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summit

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Thursday, January 27th 2005, 9:22pm

RE: Literaturempfehlungen

@goso

auch ich möchte Dir für die weiß Gott nicht selbstverständliche Arbeit hier im Forum und bei Elitetrading danken. Ich hoffe für uns, daß Du nicht so schnell müde wirst :)). Falls Du mal eine Schulung machst im schönen Ösiland, halte mir mal einen Stuhl frei :D, fast egal, was er kostet.
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goso

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Thursday, January 27th 2005, 8:10pm

Literaturempfehlungen

Hier möchte ich die deutschsprachigen Bücher vorstellen, die jeder - angehende - FX Trader gelesen und verstanden haben sollte.

1. Die "Bibel" der technischen Analyse, "Technische Analyse der Finanzmärkte" von John J. Murphy, ISBN 3898790622, erschienen im Finanzbuchverlag

2. "Schwager on Futures, Technische Analyse" von Jack Schwager, ISBN 3932114035, erschienen im Finanzbuchverlag,

3. " Technische Analyse mit Candlesticks " von Steve Nisen, ISBN 3898790754, ebenfalls Finazbuchverlag

4. "Clever Traden mit System" von Van K. Tharp, ISBN 3932114434, ebenfalls Finazbuchverlag

5. "Behavorial Finance" von Joachim Goldberg und Rüdiger von Nitzsch, ISBN 3898791009

6. "Devisenhandel" von Dennis Metz, ISBN 3898790657, Finanzbuchverlag

7. "Traden wie ein Profi" von Uwe Wagner, ISBN 3898790215, ebenso FBV

Zum letzten Titel sei noch bemerkt, dass ich kein Wagner Fan bin, aber das Buch ist nicht schlecht.

Regelmässiges lesen des Trader's schadet sicher auch nicht, gelegentlich ist da durchaus Interssantes zu finden.

Ich weiss schon, die Bücher kosten zusammen vermutlich € 300,--, aber wenn sie helfen auch nur einen Verlusttrade nicht zu machen haben sie sich schon rentiert.

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goso

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Sunday, January 23rd 2005, 10:45am

Einleitung

Zu Beginn dieser Einführung in den Währungshandel möchte ich ein paar Begriffe erklären, die immer wieder zu lesen sein werden, für die erfahrenen Trader sicher langweilig, aber für Newcomer ein absolutes "Must".

Der internationale Devisenmarkt wird als Foreign Exchange, Forex, FX, Spotmarkt oder hier im Forum auch als 4ex bezeichnet, auch die Bezeichnung Interbankmarket ist gebräuchlich. Dies resultiert aus der Tatsache, dass es keine Devisenbörse im Sinne einer herkömmlichen Börse gibt, Devisen werden zum überwiegenden Teil zwischen professionellen Händlern der internationalen Investmentbanken und Broker gehandelt, die Plattform, über die dieser Handel läuft, heisst EBS.

Angeblich werden täglich um die 3 Billionen USD so gehandelt, damit ist der Währungshandel umsatzstärker als jede Börse der Welt. Angeblich deswegen, weil es nur geschätzt werden kann, wie viele Trades mit welchem Volumen abgewickelt werden, es gibt einfach keine zentrale Stelle, die das erfasst. Eine solcher Markt wird als OTC (Over-the-Counter) bezeichnet, es gibt keine Börsenaufsicht noch einen offiziellen Kurs.

Devisen werden 24 Stunden am Tag gehandelt, es gibt auch kaum Feiertage, am Sonntag 23.00 MEZ startet der Handel und endet am Freitag um 23.00 MEZ.

Wie in allen Bereichen des täglichen Lebens gibt es auch im FX Handel eine brachenspezifische Terminologie, ich möchte die gebräuchlichsten Ausdrücke kurz erklären.

Ask: Das ist der Preis, um den man am Markt kaufen kann.

Bid: Um diesen Kurs kann am Markt verkauft werden.

Bid/Ask Spread: Meist als Spread bezeichnete Differenz zwischen Bid und Ask Kursen, das sind gleichzeitig auch die Transaktionskosten des Traders. Im intersse des Traders sollte der Spread so gering als möglich sein.

Cost of Carry: Kosten, die beim Halten einer Position über Nacht entstehen, der Berechnungsmodus variiert von Broker zu Broker.

EBS: Abkürzung für Electronic Brokerage System, auf dieser Plattform findet der FX Handel zwischen den Internbankmarketteilnehmern statt.

Leverage: dt. Hebel, im Währungshandel ist es üblich mit hebeln zu arbeiten, typischerweise beträgt der Hebel 1:100, das bedeutet, man kann mit einer Margin von USD 1.000,-- einen Betrag von USD 100.000,-- handeln.

