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Perfect Trader

Unregistered

204

Sunday, January 4th 2009, 8:48am

Sarah Wagenknecht zur Finanzkrise

Das Buch von Sarah Wagenknecht ist lesenwert, recht kompetent und zusammenhängend dargestellt, ohne übermäßige Polemik. Ihr Standpunkt als PDS-Mitglied verfälscht ihre Darstellung nahezu nicht und hat weniger ideologischen Ballast oder Unsicherheiten als die hilflosen Statements der Mehrheit der "ach so kompetenten" Herrschaften, die es an die Wand gefahren haben oder jetzt reparieren wollen. Ich fand es jedenfalls so interessant, daß ich es gleich in der Buchhandlung in 2,5 Stunden durchgelesen habe, womit es mein erstes Buch ist, daß ich vollständig im Buchladen gelesen habe, was ich sonst nicht mache, da ich bei Büchern prinzipiell bereit bin, keine Kosten zu scheuen. (Die einzigen wirklich bedeutenden Kosten stellt die notwendige Lesezeit dar.)

goso

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203

Monday, October 20th 2008, 7:48am

@ goso

Du hast schon vor längerer Zeit geschrieben, dass du ab 11 Uhr vorzugsweise Mittagspause machst. Welche Erfahrungen veranlassen dich dazu? Immerhin ist es da in London erst 10 Uhr und somit noch relativ früh am Tag.


Da gibt es mehrere Gründe:

1. Irgendwann habe ich meine Trades nach Uhrzeit ausgewertet, dabei stellte sich heraus, dass die eben die Zeit zwischen 11 und 14 Uhr nicht so profitabel ist
2. Ich schaffe es nicht von rund 7 - 19 Uhr die notwendige Konzentration aufzubringen, da kommt der Break gerade recht.
3. Speziell das "Geeiere" des Kurses wenn am Nachmittag US Daten veröffentlicht werden geht mir auf die Nerven.

Das soll aber nicht heissen, dass man diese Zeit nicht auch profitabel handeln kann, als ich früher mit ein paar Leuten gemeinsam gehandelt habe war ein Händler dabei, der fast nur zu dieser Zeit gehandelt hat, und das immerhin so profitabel, dass er sich seinen Lebenstraum - Biobauernhof - erfüllen konnte.

Für mich ist's auch so ein Trennstrich zwischen Pflicht und Kür, am Vormittag die Pflicht, am Nachmittag - wenn es mir noch Spass macht - die Kür, oder eben Privatleben.

wolli

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202

Sunday, October 19th 2008, 4:57pm

... im FX Bereich sollte von 7-11 reichen ...


@ goso

Du hast schon vor längerer Zeit geschrieben, dass du ab 11 Uhr vorzugsweise Mittagspause machst. Welche Erfahrungen veranlassen dich dazu? Immerhin ist es da in London erst 10 Uhr und somit noch relativ früh am Tag.

EF.EM60

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201

Friday, October 17th 2008, 2:35pm

Deshalb habe ich mir vorgenommen, mit Tageszielen zu arbeiten. Im schlimmsten Fall auch mit Verlustlimits.
Gib nie nie nie auf H.Ford

oldschuren

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200

Friday, October 17th 2008, 11:32am

Kommt immer auf den Blickwinkel an... :D
ich raube, also bin ich....

oldschuren

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199

Friday, October 17th 2008, 11:32am

im FX Bereich sollte von 7-11 reichen,

Das finde ich auch so geil an der Sache. Erfolg im Trading steht nicht unbedingt mit der Wochenarbeitszeit in Beziehung...
ich raube, also bin ich....

goso

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198

Friday, October 17th 2008, 11:30am

Ähm, ich selbst bezeichne mich nicht so, bei meinem sozialem Umfeld wirst du aber eher ein Ja als Antwort bekommen. ;)

oldschuren

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197

Friday, October 17th 2008, 11:29am

@goso
Bist Du ein ForexWorkoholic ? Ich sehe Dich auch öfter den ganzen TAg im Forum. ;)
ich raube, also bin ich....

goso

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196

Friday, October 17th 2008, 11:25am

Einerseits gibt es gerade deswegen so viele Foren zu diesem Thema bzw. ist es der Grund warum manche Leute überhaupt in Foren lesen und schreiben - und andererseits muss kein Mensch den ganzen Tag vor dem PC sitzen, im FX Bereich sollte von 7-11 reichen, da kann man seine Schäfchen schon im Trockenen haben. Dann ist das ein durchaus amüsanter Halbtagesjob und es bleibt genug Zeit um soziale Kontakte zu pflegen.

