Betriebs- und volkswirtschaftliche Betrachtungen

      Staatsschulden sind ganz toll!!

      OH, schon wieder so ein Artikel in der Zeitung der die Staatschulden auf ein heiliges Podest stellt. :thumbsup:
      Ist Mario Müller der Nick von Peer Steinbrück? O.k. , ich verstehe nicht allzuviel von Volkswirtschaft, aber die Sache wird doch etwas einseitig beschrieben.
      Staatsschulden, das große Missverständnis
      fr-online.de/in_und_ausland/wi…t/aktuell/?em_cnt=1287835

      Vor einiger Zeit hat der Investor´s Daily einen ähnlichen Artikel veröffentlicht:
      Staatsschulden sind keine Privatschulden
      investor-verlag.de/archiv/id/index.php?issue=2960
      @ PT

      Deinen Ausführungen über deutsche Politiker schließe ich mich weitestgehend an. :)
      Dir ist aber klar, dass Du hiermit am Stammtisch Platz genommen hast? ;)
      Überprüfe noch einmal Deine Wertung über das Niveau, welches an Stammtischen üblich ist. Es hat noch niemandem geschadet dem Volk auf´s Maul zu schauen und das geht vorzüglich an Stammtischen.

      Nicht selten findet man mehr als nur einen Funken Wahrheit, sowohl am Hartz IV- als auch am Milliadärsstammtisch. :thumbsup:

      Übrigens ist das ein sehr bekanntes Mittel unserer Politiker in Talkshows, wenn ihnen jemand auf den Zahl fühlt oder sie sich ertappt fühlen, sprechen sie von Stammtischniveau, das ist sozusagen die Generalwaffe, wenn die eigenen Argumente ausgehen. Ist Dir das noch nie aufgefallen? Hast Du doch gar nicht nötig! =)
      @ DickT

      Das war eine ausgezeichnete Analyse der Lage. Auch die Schlußfolgerung, dass weder die eine noch die andere Extremlösung zu einem befriedigenden Ergebnis führt stimmt!

      Daher ist es an der Zeit endlich dieses selbstzerstörerische "Lagerdenken" aufzugeben und sich an neue, vielleicht auch unkonventionelle Lösungsansätze heranzuwagen. Wo bleiben die bahnbrechenden guten Ideen der geistigen Elite? Welcher Reiche steckt sein Vermögen in die Suche? Kann es sein, dass auch diesen Damen und Herren der Pioniergeist verloren ging?

      Und ja, klare Regeln sind in jedem zivilisierten Gesellschaftssystem unabdingbar. Für die breite Masse gibt es sie zur genüge, viel mehr, als es ihr guttut.

      @ PT

      DickT hat Deine "Wunschländer" schon entsprechend kommentiert. Was hälst Du denn von russischen oder chinesischen Verhältnissen in Deutschland? Könntest dann hier bleiben und wer braucht schon Demokratie? ;)
      @PT

      "Ob wirkliche gesamtgesellschaftliche Aufgaben wohlgeordnet durch eine einigermaßen gerechte steuerfinanzierte Organisation oder über zufälliges Interesse bestimmter Spender angegangen werden, ist völlig unabhängig von der Freiheit des Einzelnen mit seinem Geld zu machen, was er will, ein sehr großer Unterschied. Die Definition gesamtgesellschaftlicher Aufgaben ins beliebige Ermessen Einzelner zu legen, ist vielleicht gar nicht so erstrebenswert?

      Wenn Superreiche in Staaten, wo das deutlich einfacher zu erreichen ist als in D, große Spenden machen, kann das noch lange nicht für kleine Vermögen zur Pflicht gemacht werden. Sie gar als geizig bezeichnen, wenn sie ihr Geld anders anlegen, ist einfach eine Beleidigung. Schließlich sind sie in ihrer Anlage genauso frei wie die Großspender."

      auch in den usa ist es keine pflicht!!! aber selbst kleine leute und unternehmer geben oft fuer alle moegliche projekte, nicht nur milliardaere. ich kenne dies auch aus sueddeutschland, da wird den vereinen auch von kleine leuten eine spende zukommen gelassen. mein musikverein fuer instrumente, sportvereine benzingutscheine etc. und nicht von superreichen, kleine leute, rentner , mittelstand - es haengt nicht mit vom vielen geld ab. keiner ist naiv und ruft, dass muss der staat bezahlen. was koennen wir erst einmal selbst machen!
      nur du bezeichnest spender als naiv/dumm - sorry, das ist eine beleidigung fuer all diese guten leute. und wir reden nicht ueber geld anlegen, sondern einfach , dass menschen anderen etwas geben. wer nun ueber diese herzieht , als naiv, dumm ohne oekonomischen sachverstand......den bezeichne ich als geizig, denn sonst wuerde er ueber andere, die spenden , das gar nicht sagen. was juckt es ihn, was andere mit ihrem geld machen - den kloo runter spuelen, verschenken, 5 autos kaufen...
      ich finde es schoen, dass es noch so etwas gibt und nicht nur mein vermoegen. von schwachen kann ich es nicht verlangen, aber starke sollten mehr um sich schauen. die grossmutter wird in der familie auch noch mitgezogen, auch wenn sie nur noch einen kleinen teil zum gesamtbeitrag leisten kann.


