FTS-Finanz-Transaktions-Steuer

      Der Broker sichert sich aber doch nicht mit Aktien ab, wie soll denn das funktionieren, u.a. Handelszeit, Kosten etc.! Die sichern den Nettoüberhang durchaus mit Futures ab, grundsätzlich wird aber versucht intern zu matchen, d.h. Kundenaufträge zusammenzuführen. Und die Antwort auf die Frage ob wirklich exterenes Hedging betrieben wird möchte ich nicht geben müssen (und inoffizielle Aussagen von diversen CFD-Anbieter Mitarbeitern lassen eher das Gegenteil vermuten).

      Und ja, ich handle u.a. Futures.
      Wenn ich einen Dax30- CFD bei z.B. IG kaufe, sichert sich doch der Broker entsprechend an der Börse, an der das Underlying gehandelt wird, ab? Also an der Frankfurter Börse.
      Bei Futures ist es ja wieder etwas anderes, dort sichert sich die Eurex nicht wie der Broker eines CFD's ab.

      Vielleicht ist das auch ein Hintergedanke der geplanten Fusion von Deutscher Börse und LSE - den Handelsplatz des Futures könnte dann einfach nach London verlagert werden. Womit die Kuh für den Privattrader immer noch nicht vom Eis ist, denn dann wäre noch entscheidend, ob das Ausgabeprinzip (in diesem Fall gut) oder das Residenzprinzip (in diesem Fall schlecht) bei der Steuererhebung zum tragen kommt.

      Für mich ist momentan halt der Dax30- CFD interessant. Da wäre ein Aufschlag von 1 Punkt halt schon heftig.

      Du handelst statt CFD's eher Futures, oder?

      svedan schrieb:


      Wird nicht massiv Liquidität aus den FTS- Teilnehmerländern und den betroffenen Derivaten nach UK und USA abfliessen?


      Ja, das wird geschehen, aber das wird den Machern bewusst sein.

      Deine Annahme, dass sich Broker mit DAX CFD an der Eurex absichern müssen, würde ich so nicht unterschreiben, wer sagt dass nicht die CME sofort einen PseudoDAX Future ins Leben ruft?
      Nach dem die FTS in letzter Zeit eher für Tot erklärt wurde, gibt es jetzt ein neues Lebenszeichen.
      "Wir sind in der Substanz im Wesentlichen fertig, aber wir nehmen uns jetzt einmal drei Monate Zeit, um zu klären, ob alle zehn dazu stehen und wir die Entscheidung jetzt treffen können", sagte Schäuble. Die Situation in einigen Ländern sei "ein bisschen unklar". Deshalb werde erst "in drei Monaten" eine endgültige Entscheidung fallen. Schäuble verwies ausdrücklich auf bestehende "Bedenken, dass bei der derzeitigen Unsicherheit in den Finanzmärkten nicht der richtige Zeitpunkt ist". Deshalb falle nun in drei Monaten "die endgültige Entscheidung, ob dann genügend Länder mitmachen". Eine Gruppe von EU-Ländern um Deutschland und Frankreich verhandelt bereits seit mehreren Jahren über die Einführung der Steuer auf Finanzgeschäfte, um auch die Finanzbranche an den Kosten von Finanzkrisen zu beteiligen. Für eine solche verstärkte EU-Zusammenarbeit seien mindestens neun Länder nötig, erinnerte Schäuble.

      finanzen.net/nachricht/aktien/…r-in-drei-Monaten-4767315

      Im Juni fällt also die Entscheidung.
      Meine Einschätzung: Das Ding kommt. Milliardenbelastungen durch die Flüchtlingskrise und populistische Verwertbarkeit.

      Wenn wie bisher geplant bei Derivaten der Nominalwert besteuert werden, wären das bei einem Dax30- CFD und einem Steuersatz von 0,01% eine zusätzliche Belastung von 25 Euro (250000 angenommener Nominalwert). Also würde sich der Spread mal eben verdoppeln.

      Da sich der Broker von CFD's an der Börse in Frankfurt absichert, könnte man das auch nicht umgehen.

      Wisst ihr etwas von geplanten Ausnahmen? Bei IG hat der CAC40 nur einen Spread von einem Punkt, der dazugehörige Future- CFD einen von 4 Punkten. Wie kommt das zustande?
      Wird nicht massiv Liquidität aus den FTS- Teilnehmerländern und den betroffenen Derivaten nach UK und USA abfliessen?

      Purri schrieb:

      Hochfrequenzhandel unreflektiert als "hochspekulativ"(mein Lieblingswort)... als etwas Schädliches, dargestellt wird... mit der sog. "Realwirtschaft" ja überhaupt nichts mehr zu tun hätte, und wahrscheinlich irgendwie auch für die Krise verantwortlich ist.


