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Friday, October 14th 2011, 2:30pm

Sehr genau bedachte Spread-Ausweitungen

Ich hatte anderswo zum Trading mit CMC Markets schon mal erwähnt, daß die recht genau wissen, in welche Richtung sie den Spread ausweiten, daß man daraus nutzdienliche Zusatz-Informationen für die nächsten kurzfristigen Bewegungen mit bis zu einigen Sekunden vor dem IB-ECN ziehen kann. Bei CMC sind die deutlich erkennbaren Ausweitungen wegen einer Tendenz zur Kurs-Begradigung in ihrer Market-Maker-Tätigkeit aber eher seltener und dann oft gleich prohibitv, 20 Pips im EUR.USD sind da schon mal locker drin, so daß ein fortlaufendes Ausnutzen nur bedingt möglich ist.

Bei Liteforex waren die Ausweitungen selbst bei Nachrichten klein (so bis max. etwa 4 Pips, und eher noch ein wenig besser als in der Messung am 23. Juni 2011.

Hier schwankte der Spread fast andauernd (und immer deutlicher als auf dem IB-ECN), nicht wie bei CMC nur vor größeren Änderungen. Dabei lieferte die Richtung der Spread-Ausweitung aber fast immer einen Anhaltspunkt auf die folgende Bewegung auf dem IB-ECN, war also flinker als die dortigen Änderungen, die als faire echte ECN-Preise die Prognose noch nicht eingepreist hatten. Die Richtung der Spread-Ausweitung stimmte fast immer und hielt oft mehrere Sekunden an, worauf dann recht häufig die vorher gesehene Bewegung wirklich auch noch verspätet eintrat. Der Vorteil der Ausführungs-Verbesserung einer IB-Order ohne Beachten dieses Spreads liegt durchschnittlich vermutet bestimmt bei einigen Zehntel-Pips und ist keine Ausnahme-Erscheinung sondern passiert fortwährend, also viele Male in der Minute.

Ich finde das so interessant, daß ich es mal mit verschiedenen Anbietern automatisiert beobachten werde (wenn ich Zeit und Lust habe, was im schlimmsten Fall trotz des lockenden Extra-Profits einige Zeit dauern kann). Ob die Werte einfach durch unterschiedliche ECNs zustande kommen oder mit zusätzlicher Prognose-Intelligenz seitens der Anbieter aufgepeppt werden oder in einem ECN eine Kombination besonders vorsichtig taxender Liquiditäts-Provider maßgeblich ist, kann ich bei LiteForex nicht sagen, bei CMC war es ganz klar die eigene Expertise im Prop-Handel, den sie schon lange vor ihrem Retail-Zeugs machten.
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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Hintman (14.10.2011), MB/8 (15.10.2011)

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50

Wednesday, October 12th 2011, 5:31pm

Risiko ist nie lächerlich

Da man nie weiß, wann einen der Schwarze Schwan holt, wenn man voll Pot-committed ist, haben alle solche "Strategien" nur extrem begrenzten Sinn und dienen mehr der Verblüffung des leichtgläubigen Publikums als echtem Geld-Erwerb, schon gar keinem nachhaltigem.

Jede Fortschreibung der "Ergebnisse" ist bei total kranken (oder/und gar nicht bewußt gemachten) Risiko-Parametern ohne brauchbare Erkenntnis für seriöses Trading. Die Frage wäre ja, in genau welchem Moment man aufhören muß mit dem überhebelten Gezocke. Weiterhin ist die Frage, ob man die in der Start-Phase erworbenen falschen Gewohnheiten im Fall der Fälle wirklich abstellt.

Es soll man einen Trader gegeben haben, der aus kleinem Kapital vorrangig im FGBL einen 3-stelligen Mio-Betrag erzockt haben soll ... und wieder verloren. Es klappt also bei den meisten Leuten, die zwischen-zeitlich Super-Erfolge hatten, nicht. Bei genügender Suche findet man natürlich auch Leute, die wirklich mit High-Risk-Aktivitäten den Grundstein für ihr nachhaltig verwaltetes gigantisches Vermögen legen konnten, wie z. B. einer der größten Aktionäre einer bedeutenden Auto-Firma im Pokern.