Limit Order:Eine Orderart, bei der man zu einem vorher bestimmten Preis kauft oder verkauft, bei guten Brokern werden diese Orders zum angegebenen Kurs ausgeführt.

Long: Wenn man im EURUSD long ist, spekuliert man auf einen steigenden Kurs dieses Pairs.

Margin: Damit wird jener Betrag bezeichnet, der zum Handel eingesetzt wird, bei Unterschreitung der Mindestmargin wird die Position zwangsgeschlossen, der früher übliche Margincall ist unüblich geworden.

Market Order: Order zum Marktpreis zu kaufen oder verkaufen.

One Cancel Other: Als OCO abgekürzt, eigentlich zwei Order zu verschiedenen Kursen - auch long und short - bei der beim Auslösen einer Order die andere gelöscht wird.

Pip: geringste Änderung des Kurses, im Futuremarkt als Tick bezeichnet. Im EURUSD z.B. von 1,3200 auf 1,3201, im USDJPY von 104,00 auf 104,01.

Short: Gegensatz zu Long, man spekuliert auf einen fallenden Kurs.



Im Devisenhandel werden "fixe" Paare gehandelt, 85 % des Handels finden in Paaren, die Euro, Yen, US Dollar, Schweizer Franken, Britisches Pfund, Australischen Dollar, Neuseeländischen Dollar und Canadischem Dollar beinhalten, statt. Diese Währungen bzw. die Paare daraus werden als Majors bezeichnet, der verbleibende Rest als Exotics.

Im Sprach- bzw. Schriftgebrauch haben sich einige Synonyme für diverse Pairs gebildet, auch ich gebrauche sie in meinen Beiträgen immer wieder, darum möchte ich sie jetzt noch schnell anführen.

Wie folgt zu lesen: Ausgesprochene Bezeichnung, Abkürzung, Insiderbezeichnung

Britisches Pfund / US Dollar, Abk. GBPUSD, Cable; Euro / US Dollar, EURUSD, Euro; US Dollar / Japanischer Yen, USDJPY, Dollar Yen; US Dollar / Schweizer Franken, USDCHF, Swissy; US Dollar / Canadischer Dollar, USDCAD, Dollar Canada - von mir auch gelegentlich als Holzfällerdollar bezeichnet - ; Australischer Dollar / US Dollar, AUDUSD, Aussie Dollar - ich sag auch Schafdollar dazu - und Neuseeländischer Dollar / US Dollar, NZDUSD, Kiwi Dollar.

goso

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Sunday, January 23rd 2005, 10:34am

Berechnung der theoretischen Intradayrentabilität

In der Tabelle sind einige Pairs angeführt, die ATR bezieht sich auf die letzten 60 Tage, der Spread ist von meinem Broker, der Quotient ergibt sich aus Division der ATR durch den Spread.

Welcher Gedanke steckt hinter dieser Berechnung? Die ATR gibt die durchschnittliche Tagesvolatilität in Pips an, d.h. wenn man zum Tief des Tages gekauft und zum Hoch verkauft hätte - oder auch umgekehrt - dann hätte man durchschnittlich x Pips Gewinn machen können. Es ist schon klar, das man das real nicht handeln kann, aber ein Anhaltspunkt ist es zumindest.

Der Spread sind im Fall des FX Handels die gesamten Kosten der Transaktion, die Quote nichts anderes als das Verhältnis zwischen Transaktionskosten und dem theoretisch möglichen Gewinn. Logischerweise soll diese Quote so hoch als möglich sein, sie ist allerdings sehr vom Spread abhängig, berechnet also biite Eure eigenen Quotes, die Spreads differieren von Broker zu Broker.

Wie in der Tabelle zu erkennen ist das Verhältnis bei meinen "Lieblingspairs" GBPUSD; EURUSD; USDCHF; USDCAD; USDJPY; EURJPY für mich am günstigsten, das kann sich aber ändern, ich überprüfe die Quote wöchentlich.
goso has attached the following image:
  • Quote18012005.jpg

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goso

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Sunday, January 23rd 2005, 10:30am

Verschiedene Tradingansätze

Grundsätzlich kann man in Bezug auf den Zeithorizont im FX Handel 4 verschiedene Typen von Tradern unterscheiden, dies ist in den meisten Finanzmärkten so.