      "Bei einer insgesamt niedrigeren Steuerlast bleibt auch mehr zum Spenden."

      "Weiterhin jammere ich nicht, sondern zeige ökonomische Zusammenhänge auf, wo ich bei Tradern erwarte, daß sie stringent ökonomisch denken, statt über die Dinge zu wundern."
      doch du jammerst und sagts alles andere ist nur dummes geschwaetz - stammtisch - ,
      so dumm sind zu spenden und es dir so schlecht geht...soviel steuern. redest von russland, china etc. , aber lebe dort und baue etwas auf!! mache!! geh!


      "Ich kenne aus diversen Projekten auch einige andere Länder (incl. Spannungsgebiete) über einen Touristenaufenthalt hinaus. Mich hat dort immer die Tatkraft der Menschen fasziniert, die ich hier in D in dieser Form nur noch selten sehe. Um sich einen mit D vergleichbaren Wohlstand zu schaffen, sind sich viele Menschen dort nicht für besonders lange und harte Arbeit zu schade."

      es ist ein gewaltiger unterschied eine option mit ruckkehr zu haben, mal ein orojekt uebr ein paar monate zu haben oder direkt dort zu LEBEN. ich bin seit 9 monaten wieder hier nach 7 jahren centralamerika, ohne dass ich ein einziges mal waehrend dieser zeit deutschland besuchte.die leute muessen 2 jobs haben und tatkraeftig sein, wer zahlt die krankenkasse, wer die schule fuer die kinder, du brauchst eine bus zur schule - privatminibus, sicherheitsleute etc. und alles muss bezahlt werden oder du lebst im slum.
      die reichen sind viel reicher relativ als hier. es gibt fuer viele dinge ueberhaupt keinen markt (gutemala, lange zeit nur (1 zementfirma, 1 brauerei etc, costa rica ebenfalls...), weil abgeschottet von reichen familien/clans.
      weisst du was eine freundin, als sie mit ihrem freund in hannover bei den schwiefgereltern war das erste mal sagte: " oh , die kinder fahren ja alleine zur schule". ich meinte ja, warum nicht und sie "toll, ohne sicherheitspersonal, speziellen bus etc.)
      seit ich zuruck bin sehe ich (erstmal den euro und die preise, gute DM nostalgie): arbeitnehmer jammern hier, teilweise zurecht, aber die sogenannten reichen jammern hier noch viel mehr bzgl. ihrer sorgen und so hohen steuern. sie sagen sie sin d tatkraeftig und toll, aber wie ich schrieb, die meisten gingen in diesen laendern unter ohne das gute deutschland.

      viel glueck, und ich finde starke aktive menschen, die auch spenden und anderen helfen gut. wenn jemand nicht so gut mit den gueltigen werten ist und wenig geld verdient, aber sich um alte, kinder, umwelt etc. kummert - warum nicht meine staerke fuer sie.

      gruss und viel glueck in russland ,china etc.

      ogu

      ps: ach meine alte chefin /freundin oesterreicherin lebt nur noch in oesterreich, ihr dort geborenes/aufgewachsenes kind wurde entfuehrt....tochter will nun auch nie mehr zurueck. durchschnittliches einkommen war 5000 - 12000 $ (ohne rente, krankenkasse etsc.) in guten zeiten - unternnehmerin. nur so zur info, da gibt es leider noch mehr davon!
      ,

      PT - gestalte dein leben , denn du hast nur eines und kannst nur deine erinnerungen mitnehmen !
      Ich betrachte mich durchaus als Marktliberaler, doch selbst ein Milton Friedman weiß, dass Marktwirtschaft Regeln und eine gewisse Grundordnung braucht, damit sie funktioniert. Zu dieser Grundordnung gehören:
      - Recht und Gesetz, die Chancengleichheit garantieren (dazu zählen unter vielen anderen: Verbot von Monopolen, Vertragsfreiheit, Schutz vor unlauteren Methoden, bis hin zu einfachen Menschen- und Bürgerrechten...)
      - Ein staatliches Monopol auf die Garantie, dass diese Rechte auch Anwendung finden.

      Leider ist dieser Anspruch in keinem Land der Welt zu 100% zu finden. Dies liegt daran, dass Länder mit einander konkurrieren und daher jeder die theoretischen Spielregeln missachtet. Dies geschieht dann in der vermeintlich „harmlosen“ Variante durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft mittels Subventionen und Zöllen, in der „brutalen“ Variante durch Rechtsunsicherheit und Willkürherrschaft, die in der Regel dazu dient den eigenen meist nicht demokratisch legitimierten Machtanspruch zu sichern (wie etwa in Russland oder den aufstrebenden Tigerstaaten Südostasiens).

