Betriebs- und volkswirtschaftliche Betrachtungen

      Bo10a schrieb:


      Selbst FDP-Wähler aus meinem Bekanntenkreis machen sich immer mehr Sorgen über die von rot-grün eingeleitete brutale Umverteilung des Geldes von unten und der Mitte nach oben, die durch Merkel konsequent fortgesetzt wird.


      @ Perfect Trader

      Übrigens handelt es sich bei diesen FDP-Wählern um Personen mit gutem Vermögen, dicken Autos und Erst- sowie Zweithäusern.

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      Firebold schrieb:

      :D

      Und wenn das mit der immer sozialeren Politik so weiter geht, dann sind wir bereits näher am Kommunismus als wir glauben. Fehlt dann ja nur noch 'ne Mauer :thumbdown: .

      Klingt vielleicht sehr überspitzt. Aber das ist durchaus gewollt.

      Grüße
      Firebold


      Wenn das keine Satire ist komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus.

      Selbst FDP-Wähler aus meinem Bekanntenkreis machen sich immer mehr Sorgen über die von rot-grün eingeleitete brutale Umverteilung des Geldes von unten und der Mitte nach oben, die durch Merkel konsequent fortgesetzt wird.
      Aber wahrscheinlich - unterstellt, daß Dein Beitrag ernst gemeint war - ist für Dich die große Mehrheit der Bevölkerung bereits mit kommunistischen Gedanken verseucht.

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      @Perfect Trader
      Aus deinem Artikel klinkt auch heraus, dass jeder selber dran schuld ist, wenn sich auf seinem BankKonto nix tut. Da möchte ich aber behaupten das das ein Trugschluss ist. Heute sind wir in einer Zeit angekommen da man selbst mit Studium und Ausbildung, nicht sicher sein kann, der Armutsfalle zu entkommen. Man werfe mal einen Blick auf das PraktikantenTum. Da hat man Jahre an der Uni verbracht und wird erst mal mehrere Jahre in Architektenbüros in Krankenhäuser als Assistenzarzt, in MedienFirmen und wo sonst noch wo ausgebeutet, bevor (wenn überhaupt) man das verdient, für das, was man da leistet...

      Ich glaube, es gibt ne Tendenz Löhne und Gehälter auf breiter Flur zu drücken. Für Unternehmenslenker verschiebt sich der Fokus immer mehr von SozialerVerantwortung auf das optimieren von Zahlen in seiner "LegislaturPeriode" . Das ist aber ein Art schmarotzen. Schmarotzer befallen einen Wirt und kümmern sich instinktiv dem eigenen Wohlergehen.
      ich raube, also bin ich....

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      Da ist wohl leider einiges dran an dem Artikel. Spenden sind ja auch Gott sei Dank absetzbar, haben somit auch ein gewisses "Sex-appeal". :D

      Und wenn das mit der immer sozialeren Politik so weiter geht, dann sind wir bereits näher am Kommunismus als wir glauben. Fehlt dann ja nur noch 'ne Mauer :thumbdown: .

      Klingt vielleicht sehr überspitzt. Aber das ist durchaus gewollt.

      Grüße
      Firebold
      Mag der Pessimist auch Recht behalten - der Optimist hat bis dahin besser gelebt.
      Neoliberal ist wahrlich ein schönes Wort. Die meisten wissen aber gar nicht, was es bedeutet. Vom Ordoliberalismus haben die dann auch noch nie gehört und verbinden alles liberale mit ungezügeltem Kapitalismus. Da wird negiert, dass der Wirtschaftsliberalismus maßgeblich die Wirtschaftswunderjahre Deutschlands geprägt hat. Die Alternative ist dann ein demokratischen Sozialismus oder ähnlicher Schwachsinn. :rolleyes:
      If you don't bet, you can't win.
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      - Larry Hite -

      --------------------

      The Trend is your only Friend :D

      - einer, der Bescheid weiß -
      Grundsätzlich bin ich auch ein Marktliberaler für den der Begriff "Neoliberal" kein Schimpfwort ist, doch gibt es sehr wohl Situationen, in denen staatliche Regulierung für einen Wirtschaftsraum zumindest für eine gewisse Zeit nützlich (oder je nach Lesart "nicht schädlich") sein können. So hat der Tigerstaat Malaysia Ende der 1990er Jahre im Zuge der sog. Asienkrise seinen Markt abgeschottet und vor allem den Abfluss von Kapital streng reglementiert, obschon der IWF das genaue Gegenteil verlangt hatte. Trotzdem oder gerade deshalb (da streiten sich sich die Gelehrten) fiel das Land wieder auf die Füße. Heute ist man der Meinung, dass der nachfolgende Boom der Weltwirtschaft auch einen Großteil zu der Genesung beigetragen hat.