Das Risk of Ruin läßt sich innerhalb einer Strategie ohne Änderung der Taktik nur durch kurze Sampling-Zeiträume mit glücklicher Fügung der Daten in dieser Zeit austricksen. Jede beliebig anhaltende Verlängerung führt unweigerlich zur Materialisierung des Risikos, was die Meisten leider auszublenden versuchen. (Das obige Wort-Folgen-Ungetüm soll auch Strategien beachten, die von Anfang an unterschiedliche taktische Abschnitte haben, also einen gelanten High-Risk-Anfang und eine spätere ruhige Phase, die aber eher nicht typisch für ein einfaches ATS sind.)

Darum habe ich auch nach 3 Tagen mit den "Resultaten" "angegeben" und nicht nach 3 Wochen, denn das solange durchzuhalten, kostet bei aller spielerischen Leichtigkeit doch Einiges an Aufmerksamkeit und Zeit und die Chance des Einbruchs steigt mit jedem Tag und außerdem geht mit größer werdendem Account die Unbefangenheit in Anbetracht des realen Geld-Wertes berechtigterweise zurück (was auch der Grund ist, daß man mit Demos fast immer völlig anders tradet).

Wenn man nicht ausreichend abgebrüht ist, kann es sogar zu einem psychischen "Overspill" auf andere Trading-Aktivitäten kommen, wo es dann wirklich um was geht, da man, wenn man sich bei solchen Spielchen wirklich Gedanken auf dem Micro-Account macht, geneigt sein kann, diese auf einen weit größeren zu übertragen. Allerdings beachtet man dabei die innere Disposition bzgl. der doch irgendwie fehlenden Ernsthaftigkeit nicht und freut sich über die "Arbeits-Erleichterung" auf dem größeren Account, schon mal was "vorgedacht" zu haben. An der Stelle sind allenfalls die Leute ziemlich immun, die es ohnehin gewohnt sind, zugleich verschiedene Accounts mit verschiedenen Strategien, ggf. auch zur gleichen Zeit in unterschiedliche Richtungen zu traden.

Die Menschen unterscheiden sich neben vielem Anderem bei ihrer Risiko-Wahrnehmung in zwei Klassen, die Einen, die kaum Chancen sehen vor lauter vermeintlich überwältigenden Risiken und die, die vor lauter Chancen kaum deutlich darstellbare Risiken sehen wollen. In Trading-Foren dürften wahrscheinlich die zweiten in der Mehrzahl sein und bis auf eine ganz kleine Minderheit wirklich kühler Rechner wird es kaum Leute geben, die Chancen und Risiken in die optimale Balance bekommen.

Die Natur linearer Instrumente (Forex-Spot, CFD, Futures, Aktien etc.), die bei Risiko-Begrenzung mittels vernünftig gelegter Stops nur einen Versuch in der bezüglich des Stops punktuell vollkommenen und endgültigen Pfad-abhängigen Entwicklung im Underlying haben, traden sich psychologisch übrigens eher schlechter als Optionen, bei der man wesentlich mehr Einfluß auf die individuelle Ausgestaltung der Risiko-Parameter nehmen kann. Insbesondere ist es bei geeigneter Wahl der Strike- und Laufzeit-Parameter und der damit verbundenen Reagibilität (Delta) in unterschiedlichen Kurs-Bereichen möglich, den Verlust-Schmerz in seinem zeitlichen Verlauf genau so zu dosieren, wie man ihn nach zunehmender Vorwarnung durch eine unerwünschte Entwicklung verkraften kann. Bei linearen Instrumenten ist er in jedem Punkt rational gesehen gleich mit der Tendenz zur Zunahme in Richtung Stop, wodurch die Gefahr von Trading-Fehlern im manuellen Trading zunimmt.
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Wednesday, October 12th 2011, 3:47pm

Hallo PT

Dein Posting war Grandios gut :) Aber lass es doch auch mal aus einer anderen Sichtweise betrachten ich sage zu dem was du gemacht hast immer US Trading alles oder nichts!!!! Was auch nach Kostolanys Spruch hast Geld darfst du nicht Spekulieren hast du keines musst du Spekulieren passt. Es gibt ja mit diesem unmöglichen Trading das nun wirklich alle Regeln des Gesunden Tradings widerspricht dennoch eine Möglichkeit innerhalb Kürzester zeit eine erheblich Summe zu verdienen (erzocken) um es im Anschluss vernünftig zu verwalten.

