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Saturday, November 20th 2010, 5:54am

@ DanielR

Das ist schon klar, aber die Frage war, ob es konkrete Belege dafür gibt, daß 1) Dein Broker Deine Daten mißbraucht, was als Front-Running strafbar wäre und 2) ob und an welchen Börsen-Plätzen die Daten für Dritte sichtbar sind. Ich würde bei beidem erstmal das Gegenteil annehmen, bis handfeste Belege dafür vorliegen. Selbst im Haifisch-Becken der Finanz-Märkte gibt es bestimmte Regeln, die im Großen und Ganzen auch eingehalten werden. Einzelne kriminelle Abweichungen können da glücklicherweise noch nicht unbegrenzt verallgemeienrt werden.
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DanielR

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Friday, November 19th 2010, 7:42pm

@PT

ich bezog die aussage natürlich auf die stops/orders, die beim broker liegen und nicht jene, welche ausschließlich lokal auf dem rechner verweilen.

grüße
dan
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Thursday, November 18th 2010, 12:47am

@ DanielR

Die Aussage ist so allgemein recht gewagt. Im Regelfall wird Software auf die ordnungsgemäßte Arbeitsweise sowohl von der sichbaren End-Funktionalität als auch zuweilen intern auf Code-Level auf Richtlinien-Konformität geprüft. Dabei wird die offenkundige Mangelhaftigkeit nicht ohne weiteres toleriert.

Sollten auf bestimmten (aber regulären mit Börsen-Ordnungen geregelten) Märkten bestimmte Markt-Teilnehmer auch ohne "geheime" Schnittstellen bestimmte Informations-Möglichkeiten haben, die die Mehrheit der Markt-Teilnehmer nicht hat, um bestimmte Sonder-Funktionen (z. B. als bevorrechtigter Market-Maker) wahrzunehmen, so gehört es nicht zu ihrem regulären Geschäfts-Modell diese exzessiv auszunutzen. Die richtige Bewertung der genauen Regularien und Softwares der einzelnen Börsen-Plätze sollte man nicht pauschal so abtun, als ob dort alles Mauschel-Buden wären.

Sind die abzugreifenden Orders klein, ist der erzielte Gewinn beim Verstoß gegen die Wohlverhaltens-Regeln im Verhältnis zu den Sanktionen ökonomisch nicht sinnvoll, sind die zu manipulierenden Orders groß, bringt man auch potente Markt-Teilnehmer gegen sich auf.

Ganz so einfach ist das also nicht, da die meist sehr umfassenden Börsen-Ordnungen und Software-Richtlinien eben nicht alles Denkbare erlauben und oft sehr detaillierte Vorgaben machen. Da werden wohl die schlechten Erfahrungen mit OTC-Winkel-Buden sehr voreilig auf geordnete Märkte übertragen. Andererseits gibt es in allen Regularien Lücken, die teils so katastrophal sind, daß sie sogar solche Events wie den Flash-Crash am 06.05.2010 nicht verhindern konnten.

Sollten die Dinge konsolodiert wirklich in die behauptete Richtung belegbar sein (Ich bitte ebenso wie enuxx um konkrete Beispiele!), müßte man hinterfragen, warum sie dann trotzdem angewandt werden, da es ja genügend alternative Handels-Plätze/-Systeme gibt, die dank höherer Transparenz mehr Chancen-Gleicheit für die Markt-Teilnehmer gewährleisten.

Bei all solchen Annahmen, sollte man immer bedenken, daß zu einer Gewinn-bringenden Ausnutzung solcher Gelegenheiten eine ganze Reihe zusätzlicher Bedingungen zusammenkommen müssen. Die wichtigsten davon sind, daß es keine anderen ähnlich potenten Mitspieler mit gegenteiliger Intention gibt und daß man nicht selber durch seine Manipulation eine direktionale Bewegung auslöst. Market-Maker verdienen nämlich ihr Geld sicherer, wenn sie längere Zeit die Ask-Bid-Spanne in einem engen Bereich handeln können, als wenn sie schnell durch die Orderbuch-Level jagen müssen.
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enuxx

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Wednesday, November 17th 2010, 10:05pm

DanielR,

tatsächlich, woher weißt du das, wer sagt das?

Ich arbeite immer mit Stopps,ich handel fast überwiegend dt. Aktien. Im Forex-Markt für Swingtrades würde ich natürlich immer welche setzen. Beim Scalpen mittels dem Ninja-Trader mit STP+TP, wären das ja keine in den Markt gelegten Stopps. Einerseits ist das ja gut, andererseits im worst case, man geht kurz aus dem Raum, der Ninja-Trader stürzt ab oder der Rechner, der Markt schießt 50-100 Pips in eine Richtung - ungesichert. Ich weiß nicht, ob ich mir nicht die Weiterleitung der Stopps mittels Ninja und der API an die TWS von IB wünschen würde, dann liegen die Stopps auf dem Server von IB.

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DanielR

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Wednesday, November 17th 2010, 9:04pm

RE: Forex & Forex Futeres: Stopps, für einige Marktteilnehmer sichtbar?