      Ob die wirklich so dumm sind ... ich weiß es nicht. Interessanter wäre die Antwort auf die Frage: Wer am Markt erlangt einen Vorteil (oder einen Nachteil weniger), wenn das HFT verboten bzw. zurückgedrängt werden würde? Wer aus der Politik erhält einen Vorteil, einen scheinbar Verantwortlichen Dritten für all die "Spekulationsprobleme und Finanzweltprobleme" aufzeigen zu können? Wem und in welcher Form nützt es, wenn HFT als Sündenbock vorgeschoben wird?

      Wem nütz(t)e es, bei der Entdeckung des Volkwagenskandals richtig auf Panik zu schieben (u.a. auch durch das Mittel Medien) um seit Wochen wieder kräftig zuzukaufen, da es sich doch jetzt erst kürzlich herausgestellt hat, das z.B. das Theater um CO2 viel kleiner ausfällt als angenommen? Die Meldung dass das CO2 Problem viel kleiner ist, wurde aber vergleichsweise nur nebenbei mitgeteilt. Aktienmarketing par excellence.

      Grüße
      Dan
      I go for it!
      Ich finds immer wieder amüsant, wie in sämtlichen Medien der Hochfrequenzhandel unreflektiert als "hochspekulativ"(mein Lieblingswort), als sinistere Luftgeschäfte, aber jedenfalls als etwas Schädliches, dargestellt wird. Meist noch garniert mit dem Hinweis, das es mit der sog. "Realwirtschaft" ja überhaupt nichts mehr zu tun hätte, und wahrscheinlich irgendwie auch für die Krise verantwortlich ist.

      Bereits nach dem Willen der Herrschaft abgerichtet

      Genau so wollen SIE Euch haben: sich den ganzen Tag über Stuss erregen, den Leute, die aus der Mitte des voll-zerblödeten Volkes in einem "demokratischen Prozess" (auf dem Niveau: wer trägt bei der TV-Show welche Kleider o. ä.) "gewählt" wurden (und es daher bestens repräsentieren, weil diese genau wie das Gehirn-gewaschene Volk nicht wissen, was sie tun) fortwährend zubereiten.

      Die einzigen zutreffenden, auf echter Kompetenz beruhenden Antworten zu dem Thema wurden schon vor Jahren gegeben.

      Ebenso wurden zur angeblichen "Flüchtlings"-"Krise" völlig zutreffende Dinge gesagt, die begeifert und zensiert wurden, auch völlig objektiv, da auf Sach-Betrachtungen beruhend. Jetzt schließt sich langsam die ganze Welt an, wenigstens in dieser Frage wieder partiell geistig normal zu werden und die sachlich gebotenen (und rechtlich schon immer zwingend auszuführenden und von klug-kompetenten Menschen schon lange vor dem Dumm-Dumpf-Mainstream als richtig erkannten) Maßnahmen durchzuführen.

      Rein rechtlich ist der Mensch in einer asozial-pseudo-individualistisch dissoziierten Gesellschaft schon weitgehend frei im Äußern seiner Meinung (aber nur solange er damit nichts Bedeutendes bewirken kann oder will), aber mit jedem willkürlichen Daher-Gerede wird noch lange kein Tatbestand nachvollziehbar beschrieben und schon gar nicht eine sinnvolle Maßnahme mit den gewünschten Ergebnissen initiiert.

      Deutlich mehr Sach-Erwägungen statt Sabbern über den Dumm-Dreck aufgeblasener Polit-Clowns würde wirklich kompetente Fachleute auszeichnen - aber ganz sicher kein Nachjagen nach immer neuem Polit-Blödsinn.
      Solche Narren. Das wird nur deshalb weiter vorangetrieben, weil niemand mehr kneifen will.
      Der Autor ist in den besprochenen Werten zumeist selbst investiert. Traden auf eigene Gefahr, Signale sind aktuell großteils experimentell zwecks Challenge "In 30 Tagen zur Trading Strategie".
      Plane deinen Trade, trade deinen Plan!
      If it´s not a HELL YES, it´s a NO!
      Das ist schon länger Stand der Verhandlungen, darum sehe ich die ganze Angelegenheit auch bereits sehr entspannt, es soll schlimmeres geben als UK und/oder US Futures handeln zu müssen. Geradezu amüsant ist aber der Umstand, dass anscheinend auch noch darüber verhandelt wird ob Derivate auf Staatsanleihen auch von der FTS ausgenommen werden sollen, das würde u.a. FGBS, FGBM, FGBL und FGBX betreffen.
      Im Artikel findet sich der Satz "In Estland habe die dortige Regierung erklärt, es sei für sie nicht möglich mitzumachen, weil nur die Aktien und Derivate der Teilnehmerländer betroffen seien und nicht generell alle."

      Das liest sich ja, als könnte man dann britische oder US-Aktien handeln ohne dass diese der FTS unterliegen würden? Kann doch gar nicht sein, das wäre ja ein Selbstmord für die hiesigen Märkte.
      Der Autor ist in den besprochenen Werten zumeist selbst investiert. Traden auf eigene Gefahr, Signale sind aktuell großteils experimentell zwecks Challenge "In 30 Tagen zur Trading Strategie".
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