      Beide oben genannten Punkte stellen die öffentliche Ordnung her, in der (gewaltfreies) Wirtschaften erst möglich ist. Eine Ordnung, die in der EU besser organisiert ist als irgendwo anders auf der Welt. Der Staat nimmt uns die Sorge, einer schweren Krankheit hilflos ausgesetzt zu sein, weil wir uns den Arzt nicht leisten können ebenso wie die Angst, abends von Kriminellen überfallen zu werden (Ausnahmen bestätigen die Regel). Insbesondere Kriminalität entsteht durch Unzufriedenheit mit der eigenen Situation. Daher dürfen Sozialleistungen durchaus als Prämie gesehen werden, die die Gesellschaft zahlt, damit Minderbemittelte nicht eigenmächtig „ihren Teil“ nehmen. Leider wird von vielen diese öffentliche Ordnung als völlig selbstverständlich und im Glauben, sie sei nahezu kostenlos hingenommen.

      Vom Kapitalismus profitieren in erster Linie zwei Gruppen:
      - Menschen mit Ideen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erschaffen oder zu verbessern
      - Menschen, die Kapital besitzen, diese Idee zu finanzieren, bevor sie beginnt, sich selbst zu tragen

      Beide Gruppen tragen freilich auch das größte Risiko für den Fall, dass sich die Idee als doch nicht so bahnbrechend herausstellen sollte.
      Doch braucht es zudem eine dritte Gruppe. Nämlich die, die lediglich ihre Person als Arbeitskraft zu Realisierung der Idee zur Verfügung stellt. Es ist völlig abwegig zu verlangen, dass selbst in einer hoch entwickelten Gesellschaft wie der unseren, jeder einer der beiden erstgenannten Gruppen angehört. Somit greift der Zusammenschluss von Idee und Kapital auf den übergroßen Pool der restlichen Bevölkerung als Arbeitskraft zurück. Je weiter sich die Technologie und der Wissensstand der Menschheit entwickelt hat, desto höher sind die Anforderungen an die benötigten Arbeitskräfte. So hoch, dass wir für eine zunehmend größere Anzahl Menschen einfach keine Beschäftigung mehr haben. Überspitzt formuliert müssen wir alle akzeptieren, dass es „dümmere“ Menschen gibt, denen die Gesellschaft längst davon geeilt ist. Den Input, den diese Menschen bringen könnten, holt sich die Gesellschaft im billigeren Ausland, das unsere Entwicklungsstufe noch nicht erreicht hat. Die Tendenz: es wird stetig mehr höher Qualifizierte treffen.
      Am Arbeitsmarkt besteht bereits seit Jahren ein Überangebot an Arbeitskraft, was in logischer Konsequenz deren Preis (also den Lohn der arbeitenden Bevölkerung) stetig drückt. Da jedoch keine Arbeit wirklich verschwindet, sondern sich bloß in billigere Lohnregionen verlagert, erleben wir derzeit die beste Entwicklungshilfe für einige Dritte Welt Staaten, die wir je gesehen haben. Aufhalten lässt sich diese Tendenz nur durch größere Systemrevolutionen, die mit Sicherheit nicht friedlich verlaufen würden. Unsere einzige Chance besteht darin, den Prozess durch eine breitere höhere Bildung zu verlangsamen. Aufhalten werden wir ihn damit mit Sicherheit nicht.

      Das Leben ist mehr als nur Wirtschaft

      Nur so ist es zu erklären, dass der Mensch viele Dinge verrichtet, die keine direkte monetäre Belohnung verspricht. Wie sonst ist eine liebevolle Erziehung einer Mutter zu erklären, die sehr viel materiellen Aufwand dafür betreiben muss, ohne dafür je einen Cent zu sehen?
      Menschen bestimmen ihr Handeln nach persönlichen Interessen und Neigungen, die nun mal nicht immer einen maximalen ökonomischen Profit versprechen, sondern einfach nur das Gefühl des persönlichen „Glücklichseins“ vermitteln. Nicht selten wird so auch ein nicht monetär honorierter Beitrag zur Gesellschaft geleistet. Ich erinnere hier beispielsweise an die unzähligen ehrenamtlichen Sporttrainer von Jugendmannschaften.
      In einer vollkommen auf den monetären Profit ausgerichteten Gesellschaft sind Mütter, ehrenamtlich Tätige und viele weitere mehr vollkommene Idioten, weil sie eine Leistung aus einer anderen Motivation als aus einer ökonomischen anbieten.

