Seid ich mich mit technischer Analyse beschäftige faszinieren mich Candlesticks. Ich habe vor etwa 1,5 Jahren einige Beiträge im Know How Bereich von
www.tradesignal.com veröffentlicht. Dabei ging es keineswegs um eigene bahn brechende Erkenntnisse, sondern lediglich darum, die bis dahin klaffende Lücke in diesem bereich der Website zu schließen. Wichtigste Quelle war damals Steeve Nisons Buch "Technische Analyse mit Candlesticks". Außerdem existieren zahllose Artikel in der Fachpresse, die sich mit Candles und mit kombinierten Analyseverfahren beschäftigen. Dabei wurden immer wieder Konzepte vorgestellt, die auch Indikatoren mit einbeziehen.
Leider musste ich feststellen, dass viele dieser Konzepte nur in dem Ausschnitt des Charts funktionierten, in dem sie gerade dargestellt wurden. Ein typisches "Problem" von Veröffentlichungen in der Fachpresse. Nun fragte ich mich selbst, wie man wohl herausfinden kann, welche Methode die beste sei um mit Candlesticks handeln zu können.
Da ich leidenschaftlicher „Bastler“ bin, habe ich immer wieder versucht, mit Hilfe der Programmiersprache meiner Chartingsoftware Lösungen zu finde, die mir diese Fragen beantworten können. Leider ist der Aufwand sehr hoch, muss doch jedes mal ein Teil des Programms umgeschrieben werden um neue Bedingungen zu simulieren.
Nachdem ich
Hintman eine der ersten Versionen meines
D-Traders zur Verfügung gestellt hatte, wollte er Filtermodule haben um die Historie seiner Trades mit Hilfe diverser Indikatoren überprüfen zu können. Das brachte mich auf eine Idee. So wie der
D-Trader mit Hilfe der Filtermodule zu einer Art Baukasten für Systementwürfe wird, so könnte man doch auch Candles durch einen Baukasten verschiedener Filtermodule testen.
Weil ich schlau bin, habe ich die Filter so geschrieben, dass sie für möglichst viele verschiedene Anwendungen zu gebrauchen sind. Die Entwicklung der grundlegenden Logik der Filter ist noch nicht abgeschlossen. Gerade gestern ist mir aufgefallen, dass diese trotz vorgenommener Änderungen noch nicht flexibel genug sind. Also werde ich das noch einmal ändern. Aber zurück zu den Candels. Mein Ziel soll es also sein, ein möglichst umfangreiches Sammelsurium an Filtermodulen zu entwerfen, das in Kombination mit der Mustererkennung
Für Candlesticks umfangreiche Testläufe ermöglicht, ohne programmieren zu müssen.
Das ganze wird natürlich eine Gradwanderung zwischen Flexibilität und Komplexität. Mit anderen Worten, es ist darauf zu achten, dass der Arbeitsaufwand durch die zu erzielenden Ergebnisse gerechtfertigt wird.
Wer mich kennt, weiß dass ich mit Tradesignal enterprise arbeite. Wer mitspielen möchte wird also um ein Abo der Website Tradesignal.com nicht herumkommen. Ich denke aber, dass sich auch hier im Forum die Vorzüge der Software vom Schlage Tradestation herumgesprochen haben. Nicht zuletzt, weil Hintman ja auch damit arbeitet.
Zunächst möchte ich die Filtermodule vorstellen, die vor allem mit dem D-Trader verwendet werden können. Wie gesagt, die Entwicklung der Logiken ist noch nicht abgeschlossen.
CCI als Filtermodul
Moving Averages als Trendfiltermodul
Moving Averages auf einem zweiten Instrument als Intermarkettrendfilter
RSI als Filter
ADX als Filter
Bollinger Bands als Trendfilter und Volafilter
Ich weiß, das es an der Dokumentation der einzelnen Filter noch mächtig hapert. Sobald deren Entwicklung abgeschlossen ist, werde ich jeden einzelnen dokumentieren.
Um ein Beispiel von der Funktionsweise der Filter in Verbindung mit Candlesticks zu geben, habe ich eine Grafik vorbereitet. Es ist die Mustererkennung für Hammer und Hanging Man zu sehen. Als Filter dient der Power MA Trendfilter un der RSI in verschiedenen Einstellungen. Ziel war herauszufinden, welche der zahlreichen gefundenen Hammer Candlemuster die beste Performance erzielen.
Im Zuge meiner Entwicklungsarbeit werde ich die Ergebnisse hier dokumentieren und hoffe auch das eine oder andere Informationshäppchen aus den erlesenen Reihen der
Candletalk User zu erhalten.