Schwieriger ist das sicher bei Menschen, die tendenziell leben um zu traden - soll's ja geben ;) -, aber Workoholics gibt es in vielen Branchen.

Hintman

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195

Friday, October 17th 2008, 11:17am

Genau dieser emotionale Zustand des "Teilenwollens von Leid und Freud" waren meine Intention zur Gründung von Candletrading :)
In einem richtigen Tradingbüro würd ich es eher nicht aushalten. Quatschen und Feedback austauschen von Angesicht zu Angesicht ist ja ok, aber auf die Dauer würde mich das wohl eher irritieren. Ausserdem bin ich kein Hardcore-Daytrader und brauch das auch gar nicht.
Ich trade ja um zu leben, und lebe nicht um zu traden.
Parameter für Trading "Frei Schnauze": Stopp-Loss 0,6-fache ATR, Profit Target 1,8-fache ATR. Zeitstopp greift am 5. Tag des Trades.
Meine Postings stellen keine Aufforderung zum Wertpapierkauf dar, dafür ist jeder selbst verantwortlich.

oldschuren

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194

Friday, October 17th 2008, 8:29am

@AverageJoe
Das ist die Kehrseite des Geschäfts. Tropf schon vor Ironie. Wenn man es nicht schafft denkt man verbittert über die Anfänge nach, hat man es vielleicht geschafft in die Selbständigkeit als Trader hat man mit der Einsamkeit zu kämpfen. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen glücklich zu werden... ;(

Ich weiß schon das ich nicht auf Dauer alleine zu Hause rumsitzen kann um zu traden. Das wird mich früher oder später fertig mache. Ich werde immer eine Tätigkeit neben dem Trading oder Trading neben der Tätigkeit nachgehen. Gibs ja auch genug Möglichkeiten. Würde gerne studieren, man kann karitative Sachen unterstützen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Triebfedern warum so viele Leute Bücher schreiben, Seminare abhalten usw.... ;)
ich raube, also bin ich....

AverageJoe

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193

Friday, October 17th 2008, 1:08am

In seinem neuen Buch "FX Bootcamp's Guide to Strategic and Tactical FOREX Trading " beschreibt Wayne McDonell wie sein Tagesablauf war als er noch einen normalen Day-Job hatte. ( "would" ist hier im Sinn von "used to" , glaub ich)

"My typical day started with me waking up very early in the morning and trading on my laptop. I would do this for a few hours. Then in 15 minutes flat. I would shower, eat breakfast, and jump in the car to go to work.
I would watch the market action on my cell phone while sitting in rush hour traffic near the city. I would eventually get to the parking lot and either walk the rest of the way to the office or wait for the shuttle. Either way, my eyes were glued to the cell phone and the forex prices.
Eventually I would get to work. I had a micro laptop (Sony). I had a 10-inch screen and weighed less than a pound . It would sit on the corner of my desk with my forex charts open. I would watch it all day. Even in meetings. I had one eye on the conversation and one eye on the charts."

Dann hat er irgendwann seinen Job gekündigt und widmete sich ganz dem Forex-trading:

"I was trading from 10:00 p.m to 10:00 a.m . California time.
My sleep patterns were thrown off. It was dark all the time. I had to be quiet so I did not wake my wife up. I didn´t have anyone to high-five when I made a great trade. I didn´t have anyone to give me a kick when I did something wrong.
Forex began to lack life and energy. My trading suffered. I was used to working at the firm with hundreds of employees. Now I was all by myself.
I needed to be around other traders. I needed their energy and I wanted to give them mine. My quest was to build synergy and create a team of like-minded forex traders."