      Eine Wirtschaft ohne Ordnung neigt zur Selbstzerstörung

      Um Beispiele aus vorangegangenen Postings zu nehmen:
      Der billige chinesische Zahnersatz ist mit unter nur auf den ersten Blick mit einem teureren vergleichbar. Bei Spielwaren haben wir in jüngster Zeit die Folgen von unkontrollierter Produktion gesehen.
      Natürlich lassen sich Nahrungsmittel (sofern man Fastfood dazu zählt) sehr billig herstellen und vertreiben. Ökonomisch sinnvoll wäre es, dass wir alle so billig wie möglich essen. Dabei vergessen die meisten, dass sich in diesem Bereich die verschriene Handarbeit doch auszahlt. Die Folgen des billigsten Essens beginnen mit Stimmungsschwankungen, Leistungsabfall und schlagen irgendwann auf Leber, Pankreas und andere lebenswichtige Organe. Leider entstehen diese Folge schleichend und lassen sich nie auf einen einzelnen Verantwortlichen zurück führen, der zur Rechenschaft heran gezogen werden könnten. Die allgemeinen Folgen einer billigen, schlechten Ernährung lassen sich dadurch jedoch nicht ausblenden. Von genetisch veränderten Lebensmitteln habe ich noch gar nicht gesprochen ...
      Oft bedient sich die freie Wirtschaft Resourcen, deren Kosten in keiner Rechnung auftauchen, früher oder später jedoch beglichen werden müssen. Dazu zählen in erster Linie Umweltschäden.

      Wirtschaft braucht eine staatliche Ordnung, deren Durchsetzung demokratisch legitimiert sein muss. So sähe das theoretische Ideal aus, das sich wenn überhaupt nur global verwirklichen lässt. Leider lassen sich Falschspieler nicht vermeiden, die zu ihrem eigenen kurzfristigen Vorteil, die Regeln verletzen und so die anderen zwingen, ebenso falsch zu spielen.
      Ich habe sicher keine Lösung für dieses Problem, halte jedoch die Extreme „mit falsch spielen um jeden Preis“ genauso verkehrt wie „abschotten und alles anders machen als der Rest“. In D driftet der Wirtschaftsflügel in die erste Richtung, die Gesellschaft (also die von mir oben beschriebene „dritte Gruppe“) in die zweite und niemand vermag es, beide Lager zusammenzuführen. Vielleicht auch, weil beide Positionen nicht mehr miteinander zu vereinbaren sind?

      RE: Wie sozial sind Spenden wirklich?

      Perfect Trader schrieb:

      Erfolgreiche Trader sollten schon einige elementare Grundregeln einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung verstehen, bevor sie an den Märkten Geld verdienen wollen. "Volkszorns" Sprüche auf Hartz-IV-Niveau werden sie genauso wenig weiterbringen wie naiv-sozialistischer Kuschelmief. Sicher darf auch ein guter Trader hier und da mal seiner sozialen Ader nachgeben, aber getreu den gar nicht mal so abwegigen Auslassungen aus So denken Millionäre. Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand kann aus "sozialen" Sprüchen mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit gefolgert werden, daß der sie Äußernde gerade Pleite ist. Die Liste gängiger "sozialer" Sprüche kann ebendort nachgelesen werden. Vorsicht, der Umgang mit solchen Leuten kann arm machen, wenn er einen mit in ihren Sumpf der Erfolglosigkeit (... hat sich stets bemüht ...) zieht. Solche Energiefresser meiden erfolgreiche Leute ganz bewußt.

      In Bezugnahme auf die Postings im Thread "Börse & Trading allgemein" vom 22.02.2008 21:33 und vom 22.02.2008 21:02 sollten folgende volkswirtschaftliche Zusammenhänge bedacht werden, bevor alles auf Stammtisch-Niveau endet:

      Spenden sind gar nicht so sozial, wie sie beim ersten oberflächlichen Blick aussehen. Ist die Ausgabe gesamtgesellschaftlich sinnvoll, müßte der Staat sie aus Steuern finanzieren. Wird er an dieser Stelle entlastet, kann er das gesparte Geld anderswo einsetzten, z. B. für Unsinns-Projekte und Aufrüstung. Durch die Herausnahme wichtiger Ausgaben aus der Finanzierung durch die öffentliche Hand zeigt sich der Staat (und die breite Masse, die ihn trägt) asozial und nicht die "geizigen" Reichen. Außerdem unterliegt das Budget für diese Aufgaben danach willkürlichen Schwankungen in Abhängigkeit der zufälligen aktuellen Präferenzen der Spender. In diesem Sinne finanziert eine Spende für eine soziale Einrichtung aus volkswirtschaftlicher Sicht genau die gleichen Unsinns-Projekte wie verpraßte Steuern. Wer glaubt, mit Spenden irgendwas Gutes zu tun, sollte das immer bedenken. Die Vernachlässigung staatlicher Aufgaben auch noch durch Reduktion des eigenen Vermögens zu subventionieren, ist eine naive Sicht der Dinge, auch wenn die meisten Menschen in Fehlen wirtschaftlichen und politischen Verständnisses diese Tatsache gar nicht kennen.

      Die Reichen sind also überhaupt nicht geizig, sondern sie sind die Einzigen, die noch rational handeln. Als Belohnung für ihre Vernunft sind sie reich. Schon Adam Smith wußte, daß der Bäcker und der Fleischer nicht das Welthungerproblem lösen wollen, sondern Geld verdienen. Darum funktioniert die Nahrungsversorgung. Dort, wo es nicht funktioniert, herrschen die "Gutmenschen" vom Schlage UNICEF (als aktuelles Beispiel) usw.

