Ich wollte hier nochmal an:
Candletalk » Off Topic » Unterhaltung für Zwischendurch
vom 23.04 14:24 anknüpfen.
Unterhaltung für Zwischendurch
Man muesste das Thema vielleicht mehr ausführen.
Was ist mit der Zeitenwende gemeint ?
Es geht doch bestimmt nicht darum , dass da nur irgendwelche Machtverhältnissse oder Gelder umverteilt werden. Das würde ja die Welt 0,00 % verändern.
Die Situation ist ja bekanntlich folgendermassen:
In den 5 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte begannen wir vor
500 Mil. Jahren mit dem Feuer rumzuspielen.
Ab und zu haben wir dann vielleicht auch ein Stück Fleisch , oder eine Kartoffel reingeworfen... und dann nahm die Geschichte so seinen Lauf.
http://www.montrame.com/Ernaehrung/Evolution.htm
Vor 10.000 Jahren entstand dann die Landwirtschaft, Töpferei , etc.
und dann ging´s so richtig hardcore-mäßig los unser Essen zu kochen.
( courtesy Prometheus )
Prometheus verkrachte sich mit Zeus und um sich zu rächen entschloss
er sich den Menschen das Feuer zu geben. ( Dessen Benutzung war den Menschen bis dahin natürlich streng untersagt )
Wieso haben wir die Knechtschaft des Bodenbauers der Freiheit des Obsternters vorgezogen.
Und wieso die Zwänge des Käsemachers dem vergnüglichen Jägerleben?
“Die Urwälder und ihre magische Atmosphäre zu zerstören, nur um den zermürbende Arbeit symbolisierenden Humus freizulegen, der die Populationen schon bei den ersten Anzeichen von Trockenzeiten dem Hunger aussetzte ? Und das alles nur für den wenig interessanten Geschmack von Getreide, das man zudem auch noch in harter Arbeit ermahlen und verarbeiten musste oder von Milch, die zu festen Zeiten erzapt werden musste, immmer unter dem Risiko von einem wütenden Büffel aufgespiesst zu werden.
Na klar, die Antwort ist doch ganz einfach , wir merkten schon sehr bald
dass man sich mit dem gekochten Getreide und der Milch prima die
Birne zuknallen kann. (beides enthält ja bekanntlich drogenähnliche
Substanzen)
Und durch die dabei enstandene endogene Erregung konnten wir die
Alte viel öfters am Tag knallen. ( Der Verlust der für das Liebesleben und seine spirituelle Weiterführung notwendigen subtilen Wahrnehmungen setzte ein, zugunsten biologischer Impulse, die das Fundament für das Ego und seine Wandlungsformen legte.)
Und wir alle fragen uns natürlich immer wieder , wie konnte nur so ein
komisches Staatsgebilde wie Deutschland entstehen.
(seitdem auch noch die Sache mit Angela Merkel passiert ist , traut sich hier
wirklich kein Mensch mehr sich als Deutscher zu outen; wäre einfach viel
zu peinlich . Wenn mich jemand frägt; ich sage einfach ich bin Kanacke.)
Die FAZ schrieb:
"Wie ist nur Deutschland entstanden ? Welche Form von Unbefriedigung
konnte den Menschen dazu bringen, auf die frühere Unabhängigkeit die familiären Beziehungen und auf die Beständigkeit des Stammeslebens zu verzichten, um sich in der grossen und unpersönlichen politischen Komplexität zu engagieren, die wir den Staat nennen ? Welche Kräfte haben zusammengewirkt, um die Mutationen in Gang zu setzen, die langsam die Nomadengesellschaften in bevölkerungsreiche Städte verwandelt haben, mit ihren ethnischen Vermischungen, sozialen Klassen, unterschiedlichen Ökonomien und monolithischen Kulturen ?"
Brot und Milch: Zwei harte Drogen am Ursprung unserer Kultur ?
“Die Auswirkungen einer typischen Mahlzeit sind geringer als die einer
Drogendosis, aber die Mehrheit der modernen Menschen erfährt sie mehrmals am Tag...
Die Exorphine konnten die Bevölkerungen um die Getreidekulturen anziehen, was die Aufgabe des Normadenlebens mit sich brachte.
Die Zivilisation konnte sich entwickeln, weil die regelmäßige Verfügbarkeit von Opioiden aus der Ernährung, die willkürlich konsumiert werden konnten, die Verhaltensweisen der Individuen verändert hat, indem sie ihre
Agressivität herabsetzte und ihnen ermöglichte, das seßhafte Leben in großer Dichte (siehe Berlin) zu ertragen, sich zu regelmäßiger Arbeit zu zwingen und sich leichter Regeln zu unterwerfen.
Die Exorphine haben zweifellos eine euphorisierende Wirkung. Aber lassen wir nicht unbemerkt, daß eine konstante Euphorie auch zu einer größeren Toleranz von Grausamkeiten führen kann, die man gegenüber anderen begeht. Mit der Gewohnheit werden die agressiven Verhaltensweisen, die auch von den Angriffsobjekten besser toleriert werden, schließlich zur Normalsituation. Alles was man über die primitiven Völker des paläolithischen Modells weiß, gibt Grund genug anzunehmen, daß das Aressivitätsniveau vor der agrikularen Periode eindeutig geringer war.
Ein konstanter Euphoriezustand erhöht die Tendenz, seine Macht und Kräfte zu überschätzen, und das darin eine Erklärung für die paranoide Tendenz unserer Kultur liegt, deren Auswirkung u.a. die Verachtung des anderen und seiner Leiden ist.“
(Quellen: Guy Claude Burger / FAZ / Australian Biologist )
to be continiued...
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