Trader als Beruf? Was ist zu beachten?

      Wenn man KEIN Einkommen hat, bzw, keine Steuern zahlt, dann kann man sich doch die Abgeltungssteuer, falls von der Bank/Broker abgeführt vom Finazamt doch wieder zurück holen.
      Das ganze kann man auch mit einer sogenannten " Nichtveranlagunsbescheinigung" vom FZ gleich umgehen.
      Wenigstens habe ich das so verstanden.

      Aber, aber die deutschen Finanzbeamten finden sicherlich wieder einen Trick damit das nicht so ist :thumbdown:

      Harley

      PS: gilt für D
      Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
      candletrading.de/blog/category/tradingblogs/harley-fgbl/
      Richtig, private Veräußerungsgeschäfte werden mit der Abgeltungssteuer berechnet. Das Finanzgericht hat allerdings herausgestellt, dass es sich beim Daytrading mit WERTPAPIEREN um eine private und ÜBLICHE Vermögungsverwaltung handelt, die im Prinzip jedem offen steht. Das ÜBLICH macht mich allerdings stutzig, ob das Urteil auch für den Handel mit Devisen, Futures etc. gilt, bzw als Präzedensfall herangezogen werden kann, bleibt abzuwarten.
      Na ja, das Finanzamt wird im Gewinnfall versuchen dir Einkommenssteuer+Gewerbesteuer abzuknöpfen, gerade wenn du Daytrading betreibst.
      Rechtlich kann Trading allerdings als pure private Vermögensverwaltung angesehen werden, solange nur Eigenhandel betrieben wird. Seit einem Urteil vom letzten Jahr hat man gute Chancen ( zumind. in Deutschland) erfolgreich gegen eine Gewerbesteuer zu klagen.
      jurablogs.com/de/day-trader-nicht-zwingend-gewerblich-taetig

      EF.EM60 schrieb:


      - da ich nur auf eigene Rechnung u. nicht für dritte trade, gelte ich als Freiberufler (bin ich schon, nur Prioritäten ändern sich) kein Gewerbe nötig, kann trotzdem Ausgaben gegenrechnen. Hardware, Internetkosten,etc.



      Das verstehe ich nicht ganz. Meiner Einschätzung nach ist man mit eigenem Geld in Deutschland Privatmann und zahlt Abgeltungssteuer. Ausgaben sind seit 2009 nicht mehr abzugsfähig.

      Wenn man Freiberufler ist, muss man dann voll versteuern?

      Wo kriegt man dazu nähere Infos?
      Gruss Shakesbier
      Zwei Bier oder nicht zwei Bier (Shakesbier) :D
      Bitte wieder eine ernstgemeinte Frage. Ich wurde angemahnt, als Berufstrader mich von marketindex u. co zu verabschieden. Jetzt habe ich mal bei Activ Trades nachgeschaut, wo ich auch mit Meta 4 handeln kann. Spread im Forex sind die gleichen. Einlagensicherung bei AT 50000 Pfund, Marketindex 100000 Euro. Regelmäßige Auszahlungen bei AT über Fax o. E-Mail Anfrage, bei Marketindex Klick auf einen Button. Warum sollte ich also zu AT wechseln. Ich weiß schon, das es Broker wie RBS gibt, die eigene Kurse stellen u. so " gegen mich " arbeiten im Gegensatz zu denen, die die Kurse direkt von der Börse übernehmen. Also kann ich auf Dauer auch ohne Meta u. mit gestellten Kursen bei RBS bleiben. Oder gibt es irgendeine wichtige Größe, die ich übersehen habe? ( außer natürlich Broker mit günstigeren Spreads) Danke Euch. EF.EM
      Gib nie nie nie auf H.Ford
      Hallo, bin gerade dabei, das Netz nach Infos über berufliches Trading zu durchforsten, da ich bestimmte "Ekelkunden" satt habe und ich auf sie nicht mehr angewiesen sein möchte. Da ich auch seit längerer Zeit gute Trades mache, möchte ich ab nächsten Jahr meinen Einkommensschwerpunkt auf das Traden legen; trotzdem mit dem Geld meiner lieben Kunden anstehende Rechnungen bezahlen. So habe ich neben dem Trading noch eine andere Geldquelle.

      Bin bei folgenden Foren zum Thema fündig gewurden: Candletalk, Wallstreet, Elitetrading, Aktienboard.

      Quintessenz: - bin nicht sozialversicherungspflichtig ( PK habe ich schon )

      - da ich nur auf eigene Rechnung u. nicht für dritte trade, gelte ich als Freiberufler (bin ich schon, nur Prioritäten ändern sich) kein Gewerbe nötig, kann trotzdem Ausgaben gegenrechnen. Hardware, Internetkosten,etc.