Bsp ich habe mit meinem Kumpel das Spiel mal gespielt und einen EA Entwickelt der wie PT keine Gnade kennt wenn es darum geht wirklich alles falsch zu machen, Risiko je Trade 15% voll Reinvest 500€ Start, und Hardcore Scalper.



Wer mit so einem kleinen Geld solche Summen in 4 Wochen umsetzen kann kann im Anschluss dieses Geld auch vernünftig verwalten oder eben auch anlegen wie auch immer dieses US Hardcore Trading bietet auch Chancen beliebt macht man sich damit nicht, aber was interessiert es denjenigen der es geschafft hat mit solchen unvernünftigen mitteln eben doch Glück gehabt hat, das Risiko ist im Verhältnis zum Ergebnis ja fast lächerlich.

Ich befürworte so was auch nicht wenn aber jemand es so macht und es geschafft hat ist es auch keine Schande.

LG ST

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Wednesday, October 12th 2011, 2:05pm

Reich in Real-Time - tzz, tzz

Vorab liefere ich mal drei Smileys, die stellvertretend für alle anwendbaren in den folgenden Sätzen stehen könnten, damit ich nicht allzu sehr die Regel gegen die Smiley-Häufung breche: :D 8| ?(

Da ich mich schon oft über irgendwelche irgendwie zustande gekommene, in der Sache aber nicht fundierte und nicht mal fundierbare Trade-Vorstellungen geärgert habe, stelle ich auch mal "Resultate" für ein Unsinns-"Trading" nach Müll-"Regeln" ein (Kategorie: weder sinnreich noch nachvollziehbar und nur dem Übermut mit einem Quasi-Demo-Accounts geschuldet). Eigentlich diente die Reihe von Trades nur dazu, den Dienstleister LiteForex mit einem geschenkten Mikro-Kapital (200 $) mal im Echt-Betrieb zu checken. Die "Regeln" waren in etwa so:
  1. Gehe irgendwann, wenn Du Zeit hast, einen In-etwa-Zufalls-Einstieg ein, nicht nach Chart-Lage, sondern nach Laune. Höre dabei auf das Geräusch der Tasten und denke, es wäre ein Klavier und Du würdest darauf ein wundervolles Konzert spielen. Achtung wichtig: Ohne völliges Abdriften von der Realität, wirst Du nicht in die richtige Stimmung kommen. Übertrage sie aber nicht auf andere Konten.
  2. Wenn die Position falsch liegt, vergrößere sie in Schritten bis etwa Hebel 100. (= Trading-Tod-Sünde "verbilligen", aber lieben wir nicht das Sündige?)
  3. Warte so lange ab, bis sie irgendwie in einen Gewinn kommt.
  4. Hoffe, daß Dich kein Trend-Tag weg knallt. (Wobei das übrigens bei All-In bei einem Auto-Close-Level von 50 % der erforderlichen Margin nur die Hälfte des Accounts kostet und nicht alles [All-In wäre in diesem Fall also sogar besser, als das Aufhalten einer kleineren Position, die zwar geringere Vola hätte, noch mehr vom Account auszehren könnte.])
  5. Löse die Position so auf, daß die Equity-Kurve anhand der Account-Balance statt des Realtime-Netto-Anlage-Wertes halbwegs glatt aussieht.
  6. Zum Vermeiden von überhebelten unkontrollierbaren noch offenen Schieflagen overnight schließe diese beim Feierabend, selbst wenn sie die Equity-Kurve verziehen. (Ließe sich bei mehr Ernsthaftigkeit mit Stops oder Hoffen auf gut Glück sogar noch erweitern, hat also wie die gesamte "Strategie" noch mächtig "Potential".)
  7. Gib damit an, bevor Du als Scharlatan entlarvt wirst und verkaufe schnellstmöglich Seminare, Newsletter, Bücher und Coachings. Diese Regel ist die Wichtigste, wird sie doch nicht von eigenen Fähigkeiten sondern nur von der prinzipiell beliebig ausweitbaren Skrupellosigkeit beschränkt.
Da nach dem Befolgen der "Regeln" 1 - 6 in den 3 Tagen des Tradings mit je über 40 %, 20 % und 25 % Tages-Rendite nun ja - zumindest nach der Meinung der Wundergläubigen - ganz sicher das Zeugs zum neuen Guru "bewiesen" ist (für diejenigen, die noch schleimig Zucker-süßes Säuseln brauchen, lege ich gerne noch einen Alias an, bei dem es vor zum Munde redenden Heucheln trieft), werden jetzt die Opfer für Regel 7 gesucht: Seminaristen für die neuen Seminare
  • "Verdoppeln in 3 Tagen - nur mit Bauchgefühl",
  • "Trading kinderleicht - das kann jeder und sofort",
  • "Kein Zaudern durch Risiko-Mangement - den Mutigen gehört die Welt" ,
  • "No-Brain-Trading - laß einfach die Finger machen"
    (Dazu gibt es übrigens sogar einen Trading-Klassiker [?] "Calming the mind so the body can perform".),
  • "New-Ära-Trading - fort mit alt-modischen Trading-Regeln" und
  • "Weg mit den Charts - in Welt-Harmonie mit der Tastatur"
bei denen ich neben den fetten Seminar-Preisen auch noch von den Hoteliers einen Kickback für das Füllen ihrer Hütten abzocke, Abonnenten für meine Newsletter und Verlage mit Vorab-Honoraren, die schon mal Werbe-Plakate malen können, wo mit Geld-Scheinen oder Gold-Münzen nur so rum geworfen wird. Noch lieber gesehen sind natürlich "Investoren", die ihr ganzes Geld abliefern, am besten noch mit Kredit auf Haus und Hof gehebelt. Die "Expertise" von Hunderten Trades macht dafür ja schließlich vollkommen glaubwürdig. (Oh weh, hätte ich es nur nicht mit spöttischem Reden darüber beschädigt.)

