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Wednesday, December 8th 2010, 4:41pm

Vorsicht vor wissenschaftlich verbrämten Simpelst- und Pauschal-Modellen

Das ist eine abenteuerlich verallgemeinerte Aussage und zwar soweit, daß am Ende fast nur noch Nonsens übrig bleibt. Selbst wenn eine bestimmte genetische Prägung persönliche Vorteile beim Handeln verschaffen sollte, spielt die in einer Unmenge von Handelsstilen und Gegebenheiten des organisatorischen Umfeldes kaum noch eine solche Rolle, wie sie mit einem bestimmten Versuchs-Szenario, welches nur auf bestimmte Teil-Aspekte abstellt, ermittelt worden scheinen könnte.

Werden z. B. seitens der Organisation relativ strikte Vorgaben gemacht, spielen persönliche Entscheidungen nur eine untergeordnete Rolle. Ebenso werden von einem Entwickler eines automatischen Handels-Systems ganz bestimmt völlig andere Eigenschaften gefordert als von einem proletarisch im Ring schubsenden und grölenden Händler, der mittlerweile wegen seiner Nutzlosigkeit glücklicherweise eine aussterbende Spezies ist.

Darüber hinaus ist die Diskussion Gene versus Umfeld-Prägung schon sehr alt und in vielen Dingen eben gerade nicht so einfach, wie das einige Leute entsprechend ihrer eigenen eher oberflächlichen Prägung, die mangels ganzheitlicher Abwägung von diversen Pro's und Contra's für einen guten Wissensschafts-Betrieb eher abträglich ist, gerne hätten. So spielt z. B. bei der Gehirn-Funktion bei aller Wichtigkeit von Botenstoff-Konzentrationen für die Qualität der Entscheidung die richtige Verschaltung der Synapsen eine ganz entscheidende Rolle und die wird zu allererst durch fortlaufendes Training bewirkt.

Bei Test-Szenarien wie dem gezeigten schneiden übrigens regelmäßig die Leute besser ab, die ein vernünftiges Risiko-Modell mitbringen, was ich selber ganz fest behaupten kann, da ich solche Versuche (nur ohne die Abstellung auf das Vorhandensein genetischer Prägungen) die seit vielen Jahren regelmäßig mit einem etwa einstündigen Spiel durchgeführt werden, gut kenne. Das gilt insbesondere inkl. der Ausgangs-Voraussetzungen diverser Probanden und ihrer Vorbereitung bzw. ihrer falschen Vorurteile und diese korrelieren recht gut mit ihren Ergebnissen. Bei einem abwegigen Risiko-Modell (z. B. falsche Bewertung der Spiel-Asset-Klassen bzgl. ihres Erwartungswertes, Täuschung über nicht vorhandene Serien-Korrelationen, Abweichen vom vorher als optimal ermittelten RM etc.) verlieren die Leute mit Sicherheit nicht wegen irgendwelcher genetischer Vorgaben sondern wegen mangelhafter erwerbbarer Skills (was übrigens keinesfalls bedeutet, daß es nicht auch genetisch günstige Prägungen für das Trading geben könnte).

Man darf solche unter dem Deckmantel für sich in Anspruch genommener (ggf. aber nur bedingt gegebener) Wissenschaftlichkeit vorgebrachten Behauptungen ("Lieber eine starke Behauptung als ein schwacher Beweis.") nicht überbewerten, da es letzten Endes auch um Bekannntheit ("Publish or die") geht, und Wissenschaft auch immer im Kontext des Einwerbens von weiteren Mitteln für die Fortführung der eigenen Forschungen stattfindet.

Bei solch groben Behauptungen rollen sich übrigens im akademischen Umfeld bei diversen Leuten sofort und lautstark die Fußnägel auf und man könnte es auch ganz barsch auf den Punkt bringen mit "6 setzen" oder nach einem etwas akademischeren zerreißenden Vortrag eines durchaus gewichtigen Gegen-Beweises mit "q. e. d.", was bei aller akademischer Freundlichkeit durchaus verstanden werden könnte als "Bätsch, ich habe es schon immer gewußt und Du Volltrottel wirst es nie begreifen!", auch wenn kein Akademiker gerne zugibt, daß hinter seinen Ritualen in gewisser Weise auch nur ein ähnliches Imponier-Gehabe steckt, wie wenn sich die Primaten einfach mit den Fäusten auf die Brust trommeln oder den Wettbewerb um bestimmte metrische Attribute bestimmter Körperteile machen, bloß daß es bei ihnen um die Leistungskraft des Gehirns geht statt um ... (na jeder weiß schon)
Wer nichts weiß, muß alles glauben.