1.Position Trader: Diese Trader versuchen an den oft monatelang anhaltenden primären Trends zu verdienen, die Einstiegsstopps sind oft hunderte Pips vom Entry entfernt, die Position wird bestenfalls am Ende des Tages überprüft. Grundsätzlich ist diese Art des Tradens durchaus erfolgversprechend, bei kleineren Konten ist aber der weite SL ein Problem, ausserdem wird von solchen Tradern auf - für ihre Begriffe - kurzfristige Gegenbewegungen nicht reagiert. Bei diesem Tradingansatz kommt zumeist eine Mischung aus technischer und fundamentaler Analyse zum Einsatz, auch spielen die von mir schon angesprochenen Cost of Carry eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Chart, den solche Trader verwenden ist oftmals der Weekly Chart, gelegentlich sehen sie am Daily nach.

2. Swing Trader: Diese Trader halten ihre Positionen zwischen einem Tag und circa drei Wochen. Hier werden die Positionen schon aktiver gemanaged, Gelegentlich ergeben sich in diesem Zeithorizont interessante Einstiege, da der SL nicht sehr weit gesetzt werden muss, die mögllichen Profite aber recht hoch sind. Hier spielt die fundamentale Analyse bestenfalls eine untergeordnete Rolle, zum grössten Teil wird technich analysiert. Der verwendete Timeframe im Chart ist zumeist Hourly bzw. einige Stunden Chart, die SL werden laufend überprüft und ggf. angepasst.

3.Day Trader: Hier werden die Positionen bis zu einen Tag gehalten, im Regelfall aber zwischen ein paar Minuten und einigen Stunden. analysiert wird nur mehr technisch, auch spielt die Massenpsychologie und Kenntnis des Marktes eine Rolle. Typischerweise haben solche Trader den 5 min Chart geöffnet, gelegentlich wird auf grösseren Timeframes - meist Hourly Chart - die übergeordnete Marktverfassung kontrolliert. Daytrading ist von den Anforderungen her wesentlich anspruchsvoller als die vorgenannten Arten des Tradens. Hier wird das Traden zum Full Time Job, nebenbei ist das nicht machbar. Es ist auch empfehlenswert in gehobene Hardwareausstattung zu investieren, Multimonitorsysteme werden beinahe unerlässlich.

4. Scalper: Diese Trader interesssieren nur die kurzfristigen Bewegungen, in der Regel werden Positionen einige Sekunden bis zu ein paar Minuten gehalten, weder der vorherrschende Trend noch sonstige Faktoren spielen eine grosse Rolle, zum grössten Teil erfolgen die Handelsentscheidungen auf Grund der Times & Sales Tabellen. TP sind meist einige Pips, verluste werden sofort glattgestellt, gelegentlich wird Aribitage betrieben. Im professionellen Bereich ist diese Art des Handels gar nicht so unüblich - speziell das Triangle Aribitieren -, bedingt durch den Spread ist diese Vorgehensweise meines Erachtens für private Trader aber nicht zu empfehlen.

goso

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Friday, January 21st 2005, 3:54pm

RE: Forex Basics

Ein Lot ist bei EURUSD 100.000 Euro, bei GBP 100.000 Pfund usw., die Quantität bezieht sich immer auf die erstgenannte Währung eines Pairs.

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Shaeki

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Friday, January 21st 2005, 3:22pm

RE: Forex Basics

Hi goso

da kommt schon die erste frage:

wieviel ist ein Lot?

Bei D4f kann ich ich nur quantity eingeben Bsp 50000

EUR/USD @1.2995/1.2998

Thx Shaeki :)
- wenn du es eilig hast mache einen Umweg

goso

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Friday, January 21st 2005, 1:28pm

Forex Basics

Nachdem es immer wieder passiert, dass im Thread "Forex Strategie und Trades" einige der Postings bedingt durch die hohe Frequenz der Neubeiträge ziemlich schnell quasi im Nirvana verschwinden habe ich mich mit Hintman dahingehend verständigt, dass es hier einen neuen Thread geben soll.

Einige der von mir bereits geposteten Beiträge werde ich einfach hierher kopieren, neue werden immer wieder nachgeliefert werden. So soll ein Nachschlagwerk für - angehende - FX Trader entstehen.

Fragen zu den einzelenen Beiträgen sind natürlich ausdrücklich erwünscht und willkommen, wegen der späteren Übersichtlichkeit werde ich - wie es Hintman schon in diversen Threads macht - diese dann in den Artikel einfügen, beantworten und das Posting, welches die Frage beinhaltet hat, löschen.

Im Laufe dieses Wochenendes werde ich mit meinem Werk beginnen, also habt bitte ein bisschen Geduld, ich bin hauptberuflich FX Trader und schreibe nur als Hobby in diversen Foren.

Fragen die sich nicht auf Beiträge in diesem Thread beziehen bitte weiter im Thread "Forex Strategie und Trades" posten, ich werde selbstverständlich auch dort Fragen beantworten.

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