Ob das nun eine Glosse war oder ich wirklich eine Dienstleister-Karriere anfangen sollte, wäre mal ernsthaft zu überlegen. Schließlich ist das Publikum schon auf viel verblödetere Typen reingefallen.
Perfect Trader has attached the following image:
  • Real - trotzdem Stuß.png
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Miller

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Tuesday, September 20th 2005, 7:22am

Quoted

Original von goso
Der Text stammt nicht von Dragon, der hat einfach unter Missachtung des Copyrights einen Artikel von Dan Gollner hierher kopiert, das Original ist auf Dan's Homepage zu finden.

www.enterlong.com



Morgen,


genau deswegen habe ich geschrieben "der Artikel den Dragon eingestellt hat!".
Wollte erst schreiben "der Artikel von Dragon" aber dann hab ich mir gedacht man denkt es sei Dragon's Artikel.

Wirkung verfehlt :baby:

Erfolgreichen Tag wünsch ich euch ;)
Gruß
Miller

goso

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46

Tuesday, September 20th 2005, 7:00am

Der Text stammt nicht von Dragon, der hat einfach unter Missachtung des Copyrights einen Artikel von Dan Gollner hierher kopiert, das Original ist auf Dan's Homepage zu finden.

www.enterlong.com

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Miller

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45

Monday, September 19th 2005, 10:09pm

Auch wenn der Thread schon ziemlich alt ist.... der Artikel den Dragon eingestellt hat, ist spitze. Habe mich zu 100pro darin wiedergefunden ;)

30 Minuten vor 09:00 aufstehen. Kaffee holen und sich mit B-Shorts vor den Pc setzen und auf gehts ... bis die Blase drückt, der Hunger kommt oder irgendjemand durch mein Zimmer springt und was von mir will.
In der Zwischenzeit ist natürlich wieder einiges passiert und die Gesichter sind lang ;)
Am Abend erzählt man dann von den vielen Gewinnen und verschweigt die größeren Verluste.