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remon

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Wednesday, December 8th 2010, 3:40pm


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bo1 (08.12.2010)

retep

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Wednesday, December 8th 2010, 12:57pm

Börseunruhen in Bangladesh

Quoted

DHAKA, Bangladesh (AFP)--Riot police took to the streets of the Bangladeshi capital on Wednesday to control thousands of angry investors protesting over a dramatic fall in shares on the national stock exchange.
Protesters burnt office furniture in front of the Dhaka Stock Exchange building and brought traffic in the centre of the city to a standstill.
Shares on the benchmark DSE General Index showed a loss of more than 6% at one point during a volatile day before recovering to close down 1.56% at 8,451.59
"There were 2,000-3,000 small investors who protested over the stock market plunge. They broke up as the market rebounded later in the day," local police chief Tofazzal Hossain said.
Scores of others held protests in the southern city of Barisal, police said.
Reaz Islam, head of New York-based LR Global Fund, said a series of measures to cool the overheated stock exchange by the country's Securities and Exchange Commission (SEC) and the central bank had created panic among investors.
On Monday, the SEC had stopped brokerage houses from executing share transactions until the cheques are cashed, but Islam said this order has been frozen on Wednesday, which had helped lift the market.
Analysts have warned for the past 18 months that the market is dangerously overheated, with share values no reflection of the underlying value of the companies.
Wednesday's protests are likely to raise fears of the social impact of a major correction if the bubble bursts.
On Sunday, the index hit a record high of 8,918.51 points, up around 60% since the start of the year.
The bull run has lured tens of thousands of new investors, with demand for shares far outstripping supply.
Last month, the government forced the listing of dozens of state-owned companies in a bid to create new shares to satisfy local demand and soak up excessive liquidity.
"People wanted to make money quickly so they bought into the stock exchange without knowing anything about market fundamentals," said Islam.
"In the last three months, banking stocks, which account for 30% of the market alone, gained 40%, which is absurd," he said.

Dow Jones Newswires
December 08, 2010 06:51 ET (11:51 GMT)
Würde und Sein - sind allen gemein

DickT

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Sunday, December 5th 2010, 12:14pm

... ich muss die Frage noch mal präzisieren ...

bei einem Schuldenerlass gibt es natürlich auch die Möglichkeit, die Schulden proportional zu den Anteilen zu streichen, was mit Sicherheit auch die wahrscheinlichere Variante ist. Bei der Umfrage geht es also um ...


Weginflationieren oder
Schuldenerlass, in welcher Form auch immer der Forderungsverzicht realisiert wird.

DickT

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Sunday, December 5th 2010, 11:55am

Welches Szenario haltet Ihr für "wahrscheinlicher"?

A total of 9 Votes have been submitted.

67%

Weginflationieren der Schulden (6)

33%

Schuldenerlass, d.h. Ausfall kriselnder Anleihen (3)

Es gibt für das Problem nur 2 Lösungen:

1. Weginflationieren der Schulden durch Gelddrucken: Wenn die Zinsen ins unerträgliche steigen, druckt die EZB die nötigen Milliarden und kauft so viel Anleihen wie nötig. Das Ende ist der Währungsschnitt nach Hyperinflation.
2. Schuldenerlass: Gläubiger werden auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Für die Volkswirtschaften wäre es dann ideal, den Forderungsverzicht möglichst "sozial" zu gestalten. D.h. starke Schultern tragen überproportional mehr als schwache. Dann wäre die Rückzahlungshöhe, die das schwächste Glied noch zu verkraften vermag gleichzeitig der Höchstbetrag, der pro Kopf als Rückzahlung erfolgt. Alle darüber hinaus gehenden Forderungen wären dann gestrichen. Problematisch ist es festzustellen, wer das schwächste Glied ist, wenn man bedenkt, dass die meisten Forderungen wohl über dritte und vierte Institute einzutreiben sind. Gemeint sind die zahllosen Fonds und Versicherungen, die in Anleihen investiert sind. Dahinter stecken ja auch nur Kundengelder. Außerdem bleibt offen: Gilt "pro Kopf" auch für juristische Personen, wie Banken, die im Falle eines Ausschlusses selbst in die Pleite gedrängt werden und neue Forderungen bei ihren Gläubigern nach sich ziehen. Vom Prinzip her stelle ich mir eine Lösung vor, bei der (Summe rein hypothetisch in den Raum geworfen) 1-2Mio pro Kopf der Höchstbetrag sind, der zurück gezahlt wird, wer mehr investiert hat, muss den Mehrbetrag abschreiben.