      Weiterführende Literatur zum Thema: library.fes.de/fulltext/stabsabteilung/00908.htm

      RE: Eine gute Woche für Deutschland

      @ Trader1984

      Da stimme ich Dir partiell zu. Es kann aber auch häufig passieren, daß Doppel-Entwicklungen volkswirtschaftlich teurer sind als ein eventueller größerer Preisspielraum. Die kriminellen und halbkriminellen Kartell-Praktiken allerdings kann auch kein Betriebs- oder Volkswirt (außer denen der profitierenden Unternehmen) gut finden.

      RE: Eine gute Woche für Deutschland

      Ich kenne beide Bücher nicht, aber beide Titel hören sich genau so an, als ob die Autoren die ökonomischen Zusammenhänge recht gut verstanden haben.

      Als Nachtrag kann ich noch bemerken, daß der SPD-Bürgermeister von Berlin zu einer betriebswirtschaftlich sinnvollen Maßnahme bei Schering nicht besseres daherreden konnte, als die Blödsinns-Leier von den raffgierigen Konzernen und daß irgendein Gewinn-Niveau ja mal genug sein müsste.

      Jedes Volk bekommt die Politiker, die zu ihm passen, obwohl die lautstarke Inkompetenz auf allen Gebieten, die über die Mehrung eigener Vergünstigungen hinausgehen, für jeden denkenden Menschen klar erkennbar sein sollte. Er hätte lieber über überzogene Politiker-Privilegien reden sollen - davon hat er Ahnung. Erst rafft der Staat genau die inkriminierten Gewinne über Steuern in enteignungsartiger Höhe, um dann noch die Hand zu beißen, die ihn füttert.

      Es ist vollkommen unsinnig, Arbeisplätze durch Ineffizienz erhalten zu wollen. Unternehmen können nur dann auf dem Markt existieren und ihre Gewinne in die Ökonomie einbringen, wenn sie welche machen - je mehr desto besser. Das gewonnene Geld wird ja nicht in einen Tresor weggeschlossen, sondern für Investitionen oder Konsum ausgegeben, schafft dabei also auch Wohlstand bei Dritten, die anfangs gar nicht beteiligt waren. Solange aber in Deutschland die Inkompetenz rast und die ökonomische Basis als wichtigste Säule jeder Gesellschaft duch Schnellschüsse nach Gutdünken zersetzt wird, werden die Investitionen weniger in Deutschland statt finden. Das ist gut und richtig. Die Unternehmen sollten ihre Wahlfreiheit ganz bewußt zu ungunsten des Standortes D fällen, solange, bis endlich auch hier die einzig wertschaffenden Unternehmen und ihre Manager nicht tagtäglich dümmstens angemacht werden, sondern die ihnen zustehende höchste Achtung erfahren.

      Eine gute Woche für Deutschland

      Die letzte Woche war gut für die deutsche Wirtschaft und damit nach kurzen Übergangsschwierigkeiten der Betroffenen auch für die Menschen in Deutschland. Die ewigen Klammerer an unsinniger, zeit- und geldverschwenderischer, nicht wertschöpfender und damit letztendlich parasitärer Rum-Deitelei anstelle nützlicher Arbeit wurden gleich dreimal auf den Boden ökonomischer Realität zurückgeführt.