Zum Glück spiel ich bis jetzt nur mit der Demo rum :D


Gruß
Miller

Dragon

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44

Tuesday, June 28th 2005, 10:06am

@Delany

Deshalb hat man ein System, welches Dir zeigt, wann man umsteigen soll. Ich hatte damals die gleichen Probleme wie Du. Ohne Steuerrad und Segel ist man auf dem Meer verloren und den Haien ausgeliefert. :)

Delany

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Tuesday, June 28th 2005, 9:57am

@Dragon

Interessanter Artikel

Ich Trottel hab wieder meinen alten Fehler begangen und meine
UK Longs verschenkt.
Index ist jetzt über 5070
Obwohl ich mir fest vorgenommen habe es dieses Mal nicht zu tun.

Es ist oft so, das ich mit meiner Einschätzung goldrichtig liege, den
Trade aber nicht bis zum Ende durchziehe.
Kurz nach Eröffnung sah es plötzlich so aus als wolle der Markt wieder
nach unten drehen, war mit meinem Finger wieder zu schnell am Abzug.

Daran muß ich verstärkt arbeiten.

Dragon

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42

Tuesday, June 28th 2005, 9:37am

@Delany

Zu Deinem Tradingansatz habe ich folgenden interessanten Bericht gefunden.

Trading is a business!

Ich war früher selbständiger Anwendungsentwickler mit meiner eigenen Firma. Es entscheiden beim Trading zwar ganz andere Faktoren über Erfolg und Misserfolg abert trotzdem gilt es ganz bestimmte Regeln einzuhalten und eine spezielle Einstellung zu seinem Geschäft zu entwickeln.

Was Trading von dem uns bekannten Geschäften unterscheidet:

1.) Der Hochschultitel.

Wenn Sie mit Ihrer Firma um Aufträge kämpfen oder in die Akquisition gehen, kann es schon passieren, daß nicht gefragt wird, was können Sie sondern welchen Titel haben Sie, was steht vor ihrem Namen auf der Visitenkarte.

Sie können um die Hälfte billiger bei absolut selber Leistung sein - ohne Hochschulabschluss haben sie es aber doppelt so schwer.


Trading:
Es mag Sie jetzt enttäuschen, aber im Trading spielt nur die Leistung eine Rolle. Egal wie viel Mag. oder Dr. Sie haben - der Kontostand und dessen Entwicklung ist das Einzige was zählt.

Der "gesunde" Hausverstand ist oft viel mehr Wert als theoretisches Wissen um Normalverteilung oder Fraktalanalyse.

Wichtig ist auch wie gut Sie erworbenes Wissen in die Praxis umsetzen können, was in der Wirtschaft - tut mir Leid für diese Unterstellung - nicht immer so ist. Ich habe Theorie"idioten" in Positionen gesehen, da stellt es mir jetzt noch die Haare auf......

2.) Public Relation und Clienting.

In einem ähnlichem Maß wie die Psychologie im Trading über Erfolg und Misserfolg entscheidet, so ist es im Business die Fähigkeit zur PR und dem Umgang mit dem Kunden.

Ich kenne hervorragende Handwerker, die sich selbständig gemacht haben. Leider haben nur wenige überlebt, da Ihnen der Umgang mit dem Kunden nicht liegt, ihnen die nötigen Kontakte fehlen oder niemand von Ihrer Firma und den Leistungen erfährt.

Auch kann Ihnen ein einmal verärgerter Kunde eine unreparablen Schaden anrichten.

Trading ist da ganz anders:

Sie sind nicht von Produkten der allgemeinen Wirtschaftslage Ihrer Region oder dem guten Willen der Kunden, Presse oder Gewerbebehörde abhängig. Auch kann neben Ihrem Haus jemand ein Daytradingcenter (Konkurenz) mit 50 Trader eröffnen und für Sie wird sich nichts verändern.

Jeder Tag ist neu und bietet Ihnen ein unbeschriebenes Blatt.

