55 Gründe, Trader zu werden: Warum Trader der beste Beruf der Welt ist - Wieland Arlt

      Freie Meinungsäußerung wohl nicht für jeden?

      @ Peganuss

      Auch das ist im Prinzip meist richtig. Trotzdem stelle ich fest, dass brutal kaputter Müll manch anderer Foren-Autoren oft genug sogar intensiv goutiert wird und dafür trotz inhaltlicher und stilistischer Schwerst-Mängel freie Meinungsäußerung gelten soll, obgleich der "inhaltliche" Nonsens schon weit über der Schmerzgrenze liegt. Bei mir aber soll alleine der Anschein eines unbegründeten Vorurteils, den ich ja schon recht brauchbar entkräftet habe, bereits zur Versagung genau derselben freien Meinungsäußerung ausreichen, obwohl die Meinung gar nicht so frei schwebend, sondern sogar einigermaßen begründet war.

      Das letzte Trading-Buch, welches ich mir nach einer solchen Diskussion dann leider doch aufdrängen lies, um nicht vorschnell ungerecht zu urteilen, hat übrigens mein Vorurteil vollauf bestätigt. So falsch liegen durchdachte Vorurteile also nicht.

      woren schrieb:



      Genauso, wie hier verlangt wird, ein Buch erst zu lesen, bevor man sich dagegen entscheidet und das auch kundtut,...



      Niemand verlangt hier eine Entscheidung für oder gegen das Buch. Du verdrehst meine Aussage.
      Nur wer den Inhalt des Buches beurteilen will, sollte den Inhalt auch kennen. Wie soll das aber gehen, ohne es vorher zu lesen?
      Ich meine nur, man kann sich auch zurück halten und schweigen und muss nicht zu allem seinen Senf dazu geben.
      @ archie

      Jede für beschränkte Geister möglicherweise nicht zu verstehende Anmerkung von mir ist ganz sicher noch Größenordnungen mehr wert als Dein negativ-aggressives Pöbeln mit Schimpfworten. Irgendwann erkennt auch der wohlwollendste Leser, dass es Dir Spaß macht, statt einen sachlichen Fachdialog mit Argumenten zu führen, einfach nur mit Schimpfworten, Beleidigungen und anderem Schmutz zu werfen.

      @ Peganuss

      Die Deutung von Vorurteilen als anmaßend wird in vielen Fällen richtig sein. Andererseits sind Vorurteile aber nicht in jedem Fall nur Ausdruck von Oberflächlichkeit, Lernunwillig- und/oder unfähigkeit und Selbstgefälligkeit, sondern möglicherweise auch Ausdruck der Anwendung aller vorher im Leben gemachten Erfahrungen mit bezüglich der Entscheidungssituation vermutlich vergleichbaren Dingen.

      Alle Menschen haben sehr starke und durchaus auch nützliche Vorurteile. Genauso, wie hier verlangt wird, ein Buch erst zu lesen, bevor man sich dagegen entscheidet und das auch kundtut, könnte von jedermann verlangt werden, in Damenbekleidung in der Öffentlichkeit aufzutreten, um Vorurteile bzgl. des "schicklichen" Kleidungsstiles abzulegen, zumal Röcke sogar mancherorts traditionelle Männerkleidung sind.

      Niemand ist gezwungen, bzgl. der vielen hunderttausend Bücher, die jedes Jahr neu auf den Markt kommen, für jedes eine umfassende Analyse und Priorisierung durchzuführen. Selbstverständlich scheiden dabei alleine aus Zeitgründen (nur für die Analyse und erst recht fürs Lesen) Hunderttausende auf Grund von Vorurteilen aus, egal wie wir diese Vorurteile euphemisierend nennen (Interesse an dem Gebiet, dem Autor, dem Land, der Sprache, dem Verlag usw.).

      Schließlich haben fast alle panische Angst, ihre Vorurteile als solche zugeben - außer eben geistig wirklich freien Menschen, die souverän auf die Welt schauen können, weil sie über die vorschnellen Vorurteile über angeblich ach so schlimme Vorurteile auf Grund ihrer überragenden Top-Qualifikation, Gedankentiefe und Unabhängigkeit völlig erhaben sind.

      In diesem Zusammenhang empfehle ich den Leuten, die sofort mit der Schere im Kopf ihre Selbstzensur beginnen und sie auf Andere ausdehnen wollen, statt der Unterordnung unter die ihnen im Laufe ihrer für sie nachteiligen Sozialisierung eingepeitschten wirklich oft dummen Vorurteile der Masse es einmal mit dem eigenen Versuch nach geistiger Freiheit durch eigenes tiefgründiges Nachdenken zu versuchen.