      Die Telekom kündigte an, zehntausende Arbeitsplätze zu markt- und leistungsgerechten Konditionen in die für eine sachgerechte Arbeit erforderliche Struktur zu bringen, damit sie endlich gegenüber schlankeren und agileren Mitbewerbern nicht mehr Jahr für Jahr Millionen Kunden verliert. Die Stakeholder hatten natürlich nichts besseres zu tun, als die altbekannten Sprüche loszulassen, die alles beim unbrauchbaren status quo belassen sollen, anstelle die Neustrukturierung als Anlaß für eine eigene bessere Arbeit zu nehmen. Das Nachtrauern an die aus Beamtenzeiten immer noch nicht vollständig ausgetriebenen Luxus-Ansprüche kann man sich getrost sparen, jetzt ist ausschließlich engagiertes Arbeiten angesagt. Die reflexartige Drohung mit einem Streik kann ich nur begrüßen. Die Leistungsstörungen werden die aus Trägheit noch verbliebenen Kunden endlich auch zum zügigen Wechsel zu kundenorientierteren Anbietern veranlassen, wodurch sich die Vorteile des Wettbewerbs für die Kunden noch schneller zeigen werden.

      EADS wird endlich wettbewerbsfähig gemacht, um nicht noch mehr Kunden an Boeing zu verlieren. Wie wurden denn dort lange Jahre die "Arbeits"-Plätze gesichert? Größtenteils durch üppig von allen Steuerzahlern finanzierte Spielerein im militärischen Bereich. Der Gradmesser ist aber der dem dynamischen Wettbewerb ausgesetzte zivile Sektor, wo im lezten Jahr Marktanteile an den Mitbewerber verloren wurden und man mit der Abstimmung der aus rein politischen Gründen über diverse Standorte unsinnig zergliederten Produktion nicht mehr nachkam. Die allerbeste Lösung wäre die Schließung aller Standorte bis auf ganz wenige ausgesuchte zusammenhängende Produktionsflächen. Natürlich will heute jeder das Opfer spielen, wo sich ja mit kräftigem Rückenwind der Politik jahrelang leichtes Geld zu Steuerzahlers Lasten verdienen ließ.

      BenQ wird nun hoffentlich bald ganz abgewickelt. Anstatt eine Leiche künstlich am Leben zu erhalten, was mit aus Sozialkassen stammendem Geld (Konkurs-Aufallgeld) bezahlt wird und "Beschäftigungs"-Gesellschaften zu gründen, sollte man das richtigerweise freigesetzte Personal lieber zu echter Arbeit anhalten. Das funktioniert nicht durch Nachwerfen von neuem guten Geld hinter schlechtem alten, sondern durch umgehenden Stop der Mittel-Verschwendung. Wenn man sich zu ökonomischen Tatsachen bekennt, werden die Leute ganz schnell wieder arbeiten lernen, weil es schlichtweg niemanden mehr gibt, der ihre aberwitzigen Geschichten, daß alles nur eine Verschwörung böser und unfähiger Manager war, noch hören will. Zu einem total kaputten Unternehmen gehört nicht nur ein oder wenige schlechte Manager, sondern eine total kaputte Unternehmenskultur. Wer die nicht erkennen kann und sich beizeiten einen anderen Arbeitsplatz sucht, ist entweder inkompetent oder läßt es vorsätzlich zur bewußten Ausschöpfung absehbar nur kurzfristiger Vorteile drauf ankommen. BenQ sei keine Träne nachgeweint, wie allen anderen Pleitiers auch.

      Ein großes Danke an die Manager, die den Mut haben, die notwendigen und einzig richtigen Entscheidungen gegen den Geschmack eines unkundigen und oft auch unfähigen Publikums durchzusetzen. Hätte dieses zu Zeiten, als es den Unternehmen gut ging, anstatt sich hemmungslos in einer Art eingebildeten Schlaraffenlandes die Taschen zu füllen, mit Engagement und Eigeninitiative hart gearbeitet, wären die Unternehmen niemals in den heutigen bedauerlichen Zustand gekommen.
      @xyxyber

      Ich hab das durchaus ernst gemeint!

      Mich hat man vor ein paar Jahren auch ausgelacht, als ich sagte durch die Öffnung des Ostens ist es von Vorteil deren Sprachen zu lernen.

      Nun ist aber zugegebenermaßen Chinesisch doch schwieriger zu lernen, als Russisch, Tschechisch, Polnisch etc.

      Daher wirkt das jetzt ein wenig komisch. Aber die Idee find ich prinzipiell gut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ktrade“ ()

      Heute lachen wir (vielleicht) noch drüber, aber schon in Kürze wird Chinesisch eine (oder gar DIE) führende Sprache des Webs sein. Die Japaner haben jahrzehntelang auf natürliche Weise Know-How behalten, indem sie es einfach im Japanischen beließen und nicht ins Englische transferierten.