      Ebenso ist die Winselnummer der ach so armen Arbeitnehmer lächerlich. Wenn Ihre Tätigkeit ökonomisch sinnvoll ist, haben sie mit organisierten Arbeitskämpfen ja alle Macht der Welt, ihren Lohn auf das richtige Niveau zu bringen. Wer selbst das selbst als Berufsgruppe nicht auf die Reihe kriegt, ist entweder durch erheblich ökonomische Inkompetenz zu konfliktscheu, um wirtschaftlich zu bestehen oder bietet in Wahrheit gar keine wirklich sinnvolle Leistung an und weiß das im Innern auch. Darum wird der Nageltest in einem Arbeitskampf gescheut, weil sich dann zeigen könnte, daß diese Leistung in der Organisationsform zu ineffizient erbracht wird und so nicht nachgefragt wird. Möglicherweise beuten diese Leute mit lautem Gewinsel die Allgemeinheit durch Erbringen unsinnig kostentreibend organisierter Leistungen aus und verdienen kein Mitleid, sondern noch mehr Druck, bis sie endlich aktiv an einer besseren Organisation und daraus folgender Kosteneffizienz und Qualitätsverbesserung ihres Leistungsprozesses arbeiten. Letzlich sind viele "Sozial"-ausgaben Subventionen von Faulheit, Denkfaulheit und Desinteresse am gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang der eigenen Tätigkeit. Wieso sollen die Leistungsträger Leute ohne Eigenmotivation bezahlen? Die Motivation würde ganz schnell kommen, wenn der Markt unbarmherzig den Kuschelmief hinwegfegen würde. Wieso sollen Leistungsträger auch noch den gewaltsamen Griff in ihre Taschen dulden, nur weil ein fataler politischer Konsens besteht, daß die deutsche Krankheit, eigentlich als Gesundheit und Vorbild für die ganze Welt aufgefaßt werden sollte?

      ........ sondern eine Chance zur Verbesserung. Das gilt nicht nur volkswirtschaftlich, sondern letzten Endes auch für den Einzelnen, der bei einer wirklich wichtigen Aufgabe persönlich viel zufriedener ist und nicht das ganze Leben in Angst verbringt, daß seine Pseudo-Arbeit als solche enttarnt wird.

      ........ Wieso sollte der Rest der Gesellschaft für die ureigenste Aufgabe der Anbieter, ihren Leistungsprozeß richtig zu organisieren, verantwortlich sein und nicht diese selbst?

      Wer nach mehr politischer Kontrolle der Wirtschaft ruft, wird die durch die fortwährenden unsinnigen Eingriffe der Politik in die Wirtschaft hervorgerufenen Probleme weiter verstärken. Die Politik ist viel mehr die Ursache der Probleme als die Lösung und hat gesamtgesellschaftlich ja wohl weniger die Rolle echter Leistungsträgerschaft als vielmehr eines einfachen Weges auch für in ihrem ursprünglichen Job eher Unterdurchschnittliche nun endlich "wichtig" zu sein und tiefe Griffe in die Taschen Anderer zu eigenen Gunsten machen zu können. Aber die Menschen sind als Masse träge und es muß Deutschland noch viel, viel schlechter gehen, bis sich was ändert.

      Ich möchte mich einigen Aussagen des Interviews anschließen. Ich kriege fast täglich die Krise ob des Unsinns, den man in Deutschland ausposaunen darf und dafür von hochgradig unbedarften Wählern auch noch goutiert wird. So ist der internationale Wettbewerb mit wirklich tatkräftigen Aufsteiger-Nationen niemals zu gewinnen. Der Abstand zwischen Gewinnern und Verlierern wird zum Glück von ganz alleine immer größer und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland die Sackgasse "Winseln statt Arbeiten" als solche erkannt wird. Ich denke übrigens ebenso ernsthaft drüber nach, aus D wegzugehen und in einem Land zu wohnen, wo wirklich interessante Dinge geschehen, seien es die Golf-Staaten, Südostasien oder sogar Rußland.


      "aber getreu den gar nicht mal so abwegigen Auslassungen aus So denken Millionäre. Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand kann aus "sozialen" Sprüchen mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit gefolgert werden, daß der sie Äußernde gerade Pleite ist."

