Als Bär für die kommenden Monate sehe ich den Dollar weiter steigen. Ich
könnte mir eine Korrektur der großen Indizes um 50% vorstellen, daher
wird das Geld in Risiko aversiven Assets gehen. Gold und Yen in erster
Linie, Dollar in zweiter Linie. Vielleicht noch ein großer pro Dollar
Move vor der "Sommerpause", dann Konsolidierung, und dann im Herbst der
nächste große Run auf den Dollar. Parität von EUR/USD und vielleicht
sogar von GBP/USD halte ich durchaus im Bereich des Möglichen auf 24
Monate gesehen. Viel wird allerdings von China abhängen, was mit dem
Dollar passiert. Eine Aufwertung des Yuan zum Dollar, sollte erstmal
positiv für den Dollar sein, da man davon ausgehen kann, dass sie US
Wirtschaft in Schwung bringt ( neue Jobs, Haushaltdefizit sinkt, da die
USA nun mehr exportieren) und die Zinsen dort eher als in der Eurozone
steigen werden. Was eine Aufwertung des Yuan längerfristig für die
Weltwirtschaft bedeuted steht auf einem anderen Blatt. Nicht nur, dass
die Aufwertung chinesische Produkte teurer macht, China könnte auch
genötigt sein, ihrerseits die Zinsen zu erhöhen. Die chinesische
Wirtschaft würde also doppelt getroffen werden und damit auch der Rest
der Welt. Australien und Kanada wären als Exportnationen am Schlimmsten
dran, zumindestens gegenüber dem Aussie und Loonie sollte der Dollar
auch in diesem Szenario aufwerten. Aber auch wenn es keine Aufwertung
geben sollte, spielt China eine große Rolle. Es ist eher
unwahrscheinlich, dass sie die Blase im Häusermarkt in den Griff
bekommen. Der Shanghai Index wird crashen, mit ihm alle anderen Indizes,
der Dollar als defensive Währung sollte weiter steigen.