Erste Lösung bevorteilt die Vermögenden, letzterer bevorteilt die breite Masse und damit die Volkswirtschaft, die dann aber auf lange Zeit keinen Zugang zum Kapitalmarkt haben wird.

Jetzt kann man gleich 2 Umfragen starten: Was haltet ihr für "wahrscheinlicher" und was haltet Ihr für "wünschenswerter"?

Ich stelle einfach mal die erste Frage: Welches Szenario haltet Ihr für "wahrscheinlicher"?

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cranberries18

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Friday, December 3rd 2010, 11:10am

ABER:

Wie vor paar Monaten mal gesagt, wird Japan jetzt dann mal angetestet. Man braucht sie nur den Renditechart ansehen. Nicht mehr weit und deren Zinsen sind so hoch, dass darüber gesprochen wird, ob die sich das leisten können??!!

cranberries18

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Friday, December 3rd 2010, 11:06am

Wäre ich die Schweiz, würde ich das auch so handhaben. Der IWF ist nur mit einem kleinen Teil an den Rettungspaketen beteiligt. Somit fällt noch ein kleineres Stück nur auf die Schweiz - wer wieiviel zahlt, weiß ich leider nicht - und vorallem kann der IWF mal sagen: wir sind nicht mehr dabei, oder dieses mal nur weniger.

So können die Schweizer immer sagen: wir wollten und haben eh geholfen, aber irgendwann ist bei uns auch mal Schluß. Das kann zb. ein Deutschland nicht sagen. Bis zum bitteren Ende sind die dabei. Mit gehangen, mit gefangen...!

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Perfect Trader (03.12.2010)

retep

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Friday, December 3rd 2010, 10:32am

Es geht schon um das doppelte.... (nun wird gar über eine Verdoppelung auf 1,5 Billionen Euro nachgedacht)

Quoted

Die Zahlen machen schwindlig. Mit 750 Milliarden Euro ist der Rettungsschirm für die Euro-Länder bereits bestückt, nun wird gar über eine Verdoppelung auf 1,5 Billionen Euro nachgedacht. Das geht auch die Schweiz etwas an – 250 Milliarden Euro des bisherigen Rettungsschirms (und 22,5 Milliarden des 85 Milliarden teuren Rettungspakets für Irland) werden vom Internationalen Währungsfond IWF bereitgestellt.

Die Schweiz ist Mitglied im IWF und anscheinend gewillt, ihren Beitrag an die darbenden Euro-Länder zu leisten. Wie Recherchen der BaZ ergeben haben, will der Bundesrat in seiner heutigen Sitzung die Behandlung eines zusätzlichen Rahmenkredits für den IWF für dringlich erklären. Noch in der Wintersession soll der Nationalrat das Geschäft behandeln. Einen entsprechenden Vorschlag des Bundesrats besprach das Büro des Nationalrats gestern – und wies ihn zurück. Bevor das Geschäft traktandiert werde, brauche es einen formalen Beschluss des Bundesrats, hiess es gestern aus dem Büro.
Quelle: BZ
Würde und Sein - sind allen gemein

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Perfect Trader (03.12.2010)

cranberries18

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Thursday, December 2nd 2010, 6:22pm

In der Tat. Vor 2 Jahren kam ein riesiges Konjunkturpaket von den Amis, für die Amis. (um die 700 mrd., Q1) Dazumals kam mir das enorm viel vor, jedoch jetzt?

braucht man schon 85 mrd. um ein winziges Land wie Irland zu stabilisieren.

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retep (03.12.2010)

Firebold

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Thursday, December 2nd 2010, 6:11pm

Ein bissl Öl können die ja noch ins Feuer schütten. Die Araber haben genug davon :D .
Wie das Ende dieser ganzen Geschichte sein wird, lässt sich eigentlich nur erahnen. Solche Dimensionen gab es früher noch nicht.

So be 8)

Gruß
Firebold
Mag der Pessimist auch Recht behalten - der Optimist hat bis dahin besser gelebt.

cranberries18

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Thursday, December 2nd 2010, 6:06pm

Jetzt wehren sie sich noch. Genauso wie vor dem Hilfspaket, hat auch Trichet gesagt, wir drucken kein Geld (Kaufen Anleihen auf). Denkste. 1 oder 2 Monate später standen schon die EU/IWF - Hilfspakete. haha.

Spätestens wenn das Geld vom 700 Mrd. Hilfspaket aus ist, ists vorbeit mit: wir monetarisieren nicht. Spanien und Italien müssen nächstes Jahr 100e Mrd. refinanzieren. Viel Spaß mit den hohen Zinsen. Die nächsten werden kommen. Wie das Amen im Gebet. Alles jetzt ist nur Zeitschinden. Und sollte es widererwarten nicht von alleine gehen, dann drängen die Amis die Euroäer schon rein!

