Skype kämpft mit massiven Problemen
90 Prozent der Kunden des Internettelefonie-Anbieters waren betroffen. Die Krise ist nicht überstanden, heißt es vom Unternehmen.
Ein Großteil der weltweit 220 Millionen Kunden des Internettelefonie-Anbieters Skype ist seit Donnerstag mit massiven Problemen beim Einstieg in das System konfrontiert. Verantwortlich dafür sollen Software-Probleme sein, wie das Unternehmen in seinem Weblog schreibt. Das System sei aber weder zusammengebrochen, noch habe es eine Hackerattacke gegeben. Alle Probleme seien noch nicht behoben, hieß es am Freitag Vormittag. Man arbeite aber daran.
Eine Kette von Ereignissen
Zeitweise dürften bis zu 90 Prozent der Skype-Nutzer von den Schwierigkeiten betroffen gewesen sein, wobei die Zahl der eingeloggten User extreme Schwankungen aufwies. Kritik in Blogs und Foren kommt derzeit vor allem von Klein- und Mittelbetrieben (KMU), die auf die Zuverlässigkeit vertraut haben, und nun mit Problemen bei der Abwicklung ihrer Geschäfte konfrontiert sind. Möglicherweise könne das Problem aber auch länger andauern, sagte Skype-Sicherheitschef Kurt Sauer der "New York Times". Die Störung sei von einer einzigartigen Kette von Ereignissen verursacht worden, "und die genaue Entwicklung ist noch nicht völlig verstanden worden".
Die Konkurrenz schläft nicht
Wie hoch der Image-Schaden ist, dürfte vor allem davon abhängen, wie schnell die Probleme gelöst werden können. Heftigen Unmut hat auch die Kommunikationspolitik des Unternehmens hervorgerufen. In den Startlöchern scharrt jedenfalls bereits die Konkurrenz: Zahlreiche Anbieter werben gezielt in Foren, um ihr Internettelefonie-Angebot zumindest als Zweitsystem in Stellung zu bringen.
Quelle:
http://kurier.at/nachrichten/techno/103599.php