glauben sie das auch - aber eben nur eine Zeitlang.
Irgendwann zieht dann Guillotinenwetter auf.
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retep

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Friday, March 27th 2009, 8:57am

bossnapping

Quoted

Drohbriefe, Farbanschläge, eingeschlagene Scheiben, zerkratzte Autos: Wegen der Krise richten sich Aggressionen gegen die Manager. Diese erhalten Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben.

«Tragen Sie kein Zubehör (Taschen, Shirts, Schirme etc.) mit dem Firmenlogo». - «Seien Sie in der Nacht wenn immer möglich zu zweit unterwegs, parkieren Sie an gut beleuchteten Orten.» - «Melden Sie es sofort dem Sicherheitsdienst, wenn Ihr Mitarbeiterbadge verloren ging oder gestohlen wurde.»

Vor dem G20-Gipfel, der nächste Woche in England stattfindet und der zu allerhand Demos führen dürfte, erhielten auch die Londoner Angestellten der Grossbank J.P.Morgan Tarn-Instruktionen. «Dress down», stand im internen Memo, das die Zentrale vorgestern vermailte: «Es ist den Angestellten ab 30. März erlaubt, Freizeitkleidung - Jeans/Trainer - zu tragen.» Und weiter: «Vermeiden Sie Aktenkoffer/Taschen mit Logo/Computer taschen».

Die «Financial Times» in Deutschland kam denn zum Schluss, dass die Entwicklung in den letzten Tagen «eine neue, aggressivere Dimension» erreicht habe: «Es wird persönlich. In Frankreich, Grossbritannien und den USA werden Manager und Banker zur Zielscheibe des Zorns: Geiselnahmen, Morddrohungen, Angriffe auf das Eigentum. Es ist keine abstrakte Wut auf "gierige Banker" - die Drohungen und Bedrohungen sind ganz konkret.»

n Frankreich sieht man die Sache schon grundsätzlicher. Beispielsweise veröffentlichte der Unternehmer und Autor Alain Minc am Montag im «Figaro» einen «offenen Brief an meine Freunde von der führenden Klasse» - und zog darin gleich Parallelen zur Französischen Revolution. «Spürt ihr, dass die Nerven im Lande flattern», fragte der Sarkozy-Berater die Chefs im Lande, «und dass die Bürger das Gefühl haben, eine Krise zu durchleben, an der wir in ihren Augen schuld sind?»
Quelle: BZ
Würde und Sein - sind allen gemein