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anlei…k/50201259.html

Harley

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Thursday, December 2nd 2010, 8:51am

USA würden größeren Euro-Rettungsfonds wohl stützen


http://de.reuters.com/article/topNews/id…=topNews&rpc=69

Naja, dann kann ja nichts mehr schief gehen. :thumbup:
Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
http://www.candletrading.de/blog/categor…gs/harley-fgbl/

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bo1 (02.12.2010)

Harley

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Friday, November 26th 2010, 8:53am

Jetzt geht´s rund.

" Auch Portugal soll unter Schirm gedrängt werden "

http://www.welt.de/wirtschaft/article112…ngt-werden.html

Frankreich gehört nicht mehr in eine Eurozone mit Deutschland“, sagt Ex-BDI-Chef (Bundesverband der deutschen Industrie) Hans-Olaf Henkel

http://www.welt.de/fernsehen/article1122…r-Eurozone.html
Wer Rechtschreibfehler in meinen Beiträgen findet, darf sie gerne behalten!
http://www.candletrading.de/blog/categor…gs/harley-fgbl/

bo1

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Sunday, November 21st 2010, 12:10pm

Bisher dachte ich ja, dass Deutschland, Holland etc. immer mehr Geld in die schlimmsten Schuldenlöcher von Griechenland, Irland reinschmeißen, bis alles zusammenbricht und eine Währungsreform kommt.
Da immer wieder auch von einer Zweiteilung des Euros die Rede ist, wie wahrscheinlich ist diese Alternative? Ausgeschlossen, weil die Politiker nur noch idiotische Entscheidungen im Sinne der superreichen Macht-Clique fällen? Oder doch realisitsch?
Eine Zweiteilung wäre natürlich auf Dauer auch keine Lösung, aber der Absturz für Europa würde sich nicht so schnell vollziehen. Dem jetzigen Euro gebe ich keine drei Jahre mehr.

Quelle: www.20min.ch

http://www.20min.ch/finance/news/story/-…ltbar--23854237

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Friday, November 19th 2010, 11:02am

Nie wieder Parketthandel

;(

Quoted


Der traditionelle Parketthandel an der Frankfurter Wertpapierbörse gehört ab dem Frühjahr 2011 endgültig der Vergangenheit an. Die 20 dort tätigen Handelsbanken einigten sich darauf, den Parketthandel alter Prägung schon ein Jahr früher als bislang geplant abzuschaffen.

[...]

Die Kursfeststellung ginge dann von den Maklern auf das elektronische Handelssystem Xetra über, auf dem dann künftig alle Wertpapiere in Frankfurt gehandelt werden. Der Handel mit Fonds und Zertifikaten wurde schon umgestellt, wesentlich betroffen wären somit Aktien und Anleihen.

Die Makler sollen der Börse in neuer Funktion erhalten bleiben. Sie nennen sich künftig Spezialisten :rolleyes: und unterstützen den Computerhandel.


Quelle: Artikel im Handelsblatt
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cosmopolit

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Thursday, November 18th 2010, 8:07pm

Zitat des Tages für mich:
"Ireland had been the cause of the sell off this week and with the country keen to talk to the IMF/EU, this has calmed everyone's jitters," Mark Priest, senior equities trader at ETX Capital, said."If everything is going to be stable and they are going to throw money at the problem, then there is no reason why these markets can't rally." Quelle: CNBC

Damit kennt sich Amerika ja aus :"throw money at the problem" und alles ist gut.

goso

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Thursday, November 18th 2010, 2:19pm

RE: OMV

Kommt es zur ersten namhaften Verurteilung eines Insiders in Ö? Das wäre ja skandalös..

Und es wäre nicht Österreich wenn ihm nicht Anlegerschützer (!!) Rasinger medial zur Seite springt .


Der selbsternannte Anlegerschützer Mag. Dr. Wilhelm Rasinger schützt genau seine eigenen Interessen -und die seines Vereins IVA-, der IVA hat u.a. von Meinl Geld bekommen und der rührige Anlegerschützer lukriert in der Zwischenzeit aus seinen Aufsichtsratmitgliedschaften -in denen er für die Kleinanleger sitzt- ein durchaus nenneswertes Einkommen.

retep

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Thursday, November 18th 2010, 12:41pm

Vom keltischen Tiger zum Bettvorleger Quelle: TP

Quoted

Nach dem neoliberalen Sommer ist Irland in den Schuldenwinter gestürzt – jeder Ire ist mit einer halben Million Dollar im Ausland verschuldet

Irlands finanzielle Lage als prekär zu bezeichnen, ist eine maßlose Untertreibung. Die irische Volkswirtschaft ist im Ausland mit rund 2,3 Billionen US$ verschuldet – das ist mehr als das überschuldete Japan mit seinen 123 Millionen Einwohnern.