Also das hat mich schon irgendwie angesprochen . Ich dachte auch schon: Lieber spül ich in irgendeiner Spelunke das Geschirr ab und bin unter Kollegen, als allein zuhause vorm Bildschirm zu sitzen. Jochen Steffens sprach in seinem Newsletter mal das Thema "Die Einsamkeit des Trader" an
und bekam dazu massenweise Post, zum Teil ganz schön drastisch.
Apropos jochen steffens, ich seh gerade der ist abgewandert von Investor´s daily und ist jetzt bei
http://www.stockstreet.de/

oldschuren

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192

Friday, October 10th 2008, 12:17pm

Der Pokerteil ist mir auch zu hoch. Aber wenn das Buch noch besser wird, bleibe ich dran...

Quoted

Umdrehen muss den Schluessel natuerlich jeder fuer sich selber, und das geht nur mit harter und gruendlicher Selbstanalyse

schön geschrieben...
ich raube, also bin ich....

bo1

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191

Friday, October 10th 2008, 11:54am

RE: Pokern und Traden

Das Buch von Müller und Cmiel: Erfolgreich traden mit Poker Know-how stellt einigermaßen vernünftig Pokern und Traden in einen gemeinsamen Kontext.


Die Poker-Abschnitte habe ich uebersprungen, weil ich davon nur wenig Ahnung habe. Der Psychologie-Teil ist ganz hervorragend und auf dem neuesten Stand der Psychologie . Zwar kurz gefasst, aber man koennte es mit den Literaturverweisen sehr gut vertiefen. Wer den Schluessel zum erfolgreichen Traden haben will, dem kann ich dieses Buch nur waermstens empfehlen. Umdrehen muss den Schluessel natuerlich jeder fuer sich selber, und das geht nur mit harter und gruendlicher Selbstanalyse.

Perfect Trader

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190

Friday, October 10th 2008, 1:17am

@ wolli

Habe die beiden Bücher am Samstag gekauft und sie waren Montag früh schon gelesen. Ist der Vorteil längerer Bahnreisen gegenüber Autofahrten. Sie sind aber auch beide nur um je 200 Seiten dick und ich lese sehr schnell. Je mehr man zu einem Thema liest, desto schneller geht es, da nur noch auf die Unterschiede zu bereits Bekanntem abgestellt werden muß und nur noch wenig echte begriffliche Schwierigkeiten zu bearbeiten sind. Ansonsten liebe ich das Lesen fachlicher Literatur schon seit meiner Schulzeit und es ist mir ein echtes Bedürfnis.

wolli

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189

Thursday, October 9th 2008, 1:11pm

Servus Perfect Trader,

ich schätze dich als sehr pointiert formulierenden und ausgesprochen belesenen User. Manchmal stellt sich mir die Frage: Hat dein Tag mehr als 24 Stunden? ?(

Perfect Trader

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188

Thursday, October 9th 2008, 11:12am

Pokern und Traden

Das Buch von Müller und Cmiel: Erfolgreich traden mit Poker Know-how stellt einigermaßen vernünftig Pokern und Traden in einen gemeinsamen Kontext. Manche Analogien sind zwar etwas weit hergeholt, aber die Grundidee, seine Trading-Skills durch Pokern zu verbessern, ist vernünftig.

Bei mir war es übrigens anders herum. Mit meiner vom Trading übernommenen Disziplin im RM/MM habe ich von Anfang an im Pokern kleine Gewinne gemacht, ohne darin irgendwelche praktischen Erfahrungen gehabt zu haben, während dessen viele andere, durchaus erfahrene Spieler am Tisch als Fische (Loser im Poker-Jargon) mehrmals Chips nachkaufen mußten.

Das Buch sah beim ersten Reinschauen im Buchladen besser aus, als es am Ende wirklich ist. Einigen, die die vorhandenen Analogien zwischen Trading und Pokern bisher noch nicht sehen, könnte es aber helfen, die Essenz des Tradings besser zu begreifen und sich von ihrer Entry-/Exit-Fixierung zu lösen. Vielleicht kann ich das Buch auch nur deshalb nicht als absolutes Muß für einen Trader empfehlen, weil ich die Dinge schon vorher ähnlich sah, so daß vielleicht Andere daraus einen positiven Impuls für ihr Trading entnehmen können.

