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Purri

Alphaholic

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12

Thursday, July 22nd 2010, 8:29pm

Wenn man den perfekten Korb Cash vs. Future handelt, pendelt der Spread immer knapp um 0. Wenn man den Cash-Korb nur näherungsweise konstruiert, z.B. die Top 20 nach Kapitalisierung, oder Sektor-basiert, oder mit Korrelations-Ranking o.ä., nimmt man im Vergleich zusätzlich Risiko in Kauf, aber dafür steht man nicht im Wettbewerb mit den ganzen Grossen die den vollen Korb handeln. Die Idee ist, das man den Korb so geschickt auswählt, dass der Spread zwar viel weiter ausschlägt, aber trotzdem tendenziell immer wieder zum Mittel zurückkehrt. Das war der ürsprüngliche "StatArb" Trade. Heute wird der Ausdruck Statistical Arbitrage für so ziehmlich alles verwendet das mit Relative Value/Korrelations-basierten Ansätzen zu tun hat und ist ein ziehmlich schwammiger Ausdruck.
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Marcel-E

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11

Thursday, July 22nd 2010, 7:40pm

Die volle Arbitrage ist sicher nur was für die Grossen mit entsprechender Infrastruktur, aber Basis-Trading im Allgemeinen kann sich auch auf Tages- und Wochen-Horizont erstrecken. Gibts meines Wissens viel im Bond-Bereich. Ebenfalls die klassische "Statistical Arbitrage", bei der man nur einen reduzierten oder modifizierten Korb gegen den Future handelt, der aber auf längere Sicht ähnliche Eigenschaften aufweist wie der volle Korb (oder aufweisen sollte).

Hier ist ein kurzes PDF über Basis-Trading:
Naja, die meisten Bond Futures lassen ja als Lieferung den günstigsten der möglichen zu, sodass man da keinen Korb kaufen muß, oder?
Was genau meinst du mit in diesem Zusammenhang mit Statistical Arbitrage?
Das Korb gegen Future auch in diese Hose gehen kann, sieht man spätestens an DAX Inklusive und exklusive VW im Herbst 2008..
Der institutionalisierte Börsenwahnsinn im Münsterland: Münsteraner Börsenparkett e.V.
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Roti

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10

Thursday, July 22nd 2010, 12:06pm

Arbitrage für Privatanleger umsetzbar ...

Future-Kassa-Arbitrage ist aber tendenziell eher nichts für Privatanleger.


Hallo zusammen,

im Bereich Arbitrage/Scalping/Orderbuchhandel gibt es in sich viele Ansätze, jedoch ist es aus Sicht des Privatanlegers immer ein Zusammenspiel von akrurater, schneller Marktbewertung, Schnelligkeit der eigenen Orderaufgabe und günstigste Ordergebühren die noch unter denen von bspw. InteractiveBrokers liegen sollten zwingend notwendig um aus so einem schnellen Geschäft der Arbitrage dauerhaft profitabel hervorzugehen.
Bereits mit der Marktbewertung für oder gegen eine Arbitrageposition wären wohl viele Private etwas überfordert um das Ausnutzen von zeitlichen Preisdifferenzen für sich selbst umzusetzen.
Wenn ich mich nicht irre hat/hatte das bloomberg Terminal einen Anzeige was eine kurzzeitige Über-/Unterbewerung von Future vs Kasse angeht eingebaut, diesen sehr kurzzeitigen 0,5 oder 1,5 Pkt Unterschied muss erst mal von einem Privatanlegern in Bruchteilen einer Sekunde handelbar ausgenutzt werden können. Zu dem gibt es ja große Marktteilnehmer die nur Termin zu Kasse als Ausgleichsgeschäft gewinnbringend durchführen und bspw. an einer Rally um 100 Pkt. im FDax gar nicht interessiert sind.

Wie auch immer, Arbitrage ist aus Privatanlegersicht immer schwer umzusetzen und es gibt große Marktteilnehmer die machen den ganzen Tag nur so etwas ...