Jeder Ire, vom Säugling bis zum Greis, ist somit mit mehr als 513.000 US$ im Ausland verschuldet. Die Iren müssen also jedes Jahr durchschnittlich mehr als 25.000 US$ pro Kopf nur für den Zinsdienst erwirtschaften, wobei der Schuldenberg bei dieser Summe noch nicht einmal kleiner würde.


Gläubiger sind unter anderem die deutschen Banken, die irische Anleihen im Wert von 138 Milliarden US$ halten. Ganz vorne dabei ist – wen mag es noch verwundern – die verstaatlichte Hypo Real Estate, die irische Staatsanleihen im Wert von 10,3 Milliarden Euro in ihren Büchern hat. Der sagenhafte Aufstieg des "keltischen Tigers" war ein Aufschwung auf Pump – nun kommt die Rechnung und Irland steht sprichwörtlich mit dem Rücken zur Wand.


Quoted

Der neoliberale Sommer

Der keltische Tiger war ein Riese auf tönernen Füßen, sein Wachstum war nicht nachhaltig. Die lasche Bankenregulierung, die einst zu den grandiosen Wachstumszahlen beitrug, hat dem Land nun Verbindlichkeiten in biblischem Ausmaß eingebrockt. Das Steuerdumping, das produzierende Unternehmen – und damit Arbeitsplätze – ins Land holte, sorgt nun dafür, dass der Staat nicht genügend Einnahmen hat, die Krisenfolgen zu finanzieren.

Irland war das Wunderkind neoliberaler Träume. Das Land deregulierte und senkte die Steuern. Einen Sommer lang ging diese Politik gut – Irland schrieb tiefschwarze Zahlen, der Staat entschuldete sich, während der private Sektor sich tief verschuldete. Beim ersten Herbststurm brach das neoliberale Kartenhaus zusammen und nun zieht der Winter ein.

Für die Iren wird es ein harter Winter. Der Staat muss sparen, wird aber auf der anderen Seite Probleme haben, die Einnahmen zu steigern. Einerseits befindet sich das Land nicht nur in einer tiefen Rezession, sondern auch in einer Deflation, andererseits weiß die Regierung, dass die – meist amerikanischen – Produktionsstätten nicht in Irland sind, weil die Insel so grün und die Frauen so schön sind. Erhöht der Staat nun die Körperschaftssteuer, ziehen die Arbeitgeber ins nächste Dumpingparadies.


Der neoliberale Absturzbogen
USA - Island - Irland - Grossbritannien

Happy landing (zum Glück sind GB und USA nicht auch noch im Euro... )
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Purri

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Thursday, November 18th 2010, 11:19am

OMV

Kommt es zur ersten namhaften Verurteilung eines Insiders in Ö? Das wäre ja skandalös..

Und es wäre nicht Österreich wenn ihm nicht Anlegerschützer (!!) Rasinger medial zur Seite springt .

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Wednesday, November 17th 2010, 3:10pm

Ackermann warnt vor Kollaps Irlands Quelle: BZ

Quoted

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat vor einer Ausweitung der Irland-Krise gewarnt. «Ein Ausbrechen irgend eines Staates an den Märkten würde jetzt zur Ansteckung führen», sagte er am Mittwoch am Rande des EU-Finanzministertreffens. Das gelte es «mit allen Mitteln» zu vermeiden. Ackermann rief die EU auf, «alles zu tun, um jedes Land in Schwierigkeiten aufzufangen». Europa sei «jeden Preis wert».

Die Finanzexperten feilten in Brüssel fieberhaft an Rettungsmassnahmen für Dublin, das wegen seines taumelnden Bankensektors in Schwierigkeiten steckt.


Aber ja Herr Ackermann. Geht es nicht eher wieder darum die Banken (auch ihr Institut) zu Retten die in diesen Staaten enorm engagiert sind?

Bei Island, Irland und Spanien handelt es sich primär um eine lokale Bankenkrise die durch die Politik aufgefangen wurde. Und da die Probleme dieser Banken jetzt sozialisiert sind, haben vorallem die Bondkäufer ein Problem. Womit wir wieder bei den Steuerzahlern dieser Länder wären die am wenigsten etwas dafür können.
Oder hat die DB schon so viele Steuern bezahlt und gutes getan das man sie auch nicht absaufen lassen kann?
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