      - Vorsorge, Rente: renomierte Aktienfonds ( habe ich schon ), trade auch gern bis 100

      - Festgeld, zur Kapitalsicherung und Liquidität bei Verluststrecken ( in Arbeit )

      - Abgeltungssteuer, mein Broker ABN hat jetzt seinen Hauptsitz in England, also AS erst am Jahresende. ( gut für die Liquidität )

      - A. und O. natürlich Gewinne einfahren und Verluste verringern. ( bin auf gutem Weg )

      ALso Summa sumarum keine schlechte Ausgangsposi. Sollte ich mit meinen o.g. Aussagen falsch liegen oder wichtige Punkte vergessen haben, würde ich mich über Infos freuen. Ebenso über solche zum Thema im Internet. Über Handelsansätze u. Setups brauchen wir hier nicht zu reden, bin mit meinen bisher zufrieden.

      Habe natürlich auch einen Steuerberater, aber 1. bin ich noch nicht so lang bei ihm, und 2. frage ich auch gern ein paar Leute, die sich mit der Materie bestens auskennen.

      Also schon mal Dank im Voraus. Frank

      -
      Gib nie nie nie auf H.Ford
      @ Bollinger

      Das Erstere. Wird ja auch eigentlich im Verlauf meines Posting deutlich, dass man die Ursache für bestimmte Kursverläufe
      nicht bestimmen muss ( und meistens nicht kann), um aus bestimmten Situationen zu profitieren. Alle Strategien und Systeme
      basieren letztlich auf Häufigkeitszählungen, da erübrigt sich die Frage nach der Relevanz.
      Cosmopolit am 09.05.08

      „Bollinger führt in seinem Thread eigentlich nur Häufigkeitszählungen an, z.B. "90% der DAX Gaps sind nicht weiter als 35 Punkte" Warum das so ist wird nicht erklärt, bzw. auch nicht versucht, weil es für das Traden irrelavant ist.“
      Sei so nett und erkläre mir bitte ,ob:
      1. die Erklärung oder auch nur der Versuch der Erklärung für den Handel irrelevant ist , oder
      2. das Ergebnis der Häufigkeitszählung für eine Strategie irrelevant ist.

      Kenne in meiner Umgebung keinen Bauer der mir wissenschaftlich exakt Entstehung und Abfolge der Jahreszeiten erklären könnte und trotzdem säen sie alle immer im Frühjahr. Dümmsten Bauern , dicksten Kartoffeln. Oder was?
      Bollinger
      Ich halte die ganze Diskussion um die Anwendung exakter statistischer Methoden hier weitestgehend für sinnlos.
      Bollinger führt in seinem Thread eigentlich nur Häufigkeitszählungen an, z.B. "90% der DAX Gaps sind nicht weiter als 35 Punkte".
      Warum das so ist wird nicht erklärt, bzw. auch nicht versucht, weil es für das Traden irrelavant ist. Ich halte es auch für ziehmlich
      unmöglich Variabeln zu bestimmen, die für diese mögliche Tatsache ( ich habe es nicht geprüft) verantwortlich sind.
      Signifikanztests und andere Prüfungsverfahren kommen erst ins Spiel,wenn man statistische Zusammenhänge betrachtet,
      sprich eine abhängige Variable mit einer unabhängigen Variable erklären will. In der fundamentalen Analyse habe ich einen Pool
      von Variablen mit denen ich den Versuch unternehmen kann, längerfristig Kursverläufe zu erklären. Hier kann ich z.B. mit
      einem Signifikanztest bestimmen, ob der Ölpreis Auswirkungen auf der Kursverlauf von Flugliniengesellschaften hat ,
      oder ob andere Variablen auf die vielleicht scheinbar hohe Korrelation Auswirkungen haben.
      In der TA bleibt da Aufgrund des Fehlens von erklärenden Variabeln nur die schlichte Häufigkeitszählung. Wenn ich z.B. heraus-
      gefunden habe, dass der Kurs in einem Abwärtstrend in 68% der Fälle bei einem Retracement an den Pivotpunkt wieder um durch-
      schnittlich 10 Punkte sinkt, kann ich das durchaus gewinnbringend nutzen, ohne das ich wirklich bestimmen kann, ob der
      Pivot wirklich die erklärende Variable war.
      Wie schwierig die Anwendung statistischer Methoden auf die Vorhersage von Kursverläufen ist, sei nochmal mit den Hinweis
      belegt, dass ja sowohl fundamentale, als auch charttechnische Aspekte die Kurse bestimmen (nochmehr Variablen), was die
      Sache noch komplizierter macht.