Location: Aus dem schönen Allgäu in Süddeutschland
Occupation: Consultant / Asset Management / Projektassistenz d. CEO's
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cavobi (31.01.2012), Perfect Trader (31.01.2012), pips (31.01.2012)
Das sehe ich in diesem Fall anders. Die SNB hat wiederholt in ihrem Statements klar gemacht, dass sie die 1.2000 mit allen Mitteln verteidigen will. Das hat ein sehr positives Echo in der schweizerischen Bevölkerung hervorgerufen. Die SNB wird hier nie und nimmer mit irgentwelchen Aktionen den CHF stärkern, nur um ein paar Marktteilnehmer aus dem Markt zu kegeln. Damit würde sie jede Reputation in der Schweiz verlieren. Gerade nach der Hildebrandt Geschichte. Langfristig wäre es auch äußerst unklug die 1.2000 fallen zu lassen. Selbst wenn man dann "billiger" intervenieren könnte nachdem die Stops gefischt wurden, würde es nicht lange dauern und die Marke würde wieder attackiert werden. Letztlich kommt das der SNB teurer zu stehen, als oberhalb von 1.2000 zu intervenieren. Wenn man hier Stärke zeigt, hält man sich zudem die Option offen die Barriere auf 1.2500 oder 1.3000 zu legen. Fällt die 1.2000 würde der Markt eine neue Barriere nicht mehr ernst nehmen. Ob die SNB es schafft die 1.2000 zu verteidigen steht auf einem anderem Blatt, sie haben auch den Kampf um 1.5000 verloren, aber sie hat absolut null Interesse Kurse unter 1.2000 zuzulaseen.@ janson
Die Überlegungen sind richtig. Trotzdem kann eine Notenbank, die vorrangig mittel- bis längerfristige Intentionen verfolgt, um die Wirtschaft ihres Landes zu stabilisieren, mit einer gut getimten Aktion auch gegen ihre Haupt-Stoß-Richtung agieren, um damit vorsätzlich ein gewünschtes Maß an Verunsicherung bei aus ihrer Sicht unerwünscht kurzfristig operierenden Markt-Teilnehmern zu erzeugen. Mit der richtigen Einbettung in flankierende Maßnahmen in anderen Assets (Swaps, Vola-Options-Strategien) kann sie sogar mit gegen ihre Intention gerichtet erscheinenden Geschäften unter dem Strich einen beachtlichen Nutzen erzielen.
Das Schlechteste, was ihr passieren kann, ist, wenn die kurzfristigen Spekulanten ihre Aktionen soweit vorher sehen können, daß sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich gegen sie operieren können. Um das zu vermeiden, ist fast jedes Mittel recht, insbesondere, wenn es langfristige Währungs-Kurse kaum beeinflußt.
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Perfect Trader (20.01.2012), pips (21.01.2012)
Mich würde ein Spike von mehreren hundert Pips südlich der 1:20, binnen weniger Minuten, nicht wundern, einfach um ein paar Leuten wieder böse auf die Finger zu hauen. Wäre noch besser für den Ruf, mMn.
Momentan aber fehlt mir noch die notwendige Volatilität.
Quelle: spon
Quoted
Schweizer Ökonomen drangen seit längerem darauf, eine Obergrenze zum Euro zu definieren. Dies habe schließlich schon einmal funktioniert. Im Sommer 1978 legte der Franken gegenüber der D-Mark und dem Dollar um 40 Prozent zu. Statt wie normal 80 bis 90 Rappen bekam man für eine D-Mark nur noch 75 Rappen. Die SNB rang sich zu einem Experiment durch: Die Notenbanker kündigten an, mit unbegrenzten Interventionen auf dem Devisenmarkt dafür zu sorgen, dass die Schwelle von 80 Rappen pro D-Mark nicht mehr unterschritten werde.
Um das Ziel zu erreichen, verkaufte die Notenbank mehr als zehn Milliarden Franken. Die Geldmenge stieg um 17 Prozent statt nur fünf Prozent, wie Anfang 1978 verkündet. Das Experiment gelang: Der Franken-Kurs gab schnell nach und pendelte sich 1979 bei 90 Rappen ein. Bis zur Einführung des Euro 1999 sank er nie wieder unter 80 Rappen.
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