Micro-Trading

      RE: Mikrotrading

      Original von Berlin!


      Die Qualität sehr kurzfristiger Bewegungsvorhersagen ist höher als die langfristiger und die Volatilität nimmt nur unterproportional mit der Zeit zu. Sich im Nachhinein von Leuten täuschen zu lassen, die jede große Bewegung natürlich immer richtig mitgenommen haben wollen, ist Bullshit, weil da noch die Frage ist, wer denn dann immer die Gegenseite hatte. (Natürlich immer die anderen.)

      Regelmäßige Arbeit fällt aber nicht nur beim Trading vielen Leuten schwerer als darüber zu reden.




      That´s it. Guter Beitrag! Findet man zur Zeit eher selten hier im Board.

      RE: Mikrotrading

      Es ging bei den gezeigten Trades nicht um die Empfehlung von Mikrotrading oder der Vorstellung als meinem favorisierten Stil. In der Tat sind die Trades ziemlich willkürlich über die Zeit verteilt und wurden neben anderen Dingen gemacht und bei weitem wurde nicht jeder mögliche Trade mitgenommen oder gar systematisch optimiert.

      Ich habe kein Problem, auch noch einen Chart reinzutun, der zeigt, wieviel sehr gute Möglichkeiten ich nicht mal beobachtet, geschweige denn ausgenutzt habe. (Habe übrigens nebenbei noch was anderes gemacht.) Es ist mir völlig egal, ob es irgendjemandem paßt oder rumgemeckert wird, solange ich damit Geld verdiene.

      Richtig sehen kann allerdings jeder bei jedem Entry, daß keine Fehlbewegungen mit vielpünktigen Drawdowns zwischen Entry und Exit liegen. Das ist wirklich sehr wichtig. Beim letzten Trade ist der Drawdown schon im kritischen Bereich, aber bitte beachtet, daß es hier ein Chart im 6-Sekunden-Bereich ist, der gerade noch für den ganzen Zeitraum erkennbar ist und in der kurzen Zeit gar keine Einflußnahme auf den Trade möglich ist.

      Um solche Signale auf Anhieb zu finden, muß man einfach massiv und lange Trading üben. Es geht nicht nur um prinzipielle Fähigkeiten, sondern um fast automatisch ablaufende Fertigkeiten. Üben ist Arbeit und kostet auch Lehrgeld. Manchem wird wenigstens beim Training schneller Bedienhandlungen das Papertrading helfen. Gegen schnell tickernde G&V Zahlen hilft es aber nicht.

      Es ging zuerst um die praktische Wiederlegung hanebüchener Behauptungen von dessen Unmöglichkeit durch Leute, die viel über Trading fabulieren, es aber erkennbar nur mit wenigen Stilen oder vielleicht sogar nur auf dem Papier machen. Davon sind alle Foren voll.

      Es ging auch nicht um ein für jeden Tag gültiges Tradelog, sondern um den Beweis eines sinnvollen Einkommens mit nur kurzem Risiko im Markt bei mäßigen Kapitalanforderungen. Hochrechnungen auf längere Tradingzeiten setzen auch ein längeres Trading voraus, was bei manueller Ausführung dieses Stils eher weniger naheliegt.

      Es waren sogar 13 Punkte und nur 21 EUR Gebühren. Minustrades tauchen bei sehr kleinen Gewinnintervallen wirklich mit einem guten CRV > 0.8 deutlich seltener auf als Plustrades. Ganz wichtig ist ein kleiner Stop Loss unter 5 Punkten, daß man gerade noch nicht mit dem nächsten möglichen Zufallstick abgefischt wird. Der kann ruhig etwas größer sein als der Take Profit, da die Signale auf die richtige Bewegungsrichtung im Mikrotrading meist die Richtung gut anzeigen.

      Da es sich um ein systematisches Trading von Mikrobewegungen handelt, ist ein Hoffen auf größere Bewegungen oder ein Pendeln mit zwischenzeitlichen Drawdowns nicht Sinn der Sache. Jede nur minimale echte Bewegung gegen die eigene Position ist ein Fehler beim Entry und muß sofort durch Glattstellen korrigiert werden. Disziplinmängel wie Aussitzen, Verdoppeln, Drehen ohne völlig neues Setup, Verbilligen, "Reparieren" oder ähnliches sind tödlich und führen bei der ersten schnellen Bewegung zu Verlusten mit dann katastrophalen CRV. Ein falscher oder fehlender Stop Loss kann dabei den Gewinn sehr vieler solcher Trades kosten und darf daher niemals versucht werden. Die dann entstehenden Großrisiken passen nicht zu diesem Stil.