Einen Nachteil hat die ganze Sache aber - Sie können niemanden, außer sich selbst, für Ihren Misserfolg an der Börse verantwortlichen machen :-)

Deshalb hüte sich ein jeder erfolgreiche Unternehmer oder Abgänger der betriebswirtschaftlichen Fakultät davor zu glauben, daß es mit diesen Vorkenntnissen „eine gemähte Wiese“ ist.

Und trotzdem.....

..sollte das Trading wie ein Business behandelt werden.

Um es besser erklären zu können möchte ich Ihnen einen Trader vorstellen, Herr WannaBeRich.



Herr WannaBeRich schleppt sich 20 Minuten bevor der Markt eröffnet aus seinem Bett, stellt sich Kaffe über. Irgendwie im Regal sucht er sich noch ein paar Aspro, weil es gestern wieder einmal etwas länger gedauert hat. Langsam schleppt er sich, mit seiner Unterwäsche bekleidet zu seinem umfunktionierten Küchentisch, und startet den Computer und die nötigen Anwendungen.

Während er sich seinen Kaffee eingießt marschiert der Markt schon mit einem hohen Volumen nach oben. Ohne Premarket beobachtet, die nötigen News in Erfahrung gebracht und den Future überprüft zu haben, stürzt er sich gleich mit dem ersten Trade in den Markt. "Da muss ich mit dabei sein" - ist die Devise.
Sein Tradingsplan sieht zwar andere Trades vor aber "der Markt bietet ja so viele Möglichkeiten, da kann man sich unmöglich nur auf 7 Trades pro Tag konzentrieren."

Ganz in den Gedanken an die Kellnerin des letzten Abends vertieft - dreht der Markt - Es ist 9:40. Der geplante Stop von 0,5 wird gleich mal um einen halben Dollar erhöht - "Der Markt kommt schon wieder." Letzten Endes stellt er die Position dann doch mit minus $ 2 pro Aktie glatt. BULLSH**!

"Ach ja 10 Minuten reversal hab ich letztens irgendwo gelesen......" denkt sich unser Trader während er die schmerzvolle Erfahrung macht, daß ihm die Zigaretten ausgegangen sind.

Eine Stunde später ein Trade nach Plan. MSFT zu $ 55 LONG. Die Aktie bewegt sich gut. 5 Minuten später steht sie auf $ 56. Das System würde jetzt einen Ausstieg signalisieren, aber da der Verlust der ersten 10 Minuten wieder wett gemacht werden muss wird noch nicht verkauft sondern auf einen weiteren Dollar gehofft. Der Markt dreht und mit Ihm auch Microsoft. Wieder ausgestoppt, dieses mal planmäßig mit - $ 0,5, obschon der Trade schon einen Punkt im Plus war. "Naja wird schon".......

Es wird 11:30 das Volumen ist low aber unser Trader spürt jetzt geht es runter, er legt die Pizza eine Sekunde bei Seite und SHORT AMAT $ 55. Der Kurs bewegt sich 1/8 rauf 1/4 wieder runter 3/8 rauf usw.....
Vom vielen Kaffe drückt die Blase.... „der Markt is eh flat“ ...... und Mann begibt sich ohne Stop auf die Toilette. Während sich Herr WannaBeRich über die Erleichterung freut hat GSCO seine Kundenorder auch verkauft und der AMAT "um GSCO erleichtert" schießt nach oben und holt die Differenz zum Index auf. Als unser Trader zurück kehrt steht AMAT bei 56 1/4. Grrrrrrrrr und wieder raus MINUS $ 1 1/4.

Die Tür öffnet sich und die Kinder kommen von der Schule nach Hause. Im selben Raum wo unser Trader versucht das große Geld zu verdienen spielen und streiten sich die Kinder um den Gameboy.

20:00 letzter Trade für Heute. Afternoonbreakout mit 4mal so hoher Stückzahl als geplant. Es gilt ja den Verlust des Vormittages aufzuholen.

LONG CSCO bei $ 22. Der Trade läuft..... + 1/4 .... + 3/8..... AUSSS. Kein Bild mehr...... AHHH was ist passiert?