Anmerk.:
da ich persönlich mit Arbitrage keine praktische Erfahrung habe lasse ich mich gerne eines besseren belehren wie hier dauerhaft erfolgreich aus Privatanlegersicht gehandelt werden kann 8o
Beste Grüße

Roti :)
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Purri

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Wednesday, July 21st 2010, 11:16pm

Die volle Arbitrage ist sicher nur was für die Grossen mit entsprechender Infrastruktur, aber Basis-Trading im Allgemeinen kann sich auch auf Tages- und Wochen-Horizont erstrecken. Gibts meines Wissens viel im Bond-Bereich. Ebenfalls die klassische "Statistical Arbitrage", bei der man nur einen reduzierten oder modifizierten Korb gegen den Future handelt, der aber auf längere Sicht ähnliche Eigenschaften aufweist wie der volle Korb (oder aufweisen sollte).

Hier ist ein kurzes PDF über Basis-Trading:
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Marcel-E

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Wednesday, July 21st 2010, 5:41pm

Es soll einige Strategien geben, die diese Spreads handeln, denn wenn dieser zu groß ist, dann lässt sich theoretisch der Future verkaufen und gleichzeitig der Aktienkorb kaufen, wenn diese sich dann in der Mitte treffen gibts Gewinn.
Future-Kassa-Arbitrage ist aber tendenziell eher nichts für Privatanleger.
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Purri

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Wednesday, July 21st 2010, 11:46am

Wegen der Dividenden.
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fuzba (21.07.2010), goso (21.07.2010), Perfect Trader (21.07.2010)

fuzba

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Wednesday, July 21st 2010, 7:53am

RE: Basis = Future-Kurs - Kassa-Kurs

Rein rechnerisch ergibt sich die Basis genannte Abweichung (Basis = Future-Kurse - Kassa-Kurs [manchmal auch mit umgekehrtem Vorzeichen als Basis bezeichnet]) aus den Halte-Kosten (cost-of-carry). Im Allgemeinen sind das Finanzierungs-Kosten vom aktuellen Datum bis zur Fälligkeit des Kontraktes (Differenz aus dem Zins-Einkommen auf dem Geldmarkt und dem des Assets), fälligen Dividenden und sonstigen Einkünften (z. B. Sonder-Ausschüttungen und Boni) und Kosten für die Erhaltung des Assets während der Laufzeit (z. B. Lager-Kosten). Der Dow-Jones-Future als reiner Finanz-Future über einem Preis-Index hat dabei nur die Finanzierungs-Kosten.


Vielen Dank für Deine Ausführungen.
Dazu habe ich noch eine Frage:
Wie kann ich mir denn aktuell erklären, dass der Future tiefer gepreist wird als der Kassa-Mark? Inwieweit gibt es denn negative Haltekosten?

VG
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remon

Großwildjäger

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Tuesday, July 20th 2010, 10:53pm

Es soll einige Strategien geben, die diese Spreads handeln, denn wenn dieser zu groß ist, dann lässt sich theoretisch der Future verkaufen und gleichzeitig der Aktienkorb kaufen, wenn diese sich dann in der Mitte treffen gibts Gewinn.
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Tuesday, July 20th 2010, 10:53pm

Basis = Future-Kurs - Kassa-Kurs

Rein rechnerisch ergibt sich die Basis genannte Abweichung (Basis = Future-Kurse - Kassa-Kurs [manchmal auch mit umgekehrtem Vorzeichen als Basis bezeichnet]) aus den Halte-Kosten (cost-of-carry). Im Allgemeinen sind das Finanzierungs-Kosten vom aktuellen Datum bis zur Fälligkeit des Kontraktes (Differenz aus dem Zins-Einkommen auf dem Geldmarkt und dem des Assets), fälligen Dividenden und sonstigen Einkünften (z. B. Sonder-Ausschüttungen und Boni) und Kosten für die Erhaltung des Assets während der Laufzeit (z. B. Lager-Kosten). Der Dow-Jones-Future als reiner Finanz-Future über einem Preis-Index hat dabei nur die Finanzierungs-Kosten.