      Sicherlich kann man auch mit Futures Großrisiken eingehen, aber dazu braucht man Ruhe und genügend Überlegung, die man beim Mikrotrading nicht hat, da man schon in der Bedienung der Ordersoftware flink genug sein muß. Nachdenken über umfassende fundamentale Abwägungen oder gar prinzipielle Tradingfragen haben da keine Zeit.

      Ich selber vermische Mikrotrading nicht mit anderen Dingen und betreibe es bei guter mentaler Verfassung ganz gerne, aber nicht als einziges, da ich in einem größeren Portfolio nicht in dessen voller Größenordnung so arbeiten möchte. Mit größeren Kontraktzahlen übt man schon einen Einfluß auf die Mikrobewegung aus. Da gehen dann FDAX oder YM schlechter als ES, ESTX oder andere Indizes, bei denen zu jeder Zeit hunderte Orders auf beiden Seiten im Buch stehen.

      Getradet wird nur nach Candles 1 min oder bei Notwendigkeit durch Fastmärkte auch 30 oder 15 sek der letzten 90 min und einem 1.000er (bei Notwendigkeit auch 500er) Volumechart des aktuellen und des letzten Tages ohne Indikatoren. Entry und Exit erfolgen nach lokalen Subminutenspitzen, die andere Leute als Rauschen bezeichnen, es aber nicht sind, da auch die anderen Marktteilnehmer ihre Orders willentlich zu genau überlegten Zeitpunkten aufgeben.

      Um Mikrotrading ordentlich zu machen, empfiehlt sich bei IB anstatt der TWS-Orderseite eine alternative Eingabe-Maske, wie die Zuatztools Bracket Trader, Autotrader, die TWS-Orderbuchmaske oder das Anstoßen aus der Chart- oder Handelssystemsoftware, weil die Orders sehr schnell platziert werden müssen und die Limits sehr schnell geändert werden müssen, um keine Gewinne abzuschneiden, aber auch keinen Gewinner zu einem Verlierer zu machen.

      Mikrotrading sieht immer nur im Nachhinein einfach aus. Wer jedoch keine Disziplin hält, wird hier die Kohle mit einer ganz dicken Rohleitung in den Markt pumpen. Ebenso ist ein unernstes Gedaddel mit Fifty/fifty-Mentalität wegen der Spreads und Commissions bei sehr kleinen Gewinnzielen tödlich.

      Die Berechnung der möglichen viel größeren Gewinne in einer vollständigen Trendbewegung ist nicht richtig, da alleine die Zeit im Markt ein großes systematisches Risiko darstellt und die aboluten Risiken mit der längeren Zeit zunehmen, die möglichen Tradingchancen aber abnehmen.

      Die Qualität sehr kurzfristiger Bewegungsvorhersagen ist höher als die langfristiger und die Volatilität nimmt nur unterproportional mit der Zeit zu. Sich im Nachhinein von Leuten täuschen zu lassen, die jede große Bewegung natürlich immer richtig mitgenommen haben wollen, ist Bullshit, weil da noch die Frage ist, wer denn dann immer die Gegenseite hatte. (Natürlich immer die anderen.)

      Mikrotrading ist also wender genial noch erotisch, sondern einfach nur Arbeit.
      Regelmäßige Arbeit fällt aber nicht nur beim Trading vielen Leuten schwerer als darüber zu reden.
      Bilder
      • Mikrotrading 6 Sekundenchart.png

        44,49 kB, 1.017×752, 1.037 mal angesehen
      @ nolto

      Mach dir über meinen Überblick keine Gedanken!
      Mit dem, was du schreibst, hast du nicht unrecht. Darum trade ich auch keinen FDAX. Dafür habe ich zu wenig Geld. Und für CFDs ist mir mein Geld zu schade. Es gibt etliche Futures, die auch mit mittleren Konten zu traden sind. Die da wären: FGBL, FESX, YM, NQ und viele mehr.
      Warum kleben alle an diesem Dax bzw. seinen Zockerinstrumenten wie Zertis und CFDs?
      Den meisten Tradern hier in diesem erlauchten Board ist doch noch nicht einmal der Einfluß der Transaktionskosten und des Spreads auf die Jahresperformence bewußt.