Sehen einige Martteilnehmer im Forex-Markt oder in den FX-Futures die Orders, d.h. die in den Markt gelegten Stopps?


Ja

Sichtbarkeit umgehen


keine Stops eingeben - nur mental. ggf. notstopps weiter weg.

gruß
dan
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Wednesday, November 17th 2010, 2:15pm

GAP-Trading deutet ja schon darauf hin, daß da keine kontinuierliche Liquidität (wenn vielleicht auch nur durch die zeitlichen Umstände an den Grenzen der Sessions) vorhanden ist, daher würde ich den Fall mal unter meine Bemerkungen zu geringer Liqudität subummieren, wo das schon ein Problem (oder auch eine Chance, wenn man es von der Gegenseite aus betrachtet) darstellen kann. Für die meisten Intraday-Trader sollten hoch-liquide Märkte erst einmal günstiger sein. Spielchen auf Märkten geringer Liquidität erfordern wesentlich mehr Erfahrung und Überdenken der verschiedenen technischen Situtationen, wobei ich darunter nicht so sehr an die traditionelle "Technische Analyse" denke sondern mehr an die Feinheiten der Orderbuch-Bearbeitung im jeweiligen Markt.

Weiterhin möchte ich darauf hinweisen, daß auch zur Hauptzeit hoch-liquide Märkte zur Nebenzeit mit extrem ausgedünnten Orderbuch auftreten, wie z. B. der FDAX nach 19:30.
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Wednesday, November 17th 2010, 1:14pm

PT,

ok, aus deiner Sicht also eher unwahrscheinlich. Faik Giese hatte mal in einem Webinar, ich meine es war über GAP-Trading, von solchen Möglichkeiten - zumindest für Aktien - an der Nasdaq gesprochen. Auf meine Mail hin hat er allerdings nicht reagiert, hat wahrscheinlich zu viele Mails zum beantworten. Andere Meinungen?

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Wednesday, November 17th 2010, 8:59am

Wenn dein Provider aktive Begleitung bietet:

Quoted

Tue Nov 16 16:07:56 CET 2010 EUR rumor...Eur/$ should find support first look 55/65 but stops building below the 1.3550 barriers

, dann kannst du sicher sein das er einen Blick in sein System geworfen hat. Ich beziehe mich da auf "Direct Access" Anbieter.
Beim MM würde ich da etwas vorsichtiger sein.
Würde und Sein - sind allen gemein

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Wednesday, November 17th 2010, 8:28am

Bei regulär gestalteter Software (die natürlich nur selten mal geprüft wird) sollten Stops für andere Marktteilnehmer nicht sichtbar sein. Da die Informationen aber IT-mäßig vorligen, können sie natürlich auch mißbraucht werden, auch durch den eigenen Broker. Bei aller angebrachten Paranoia gegenüber den ganzen Durchstechereien in der Finanzbranche, würde ich darin aber nicht das Haupt-Problem sehen. Überhaupt ist das zu häufige unerwünschte Auslösen von Stops in einer Strategie vielleicht auch mehr ein Zeichen, daß die Stops nicht optimal plaziert sind.

Auf einem schwach liquiden Markt ist es aber überhaupt kein Problem, sich durch fortlaufendes Ändern des eigenen Limit-Kurses an Stops heranzupirschen, ggf. automatisch in Sekunden-Bruchteilen. Auf hochliquiden Märkten ist es schwer, Stops heraus zu manipulieren, weil zur Abarbeitung der dazwischen liegenden regulären Volumina erhebliches Kapital bewegt werden muß und es auch für einen größeren Markt-Teilnehmer größere Riskiken gibt, danach in einer Schieflage zu sein, weil ja jederzeit durch Dritte größere neue Orders eingestellt werden können und so aus einem gewünschten Market-Maker-mäßigen Kassieren eines kleinen Betrages einer erwarteten Fluktuation um den aktuellen Kurs plötzlich eine (teils sogar selbst ausgelöste) direktionale Verlust-Bewegung mitgenommen wird.

Völlig unabhängig von irregulär geschriebener Software sollte es aber für einen potenten Mitspieler kein Problem sein, auf weniger liquiden Märkten Stops nach statistischen Erfahrungswerten abzufischen, da es selbst für kleine Mitspieler keinen übermäßigen Aufwand erfordert.
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Tuesday, November 16th 2010, 2:39pm

Forex & Forex Futeres: Stopps, für einige Marktteilnehmer sichtbar?

Sehen einige Martteilnehmer im Forex-Markt oder in den FX-Futures die Orders, d.h. die in den Markt gelegten Stopps? Ich meine keine CFD´s, sondern nur der direkte Markt. Wenn es so ist, pervertiert das ja die Chancengleichheit.

Selbige Frage betrifft natürlich auch die Futures bspw. fdax, YM, ES Mini.

Wenn ja, mit welchen Brokern kann man die Sichtbarkeit umgehen, weil die Broker die Orders nur auf ihren Servern stehen haben und erst an bestimmten Marken diese exekutieren, was evtl. aber wieder Performanceprobleme im Scalping mit sich bringt?!

Wie schaut es bspw. mit den Brokern IB, mirusfuteres, Velocity aus?

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