      Statt in ihrem gedanklichen Gefängnis sofort reflexartig nach einem Wärter zu rufen, wenn ein Lichtstrahl der geistigen Freiheit die Zelle, in der sie im eigenen Saft und im Kuschelmief vermeintlicher "sozialer Harmonie" in Wahrheit zusehends vermodern, auch nur kurz streift, dass ganz fix wieder die Finsternis der Unterordnung unter irgendwelche Doktrinen hergestellt wird, egal wie schädlich das für sie selber ist.

      Natürlich gibt es ganze Berufsgruppen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie sich kreativer Weltsicht verschliessen und sich stattdessen an Tradiertes anlehnen, egal wie unsinnig und unbegründet es ist, und die ihre Mission darin sehen, andere ebenso dort geistig einzusperren.

      Wie oft hat aber dieses geistige Gefängnis der Bewahrer alter, überkommener Gedanken von vorvorgestern jemals eine kreative Neuerung in die Welt gebracht und die Menschheit weiter bewegt?

      woren schrieb:

      Schon die "55 Gründe" sind verdächtig. Da die Aufmerksamkeitsregel 7 +/- 2 Kernpunkte als optimal ansieht, wurde hier offenbar die ganze Sache nicht auf den Punkt gebracht und Masse statt Klasse produziert.


      Wieder typisch mit seiner manischen Psychomacke:

      Er muss seinen Senf langatmig und mit pseudowissenschaftlichem Anstrich dazu geben, ganz gleich ob es überhaupt jemand interessiert und ob es zum Thema passt.

      Man muss sich nicht jedes Machwerk einziehen

      Wenn man genug Bücher gelesen hat, ist man schon einigermaßen in der Lage, die Machart auch ohne viel Zeitverschwendung zu beurteilen. Zugegeben bin ich heute etwas mutig, dieses Vorurteil nur aufgrund der mir bekannten sehr dünnen Fakten zu diesem konkreten Buch zu vertiefen, denn normalerweise schaue ich mir Bücher schon im Eil-Durchgang an und kann dann nach extrem kurzer Zeit auf Grund vieler Kriterien recht sichere Urteile fällen. Zu meinen besten Zeiten, habe ich für mich und meine Firma jeden Monat Bücher für hunderte, öfter auch Tausende DM gekauft und mir dafür einige Stunden Zeit genommen.

      Vielleicht (aber wohl eher ganz vielleicht) liege ich auch mal verkehrt. Da das Buch nun einmal beworben wurde, könnten die Leser, die es gut fanden, die inneren Werte und Highlights darstellen.

      Solange nichts Besseres als nur die eine dünne Amazon-Rezension geboten wird, bleibe ich mal bei dem gar nicht so aus der Luft gegriffenen Vorurteil (in das durchaus genügend Erfahrungen mit anderen "Motivations"-Büchern einfließen), dass statt nur mehr "Motivation" die Menschen echte Fähigkeiten und Fertigkeiten brauchen.

      Die euphemistischen Umschreibungen dubioser Geschichten sind heutzutage ja allgemein in Mode. Die Politik faselt auch immer von "nur besser kommunizieren", wenn ihr hirnrissiger Bullshit von den wenigen noch nicht zerblödeten Menschen nicht widerstandlos geschluckt wird.

      Wenig nützliche, nur entfernt an Fachinhalte erinnernde Zeilenfüllungen werden weder über bessere "Motivation" noch über bessere "Kommunikation" zu echten Inhalten.

      Schon die "55 Gründe" sind verdächtig. Da die Aufmerksamkeitsregel 7 +/- 2 Kernpunkte als optimal ansieht, wurde hier offenbar die ganze Sache nicht auf den Punkt gebracht und Masse statt Klasse produziert.

      Die unkritische Nutzung des Superlativs "beste" ist dann schon ganz extrem fragwürdig.

      Weiterhin kenne ich Pseudo-"Trading"-Bücher von US-Autoren, die irgendwelchen Gottes-Anbeter-Müll daher schwafeln und Pseudo-Gut-Menschen-Sprüche absondern, dass es peinlich ist, aber keine sinnvollen fachlichen Ratschläge.