      sorry perfect trader, da du andere als stammtischniveau bezeichnest und nur sozial verantwortung habend, wenn sie pleite sind.
      ich sage dazu DUMMGESCHWAETZ und plumpes stammtischniveau !!!
      ein gates ist der groesste spender, der groesste investor in der malariaforschung und anderen randgebieten, weil sich es fuer firmen nicht lohnt , da der markt nur in armen laendern liegt.
      ein soros, ebenfalls...und spendet nicht nur um geld zu verdienen oder in SEINEM bereich kunst , kultur, medizinische bereiche etc.
      aber sowas ist ja kommunismus, sind pleitemillionaere.....
      und du rufts immer noch "Die Vernachlässigung staatlicher Aufgaben auch noch durch Reduktion des eigenen Vermögens zu subventionieren, ist eine naive Sicht der Dinge,"
      staat ,staat, staaaaaaaaaaat, jetzt ist er auf einmal gut. ja wir brauchen noch mehr staat, adolf, lenin, mao..... :love:
      ich sage,leute,macht es selbst , wenn ihr viel ueber habt und ruft nicht immer staat, staat staaaaaaaaat.....toll , wenn es NAIVE menschen gibt die selbst handeln, die ach so dumm sind wenn sie von 1 mrd 10% abgeben. du wirst nicht schlafen koennen in deinem geiz, diese leute freuen sich und packen ein neues projekt an, mit dem sie die hundert mio wieder locker verdienen. warum? weil sie an sich glauben und wissen,dass sie es wieder schaffen koennen.
      um deinen spruch umzudrehen - nur durch glueck, zufall und vergraemmte kleinreiche koennen anscheinend so denken, da sie keine substanz und koennen dahinter haben. ist ja wohl klar, sonst wurden sie das gespendete sofort wieder verdienen koennen
      du, ach mein armes geld...stttaaaaaat, wo bist du, aber jetzt dafuer auch noch meine steuern!!!! :cursing: was fuer ein scheiss staat dann.
      "Ich denke übrigens ebenso ernsthaft drüber nach, aus D wegzugehen und in einem Land zu wohnen, wo wirklich interessante Dinge geschehen, seien es die Golf-Staaten, Südostasien oder sogar Rußland."
      schau dir mal die todesstatistik in russland von wohlhabenden an, china - korruption, ich hatte mal chinesisch an der eisenbahnerforschungsanstalt in peking - wenn du nicht partei brav bist, dann...vietnam ebenfalls. die beiden kenne ich durch ihr system sehr gut. golfstaaten - quatar und vereinigte hoechstens...saudiarabien.deswegen sage ich dir, rede nicht so viel,da du hier nichts machst ausser stammtisch und deine gier die angst auffrisst - mache!!
      rede nicht immer wie ein politiker, mache!!!!
      geh nach russland, werde gluecklich !!!
      aber mache und jammere nicht immer so viel!!!
      wie ein richtiger trader, mache, fuer den einstieg, das produkt, das....fuer den fehler selbst verantwortlich sein und wieder machen (nicht den fehler) - handle aktiv und selbstverantwortlich.

      ich wuensch dir von herzem, das ist ehrlich gemeint, dass du dann gleucklich wirst und dein geld nur fuer dich alleine hast, keine steuern und eine staat, der fuer alles sorgt.
      aber mach endlich, geh (probier es endlich mal aus und nicht immer die sicherheit geniessen)!!!

      alles gute und viel glueck - probiers

      ogu

      ps.: sorry PT , musste deinen beitrag mit..kuerzen, da nicht mmmehr als 10000 zeichengehen - sagt das programm

      RE: Wie sozial sind Spenden wirklich?

      Perfect Trader schrieb:

      Erfolgreiche Trader sollten schon einige elementare Grundregeln einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung verstehen, bevor sie an den Märkten Geld verdienen wollen. "Volkszorns" Sprüche auf Hartz-IV-Niveau werden sie genauso wenig weiterbringen wie naiv-sozialistischer Kuschelmief. Sicher darf auch ein guter Trader hier und da mal seiner sozialen Ader nachgeben, aber getreu den gar nicht mal so abwegigen Auslassungen aus So denken Millionäre. Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand kann aus "sozialen" Sprüchen mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit gefolgert werden, daß der sie Äußernde gerade Pleite ist. Die Liste gängiger "sozialer" Sprüche kann ebendort nachgelesen werden. Vorsicht, der Umgang mit solchen Leuten kann arm machen, wenn er einen mit in ihren Sumpf der Erfolglosigkeit (... hat sich stets bemüht ...) zieht. Solche Energiefresser meiden erfolgreiche Leute ganz bewußt.

      In Bezugnahme auf die Postings im Thread "Börse & Trading allgemein" vom 22.02.2008 21:33 und vom 22.02.2008 21:02 sollten folgende volkswirtschaftliche Zusammenhänge bedacht werden, bevor alles auf Stammtisch-Niveau endet:

      Spenden sind gar nicht so sozial, wie sie beim ersten oberflächlichen Blick aussehen. Ist die Ausgabe gesamtgesellschaftlich sinnvoll, müßte der Staat sie aus Steuern finanzieren. Wird er an dieser Stelle entlastet, kann er das gesparte Geld anderswo einsetzten, z. B. für Unsinns-Projekte und Aufrüstung. Durch die Herausnahme wichtiger Ausgaben aus der Finanzierung durch die öffentliche Hand zeigt sich der Staat (und die breite Masse, die ihn trägt) asozial und nicht die "geizigen" Reichen. Außerdem unterliegt das Budget für diese Aufgaben danach willkürlichen Schwankungen in Abhängigkeit der zufälligen aktuellen Präferenzen der Spender. In diesem Sinne finanziert eine Spende für eine soziale Einrichtung aus volkswirtschaftlicher Sicht genau die gleichen Unsinns-Projekte wie verpraßte Steuern. Wer glaubt, mit Spenden irgendwas Gutes zu tun, sollte das immer bedenken. Die Vernachlässigung staatlicher Aufgaben auch noch durch Reduktion des eigenen Vermögens zu subventionieren, ist eine naive Sicht der Dinge, auch wenn die meisten Menschen in Fehlen wirtschaftlichen und politischen Verständnisses diese Tatsache gar nicht kennen.