      Und der Herr Bollinger quatscht doch laufend von dem so wichtigen Kapitalaufwand und läßt durch die Blume raushängen, wie viel er davon ja wohl hat.
      Macht aber dann "Kindertrading" mit CFDs. Es scheint ja nicht einmal für den YM mit seinen schlappen 5 $ / Punkt zu reichen.

      Desweiteren stößt eine gewisse Oberlehrerhaftigkeit zumindest mir sauer auf. Es mag ja hier einige geben, die noch einen Herrn Lehrer brauchen.

      Sprüche wie "die Leser meiner Beiträge..." oder "Boardmitglieder baten mich per Email um Erklärung....." oder "...habe ich schnell per Telefon einem bekannten Trader einen Tipp gegeben...", zeugen von einem nicht zu unterschätzenden Geltungsdrang.
      Und dieser immer wieder erwähnte Edge (man Alter, sag doch einfach Vorteil) ist ja schon gar keiner mehr, weil wir ihn inzwischen alle kennen.
      War übrigens auch vorher keiner!

      Dann läßt er auch noch immer seine Fremdsprachenkenntnisse hier raus hängen. So viele Wörterbücher habe ich nicht immer griffbereit liegen.

      Hey Alter, so toll bist du doch nicht, wie du hier immer vorgibst!
      Original von ABRAKADABRA


      Nimm du erst einmal einen richtigen Future in die Hand anstatt des CFD-Gerümpels, oder reichts dafür nicht?




      @ abrakadabra

      Solche markigen Sprüche zeugen leider eher von fehlendem Überblick.

      Der Haken der Futures, besonders bei der Größenordnung des FDax, liegt in seiner Inflexibilität. Oder wie gestaltest du dein RM bei wechselndem IR und sich veränderndem Konto (sowohl positiv wie negativ).

      Deiner Spruchklopferei zufolge wahrscheinlich gar nicht.

      Mit CFDs kannst du aber so genau wie nur möglich dein Risiko fahren. Ja, das kostet etwas mehr; aber soviel mehr nun auch wieder nicht.

      RE: Offtopic: WHS Future Station / WH Selfinvest

      Auf jeden Fall lohnt es sich ein WHC Trader Demokonto zu eröffnen. Da hat man alle wichtigen Futurekurse für umsonst und das alles noch für MT4. Ich benutze ihn für FDAX,FGBL, und Commodities Charts. Wow, die Seite ist mittlerweile in englisch, als ich ihn runtergeladen hatte, war alles noch in russisch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „cosmopolit“ ()

      Offtopic: WHS Future Station / WH Selfinvest

      Original von ABRAKADABRA
      Edit:
      Übrigens gibts den WHC-Trader mit FDAX-Chart für lau, der ist bestimmt besser als der German30-Dingens.


      Hallo,

      klingt interessant, hast Du Erfahrungen mit denen? 39€ pro Quartal für Kontoführung, über 1200 Futures handelbar, Mindesteinlage 10k, bei MAN hinterlegt, ist wowas wie Sino hier in Deutschland ;)

      Zitat WHS:Realtimekurse und Orderbuch. Trader erhalten freien Zugang zu
      den Echtzeitkursen aller elektronisch gehandelten Futures. Für
      jeden angezeigten Kontrakt steht ein Orderbuch zur Verfügung
      , dass es Ihnen erlaubt die Markttiefe einzusehen. Orders
      können mit nur einem Klick aufgegeben werden.Zitat Ende.

      und

      Zitat:Kenntnisse von Programmiersprachen sind nicht nötig. Der Preis der WHS FutureStation liegt weit unter dem von vergleichbaren Konkurrenzprodukten. WHS FutureStation wird mit unseren kostenlosen realtime Tick-by-Tick-Kursen gespeist. Unerlässlich für alle, die aktiver im Futures-Bereich handeln möchten (bei einem Volumen von mehr als 20 Kontrakten pro Monat).Zitat Ende.

      Preis der FutureStation 45€ oder 89€ mit hist. Kursen!

      (C) 2007 WH Selfinvest Luxemburg

      Klingt interessant, vor allem weil WHS einen exakteren Feed hat als andere Broker (Eigenaussage) - Tick Chart vs IB Chart by WHS Future Station

      Soll keine Werbung sein, doch wie gut sind die wirklich wenn Sie es mit IB aufnehmen wollen, Werbung kann jeder machen aber wie sieht die Praxis dort aus??

      Beste Grüße

      Roti :)
      Beste Grüße

      Roti :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Roti“ ()

      Also so schlecht sind CFD's nun auch wieder nicht, v.a. wenn man weniger Kapital zur Verfügung hat oder man ggf. mehr diversifizieren möchte und sich nicht zu sehr auf den FDAX spezialisieren möchte.