Klein Sabine hat herausgefunden das der schöne rote Schalter auf Daddys Computer zum drücken geht...... :-)

Was soll...... man kann ja einem Kind nicht böse sein. Computer hoch starten, Internet einwählen Broker starten und CSCO steht dank Windows 5 Minuten später bei $ 21 3/16. „Ach egal, machen wir einen Swingtrade daraus.“

Blödes Tradingssystem - Herr WannaBeRich hat zwar nur einen nach dem System gemacht und auch da sich nicht an den Ausstieg gehalten, aber nun gut.

Ein Neues muss herbei - etwas im Internet surfen – „Neuronale Netzte" klingt super - Künstliche Intelligenz - Ja klar der Computer ist sicher intelligenter als der Mensch - Klingt gut ich brauch gar nichts Wissen, die Signale kommen via Email und einfach traden SUPER - $ 750 mtl. Booahh das Haushaltsgeld fürs nächste Monat. Na ja kein Problem ich leih es mir einfach. Bis zum nächsten Monat habe ich ja mein Konto verdoppelt – so steht es auf der Homepage und dann geb ich das Haushaltsgeld zurück. J

Der Freund ruft an: "Und wie wars heute an der Börse?" WannaBeRich: "Ach nicht so gut - der Markt gibt im Moment nicht viel für den Daytrader her und die blöden Marketmaker legen einen so oder so die ganze Zeit, da hast Du keine Chance........" Anrufer "Also Minus oder was?", WannaBeRich "So kann man das nicht sagen ich bin noch investiert....." Anrufer: "Also plus - Super kommst heute Abend wieder zum Stammtisch, dass muss gefeiert werden...." WannaBeRich "Ja klar muss nur warten bis die Frau von der Arbeit Zuhause ist......"

Meine Empfehlungen:

Sie müssen sich ja nicht gleich ein Büro anmieten, aber schaffen Sie sich einen Ort wo Sie ungestört sind und sich vollkommen auf die Börse und das Geschehen konzentrieren können.
Jedes Business ist mit Investitionen verbunden. Versuchen Sie nicht mit einem Buch dem kostenlosen Quotetracker erfolgreich zu sein.
Geben Sie sich einen gewissen Zeitraum innerhalb dessen Sie schwarze Zahlen schreiben sollten. Ein Jahr ist für ein Geschäft und für einen Trader ein guter Zeitraum. Zu viele geben nach 2 Monaten auf. Die wenigsten Geschäftszweige sind vom ersten Tag an profitabel.
Halten Sie sich an Ihren Businessplan - Verkaufen Sie nicht heute Eis und morgen warme Wurstsemmel - sie laufen Gefahr immer die falsch Jahreszeit zu erwischen.
Halten Sie sich auch körperlich fit - Sie brauchen einen gesunden Schlaf und sollten sich gut konzentrieren können.
Auch ich liebe Kaffee, aber es kann auch gewisse Nachteile mit sich bringen. Versuchen Sie es mal mit Karottensaft - Ihre Augen werden mit den Charts sehr stark beansprucht.
Sofern Sie sich nicht auf die Mittagszeit spezialisiert haben - stay away from - machen Sie eine Pause - gehen Sie nach draußen, helfen Ihrer Frau beim Abendbrot oder verbringen Sie etwas Zeit mit Ihren Kindern.
Kleiden Sie sich zum Trading gut - Welche Botschaft geben Sie Ihrem Unterbewusstsein wenn sie sich im Jogginganzug vor den Monitor setzen und sagen. Hey ich bin hier um Geld zu machen. - Man verdient kein Geld an der Börse - man macht Geld an der Börse - to make money.
Schreiben Sie Ihrer Bad- und Goodtradingsjournale wie im Punkt Verluste beschrieben.
Schaffen Sie ein Umfeld von Gleichgesinnten die besser sind als Sie selbst und Sie fordern. (Foren, Chatrooms(nichtkommerziell) usw.)
Investieren Sie wie in ein Geschäft: Hardware, Software, Ausbildung, Einarbeitunszeit.