      Die Reichen sind also überhaupt nicht geizig, sondern sie sind die Einzigen, die noch rational handeln. Als Belohnung für ihre Vernunft sind sie reich. Schon Adam Smith wußte, daß der Bäcker und der Fleischer nicht das Welthungerproblem lösen wollen, sondern Geld verdienen. Darum funktioniert die Nahrungsversorgung. Dort, wo es nicht funktioniert, herrschen die "Gutmenschen" vom Schlage UNICEF (als aktuelles Beispiel) usw.

      Ebenso ist die Winselnummer der ach so armen Arbeitnehmer lächerlich. Wenn Ihre Tätigkeit ökonomisch sinnvoll ist, haben sie mit organisierten Arbeitskämpfen ja alle Macht der Welt, ihren Lohn auf das richtige Niveau zu bringen. Wer selbst das selbst als Berufsgruppe nicht auf die Reihe kriegt, ist entweder durch erheblich ökonomische Inkompetenz zu konfliktscheu, um wirtschaftlich zu bestehen oder bietet in Wahrheit gar keine wirklich sinnvolle Leistung an und weiß das im Innern auch. Darum wird der Nageltest in einem Arbeitskampf gescheut, weil sich dann zeigen könnte, daß diese Leistung in der Organisationsform zu ineffizient erbracht wird und so nicht nachgefragt wird. Möglicherweise beuten diese Leute mit lautem Gewinsel die Allgemeinheit durch Erbringen unsinnig kostentreibend organisierter Leistungen aus und verdienen kein Mitleid, sondern noch mehr Druck, bis sie endlich aktiv an einer besseren Organisation und daraus folgender Kosteneffizienz und Qualitätsverbesserung ihres Leistungsprozesses arbeiten. Letzlich sind viele "Sozial"-ausgaben Subventionen von Faulheit, Denkfaulheit und Desinteresse am gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang der eigenen Tätigkeit. Wieso sollen die Leistungsträger Leute ohne Eigenmotivation bezahlen? Die Motivation würde ganz schnell kommen, wenn der Markt unbarmherzig den Kuschelmief hinwegfegen würde. Wieso sollen Leistungsträger auch noch den gewaltsamen Griff in ihre Taschen dulden, nur weil ein fataler politischer Konsens besteht, daß die deutsche Krankheit, eigentlich als Gesundheit und Vorbild für die ganze Welt aufgefaßt werden sollte?

      War die Leistung sinnvoll, könnte der Preis hochgestreikt werden. War sie es nicht, würden die Leute, anstatt sich an unsinnige Pseudo-Arbeit zu klammern, frei für neue wichtige sinnvolle Aufgaben. Job-Verlust ist in einer wirklich funktionierenden Wirtschaft kein echtes Problem, sondern eine Chance zur Verbesserung. Das gilt nicht nur volkswirtschaftlich, sondern letzten Endes auch für den Einzelnen, der bei einer wirklich wichtigen Aufgabe persönlich viel zufriedener ist und nicht das ganze Leben in Angst verbringt, daß seine Pseudo-Arbeit als solche enttarnt wird.

      Alle Preise, auch die für Arbeit, kommen im Markt-Gleichgewicht genau an dem Punkt zustande, wo im Mittel aller Marktteilnehmer beide Seiten davon ernsthaft profitieren, aber auch fühlbare Aufwände/Preise erbringen müssen. Arbeit ist grundsätzlich niemals nach der Mühe des Inputs zu messen, sondern nur nach der Effizienz bei der Erbringung des Outputs. Wieso sollte der Rest der Gesellschaft für die ureigenste Aufgabe der Anbieter, ihren Leistungsprozeß richtig zu organisieren, verantwortlich sein und nicht diese selbst?

      Wer nach mehr politischer Kontrolle der Wirtschaft ruft, wird die durch die fortwährenden unsinnigen Eingriffe der Politik in die Wirtschaft hervorgerufenen Probleme weiter verstärken. Die Politik ist viel mehr die Ursache der Probleme als die Lösung und hat gesamtgesellschaftlich ja wohl weniger die Rolle echter Leistungsträgerschaft als vielmehr eines einfachen Weges auch für in ihrem ursprünglichen Job eher Unterdurchschnittliche nun endlich "wichtig" zu sein und tiefe Griffe in die Taschen Anderer zu eigenen Gunsten machen zu können. Aber die Menschen sind als Masse träge und es muß Deutschland noch viel, viel schlechter gehen, bis sich was ändert.

