Ich habe
godmode-trader.de schon seit Urzeiten genutzt und hatte bisher noch keinen Grund zum Klagen, insbesondere haben mir ihre vielen guten reinen Informations-Mittel gefallen, da ich fremde Meinungen zu irgendwelchen Börsen-Entwicklungen eh nicht intensiv beobachte.
Trotzdem sollte es auch möglich sein, an einem bisher zufriedenstellenden Partner zu konkreten Einzel-Aspekten Bedenken anzumelden, denn auch Kritik-Fähigkeit gehört zu einer guten Partnerschaft. Sicher kann es nicht Michaels Aufgabe sein, als im wesentlichen wohl dem Kay gleichberechtigter Kooperations-Partner von sich aus irgendwelche Bemerkungen zu ihm zu machen, die über eigene begründete Ansichten hinausgehen, wobei selbst dabei manchmal das Gold des Schweigens dem Silber des Redens vorzuziehen ist.
Andererseits war dieses Forum und dieser Thread schon lange vorher mit gut nachvollziehbaren Kritiken zur Kay-Show vorhanden, ebenso wie viele andere im Netz, wo ähnliche Kritiken geäußert wurden, ohne daß einer der hier schreibenden Autoren daran beteiligt war (ich schrieb z. B. sonst nur noch bei TN dazu). Damit ist die Beibehaltung einer einigermaßen neutralen Position zu ausreichend sachlichen Positionen zu dieser Sache ganz bestimmt keine Verletzung der Loyalität zu godmode-trader.de.
Daß zu TT's Show-Beitrag hier sehr viel geschrieben wurde, lag daran, daß TT ein langjähriges und angesehenes Mitglied dieser Community ist. Wo, wenn nicht hier, außer in seinem eigenen Forum vielleicht, sollte man sich denn mit TT intensiv darüber auseinandersetzen? Am Ende hat er ja die Kay-Show auch nicht weiter gepusht und damit durchaus auch gezeigt, daß er nicht alle Seriosität zugunsten billiger Publicity aufgibt.
Da godmode-trader.de hier nicht selber direkt durch seine GF vertreten ist, macht eine so scharfe Diskussion wie mit TT hier wenig Sinn. Eine Überprüfung der Entscheidung, mit Kay gemeinsam zu arbeiten würde schon Sinn machen, wobei das aber von den genauen Zielen, Konditionen, vorangegangenen Prüfungen und zukünftigen Erwartungen der Beteiligten abhängt, die sich auch über das aktuelle Niveau hinaus weiterentwickeln können.
Ich selber hätte als Betreiber einer gut eingeführten eigenen Seite auf das Mehr an Publicity wohl eher verzichtet, wenn das gesamte Umfeld nicht optimal zu meiner eigenen Seite paßt. Andererseits darf man auch nicht zu viele Berühungs-Ängste haben, selbst wenn man kritisch ist, und auch ich selber habe mich weit über Gebühr und durchaus mit einigem Autwand mit Kay beschäftigt, was nicht zuletzt in diverse Auswertungen zu seinem Vorgehen mündete.
Ich habe mich sogar mit ihm unterhalten und muß dabei sagen, daß er auf die massive Kritik nicht giftig reagiert hat, wie das hier und anderswo selbst bei nur minimalen Andeutungen eher schon die Regel ist. Unabhängig von allem Kritisierten (auch dem Umgang mit Kritik auf seiner eigenen Seite) muß ich da mal recht objektiv einräumen, daß Kay gar nichts von diesen vielen Giftzwergen im Netz hat (zu denen selbst ich manchmal durchaus zählen könnte).
Trotzdem bedeutet auch nicht jedes Verständnis oder jede Kooperation gleich die ungeteilte Begeisterung an der Sache, sie kann auch einen Kompromiß zwischen widerstrebenden Zielen darstellen, der solange hält, wie alle involvierten Seiten damit leben können. Und letztlich muß jeder selber wissen, wie wichig publicity-trächige Zugpferde im Verhältnis zu seinen sonstigen Zielen sind, wobei man aus anderen Bereichen, gerade im Show-Geschäft, den Stars noch ganz andere Dinge durchgehen läßt, als nur das Anpreisen höchst ambitionierter Leistungen, wie z. B. das Herunterpöbeln von Konkurrenten, dem breiten Publikum oder gleich der ganzen Welt.
All sowas hat es bei Kay nicht gegeben, der keine Entgleisungen begangen hat und als Mensch auch recht umgänglich ist.
Die wichtigste Kritik bezog sich auf seine zu hohen Ziele (was er selber schon eingesehen hat), seine Publicity-Lastigkeit und einigen professionellen Maßstäben (welche sind das genau, wenn am Ende die Performance denn authentisch sein sollte?) nicht genügenden Darstellung, wobei es da aber selbst bei diversen richtig großen Institutionen weit mehr Dubiositäten gibt.
Auch darf man bei einer halbwegs objektiven Bewertung nicht zu hohe Maßstäbe gerade an Kay anlegen, wenn selbst ein vermeintlich sehr bodenständiges Haus mit dem Haus, Auto, Boot, Pferden und Pferde-Pflegerinnen !! wirbt.
Gleiches gilt aber auch andersherum. So wie wir wissen, daß die eher sozial nicht höchst-privilegierte Schicht der Kunden einiger Häuser keine Pferde besitzt und auch nie besitzen wird, muß auch beim Kay nicht vorschnell auf eine nachhaltig funktionierende Methode oder gar auf deren erfolgreicher Übertragbarkeit auf das eigene Trading geschlossen werden.
Fazit: Man kann davon ausgehen, daß bei godmode-trader.de auch kritisch denkende und ziemlich erfahrene Leute existieren, die sich bei ihrer Entscheidung etwas gedacht haben und diese nicht spontan gefällt haben. Ob man die Sache gut oder schlecht findet, bleibt immer noch eine freie Entscheidung des Einzelnen, die man mit Argumenten Pro und Kontra abwägen kann, und der Sinn von Foren besteht in der Bereitstellung von Anregungen zur Findung der eigenen Argumentations-Position, die sowieso nie in der 1:1-Übernahme fremder (positiver oder negativer) Ansichten bestehen wird.