AUSBILDUNG: Investieren Sie viel viel Zeit und Geld in Ihre Ausbildung. Ich weiß, der Europäer ist es gewohnt die Bildung kostenlos zu bekommen oder gar wie bei dem Stipendium dabei auch noch unterstützt zu werden. Aber das Spiel läuft so nicht - Bildung kostet Geld - gute Ausbildung kostet sehr viel Geld. - Ein guter Coach ist fast unbezahlbar. - Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg, denn die Zukunft gehört dem, der sich heute darauf vorbereitet.
Meiden Sie Blackboxen und Chatrooms ohne Ausbildungsteil .
Lesen Sie täglich Ihre Tradingsregeln durch.
GO AND MAKE YOUR DAY


TRADING IST EIN BUSINESS - BEHANDELN SIE ES AUCH SO!

Delany

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Tuesday, June 28th 2005, 9:11am

Schon wieder glattgestellt
mit 8 Pkt. Gewinn

Delany

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Tuesday, June 28th 2005, 8:23am

Irgendwie ist die Stimmung bullisch heute morgen

Gehe vorbörslich long im UK100

20 Stck. bei 5050

Delany

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Wednesday, June 22nd 2005, 10:08am

Wieder glattgestellt mit 1 Pkt. Verlust

Mein Einstieg war nicht optimal und zu wenig Dynamik

Silber glattgestellt bei 7,26 60 USD Verlust

Delany

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38

Wednesday, June 22nd 2005, 9:06am

Long im Dax bei 4610 20 Stck.

goso

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Tuesday, June 21st 2005, 7:49pm

@rammstein: Heir traden die Leute aber teilweise mit wesentlich weiteren IS, da steigt die notwendige Kontogrösse schnell an.

rAmMsTeIn

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Tuesday, June 21st 2005, 7:30pm

Quoted

Original von Klaa1

ansonsten ist eine stückzahl ab 2000 stücken ideal

grund:

2 cent spread und gebühr 20,- eur

das heist dann 3 cent spread und das wars.


genau aus diesem grunde kannst besser gleich fdax handeln, auf jeden fall die finger von den zertis lassen, ich kann wirklich nicht verstehen das viele die noch anfassen.
zum thema mm beim fdax: kontogrösse 10k, 3% risk pro trade bedeutet den stop auf 12p zu begrenzen.
leider haben viele bei dem gedanken an den future schon die hosen voll.

gruß
rammstein

Delany

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Tuesday, June 21st 2005, 9:44am

Moin

Heute keine Idee bzgl. Indextrading, sollten heute wohl erst mal seitwärts laufen

Bin dafür in einigen Aktien investiert, die ganz gut laufen

Mein Einstieg in Silber gestern war eindeutig zu früh, wäre man heute
zu 7,24 reingekommen.

dbalh

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Monday, June 20th 2005, 6:09pm

@klaa1
damit hast Du absolut Recht. Funktioniert allerdings nur bei entsprechenden Stückzahlen. Im Übrigen ist ein CFD Broker ja eigentlich ein Händler, der seine Preise nach dem Future richtet. So wie Emittenten auch. Daher gibt es auch da keine Garantie auf Handelbarkeit, Preisstellung usw. Denke ich.

Gruß

Klaa1

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Monday, June 20th 2005, 4:37pm

@dobi

bei den zertis kommt es auf die grösse an die du handelst sowie den zeithorizont

ich kann damit sicher keine trades machen die auf 4-5 punkte abziehlen.. daher wähle ich auch wieder den stundenhorizont mit zielen die im deutlich 2 stelligen punkte bereich liegen... mit dem stop werde ich aber in zukunft wieder näher ran rücken

ansonsten ist eine stückzahl ab 2000 stücken ideal

grund:

2 cent spread und gebühr 20,- eur

das heist dann 3 cent spread und das wars.

die unfairen taxereien während der fdax zeiten kann ich nicht bestätigen.
nach 20 uhr ist aber auch bei cfd's kein fairer handel gewährleistet und futures kann man gar nicht mehr handeln.

man muss es mal so sehen: ich bin froh das ich überhaupt die möglichkeit habe nach 20.00 uhr zu agieren. wenn man mit den preisen der emis dann nicht einverstanden ist muss man es ja nicht nutzen

gruss
jan

Delany

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Monday, June 20th 2005, 4:25pm

Silber zurückgekauft für 7,32 erstmal nur 1000 Stck.