      Das Ersetzen von Fachwissen beim Trading durch "Motivation" ist so ähnlich, als wenn man einen Schlachter, der ja auch gut mit Messern kann, auf genügend Patienten loslässt in der Annahme, dass er nach den ersten hundert Toten, wenigstens die Organe sicher unterscheiden kann, weil sie eine entfernte Ähnlichkeit haben zwischen Rindviechern und Menschen. Mit genügend "Motivation" ist er dann nach tausend Toten vielleicht soweit, etwas Abgeschnittenes wieder anzunähen und nach ein paar Tausend mehr hält es vielleicht auch. Dann muss er "nur noch" etwas von Sterilität, den Details der Organ-Funktionen, dem Zell-Stoffwechsel, der Pharmakologie, der Medizintechnik, der Krankenhaus-Organisation, dem Medizinrecht und hundert Dinge mehr lernen und dank guter "Motivation" haben wir vielleicht nach Zehntausend Toten (pro Schlächter) einen schlecht funktionierenden Pseudo-Arzt.

      Könnte es sein, dass Motivation bei einem x-beliebigen Studiengang die Eingangs-Voraussetzung ist, unmittelbar mit der Beschäftigung mit Fach-Inhalten zu beginnen, und nicht das Ziel?

      Noch ein "Trading"-Buch, welches die Welt nicht braucht

      Laut Rezension und dem Titel nach ein "Motivations-Buch" eines "Erfolgs-Autors". Die Pseudo-Motivations-Sprüche für extreme Dumpfbacken auf dem Niveau von "Tsjakkaa" funktionieren bei halbwegs vernünftigen Menschen aber gar nicht, nicht einmal kurzfristig, sondern stoßen eher ab.

      Wer Anderen seine Beweggründe erklären muss, will eher angeben und sich selbst täuschen, als Anderen nützliche Informationen weiterzugeben.

      Sogenannte "Erfolgs-Autoren" schreiben nicht unbedingt Dinge, die nützlich sind, sondern eher welche, die ihrem Publikum gefällig sind.

      Sind die Empfehlungen der Erwachsenenpädagogik mittlerweile auf solch ein "Niveau" abgeglitten?
      Wenn ich ehrlich bin fallen mir mehr Gründe ein die dagegen Sprechen als dafür, zumindest dann wenn es sich um Anfänger handelt.
      Wenn dir dein Feind überlegen ist, geh' ihm aus dem Weg! Ist er zornig, reize ihn! Und wenn er ebenbürtig ist, kämpfe! Und falls nicht, teile mit ihm und fang von vorne an! trading-stocks.de

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      Hi Peganuss,

      wahrscheinlich könnte man auch 100 Gründe finden, warum Trader der beste Beruf der Welt ist. ;)

      Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ich persönliche denke darüberhinaus, dass es einige schwerwiegende Gründe geben kann, wieso langfristig Tradersein nicht der beste Beruf der Welt ist. Das hängt in meinen Augen mit der persönlichen Vision zusammen, sofern man denn überhaupt eine besitzt oder für sich erdacht hat. Ich kann es jedem nur anraten, sich dafür die Zeit zu nehmen.

      A) Ich investiere mein Wissen in Unternehmerschaft, baue über 20 Jahre eine Firma auf, gebe vielen Familien dadurch indirekt zu essen und erhalte gesellschaftliche Anerkennung. Das man in dieser Position unter vermehrt sozialen Kontakten steht, versteht sich von selbst. Vielleicht verkaufe ich die Firma vor der Rente für n Millionen Euro oder geb sie an meine Kinder, die mir eine kleine Zusatzrente zahlen.

      B) Ich investieren meine Zeit und Wissen in das Trading, baue über 20 Jahre mein persönliches Konto auf, mit dem Wissen es anderen genommen zu haben. Ich muss meine Tätigkeit, sodenn sie denn auch besonders Früchte trägt, vor der Gesellschaft faktisch geheim halten. Gesellschaftliche Anerkennung gibt es nicht ernsthaft. Sozial besteht die große Chance zu vereinsamen. Wenn ich es ganz schlecht manage, riskiere ich es, meine Erträge aus 20 Jahren annähernd mit einem Trade zu vernichten.

      usw.

      Grüße
      Dan
      I go for it!

      55 Gründe, Trader zu werden: Warum Trader der beste Beruf der Welt ist - Wieland Arlt

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      Ein Buch, welches das Traderdasein mal auf eine ganz andere Art und Weise beleuchtet. Wieland Arlt gibt dem Leser ein paar sinnvolle Argumente an die Hand, die helfen können Außenstehenden zu erklären, was man denn da so vor dem Bildschirm treibt.

      Beste Grüße
      Peganuss