Perfect Trader

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187

Thursday, October 9th 2008, 10:54am

Soros' neueste Auslassungen

Als Spekulant mag Soros zu seinen besten Zeiten ja gut gewesen sein, wenngleich er mit den heutigen Märkten nicht so gut klar kommt und nur noch schaumgebremst arbeitet. Als schlecht formulierender und wenig in die Tiefe gehender Philosophen-Anwärter macht er sich nicht so gut.

In seinem neuen Werk Das Ende der Finanzmärkte - und deren Zukunft sind allerhöchstens seine Anmerkungen zu einigen Märkten brauchbar. Das eigentlich als philosophische Abhandlung gedachte Buch fügt seinen vorigen Büchern über die zweifellos wichtige Reflexivität nichts Neues hinzu und erreicht nicht die notwendige Gedankentiefe, Genauigkeit und Vollständigkeit für ein ernst zu nehmendes philosophisches Buch.

Wenigstens ist Soros so ehrlich, seinen Sohn zu zitieren mit: "Mein Vater ... gibt Theorien von sich ... mindestens die Hälfte davon ist Quatsch." (S. 40)

Neben einer extrem seichten und wissenschaftlich unprofessionellen Darstellung ist inhaltlich besonders schlimm, daß Soros mit seiner (als geschlossenes Gedankengebäude kaum erkennbaren) "Theorie" (die eher ein Sammelsurium im Einzelnen durchaus interessanter Gedanken ist) die operationale Verwendung und Überprüfung von Wissenschaft in der Praxis in Frage stellt. Eine so betriebene Wissenschaft ist aber schöngeistige Nutzlosigkeit.

Purri

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186

Sunday, June 8th 2008, 11:57pm

Hier bin ich mal abweichender Meinung: Grundübungen in Kombinatorik für Doofe!
Aber nur meine eigene Meinung. Und Taleb vermarket erfolgreich Bücher und managed erfolglos Fonds, beides "angeblich".
MFG

Cerberus24
Versteh ich jetzt nicht ganz die Kritik, v.a. die Statistik Kapitel und die Abschnitte über den Data Mining Bias fand ich recht gut aufbereitet und verständlich geschrieben, ich fand das schon recht brauchbar. Alles gefällt mir auch nicht an dem Buch (z.b. könnte man den Inhalt locker auf der Hälfte der Seiten unterbringen und einge Kapitel hätte er sich sparen können, oder wie er die diskretionären Händer und die 'klassische' TA herunterputzt). Andererseits bin ich kein Systementwickler und lese diese Bücher nur aus Interesse.

P.S. Stridsman ist meines Wissens auch ein Trockenschwimmer, so wie die meisten Tradingbücher Autoren

Cerberus24

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185

Sunday, June 8th 2008, 6:30pm


Ich möchte in das Thema Testen von Handelssystemen einsteigen und suche dazu ein Buch, PDF oder Webseite das die Basics (Walk-Forward usw.) gut erklärt. Ein How-To-Leitfaden wäre auch nicht schlecht.
Evidence Based Technical Analysis (David Aronson)

Der Titel ist ein bischen irreführend, es geht gar nicht um klassische TA wie Chart-Muster, Trendlinien und dergleichen, es geht darum wie man ein Handelssystem statistisch gesehen korrekt testet und bewertet. Es werden die gängigsten Trugschlüsse beim Backtesting beschrieben (Data Mining/Snooping Bias, Optimierung, etc.) und die wichtigsten Methoden wie man diese vermeidet bzw. erkennen kann, zusammen mit dem notwendigen statistischen Wissen (Out-Of-Sample Tests, Bootstrap, MonteCarlo Permutationen, etc.). Ein praktischer Leitfaden und Lösungsansätze zu den Themen die in "Fooled by Randomness" beschrieben werden (auch ein super Buch). Nach der Lektüre ist einem jedenfalls klar, dass ein gutes Backtest-Resultat alleine bei weiten noch nicht genug ist.
Hier bin ich mal abweichender Meinung: Grundübungen in Kombinatorik für Doofe!
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Cerberus24