Heute um 13:31:11 ging es im FESX innerhalb einer Sekunde mit einem Volumen von 13.493 Kontrakten (1,81% des bisherigen Tagesvolumens) um 36 Punkte (1,41 % des Future-Wertes) abwärts.
Statt um des Kaisers Bart zu lamentieren, sollten sich einige Leute mal ernsthafte Gedanken machen, ob die benutzten Regularien und Algorithmen überhaupt ihre erwünschte Funktion auf dem Markt zu einer fairen Preisbildung erfüllen können. Möglicherweise handelt es sich nicht nur um vernachlässigbare Feinheiten sondern um grundsätzlichere Probleme mit der Liquiditäts-Verdünnung im (nicht-)fortlaufenden Handel ohne ausreichende Mechanismen zum Entgegenwirken in Extrem-Situationen.
Ein fortlaufendes späteres ad-hoc-Neubewerten mit wechselnden Politken kann ja wohl nicht die Lösung sein. Ein ordentlicher Markt sollte nicht andauernd soviele Exzesse zeigen, daß man ihm als vernünftiger Markt-Teilnehmer jedes Vertrauen entziehen sollte.
Anmerkung: Ich als vorrangig mit Optionen handelnder Trader sehe sowas übrigens deutlich entspannter als Trader mit linearen Instrumenten. Die können nämlich in einer solchen Situation schon durch die Slippage mit automatischer Liquidation am worst-case-Punkt in ganz bedrohliche Schieflagen und mit Monster-Hebeln sogar zu fürchterlichen Nachschüssen in mehrfacher Höhe des Kapitals kommen.