Von der rein rechnerischen Basis kann die real gehandelte Basis im Laufe eines Handelstages recht erheblich abweichen, beim FDAX schon mal bis zu einem viertel Prozent des Kurses. Das hängt dann mit einer im Future meist schon eingepreisten Erwartung zusammen, die im Kassa-Markt in den Einzelwerten nicht so zügig umgesetzt werden kann. Zuweilen bestimmt aber auch der Kassa-Markt den Future-Markt, der sich nur spekulativ etwas entfernt hat. Mit zügigem Handeln kann dort zuweilen eine Arbitrage versucht werden, die bei kleineren Volumina aber nur mit den ETF funktionieren wird.

Am Verfallstag zur Verfallszeit entspricht bei gleichem Lieferort der Future-Preis dem Kassa-Preis, da das Termin-Geschäft und das Kassa-Geschäft dann den gleichen Zeit-Horizont haben, es sei denn, daß ein paar Unbedarfte glaubten, sie müßten bis zur letzten Sekunde zocken und sie dann mit den letzten paar offenen Kontrakten von einem wesentlich kapital-stärkeren Partner verhungern gelassen werden, was recht oft vorkommt z. B. in Öl-Futures. Daher sollte man unbedingt spätestens an dem Tag in den neuen Kontrakt rollen, wenn das Volumen dort größer wird als im Front-Monat - es sei denn man hat eine Strategie, die genügend ausgekügelt mit allen Widrigkeiten umgehen kann und einen Vorteil aus den Sonder-Bewegungen der letzten Tage einer Laufzeit zieht.

Streng genommen ist ein Termin-Kontrakt übrigens keine Wette sondern ein Kauf heute mit der Lieferung zum Liefer-Termin, der in der Regel nach dem Verfalls-Tag liegt, bei einer ganzen Reihe von NYMEX-Futures kann übrigens einen Zeitraum von mehreren Wochen lang geliefert werden. Bei den meisten Futures entscheidet die Short-Seite, wie sie liefern will. Bei manchen Futures, z. B. bei manchen Zucker-Futures sind die möglichen Liefer-Orte und -Konditionen übrigens sehr exotisch. Auch bei Metallen sind die Lager-Häuser oft in anderen Ländern als die Börsen. Daher sollte man eine physische Andienung niemals in Erwägung ziehen, wobei einige Broker diese auch grundsätzlich unterbinden. Zins-Futures können meist auch mit echten Staatsanleihen aus einem vorgegebenen Korb inkl. Umrechnungs-Faktoren zwischen verschiedenen lieferbaren Stücken bedient werden. Dort kann für Renten-Anleger die physische Lieferung oder Annahme deutlich eher Sinn machen als bei Rohstoffen. Bei Lieferung kann die Short-Seite aber aussuchen, welche der lieferbaren Anleihen sie auswählt und sie wird in der Regel die billigste lieferbare andienen, was trotz Anpassungs-Faktoren schon mal bis in den Prozent-Bereich an Wert-Unterschied gehen kann.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.
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fuzba

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Tuesday, July 20th 2010, 10:48pm

Mich wundert die recht große Abweichung aktuell. Beim Dax / Dax Future ist die Differenz einige Punkte.
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remon

Großwildjäger

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Tuesday, July 20th 2010, 10:21pm

Das nennt man Premium oder Spread. Dieser gleicht sich aber bei Fälligkeit an, da dann die Kontrakte verrechnet werden(Future nix anderes als Wette auf einen Aktienkorb). So weit hab ich das zumindest noch in Erinnerung :)
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fuzba

Intermediate

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Tuesday, July 20th 2010, 10:09pm

Dow Jones / Dow Jones Future

Hallo,

ich hätte mal eine wahrscheinlich banale Frage. Man verzeihe mir :-)
Wieso gibt es zwischen dem Dow Jones und dem Dow Jones Future so eine große Abweichung?
Und als Zweites: Bleibt die Differenz weitestgehend gleich oder gleicht sich der Kurse zur Future-Fälligkeit dem Kassa Kurs an?

Danke und Gruß
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