      Ich möchte mich einigen Aussagen des Interviews anschließen. Ich kriege fast täglich die Krise ob des Unsinns, den man in Deutschland ausposaunen darf und dafür von hochgradig unbedarften Wählern auch noch goutiert wird. So ist der internationale Wettbewerb mit wirklich tatkräftigen Aufsteiger-Nationen niemals zu gewinnen. Der Abstand zwischen Gewinnern und Verlierern wird zum Glück von ganz alleine immer größer und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland die Sackgasse "Winseln statt Arbeiten" als solche erkannt wird. Ich denke übrigens ebenso ernsthaft drüber nach, aus D wegzugehen und in einem Land zu wohnen, wo wirklich interessante Dinge geschehen, seien es die Golf-Staaten, Südostasien oder sogar Rußland.
      @ PT

      Den Rest Deines letzten Beitrages hätte ich vor geraumer Zeit auch noch unterschrieben. Bis zum Fall des Ostblocks (Gegengewicht) und vor der Globalisierung hat die deutsche Wirtschaft und die Gesellschaft an sich herrlich mit Deinen Rezepten gelebt, das gilt für reich und arm und vor allem für die breite Mittelschicht. :)

      Leider hat sich die Welt verändert und die gestern noch guten Rezepte taugen nicht mehr und müssen daher modifiziert werden, wenn die breite Masse nicht mehr und mehr verarmen bzw. ausgebeutet werden soll. Du könntest zwar sagen, was gehen mich die Armen an bzw. eure Armut kotzt mich an, doch warne ich davor. Deutsche sind zwar sehr einfältig und machen lange alles mit, nur sollte man sich nicht darauf verlassen, dass das immer so bleibt. Der soziale Frieden ist ein wichtiges Gut, wem das nicht klar ist, der wird das spätestens lernen müssen, wenn der Mob ihm diese Lektion erteilt, dann ist es aber zu spät!

      Die allgemeine Unzufriedenheit geht durch alle sozialen Schichten, das sollte uns zu denken geben. Der zunehmende Erfolg der "Linken" ist keinesfalls ein Zufall oder eine Modeerscheinung. Wer den Sozialismus in Deutschland aufhalten möchte, sollte sich mit einem weißen Blatt Papier hinsetzen und ausgetretene Pfade verlassen. Ziel sollte "Wohlstand für alle" sein, Ludwig Erhard hat in seiner Zeit den richtigen Weg dafür vorgegeben, heute müßte er uns einen anderen Weg aufzeigen, um dieses Ziel zu erreichen, ich bin sicher er würde es tun. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „J.R.“ ()

      RE: Wie sozial sind Spenden wirklich?

      Perfect Trader schrieb:



      Spenden sind gar nicht so sozial, wie sie beim ersten oberflächlichen Blick aussehen. Ist die Ausgabe gesamtgesellschaftlich sinnvoll, müßte der Staat sie aus Steuern finanzieren. Wird er an dieser Stelle entlastet, kann er das gesparte Geld anderswo einsetzten, z. B. für Unsinns-Projekte und Aufrüstung. Durch die Herausnahme wichtiger Ausgaben aus der Finanzierung durch die öffentliche Hand zeigt sich der Staat (und die breite Masse, die ihn trägt) asozial und nicht die "geizigen" Reichen. Außerdem unterliegt das Budget für diese Aufgaben danach willkürlichen Schwankungen in Abhängigkeit der zufälligen aktuellen Präferenzen der Spender. In diesem Sinne finanziert eine Spende für eine soziale Einrichtung aus volkswirtschaftlicher Sicht genau die gleichen Unsinns-Projekte wie verpraßte Steuern. Wer glaubt, mit Spenden irgendwas Gutes zu tun, sollte das immer bedenken. Die Vernachlässigung staatlicher Aufgaben auch noch durch Reduktion des eigenen Vermögens zu subventionieren, ist eine naive Sicht der Dinge, auch wenn die meisten Menschen in Fehlen wirtschaftlichen und politischen Verständnisses diese Tatsache gar nicht kennen.



      Dem kann ich mich nur anschließen. Viele Bedürftige legen die Hände in den Schoß, da ja regelmäßig neue Spenden eintreffen. Bei anderen kommt die Hilfe erst gar nicht an, weil sie innerhalb der Spendenorganisation bereits verfrühstückt wird, oder im Sumpf korrupter Staaten von den Armen weg zu den obersten 10.000 umgeleitet werden.

      Außerdem gehen Spenden vielfach tatsächlich an Bedürftige, um die sich der Staat zu kümmern hätte. Dieses eingesparte Geld kann dann anderweitig verplämpert werden, vielleicht in Afganistan oder einer notleidenden Bank.

      Wer also tatsächlich etwas für sein Gewissen tun möchte hilft besser mit einem eigenen sinnvollen Projekt, bei dem die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund steht.
      @ Perfect Trader

      Umgekehrt habe ich einen Freund, der seit vielen Jahren ein Einkommen in Höhe von Hartz IV erzielt und das Gleiche wie Du erzählt.
      Also liegt wohl eher der Rückschluß nahe, daß Du Deine Ansichten von Deiner eigenen finanziellen Lage abhängig machst oder den Menschen, mit denen Du es beruflich und privat zu tun hast, wenn Du meinst, daß gleiche und gegenteilige Argumente von der persönlichen Finanzlage herrühren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Bo10a“ ()