      Grüße
      Firebold
      Mag der Pessimist auch Recht behalten - der Optimist hat bis dahin besser gelebt.
      @ Bollinger

      Nimm du erst einmal einen richtigen Future in die Hand anstatt des CFD-Gerümpels, oder reichts dafür nicht?

      Wenn doch, verstehe ich nicht, warum du dich mit CFDs abrackerst, mit denen du den Machenschaften der MMs ausgeliefert bist und dazu noch einen so großen Spread zahlst, dass solche Trades, wie die von Berlin, garnicht profitabel möglich sind.

      Außerdem hat das überhaupt nichts mit Angst zu tun, sondern das ist eine Strategie, die du aber nicht kennst.

      Dafür kennst du ja deine geliebten MAs, den German30 und die Telekom als den Super-Edge!

      Du drückst dich in deinen Erklärungen viel zu oft im Konjunktiv aus: Hättste, Wennste und Wären, das waren drei ganz arme Trader.

      Edit:
      Übrigens gibts den WHC-Trader mit FDAX-Chart für lau, der ist bestimmt besser als der German30-Dingens.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ABRAKADABRA“ ()

      RE: Mikrotrading v Trendfolge

      @ Berlin!

      Glückwunsch!

      Habe kein FDAX Chart zum kopieren versuche aber einmal anhand CHART German 30 Deine Trades nachzuvollziehen. ( Systemzeit 1h zurück)

      Handel erfolgte in der Berichtszeit zwischen grünem und roten Pfeil.

      Links neben dem grünen Pfeil erfolgt Initial Breakout über den 20 MA mit anschließendem Bilderbuch -Retracement auf den 20MA.

      Mit dem richtigen Einstieg beim Secondary Breakout folgt die Serie deiner Mikrotrades.

      Von hier an unterscheidet sich unsere Strategie. Anstatt Mikrotrades Trendfolge.

      Begründung:

      -Die 5 Folgekerzen nach der Ausbruchkerze beginnen bei Schlußkurs oder mit einem höheren Hoch. Das ist sehr bullisch.

      - Obwohl ich sehr wahrscheinlich nach der ersten roten Kerze ausgestiegen wäre ,gibt es keinen Grund dazu bevor steigender 20 MA nicht nachhaltig als Einkaufzone verletzt wird.

      Fazit: Nach Ausstieg an der ersten roten Kerze, die ja einige Punkte unter Schlußkurs der Vorkerze eröffnete, wäre ein Gewinn ohne hin und her von ca. 40-50 Punkten erreicht worden.

      Bei dieser Trendstrategie spielt die Kapitalausstattung eine entscheidende Rolle.

      Mikrotrades sind eher das Ergebnis von Unsicherheit und , ja,ja,ja auch Angst. ( Dazu auch der absolute Bestseller "Trading in the Zone" )

      Viel Erfolg, Bollinger
      Bilder
      • GERMAN30 late gif.gif

        18,5 kB, 640×480, 893 mal angesehen

      RE: Mikrotrading

      @Berlin

      Wenn ich richtig gezählt habe hast du 7 Trades gemacht und 11 Punkte erreicht.
      Das sind dann 275 Euro Gewinn - Minus 28 Euro Gebühren, bleiben 247 Euro übrig. Wenn du das jeden Tage erreichst, bei 20 Tagen im Monat, sind das 4940 Euro.
      Allerdings darf´s du dir dann keinen Minustrade erlauben.
      Wieviel Punkte weg ist dein Stopp vom Entry?

      Harley
      Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
      candletrading.de/blog/category/tradingblogs/harley-fgbl/

      RE: Mikrotrading

      Natürlich geht Mikrotrading, für alle, die es machen und auch können. Bei richtigem Vorgehen reichts auch mit einem Minimalkapital zum leben. Der Auszug ist keine Ausnahme, kann fast jeden Tag in kurzer Zeit erreicht werden. Wichtige Bedingungen sind:
      • nie Stops verletzen
      • nur Chancenpunkte traden
      • Gewinne auch zügig mitnehmen, um Risikozeit im Markt zu minimieren
      • US-Futures mitbeachten
      • Lockerheit beim Umgang mit dem Trading ohne panische Verlustangst
      • keine Reparaturversuch nach schlechten Trades
      Bilder
      • 45 Minuten Mikrotrading.png

        15,03 kB, 764×272, 982 mal angesehen